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Fritz Haller: Designer eines Systems. Ein Interview mit Georg Vrachliotis

Friday, September 28th, 2012

Man stelle sich einmal vor, man hat seine ganze Karriere dafür genutzt ein modulares Bausystem zu entwickeln. Man stelle sich vor, man hat der Welt damit zu radikal neuen Ansätzen im Konstruktionsdesign verholfen und daran mitgewirkt Computertechnologie in der Architektur anzuwenden. Und dann stelle man sich mal vor, dass einen die meisten Menschen nur in Verbindung mit einem Büromöbelsystem kennen. Dieses Büromöbelsystem hat man irgendwann einmal im Rahmen eines Vertrages für eine Firma, die ihren Sitz in einem kleinen Schweizer Ort hat, entwickelt.

Das System wurde trotz seines bescheidenen Ursprungs zu einem weltweiten Erfolg und einem wortwörtlich universalen, weil einfachen und funktionalen Aufbewahrungsmöbel.

Man stelle sich vor, diese Bekanntheit überschattet alle Bemühungen als Architekt.

Das ist das Schicksal des Schweizer Architekten Fritz Haller.

Wir haben hier schon in aller Ausführlichkeit über das USM Haller Möbelbausystem berichtet. Aber wer in unseren Ausführungen kaum vorkam, ist Fritz Haller mit seiner Architektur. Das liegt vor allem daran, dass es kaum seriöse Quellen zu ihm gibt. Eine vertrauenswürdige Quelle gibt es aber, Dr. Georg Vrachliotis, Vertretungsprofessor für Architekturtheorie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Nach seinem Abschluss in Architektur an der UdK Berlin, studierte Georg Vrachliotis Philosophie an der TU Berlin. Schließlich fand er seine Bestimmung in der Architekturtheorie und hatte verschiedene Positionen an den Universitäten Freiburg, Bremen und Berkeley inne und war Gastdozent für Architekturtheorie an der TU Wien, bevor er an der ETH Zürich seine Promotion über das Thema “Geregelte Verhältnisse. Architektur und Technisches Denken in der Epoche der Kybernetik” (Springer Wien/BewYork, 2011) abschloss. Zurzeit arbeitet er an dem Forschungsprojekt “Fritz Haller als Forscher. Eine Architekturgeschichte der Abstraktion”.

Im März 2012 organisierte Georg Vrachliotis das Symposium “Fritz Haller. Architekt und Forscher” in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Architekturtheorie an der ETH Zürich. Kurz danach trafen wir Georg Vrachliotis, um mit ihm über Fritz Haller, seine Architektur, sein Erbe sowie über die Tatsache, dass Haller vor allem für das USM Haller System Bekanntheit erlangte, zu diskutieren. Anfangen wollen wir aber mit der Frage, wie Georg selbst Fritz Haller “entdeckt” hat….

Georg Vrachliotis: Mein erster Berührungspunkt mit Fritz Haller war, wie für so viele Leute, dieses eine bestimmte Möbelstück, das in der Schweiz geradezu omnipräsent ist. Was mich damals interessiert hat, waren der Mensch und der Architekt  hinter dem Möbel. Fritz Haller war und ist in erster Linie ein Architekt, kein Möbeldesigner, und es war mir sehr schnell klar, dass er so etwas wie ein Rohdiamant der Architekturgeschichte ist. Fritz Haller hatte Kontakt mit Konrad Wachsmann und Charles Eames, er entwickelte verschiedene exzellente Bausysteme und seine eigene Software, die ihm half seine Projekte zu planen. Dennoch verschwand er mehr oder weniger aus der Architekturgeschichte und ich begann mich für ihn zu interessieren.

(smow)blog: Wie hast du dann begonnen diesen rohen Diamanten zu polieren?

Georg Vrachliotis: Anfangs arbeitete ich ziemlich unsystematisch. In den ersten paar Jahren reiste ich alle paar Monate zu ihm nach Hause, woraus eine Serie transkribierter Interviews entstanden ist, aus denen schließlich ein noch relativ unsystematischer, biografischer Text hervorging. Dann übergab Fritz Haller sein Archiv an die ETH Zürich. Dieser Prozess begann vor ungefähr zwei Jahren und ich war von Anfang an darin involviert. Das stellte den Ausgangspunkt für meine systematische Forschung dar.

(smow)blog: “Fritz Hallers Archiv”, das klingt nach einer Herausforderung….

Georg Vrachliotis: …. besonders wenn man bedenkt, dass wir darin Dokumente von 50, 60 Jahren Arbeit haben. Zum Glück ist alles sehr gut organisiert. Fritz Haller war der Designer eines Systems und so entwickelte er natürlich auch ein System für sein Archiv….

