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Tecnolumen WG 24 “No Fake” Aktion erfolgreich beendet

Wednesday, December 19th, 2012

Mit über 100 Anmeldungen und 59 kostenlos gegen Originale eingetauschten Kopien der Wilhelm Wagenfeld WG 24 Leuchte, zeigt sich der Bremer Hersteller Tecnolumen sehr zufrieden mit der “No Fake” Aktion.

Zufrieden können sie auch sein. Nicht zuletzt weil sie damit ein größeres Bewusstsein für die Problematik unlizenzierter Kopien bei den Konsumenten geschaffen haben; insbesondere in Bezug auf Bauhaus Möbel.

Zu den interessantesten Erkenntnissen, die das Unternehmen nach der Aktion bekannt gegeben hat, gehört, dass die Mehrheit derer, die bei der Aktion teilgenommen haben, unwissentlich eine Kopie gekauft hatten.

Aha…. Also, ohne jemanden des Lügens bezichtigen zu wollen… Wenn man weiß, dass eine Lampe eigentlich 400 Euro kostet und man dann für die (angeblich) gleiche nur 99 Euro zahlt, kann man doch niemandem erzählen, man habe den Braten nicht gerochen.

Und wer sich bewusst für eine Kopie entschieden hat, hat das, sagt Tecnolumen, weil die Kopie billiger war.

Klingt für uns ganz nach einer Industrie, die besser erklären müsste, warum ihre Produkte so teuer sind.

In der Vergangenheit haben wir über die Qualitäts- und Sicherheitsprobleme geschrieben, die sich ergeben, wenn man Kopien kauft. Aber was unter Konsumenten häufig nicht bedacht wird, ist dass viele Designermöbel nicht massenhaft in Fabriken produziert werden, die ihre tausend Angestellten ans Fließband ketten. Oft werden Produkte, wie die Wagenfeld Lampe in speziellen Werkstätten hergestellt.

Letztes Jahr sprachen wir zum Beispiel mit einem europäischen Hersteller, der uns erzählte, dass ein Produkt erst aus dem Sortiment genommen wird, wenn weniger als 20 Stück im Jahr verkauft werden. Zwanzig. In einem ganzen Jahr. Das ist kein Betrieb, der darauf optimiert wird, in 24 Stunden Produktion durchzulaufen.

Oder bei unserem Besuch der Müller Möbelfabrikation in Augsburg letztens trafen wir ein kleines Team, das jedes Teil von Hand herstellt. Das ist die Qualität und Garantie, für die man zahlt.

In der Vergangenheit haben Designermöbelhersteller oft medienwirksame Events veranstaltet, bei denen Kopien ihrer Produkte zerstört wurden oder haben Tausende investiert, um Pressemitteilungen auszusenden, die stolz verkünden, dass sie eine Gerichtsentscheidung zum Markenschutz für sich gewonnen haben.

Die Wirkung solcher Aktionen hat natürlich ihre Grenzen. Vor allem wenn die, die damit konfrontiert werden, immer noch nicht wissen, warum sie die teuren Originale kaufen sollen.

Warum nicht lieber dem Kauf von Kopien vorbeugen, indem man transparent macht, wo und wie die Produkte hergestellt werden. Also warum sie kosten, was sie kosten. Macht man das, zerstört man nicht etwa die Magie hinter dem Produkt, sondern erhöht viel mehr seinen Wert.

Ok, man sollte sich auch für eine offene Debatte einsetzen, die die Tatsache hinterfragt, warum Lizenzgebühren, die älter als 50 Jahre sind, genauso hoch wie bei neuen Produkten sind. Aber wir vermuten, dass das aus Gründen des “Betriebsgeheimnisses” unwahrscheinlich ist. Wenn auch unserer Meinung nach wünschenswert.

