Posts Tagged ‘Stephan Schulz’

Addicted to Love – Galerie dieschönestadt, Halle

Saturday, August 20th, 2011

Noch bis zum 27. August stellt die Hallenser Galerie dieschönestadt Werke von Studenten und Absolventen der Burg Giebichenstein aus.

Mit Arbeiten von Jan Bernstein, Caspar Huckfeldt, Sebastian Müllauer, Hiroko Oda, David Oelschlägel, Stephan Schulz und Katharina Schwarze zeigt “Addicited to Love” sehr schön, was Produktdesign ist bzw. sein kann.

Egal ob Mehrfachsteckdosen, ein Regalsystem zum Mitnehmen, ein Lounge Chair zum Selberfüllen oder ein “Ulmer Hocker” aus Frühstückscerealien der draußen auf jeden Fall von Vögeln gefressen werden würde… Gutes Produktdesign muss nicht nur auf minimalistische Essstühle beschränkt sein – und “Addicted to Love” zeigt das.

Die Empfehlung fällt uns daher nicht schwer.

Das schweift zwar ein bisschen vom Thema ab, aber … In unserem Post zur Jahresausstellung der Burg Giebichenstein, haben wir uns enttäuscht über das Fehlen bestimmter Projekte geäußert, die uns gefallen. Inzwischen wissen wir etwas mehr. Und schütteln immer noch den Kopf und können es nicht glauben …

“Addicted to Love” ist bis zum 27.08.2011 in der Galerie dieschönestadt, Am Steintor 19, Halle zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch & Samstag, 14 – 18 Uhr, Donnerstag 18 – 22 Uhr.

Informationen gibt es unter http://dieschoenestadt.de/

Die Fotogalerie haben wir auf Facebook gestellt: facebook.com/smowcom

addicted-to-love-galerie-dieschonestadt-halle

Addicted to Love - Galerie dieschönestadt, Halle



Mailänder Möbelmesse 2011: Stephan Schulz und Paul Evermann

Friday, April 15th, 2011

Die beiden Absolventen der Burg Giebichenstein Stephan Schulz und Paul Evermann stellen auf der diesjährigen SaloneSatellite in Mailand gemeinsam mit je anderthalb neuen Produkten aus.

Das heißt beide haben je ein neues eigenes Produkt und eine gemeinschaftliche Arbeit.

Das Gemeinschaftsprojekt nennt sich Wardrobe Bench – und der Name ist mehr oder weniger Programm.

Es ist eine Garderobe. Und eine Bank.

Das Bankelement besteht aus einem Stück Sperrholz, mittels Wasserstrahlschnitt wird der äußere Teil der Platte abgetrennt und etwas weiter unten angebracht.

Diese Verschiebung erleichtert den Alltag! Man kann sich darauf ganz bequem die Schuhe anziehen. Und auch als Abstellfläche für Schuhe ist die tiefergelegte Fläche geeignet, was wiederum das Staubsaugen einfacher macht.

Die geräumige Stahlgarderobe bietet viel Platz zum Aufhängen, ergänzt den Sockel auch schön und vervollständigt die Gesamtkonstruktion.

Am besten gefällt uns, dass wir nicht gemerkt haben, dass die Wardrobe Bench aus einem Stück Sperrholz geschnitten ist.

Wir nehmen an, das liegt daran, dass es so natürlich aussieht. Das Gehirn merkt einfach nicht, dass es zwei Stück Holz sind. Die Form der Beine und der Abstand zwischen den Füßen ist vordefiniert, sodass man die zwei Teile als eins wahrnimmt – eine täuschende Einheit.

Gefällt uns. Sehr.

Der Vollständigkeit halber wollen wir auch die beiden individuellen Produkte erwähnen: das Recycling Foam Sofa System von Stephan Schulz und die Black Light von Paul Evermann.

Stephan Schulz und Paul Evermann sind noch bis zum 17. April auf der SaloneSatellite der Mailänder Möbelmesse zu sehen.

Salone Satellite

Stephan Schulz und Paul Evermanns Stand @ Salone Satellite. Und ein paar gut gefönte Besucher!

Wardrobe Bench by Stephan Schulz and Paul Evermann in use

Wardrobe Bench von Stephan Schulz und Paul Evermann in Benutzung (Foto: Matthias Ritzmann)



Vitra Design Museum: Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion

Tuesday, June 29th, 2010
Vitra Design Museum: The Essence of Things. Design and the Art of Reduction

Vitra Design Museum: Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion

Das (smow)blog team hat nach dem Pappkarton Möbel Workshop sich den anschließenden Besuch der aktuellen Ausstellung “Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion.” im Vitra Design Museum natürlich nicht entgehen lassen.

Da schwingt schon ein wenig Ironie mit, dass die Ausstellung “Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion” in einem Gebäude von Frank Gehry stattfindet, besonders wenn Tadao Andos Conference Pavilion nur 10 Meter entfernt liegt.

Und nach einer langen Reise nach Weil am Rhein amüsierte uns dieser Gedanke doch die ganze Zeit.

Die Ausstellung ist in zwölf thematische Bereiche gegliedert, welche sich jeweils einem anderen Aspekt der “Reduktion” widmen. Manchmal direkt sichtbar, manchmal versteckt in der Reduktion der Logistik.

Stephan Schulz: Betonschale

Stephan Schulz: Betonschale

Rund 160 Objekte zeigen die ganze Bandbreite von Michael Thonets Chair No. 14 oder dem Ant Chair von Arne Jacobsen für Fritz Hansen bis hin zu weniger bekannten Objekten – trotzdem genauso interessant – wie z.B. Stephan Schulzs Betonschale oder Marcel Wanders Knotted Chair für Capellini.