(smow)blog: Designer eines Systems ist ein gutes Stichwort. Warum System?

Georg Vrachliotis: Fritz Hallers Systeme sind Antworten auf Fragen, die er sich selbst gestellt hat. Haller hatte immer ein unglaubliches Erkenntnisinteresse an der Architektur. Zentral für ihn ist die Frage, was ein Haus ist; er möchte ein Haus verstehen. Man entwirft etwas, um etwas zu verstehen. Es ging ihm nie um das Objekt als Fetisch. Ihm ging es mehr darum, zu reflektieren, zu reevaluieren und zu erforschen, wie man baut. Er fragte, welche Art von System können wir entwickeln? Dann entstand das Gebäude, dann entwickelte er das System weiter und dann kam das nächste Gebäude und so weiter und so fort. Fritz Hallers Intention war es, wie er sagt, Systeme zu entwickeln, die komplett flexibel sind.

(smow)blog: Eines der flexibelsten seiner Systeme war und ist sein Mini/MidiMaxi Bausystem. Ist das System heute noch relevant oder nur ein nettes historisches architektonisches Artefakt?

Georg Vrachliotis: Obwohl wir in Sachen industrieller Architektur, Energieeffizienz usw. viel, viel weiter sind als damals, ist die Eleganz mit der man das Mini/MidiMaxi System kombinieren kann immer noch relevant, denke ich.

(smow)blog: Wenn wir das richtig sehen, hat Fritz Haller immer nur in der Schweiz gebaut, wir konnten jedenfalls kein Projekt außerhalb der Schweiz finden. Ist das tatsächlich so und wenn ja, weiß man warum? War er nicht daran interessiert in anderen Ländern zu arbeiten oder hat ihn niemand gefragt?

Georg Vrachliotis: Es stimmt, dass all seine Bauten in der Schweiz stehen; warum das so ist, ist allerdings zurzeit noch eine Frage ohne Antwort. Er hat auch an sehr vielen Architekturwettbewerben für Deutschland teilgenommen, jedoch ohne Erfolg. Mir ist nicht ganz klar, warum das so ist, aber ich vermute, dass es etwas mit den Architektur- und Ingenieurkammern zu tun hat. Man müsste dort genau nachforschen, warum Haller in Europa nichts gebaut hat.

(smow)blog: …aber auch in den USA. Fritz Haller verbrachte sechs, sieben Jahre an Konrad Wachsmanns Institut für Bauforschung in Kalifornien, aber hat scheinbar nie etwas gebaut?

Georg Vrachliotis: Während seiner Zeit in Kalifornien hat er sich ausschließlich auf fundamentale Forschungsfragen konzentriert, eine Arbeit, die nur sehr wenig mit Architektur als “Bauen” zu tun hat. Es war reine Geometrie-Forschung, Montageüberlegungen, also wie die einzelnen Elemente zusammengebracht werden könnten. Eine sehr grundlegende Forschung.

(smow)blog: In den späten 1960ern führte Fritz Hallers Forschung ihn dazu eine “Weltraumkolonie”, eine “Weltraumstadt” zu entwickeln. War das nur eine Spielerei oder kann man das als interessante und nützliche Forschung betrachten?

Georg Vrachliotis: Fritz Haller war immer sehr an der Zukunft intressiert, wie unsere Welt in 20, 50 Jahren aussehen wird und wie wir uns darauf vorbereiten können. Er forschte an Themen, wie Überbevölkerung, Ökologie, Infrastruktur oder Kommunikationsnetzwerke. Bezogen auf die Arbeit, die er am MIT für die ”Weltraumkolonie” gemacht hat, würde ich sagen, dass es eine systematische und strategische Überlegung war. Fritz Haller war der Meinung, dass man, wenn man an einen Ort wie den Weltraum geht, an dem nichts ist wie auf der Erde und man dort Architektur entwickeln will, mit den gleichen Problemen konfrontiert wird, auf die man auch auf der Erde stößt, nur in extremerer Form. Folglich muss man den Details viel mehr Aufmerksamkeit schenken und man muss z.B. genauer überlegen, was heißt Funktion, was heißt Energie, was heißt Kontext usw. So ist Fritz Haller im Prinzip in den Weltraum gegangen, um besser über die Erde nachdenken zu können.

(smow)blog: Kurz zum Schluss, warum kennen wir Fritz Haller besser für seine Möbel als für seine Gebäude?