Das würde die Probleme natürlich nicht vollständig lösen. Schon gar nicht solange es die schrecklichen Lifestyle Magazine mit ihren Abbildungen von Qualität als etwas, das visuell fassbar ist, gibt: Es sieht hochwertig aus, also ist es hochwertig. Das ist etwas, was die Plagiateure geradezu anfeuert.

Aber es könnte eine Start in eine positive, neue Richtung sein….

wg24 Wilhelm Wagenfeld Bauhaus Lamp Tecnolumen

WG 24 von Wilhelm Wagenfeld über Tecnolumen

 

 



No Fake – Tecnolumen tauscht falsche Wagenfeld-Leuchten WG 24 durch Original aus

Monday, September 10th, 2012

So lästig Fälscher auch sein mögen, sie sind selten blöd. Man findet nämlich nur ganz selten gefälschte Alben von Billy Ray Cyrus. Oder gefälschte griechische Staatsanleihen… Sie bevorzugen Produkte, von denen sie sicher sind, dass sie sich gut verkaufen lassen. Deshalb schätzen professionelle Fälscherbanden auch Bauhaus-Möbel. Die kennt schließlich jeder und sie sehen alle so einfach aus. Wer kann da schon einen Unterschied erkennen?

Doch neben potentiellen Sicherheitsrisiken reicht eine Kopie nie an die Qualität des Originals heran oder gibt einem Raum diesen unbeschreibbaren Mehrwert, den ein qualitativ hochwertiges Produkt ihm verleiht. Und so stellen die meisten Leute viel zu spät fest, dass der Preis, der so schien als wäre er zu gut um wahr zu sein, genau das auch war.

Zu dem am häufigsten kopierten Produkten der Bauhaus-Ära gehört auch die WG 24, eine der sogenannten Bauhaus-Leuchten von Wilhelm Wagenfeld – ein Stück, das perfekt in die Kategorien “leicht wieder zu erkennen” und “heißbegehrt” passt. Im Rahmen einer Kampagne, bei der das Problem gefälschter Möbeldesignklassiker hervorgehoben werden soll, bietet der in Bremen ansässige alleinige Lizenzinhaber und somit einzige autorisierte Hersteller der Bauhaus-Leuchten von Wilhelm Wagenfeld, Tecnolumen deshalb an, nicht autorisierte Kopien der WG 24 durch echte Exemplare zu ersetzen. Eine Chance also für alle Opfer skrupelloser Händler, endlich das Produkt zu bekommen, von dem man glaubte, es schon längst erworben zu haben.

Die Aktion läuft vom 15. September 2012 bis zum 15. November 2012, gilt aber nur für Verbraucher innerhalb Deutschlands. Außerdem ist die Aktion auf die ersten 100 Bewerber beschränkt.

Mehr Infos zu No Fake sowie detaillierte AGB gibt es unter www.no-fake.info.

wg24 Wilhelm Wagenfeld Bauhaus Lamp Tecnolumen

WG 24 von Wilhelm Wagenfeld

no fake tecnolumen



(smow)offline: Wilhelm Wagenfeld “Weiterwirken in die Zeit hinein”

Tuesday, April 13th, 2010
Wilhelm Wagenfeld

Wilhelm Wagenfeld (Foto © Wilhelm Wagenfeld Stiftung)

Während wir in Mailand die Hoteliers der norditalienischen Metropole reich machen, geht das Leben in Deutschland seinen normalen, nicht-blutsaugenden, nicht geldgeilen Gang.

Oh ja, wir sind hart. Und wir glauben nicht, dass alle anderen Besucher der Mailänder Möbelmesse die Hotelpreise fair finden. Sie sind nur zu feige, sich öffentlich zu beschweren. Die Mailänder Designwoche ist Abzocke und alle wissen das. Es traut sich nur niemand zu sagen…..

Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Am 15. April wird in Bremen eine Retrospektive der Arbeiten des Designers Wilhelm Wagenfeld eröffnen. Die von der Wilhelm Wagenfeld Stiftung organisierte Ausstellung zeigt zum ersten Mal Wagenfelds produzierte Werke zusammen mit Originalzeichnungen, Werbung und Verpackungen. Briefe, Fotos und private Dokumente runden die Ausstellung ab zu einer umfassenden Präsentation seines Lebens und seiner Arbeit.

Wie auch Marianne Brandt – seine frühere Kollegin in der Bauhaus Metallwerkstatt – gehörte Wilhelm Wagenfeld zu der Gruppe von Bauhausabsolventen, die sich auf Alltagsgegenstände konzentrierten: eine Spezialisierung, die besonderen Wert auf das Verständnis des Designers für Ästhetik, Form und Geometrie legt.

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Teekanne für Jenaer Glaswerk Schott & Gen., Wilhelm Wagenfeld, 1931, © Wilhelm Wagenfeld Stiftung, Foto Jens Weyers, Bremen

Wagenfelds Arbeiten waren nicht nur Kunst. Produkte wie die Teekanne für Jenaer Glas zeigen sehr schön ihre Praktikabilität und Endverbraucherorientierung.

Industriedesign für das Individuum.
Und das 40 Jahre vor der Erfindung des Industriedesigns.

Wilhelm Wagenfelds bekanntestes Design, die sogenannte Bauhaus Lampe WA 24, ist natürlich auch Teil der Ausstellung.

Wer Wilhelm Wagenfeld besser begreifen möchte, sollte “Weiterwirken in die Zeit hinein” als einen hervorragenden Ausgangspunkt verstehen.

Wilhelm Wagenfeld “Weiterwirken in die Zeit hinein” ist vom 16. April bis 12. September 2010 im Wilhelm Wagenfeld Haus, Am Wall 209, 28195 Bremen zu sehen.

Ausführliche Informationen gibt es hier.

wilhelm-wagenfeld-bauhaus-lamp

Briefmarke mit der "Bauhaus Lampe" WA 24 von Wilhelm Wagenfeld. Entwurf Ingo Wulff, 1998



“Das Bauhaus kommt…” – Weimar feiert den 90. Geburtstag des Bauhauses

Monday, April 6th, 2009
ausgelassene Stimmung in Weimar: das Bauhaus feiert sein 90. Jubiläum - Bauhäusler um 1922 (Foto: Bauhaus-Archiv Berlin)

ausgelassene Stimmung in Weimar: das Bauhaus feiert sein 90. Jubiläum - Bauhäusler um 1922 (Foto: Bauhaus-Archiv Berlin)

Wer kennt Sie nicht – die “Bauhaus-Leuchte” Tecnolumen von Wilhelm Wagenfeld, die Kinderwiege von Peter Keler oder der Lattenstuhl von Marcel Breuer. Diese und viele weitere Möbelstücke und Wohnaccessoires entstanden zwischen 1919, dem Gründungsjahr des “Staatlichen Bauhaus’”, und 1925, dem Jahr der Übersiedlung nach Dessau, bzw. 1933, dem Jahr der Schließung in Berlin. Beim Bauhaus handelt es sich wohl um die bekannteste Architektur- und Designschule des 20. Jahrhunderts – das Vermächtnis der Bauhaus-Künstler, das in diesem Jahr in Weimar präsentiert wird, fasziniert Menschen aus der gesamten Welt.
Durch die schrecklichen Eindrücke des Ersten Weltkriegs geprägt, versuchten die Künstler unter Leitung von Walter Gropius einen neuen Umgang mit den verschiedenen Kunst- und Handwerksarten zu schaffen. Der “Bauhaus-Geist” sollte sich nicht nur in einem bestimmten Möbel- oder Kunststil niederschlagen, sondern umfassender sein, eine “Lebensphilosophie” darstellen und alle Lebensbereiche nachhaltig beeinflussen.