Gutes Design muss nicht kompliziert sein, weniger ist mehr, die Form folgt der Funktion – es gibt unzählige legendäre Designtheorien welche die “Reduktion” anpreisen. Trotzdem stellen wir immer wieder fest, dass uns die komplexen und extravaganten Designs für sich gewinnen.

Welches Designblog wird sich Jasper Morrisons Ply-Chair widmen wenn Sie ein Foto von einem Bücherregal haben, was wie zwei Paradisvögel auf Carmen Miranda in der Paarungszeit aussieht?

OK. Wir würdens machen. Aber nicht viele andere.

Für uns bedeutet Reduktion, wenn der Designer das Volumen des Produkts auf das Nötigste reduziert. Sei es durch das Benutzen neuer Materialien, innovativer Verbundstücke oder durch die Reduktion der äußeren Maße.

.03 by Maarten Van Seeveren

.03 von Maarten Van Severen

Ein besonderes Beispiel ist Maarten van Severen’s’ .03 mit eingebautem Federblatt, welches dem Stuhl seine Stabilität und seinen Komfort verleiht ohne sinnloses Gewicht oder Ausmaß hinzuzufügen.

Die Ausstellung “Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion.” zeigt auf jeden Fall, dass Reduktion auch andere Prozesse mit einbeziehen kann.

Joe Colombos No 281 Lampe, Wilhelm Wagenfelds Teeservice oder Donald Judds Chair 84 sind alles Beispiele für nötiges Talent und die richtige Motivation.

Wir fanden jedoch, dass die Arbeit von Charles and Ray Eames zu sehr im Vordergrund stand.

Trotzdem ist die Ausstellung “Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion.” für alle interessant, die sich für den Unterschied zwischen “Designer”-Möbeln und dem günstigen, generischen Produkten interessieren. “Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion.” im Vitra Design Museum läuft bis zum 19. September 2010. Weitere Information unter http://www.design-museum.de



DesignHausHalle

Wednesday, May 12th, 2010
Design Haus Halle

Design Haus Halle

Studenten.

Man muss sie einfach gern haben.

Verbringen Jahre mit ihrem Studium und dann ….

Während die meisten Soziologie-, Philosophie- oder Kunstgeschichts-Studenten früher oder später in Banken oder Call Centern landen oder König von England werden, verhält sich das bei Designstudenten schon etwas schwieriger.

Man studiert Design nicht einfach um ein Diplom zu bekommen, man studiert es um dann tatsächlich als Designer zu arbeiten.

Idealerweise als unabhängiger Freelancer, der den gesamten Prozess kontrolliert und seine eigenen Ideen entwickeln kann.

Der Trick ist, die verschiedenen Schritte vom optimistischen Studenten über die desillusionierte Phase bis hin zum erfahrenen Profi erfolgreich zu meistern.

The Burg Giebechstein "Graduate" exhibition inside Design Haus Halle

Die Burg Giebichenstein Ausstellung im Design Haus Halle

Die Burg Giebichenstein in Halle hat auf einige der Probleme mit der Eröffnung eines Start-up-Zentrums für Designer, Filmemacher und andere Kreative reagiert: das DesignHausHalle wurde am 4. Mai eröffnet.

Das DesignHausHalle ist eine Erweiterung des bestehenden Transferzentrums und möchte die Verbindung herstellen zwischen den Absolventen und der Industrie. Es werden Weiterbildungen und Karriereberatung angeboten und eine sichere, unterstützende Basis geschaffen, von der aus die Absolventen ihre künstlerischen Laufbahnen in Gang bringen können.

Zu den ersten Mietern im DesignHausHalle zählen “etablierte” Firmen wie die preisgekrönten Textildesigner Lydia in St. Petersburg, vielversprechende Jungdesigner die bereits erste Erfolge feiern konnten wie Stephan Schulz oder auch Neulinge, die die ersten Schritte in Richtung kommerzielle Welt unternehmen, wie die Filmemacher Tim Romanowsky und Falk Schuster.

Design Haus Halle - Space is still availoable for rent

DesignHausHalle - freie Räume zu vermieten

Jeder Mieter hat seinen eigenen Arbeitsplatz, die Gemeinschaftsräume bieten aber die Möglichkeit, mit anderen Mietern in Kontakt zu kommen. Einer der großen Vorteile des Projekts ist die Mischung aus Spezialisierung und Erfahrung. So können die Mieter voneinander lernen und profitieren und sich auch im Hinblick auf eine erfolgreiche Zukunft vernetzen.

Die natürliche Erweiterung dieses Netzwerks ist auch eines der wichtigsten langfristigen Ziele des DesignHausHalle. Studenten der Burg Giebichenstein sollen mehr Möglichkeiten haben um sie in Halle zu halten und so Sachsen-Anhalt als Zentrum für die Kreativbranchen zu stärken.

Denn obwohl die Region nicht frei von kreativen und künstlerischen Talenten ist, ist sie sicher kein Dreh- und Angelpunkt in Deutschland – trotz des Bauhaus-Erbes.

Und Burg Giebichenstein.

Soweit wir das beurteilen können, ist das DesignHausHalle eins der ersten “Creative Start-up” Zentren mit einem Konzept, welches wirklich auf die Bedürfnisse der Branche ausgerichtet ist und dem wir alles Gute wünschen.

Nicht zuletzt damit es Designstudenten davon abhält in Richtung Designjournalismus zu wechelsn.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.designhaushalle.de/

Design Haus Halle - The spirit of design in Sachsen Anhalt

DesignHausHalle - The spirit of design in Sachsen Anhalt