Georg Vrachliotis: Fritz Haller verstand einen Architekten nie als Autor, war nie interessiert an den Ideen eines “Autoren-Architekten”. Fritz Haller entwickelte Systeme und nicht Gebäude und letztlich war Fritz Haller anonym, die Antithese des modernen Stararchitekten also. Durch seine Arbeit verschwand der Architekt Fritz Haller und was blieb, war nur die Struktur.

totale stadt Buch-Cover totale stadt 1975 Copyright Fritz Haller gta Archiv ETH Zürich

Fritz Haller "Totale Stadt - ein globales Modell" 1975 (Copyright Fritz Haller /gta Archiv ETH Zürich). So weit weg vom modularen Möbelsystem wie man es sich nur vorstellen kann.



Passenger Terminal Expo 2012: Pascal Berberat, Vitra Airport Division

Saturday, April 14th, 2012

Wahrscheinlich schreiben wir so viel über Designermöbel an Flughäfen, weil wir so viel Zeit auf Flughäfen verbringen… und entsprechend viel darüber nachdenken, was uns da geboten wird. Denn wenn man in Frankfurt fünf Stunden Verspätung hat, möchte man natürlich sicher gehen, dass der Sitz bequem ist. Wenn man die Nacht am Kopenhagener Flughafen verbringen muss, möchte man ebenfalls sicher gehen, dass der Sitz bequem ist. Wenn man… naja, ihr wisst schon was wir meinen…

Aber nicht nur wir verbringen immer mehr Zeit an Flughäfen. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Flugreisenden dramatisch gestiegen – und steigende Passagierzahlen bedeuten natürlich auch eine wachsende Nachfrage an Flughäfen und der dazugehörigen Infrastruktur. Und wie bei all solchen Architekturprojekten wünschen sich die Eigentümer und Betreiber ein gleichermaßen bekanntes wie einzigartiges Interieur.

Die größte und wichtigste Messe für Flughafenbetreiber ist die Passenger Terminal Expo. Neben Unternehmen, die Lösungen für die Gepäckabfertigung und Beschilderung anbieten, sind auch Designermöbelhersteller wie Vitra oder USM Haller feste Bestandteile der Messe.

Die Passenger Terminal Expo 2012 wird vom Flughafen Wien veranstaltet. Vor der Show sprachen wir mit Pascal Berberat, dem Leiter der Vitra Airport Division, über Möbel, die Zusammenarbeit mit Alberto Meda und – was für uns am wichtigsten ist – wieso die Sitze in Flughäfen eigentlich immer Armlehnen haben. Doch wieso brauchte ein weltweit agierendes Unternehmen wie Vitra eigentlich eine spezielle Flughafenabteilung?

Pascal Berberat: Das Flughafen-Business ist weltweit ziemlich gleich. Während die Wahl der Möbel für den Hausgebrauch oft durch kulturelle Aspekte beeinflusst wird, sind Flughäfen überall weitgehend gleich und stellen unabhängig von ihrem Standort die gleichen Anforderungen. Vitra hat ein internationales Netzwerk von Vertretern und Fachhändlern für Home- und Office-Möbel, aber für den Bereich ist es sinnvoller, eine zentrale Flughafenabteilung zu haben. Außerdem gehören zu einem Flughafen ja nicht nur Abflughallen; er ist eher wie eine kleine Stadt mit Geschäften, Apotheken, Restaurants usw… also ganz vielen Bereichen, in denen Möbel gebraucht werden. Deshalb kann Vitra jede Menge Lösungen und Erfahrung für alle Arten von Möbeln anbieten.

(smow)blog: Bleiben wir bei Abflughallen. Was ist für Sie das wichtigste Kriterium für die Flughafen-Bestuhlung?

Pascal Berberat: Für mich ist das die Kombination aus den sich manchmal widersprechenden Bedürfnissen des Kunden nach Wohlbefinden und den Effizienzbestrebungen der Flughafenbetreiber.

(smow)blog: Zusätzlich zu den speziell entworfenen Produkten wie der Airline-Reihe von Sir Norman Foster bieten Sie auch verschiedene Klassiker von Vitra an, zum Beispiel Maarten Van Severen als Flughafensitze. Ist das wirklich nötig? Wieso bleiben Sie nicht bei einem einzigen, speziell entworfenen Produkt?