Die rund 1200 Exponate, die von der Klassik Stiftung Weimar an fünf verschiedenen Stationen präsentiert werden (darunter beispielsweise auch Leihgaben vom MoMA in New York), stellen “nur” eine Übersichtsschau zu den frühen Jahren des Bauhauses in Weimar dar. Die Exponate stammen aus allen Bauhaus-Bereichen: aus den Metall-, Keramik- und Möbelwerkstätten, aus der Weberei, von den Typographen, Architekten, Künstlern, Fotografen und Dramaturgen. Die Kuratoren der “Das-Bauhaus-kommt”-Schauen möchten das Weimarer Bauhaus als “Laboratorium” zeigen – hier wurden die Grundlagen und Ideen für spätere Entwürfe und Kunstwerke der “Bauhäusler” gelegt.

“Das Bauhaus kommt aus Weimar”
vom 1. April bis 5. Juli 2009 in Weimar
anlässlich des 90. Bauhaus-Jubiläum
www.das-bauhaus-kommt.de

Wir von smow sind stolz, einige “Bauhaus-Klassiker” und Bauhaus-Reeditionen sowie vom Bauhaus-Stil inspirierte Möbel in unserem Angebot zu haben:

die Bauhaus-Leuchte Tecnolumen von Wilhelm Wagenfeld

die Bauhaus-Leuchte Tecnolumen von Wilhelm Wagenfeld

reeditierte Nesting Tables von Josef Albers

reeditierte Nesting Tables von Josef Albers

Stahlrohr-Beistelltisch von Marcel Breuer

Stahlrohr-Beistelltisch von Marcel Breuer



Tecnolumen – die “Bauhausleuchte” von Wagenfeld bei Smow

Friday, January 30th, 2009
Tecnolumen WG 25 GL

Tecnolumen WG 25 GL

Es gibt einige wenige Bauhausklassiker, die fast jeder aufgrund ihrer Form, ihrer Geschichte oder ihrer Funktionalität kennt und schätzt. Dazu gehört ohne Frage die sogenannte “Bauhauslampe” von Wilhelm Wagenfeld aus den 1920er Jahren. Die “Bauhauslampe” heißt eigentlich Tecnolumen. Sie ist urheberrechtlich geschützt und darf derzeit nur von TECNOLUMEN® hergestellt werden. Bei Smow wird natürlich die urheberrechtlich geschützte und von Prof. Wagenfeld autorisierte Reedition angeboten.

Wilhelm Wagenfeld entwarf die “Bauhauslampe” während seines Aufenthaltes am Bauhaus in Weimar zu Anfang der 1920er Jahre. Glas faszinierte ihn stark und seine Assoziation mit “gefrorenem Licht” inspirierte ihn auch zu den Tecnolumen-Leuchten. Auf einem unauffälligen Fuß (entweder aus Metall oder Glas) thront eine opalüberfangene Glaskuppel.

Als Wagenfeld 1931 seine Zusammenarbeit mit der Industrie begann (er arbeitete beispielsweise mit den Vereinigten Lausitzer Glaswerken, dem Jenaer Glaswerk Schott, der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF), dem Porzellanhersteller Rosenthal und später auch für Lufthansa), verstand er sich selbst als “künstlerischer Mitarbeiter in der Industrie”. Ein formschönes Design sollte gleichzeitig seriell und unter möglichst geringem Materialaufwand produziert werden können. Während dieser fruchtbaren Kooperation entstanden beispielsweise das Jena Glas Teeservice oder die Salz- und Pfefferstreuer “Max und Moritz”.

Wilhelm Wagenfeld (Bildquelle: Designlines.de)

Wilhelm Wagenfeld (Bildquelle: designlines.de)

Bei Smow gibt es die folgenden TECNOLUMEN®-Versionen:

WG 25 GL – Fuß aus Glas
WA 24 – Fuß aus Metall
WA 23 SW – Fuß schwarz lackiert
WG 24 – Klarglas
GL/WA – Ersatzteil Glaskuppel