Pascal Berberat: Heutzutage spricht ja jeder über Umweltschutz und Nachhaltigkeit – ein Thema, das auch in den Vitra-Prozessen seit Jahrzehnten fest verankert ist. Aber sich aktiv für Nachhaltigkeit zu engagieren, heißt nicht nur, erneuerbare Rohstoffe zu verwenden, die Abfallentsorgung zu optimieren, Produkte mit einer langen Lebensdauer zu entwerfen, usw., sondern auch, seinen Kunden optisch nachhaltige Produkte anzubieten. Wir haben alle schon mal etwas weggeworfen, das noch funktioniert hat, oder noch in einem guten Zustand war, weil es einfach aus der Mode gekommen war. Durch die Arbeit mit verschiedenen Designern, insbesondere mit den “alten Meistern” wie George Nelson, Jean Prouvé oder Charles & Ray Eames haben wir gelernt, wie wichtig es ist, Produkte zu entwickeln, die nicht nur lange halten, sondern auch optisch nachhaltig sind. Wenn man bedenkt, dass 90% der CO2-Emissionen während des Fertigungsprozesses eines Produktes entstehen, muss man sich fragen was umweltfreundlicher ist: ein Produkt für Jahrzehnte zu benutzen oder es alle fünf Jahre zu ersetzen, weil es veraltet ist? Vitras Vorgeschichte mit den alten Meistern kombiniert mit der Frische zeitgenössischer Designer und Ingenieure ermöglicht es uns, Produkte zu entwickeln, die das Potenzial dazu haben, die Klassiker der Zukunft zu werden.

(smow)blog: Das bringt uns direkt zur nächsten Frage… Sie haben doch kürzlich mit Alberto Meda an der Meda Gate-Serie gearbeitet. Wieso gerade mit ihm? Immerhin ist er ja eher für seine Büromöbel bekannt?

Pascal Berberat: Alberto Meda hat schon bei vielen Projekten mit Vitra zusammengearbeitet und schon sehr erfolgreiche Konzepte für uns entworfen. Er ist Designer und Ingenieur, weshalb er perfekt für die Umsetzung der spezifischen Anforderungen eines Flughafensitzes geeignet ist. Dank seiner hervorragenden Fähigkeiten als Ingenieur haben wir bei Meda Gate ein Produkt, das nicht nur der außergewöhnlich intensiven Nutzung auf Flughäfen genügt, sondern auch Komfort in sehr eleganter Optik bietet. Außerdem muss man sagen, dass er abgesehen von seiner technischen Kompetenz eine sehr charismatische Person ist und es eine echte Freude ist, mit ihm zu arbeiten!

(smow)blog: Letzte Frage: Sie haben uns schon gesagt, was Sie an Flughafensitzen wichtig finden; jetzt sind wir an der Reihe. Was uns wirklich nervt sind die Armlehnen an den Stühlen. Wieso wollen Sie uns denn nicht schlafen lassen?

Pascal Berberat: Wenn die Leute auf Flughäfen auf den Bänken liegen, nimmt eine Person eine ganze Bank ein, und dann würden die Kapazitätsberechnungen des Flughafens nicht mehr stimmen. Man hat dann drei Sitze, aber nur einen Nutzer. Stattdessen bieten wir in den Airline- und Meda Gate-Reihen Liegesitze in Bereichen an, in denen besonders viele Transitpassagiere erwartet werden…

Passenger Terminal Expo Vitra Airport Division, MedaGate

Vitra Airport Division. Hier bei der Passenger Terminal Expo 2011 in Kopenhagen

Passenger Terminal Expo Alberto Meda Meda Gate Vitra

Meda Gate von Alberto Meda für Vitra

Passenger Terminal Expo 2012 Pascal Berberat Vitra Airport Division Suita

Neben den Abflughallen haben Flughäfen außerdem VIP- und Airline-Lounges, die möbliert werden müssen - zum Beispiel mit Suita von Antonio Citterio.



ETH Zürich Symposium: Fritz Haller. Architekt und Forscher

Friday, March 23rd, 2012

Am 15. und 16. März fand in der ETH Zürich ein zweitägiges Symposium zum Leben und Werk von Fritz Haller statt. Und wir konnten dummerweise nicht da sein…

Wir wären gern dabei gewesen. Nicht nur wegen seines berühmten USM Haller Systems, sondern auch weil uns die Person Fritz Haller immernoch ein Rätsel ist. Deshalb wollten wir die Chance, zwei Tage lang Experten dabei zuzuhören, wie sie diesen Menschen und sein Œuvre erörtern, eigentlich nicht verpassen. Doch wie das Leben so spielt, ließen anderweitige Verpflichtungen das leider nicht zu…

Eines der Rätsel um Fritz Haller ist z.B. dass er trotz der universellen Natur seiner Architektur fast ausschließlich in der Schweiz gearbeitet hat. Die USM-Niederlassung in Bühl, Deutschland, ist eines seiner wenigen “Auslandsprojekte”. Das ist für uns deshalb etwas unverständlich, weil Fritz Haller zwei seiner wichtigsten Berufserfahrungen außerhalb der Schweiz gemacht hat: Er arbeitete in Rotterdam ein Jahr lang im Büro von Willem von Tijen und neun Jahre lang in Konrad Wachmanns Institute for Building Research an der University of Southern California. Ersterer führte ihn an das Konzept der funktionalen Stadt- und Gebäudeplanung unter Verwendung industrieller Methoden für den sozialen Wohnungsbau heran. Durch letzteren konnte er seine theoretischen und praktischen Kenntnisse vertiefen und seinen eigenen Ansatz noch verfeinern. Dennoch findet man keine Gebäude von Fritz Haller in irgendwelchen Großstädten. Aber warum? Wir wissen es nicht.

Obwohl keiner der Beiträge zu Fritz Haller. Architekt und Forscher diese Frage direkt behandelt hat, können wir uns gut vorstellen, dass die meisten zumindest bestimmte Aspekte der Frage angeschnitten haben und die Teilnehmer sich so ein vollständiges Bild machen konnten.

Das Symposium fand anlässlich der Übergabe des Fritz Haller Archivs an die ETH Zürich statt. Laut Organisator Dr. Georg Vrachliotis war die Idee “dieses Event dadurch zu feiern, dass wir uns direkt mit dem Material beschäftigen, es also gewissermaßen ‘forschend feiernd’ ”.

Wie der Titel schon erahnen lässt, beleuchtete das Symposium die Arbeit Fritz Hallers sowohl als Architekt als auch als Forscher, warf einen genauen Blick auf eine seiner frühesten Arbeiten – die Quartierschule in seiner Heimatstadt Solothurn – und analysierte sein Œuvre im Kontext von Konrad Wachsmann und dessen Architekturphilosophie. Es gab außerdem ein interessant klingendes Gespräch über die (vermeintlich) analoge mathematische Herangehensweise von Fritz Haller und Max Bill.

Natürlich wird beim Symposium auch das öffentlich am leichtesten zugängliche Werk Fritz Hallers abgedeckt: das USM Haller System. Der Züricher Architekt Arthur Rüegg erörterte Hallers frühe Möbeldesignarbeiten im Kontext des USM Haller Systems während Professor Monika Dommann versuchte, das USM Haller System in einen historischen Kontext zu bringen. Das klingt alles wirklich faszinierned…

Wir hoffen, dass die dazugehörigen Texte bald veröffentlicht werden. Denn wie gesagt bleibt Fritz Haller trotz seiner fraglos großen Bedeutung für die Architektur und das Design des 20. Jahrhunderts auf seltsame Weise anonym.

Alle Details und das komplette Programm gibt es unter: www.stalder.arch.ethz.ch

usm haller bühl

Die USM-Niederlassung in Bühl - designt von Fritz Haller

 

system usm haller

USM Haller System. Hier in der Rezeption von USM, Bühl



(smow) intern: Designermöbel Office Paket

Saturday, November 19th, 2011

Wenn man einmal so viele Geburtstage hinter sich weiß wie wir, kommt ein Punkt im Leben, an dem man nicht mehr bereit ist, Kompromisse in Bezug auf die Qualität neuer Anschaffungen einzugehen. Sei es die Wahl eines Autos, einer Fluglinie oder schlicht eines  neuen Haarschnitts. Erst recht aber gilt diese Faustregel für die Wahl eines neuen Bürostuhls.

Selbstverständlich gab es auch für uns eine Zeit – so wie wahrscheinlich für die meisten – als wir uns mit billigen, unbequemen Bürostühlen zufrieden gaben. Das war so viel einfacher. Natürlich war die Qualität… – lassen wir das. Wir mussten eben Kompromisse eingehen. Und Kompromisse sind wir nicht nur was den Stuhl anbelangt eingegangen. Auch unser Schreibtisch, unsere Schreibtischlampe und der Stauraum waren optisch und qualitativ nicht viel mehr als ein Kompromiss.

Das geht aber auch anders. Gegen den sichtbaren Verschleiß, unstimmige Arrangements und Bandscheibenvorfall-begünstigende-Arbeitsplätze haben wir alles Wichtige und Gute für den Arbeitsplatz in einem Komplettpaket zusammengestellt und bieten es zum exklusiven Vorteilspreis an.

Das (smow) Designermöbel Office Paket – oder das “Kompromisse waren gestern”-Set, wie wir es liebevoll innerhalb unseres Blogteams nennen – umfasst einen Haller Tisch, USM Haller Rollcontainer, Vitra Bürostuhl und eine Artemide Tolomeo Tavolo Schreibtischlampe.

Die einzelnen Elemente können ganz nach den individuellen Anforderungen kombiniert werden. Unabhängig davon, welche Teile gewählt werden, kommt der Paketpreis ca. 8% günstiger als die Summe der Einzelstücke.

Wir haben viele der möglichen Kombinationen unseres Office Pakets am Lager und somit sofort lieferbar – es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass Sie schon in ein Paar Tagen an einem ziemlich perfekten, weil aus qualitativ sehr hochwertigen und ästhetisch sowie funktional auf den Punkt gebrachten Designermöbeln bestehenden, Arbeitsplatz sitzen – und sich dieser Tatsache vor allem auch in den nächsten Jahr noch gewiss sein können.

Unser Fazit zum Designermöbel-Büroset: Es ist einfacher, zufriedenstellender und insgesamt so viel besser als einen Kleinbus zu mieten, an den Stadtrand zu fahren und sich dort – alle paar Jahre wieder – für gerade einmal mittelmäßige Möbel durch die Massen zu schlagen.

Alle Details zu unserem Office Paket gibt es unter www.smow.com/office-package.html

smow designer office furniture package
Eine der vielen Kombinationsmöglichkeiten aus USM, Vitra und Artemide (Industrietreppe im Hintergund nicht im Lieferumfang enthalten!)


(smow)intern: Designmöbelkatalog 2011

Wednesday, July 6th, 2011

Technikverweigerer! Das wird (smow) ja normalerweise nicht nachgesagt. Soweit uns bekannt ist, hat noch kein (smow)Mitarbeiter einen iPad zertrümmert oder einen W-LAN Zugang gekappt um gegen die schleichende und zwanghafte Ausbreitung von Technologien in alle Lebensbereiche zu protestieren. Aber: In den ersten Wochen des Sommers waren alle im (smow)Hauptquartier mit der Vorbereitung und Herstellung des allerersten (smow)Katalogs beschäftigt. Ein realer gedruckter Katalog! Auf Papier! Mit Tinte!

Technikverweigerer? Au contraire, nos amis! Die Herstellung eines solchen analogen Katalogs ist technisch eine größere Herausforderung als dieses idiotensichere HTML zu programmieren. Und trotzdem ist es uns am Ende gelungen ein tolles Heft fertigzustellen. Gut gemacht, Katalogteam!

Neben einer Auswahl von (smow)Produkten enthält der Designmöbelkatalog 2011 auch biografische Informationen zu wichtigen Designern und natürlich wunderbare extra für den Katalog in Auftrag gegebene Fotos von Produkten von USM Haller, Vitra, Moormann, Richard Lampert et al.

So ein gedruckter Katalog ist im Prinzip nichts anderes als damals die Mechanisierung in den Textilfabriken, die den unterdrückten Massen erstmals den goldenen Geschmack von Freizeit kosten ließ. Mit dem Katalog bekommen wir ein Stück Technikfreiheit zurück. Computer ausschalten, Katalog in Ruhe durchblättern, Computer wieder anmachen, bestellen.

Ein Exemplar des Kataloges kann man über das Kontaktformular auf smow.de oder unter service@smow.de anfordern.

Auf facebook.com/smowcom haben wir außerdem die Fotogalerie zum Katlaogentstehungsprozess veröffentlicht.

smow Designer Furniture Catalogue 2011

(smow) Designmöbelkatalog 2011



In eigener Sache: USM Haller Seminar und Workshop

Monday, June 6th, 2011

Ein Aspekt, der nach außen nicht so sichtbar aber in der Möbelbranche von großer Bedeutung ist, ist die Beziehung zwischen Händler und Hersteller.

Die meisten Menschen haben nur Kontakt zu einem Händler, wenn sie ein neues Sofa kaufen. Oder Bücherregale. Also denken die meisten Menschen auch, dass Möbelhändler nichts anderes tun als Sofas zu verkaufen. Und Bücherregale.

Ein nicht unwichtiger Teil des Geschäfts eines erstklassigen Möbelhändlers sind aber größere Projekte: Büroausstattungen, Hoteleinrichtungen oder Sanierungsprojekte in Zusammenarbeit mit Architekten. Für diese Fälle ist eine enge Zusammenarbeit mit den Herstellern wichtig um einen erfolgreichen Abschluss sicherzustellen.

Auch für den privaten Käufer individueller Stücke spielt es eine Rolle, dass der Händler des Vertrauens gute Beziehungen zum Hersteller des Vertrauens pflegt. Wenn es doch einmal zu Problemen kommt, möchte man selbige schnell und unkompliziert geregelt haben. Das kann nur gut funktionieren, wenn Produzent und Händler einander verstehen. Eine gesunde Beziehung zu den Lieferanten zu pflegen ist für (smow) entsprechend genauso wichtig, wie die Kunden glücklich zu machen oder einen vollen Team-Kühlschrank zu haben.

Also hat sich (smow) an einem sehr sehr nassen Samstag im Mai 2011 auf den Weg gemacht um USM Haller für einen zweitägigen Workshop zu besuchen. Bei (smow) fährt aber nicht etwa nur die Verkaufsabteilung. Jedes USM Haller Sideboard das das Lager verlässt ist das Ergebnis einer koordinierten Teamleistung. Der Erfolg oder Misserfolg einer Firma wie (smow) hängt von allen Beteiligten ab. Also waren alle eingeladen. Sogar die IT. Wir brauchten ja schließlich auch Fahrer.

Neuweier Weinwandertag 2011

Neuweier Weinwandertag 2011

Das Seminar begann am Sonntag mit dem jährlichen Weinwandertag in Neuweier, einem wunderbaren Spaziergang durch die Weinberge der Gegend – natürlich auch mit Weinverkostungen.

Unter Führung der erfahrenen USM-Chefs haben wir alle ohne Ausfälle die 8km lange Wegstrecke gemeistert und durften anschließend in einem Hotel vor Ort zu Abend essen.

Aber wir haben nicht die ganze Zeit nur gut gegessen und gut getrunken… Am Montag gab es einen gemeinsamen USM Haller/(smow) Workshop im USM Hauptquartier in Bühl. Im Laufe des Tages wurden eine Reihe von Themen erörtert, z.B. wie wir alle besser zusammenarbeiten können, was (smow) von USM erwartet und was USM von (smow) erwartet.

Bisweilen wurde recht heftig diskutiert, aber solche grundlegenden Auseinandersetzungen fördern nur die Beziehung. Und letzten Endes hat es allen etwas gebracht. Erst als alle Brezeln vertilgt und die Kaffeemaschinen leergetrunken waren, haben wir uns auf den Rückweg nach Leipzig gemacht.

Die Erkenntnisse des Workshops werden wir in den kommenden Monaten hier veröffentlichen. Ob das (smow)Team wirklich was gelernt hat, ist aber ganz einfach herauszufinden, indem man mal ein USM Haller Möbel bei uns anfragt.

Was alles mit USM Haller möglich ist zeigen u.a. diese Seiten: USM Haller Individuell.

Weitere Fotos vom USM Haller/(smow) Workshop gibt es unter facebook.com/smowcom.

The USM Haller reception in Bühl

Der USM Haller Empfang in Bühl



Das USM Haller Brot

Sunday, April 10th, 2011

Bo Bech ist ein Bäcker aus Kopenhagen.

Bo Bech bäckt eine Art Brot. Erhältlich in einer Größe. Zu einem Preis.

Bo Bech bäckt eine Ladung und wenn die Ladung ausverkauft ist, schließt er den Laden.

Einfacher kann ein Geschäftskonzept nicht sein.

Aber versuchen Sie mal das einem Deutschen zu erklären, der schon einen Herzinfarkt bekommt wenn mal weniger als 17 Sorten Brot zur Auswahl stehen.

Ein Bäcker? Mit nur einem Brot? Wie überlebt er?

Es ist vergleichbar mit USM Haller.

Irgendwann hat “Design” aufgehört innovativ zu sein und unser Leben zu verbessern und war nur noch dazu da, Profit zu machen und muss entsprechend alle paar Monate erneuert werden.

Sonst würde es keiner kaufen.

Das beste Beispiel dafür ist Apple. Alle paar Monate holt Steve Jobs seinen schwarzen Glücksrolkragenpullover hervor und stellt stolz den neuen iHype vor: 3% leichter, 2% schwärzer und mit integriertem Altnordisch-Wörterbuch.
Und das versammelte Publikum freut sich, dass es jetzt das Wort gulr kennt.
Aber niemand hinterfragt den Sinn des Ganzen.
Es ist ja schließlich “Design”.

Die Möbelbranche ist was das angeht natürlich genauso schuldig wie alle anderen Bereiche in denen Produktdesign “produziert” wird. Die unvermeidlichen Ergebnisse dieser Politik sind jeden Januar auf der IMM Cologne zu sehen.

Das Gegenstück dazu ist das USM Haller System.

USM produzieren ein Produkt, basierend auf einer verchromten Messingkugel.

Ein Möbelhersteller? Mit einer Produktlinie? Wie überlebt er!?!?

USM machen das was sie tun richtig gut.
Na gut, und mit den Haller Tischen haben sie auch eine zweite wichtige Produktlinie. So wie wenn Bo auch eine Sorte Kuchen pro Tag backen würde.

Genau wie Bo Bech bietet auch USM Haller den Menschen ein Produkt das sie wollen und verstehen – zu einem fairen Preis und immer in der derselben bewährten Qualität.

Sie hören nicht auf Trendanalysten. Sie versuchen nicht in Märkte außerhalb ihrer Möglichkeiten vorzudringen. Sie engagieren keine Stardesigner um gute Medienberichterstattung zu bekommen.

Als Produktsystem hat sich USM Haller seit ca. 50 Jahren nicht verändert und wird auch für die nächsten 50 Jahre so bleiben.

Das einzige was sich in den letzten viereinhalb Jahrzehnten vielleicht verändert hat ist die öffentliche Wahrnehmung darüber wo USM Haller zum Einsatz kommen kann.

Wo es früher nur Anwälten und Ingenieuren vorbehalten war, ist USM Haller heute in Museen und Bibliotheken, auf Flughäfen oder in Krankenhäusern und in privaten Wohnzimmern zu finden.

Ansonsten gilt “never change a winning system”.

Wir persönlich würden es begrüßen wenn die Hersteller von Designermöbeln aufhören würden der deutschen Backindustrie und ihren Backkollektionen nachzueifern und stattdessen von USM Haller lernen würden: Bleib bei dem was du kannst, mach es gut und biete den Kunden zweckmäßige Produkte die funktionieren.

Aber bitte schmieren Sie keine Marmelade auf Ihr USM Haller Sideboard!

Bo Bech Copenhagen

Bo Bech: Reduziertes Backen in Kopenhagen



Orgatec 2010: USM Haller

Monday, February 21st, 2011

Als USM Haller das letzte Mal auf der Orgatec ausgestellt hat, waren wir noch im Kindergarten und unser Designhorizont beschränkte sich auf die schönen Verzierungen die man mit Wachsmalstiften an die Wände zaubern konnte.

Nun, zwölf Jahre später, wissen wir dass sich Filzstifte viel besser an der Wand machen. Und USM Haller ist auf die Orgatec nach Köln zurückgekehrt.

Das Tolle am USM Haller System ist, dass es seit Jahrzehnten unverändert geblieben ist.

Elemente, die vor 20 Jahren gekauft wurden, können problemlos mit aktuellen Teilen ergänzt werden. Und auch in 20 Jahren wird man ein neues Element mit dem des Großvaters kombinieren können.

Was sich verändert, sind die Accessoires, die Farben und vor allem die Wahrnehmung des Systems und dessen was damit erreicht werden kann.

Trends gibt es hier nicht.

Aber das geht in Ordnung, denn Trends haben uns noch nie interessiert. Alles was wir wollen ist anspruchsvolles und qualitativ hochwertiges Design.

Auf der Orgatec präsentierte USM Haller neben den drei neu gelaunchten Farben und Buch- und Ordnerstützen auch die neuen Möglichkeiten ihres höhenverstellbaren KITOS Schreibtischsystems sowie das neue iPhone App.

Ja, schon klar… USM Haller iPhone App … Bevor wir uns versehen, werden sie auch noch twittern!

Aber in dem ganzen Marketing-Hype-Chaos, zwischen den sinnlosen Modewörtern die die Luft solcher Veranstaltungen wie der Orgatec verunreinigen, ist USM Haller eine wahre Oase der Ruhe und der Bescheidenheit.

… Und der Beweis dafür, dass man auch ohne große Namen und Designer und eine endlose Anzahl neuer Produkte zeitgemäß bleiben kann.

Toll.

Hier ein paar Impressionen des USM Haller Standes auf der Orgatec 2010:

KITOS desk system by USM Haller at Orgatec 2010

KITOS Schreibtischsystem von USM Haller auf der Orgatec 2010 - modulare höhenverstellbare Tische

No longer under wraps - USM Orange

Nicht mehr geheim - USM Orange

The new USM Haller book supports

Die neuen USM Haller Buchstützen ...

... and the trusty computer holder

... und der zuverlässige USM Haller CPU Halter

USM brown as seen at Orgatec 2010

Und das neue/alte USM Braun auf der Orgatec 2010



(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!



Orgatec 2010 Interview: Alexander Schärer, USM Haller

Wednesday, December 1st, 2010

Auf der Orgatec 2010 sprachen wir mit Alexander Shärer, dem CEO von USM Haller, über die Rückkehr des Unternehmens zur Orgatec nach 12 Jahren Abstinenz, deren neue “Living Essentials” Kollektion und wie sein eigenes Büro aussieht…