Posts Tagged ‘Ron Arad’

MAKK Fortsetzung: Thonet, Ron Arad, Satyendra Pakhalé

Wednesday, January 18th, 2012

Neben der Ausstellung “Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel” präsentiert das Museum für Angewandte Kunst Köln seine neuesten Errungenschaften: 10 frühe Stühle von Michael Thonet und ein seltenes Stück von Jacob und Josef Kohn, außerdem 2 monumentale, modern-abstrakte Metallmöbel: “2 R Not” von Ron Arad und den “Bell Metal Horse Chair” von Satyendra Pakhalé.

Die Thonet Stühle werden zurzeit in einer besonderen Vitrine ausgestellt, die die Entwicklung des Werkes von Michael Thonet wunderbar porträtiert.

Und wie um den Begründer der industriellen Möbelproduktion zu verspotten, haben die Kuratoren 2 R Not und den Bell Metal Horse Chair wie zwei mechanische, futuristische Türsteher direkt vor der Thonet Ausstellung aufgestellt.

Michael Thonet und Ron Arad. Die Gegenüberstellung des Jahres.

Museum für Angewandte Kunst Köln Thonet Ron Arad

Michael Thonet. Ein Mann mit einer Vision, die er nie aufgab...

 

Museum für Angewandte Kunst Köln Thonet Ron Arad

Michael Thonet und sein "Boppard Stuhl"

Museum für Angewandte Kunst Köln Thonet Ron Arad

Michael Thonet vs. Ron Arad



Design Miami/Basel 2011

Wednesday, June 15th, 2011

Dieses Jahr schaffen wir es endlich mal zur Design Basel.

In der Vergangenheit ist uns immer irgendetwas dazwischen gekommen: Krankheiten, andere Termine oder dieses vage Gefühl im Bauch, das uns immer sagen wollte, dass die Veranstaltung einfach zu elitär und zu weit weg vom normaler Designmöbelinteressierten sei, um die Reise zu rechtfertigen.

In diesem Jahr sind wir gesund, frei und ein bisschen älter und weiser.

In ihrem sechsten Jahr zeigt die Design Basel mit Ausstellungen von 43 interntaionalen Designgalerien ein beeindruckendes Spektrum sowohl “historischen” Designs (wie aus dem frühen 20. Jahrhundert) als auch zeitgenössischer Arbeiten.

Ihr kennt uns. Wir sind nicht leicht zu beeindrucken – erst recht nicht im Vorfeld einer Veranstaltung. Also keine Vorschusslorbeeren an dieser Stelle, es könnte schließlich alles Mist sein.

Dennoch freuen wir uns besonders auf ein paar Galerien, wie z.B. Dansk Møbelkunst, die ihrem Namen alle Ehre macht und Arbeiten dänischer Designer präsentiert. Die Pariser Galerie Downtown François Laffanour verspricht einige interessante Arbeiten von Le Corbusier, Charlotte Perriand und Ron Arad; die Priveekollektie Contemporary Art | Design zeigt u.a. Stücke von Arik Levy, Reinier Bosch und Rolf Sachs.

Ein weiteres Highlight werden sicher zwei Konstruktionen von Jean Prouvé sein: Jousse Entreprise zeigt einen Teil von Prouvés Ecole de Villejuif aus dem Jahr 1957 und die Galerie Patrick Seguin präsentiert eine Live-Show, auf der täglich ein 6 x 6 Meter Bungalow auf- und wieder abgebaut wird. Prouvé hatte ihn 1944 für Kriegsflüchtlinge in Lothringen entworfen.

Wir haben nach wie vor ein komisches Gefühl bei der Sache. Aber wir freuen uns auf lange detaillierte Diskussionen mit den Galeristen und lernen hoffentlich etwas mehr über den ganzen Galeriezirkus und seinen Einfluss auf Möbeldesign.

Sicher werden wir auch dem VitraHaus einen Besuch abstatten und ein paar Fotos aus unmöglichen Blickwinkeln schießen.

Design Miami/Basel läuft vom 14. bis 18. Juni. Weitere Informationen gibt es unter www.designmiami.com



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Japan-Israel 0:0

Monday, July 12th, 2010

Die meisten von Ron Arads Arbeiten könnten die von Isamu Noguchi problemlos zerquetschen, aber Arad spielte fair und verzichtete darauf, den Well-Tempered Chair zu bringen.

Er arbeitete stattdessen mit verschiedenen Plastikvariationen. Trotz einiger schöner Aktionen, u.a. mit dem Infinity Flaschenregal, der Lovely Rita und dem Bookworm für Kartell, kam Arad nicht gegen Isamu Noguchis konstante Leistung und die Variationen der Akari Lampe an.

Das torlose Unentschieden war am Ende ein gerechtes Ergebnis.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe C



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: England-Israel 1:1

Thursday, July 1st, 2010

Entgegen aller Gerüchte im Vorfeld des Spiels, stellte England doch Jasper Morrison und nicht Tom Dixon gegen Ron Arad auf.

Viele wären sicher gern Zeuge eines Duells der beiden Meister des “wahren” Industriedesigns geworden, aber die Begegnung Morrison/Arad versprach genauso spannend zu werden.

Unbeeindruckt von Ron Arads Bookworm konzentrierte sich Jasper Morrison auf seine Stühle und ging mit seinem Basel Chair für Vitra in Führung: ein einfacher Zug, der das gewünschte Resultat brachte.

Ron Arad antwortete mit einem Vitra Tom Vac, aber die Aktion kam etwas zu spät. Mit einem schnellen Trattoria Chair für Magis und dem Monopod Chair für Vitra konnte Jasper Morrison den Sack erneut zumachen.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe C



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Schottland-Israel 1:1

Monday, June 21st, 2010

Obwohl Ron Arad und Charles Rennie Mackintosh stilistisch meilenweit voneinander entfernt sind, eint sie doch ihre individuelle und kompromisslose Herangehensweise an Design.

Wie erwartet startete Charles Rennie Mackintosh stärker in das Spiel. Sein mutiger Bruch mit Konventionen und herkömmlichen Designvorstellungen gipfelte im Argyle Chair und brachte ihn verdient mit 1:0 in Führung. Ron Arad versuchte zwar gegen die Dominanz Mackintoshs anzukämpfen, aber seine Aktionen ließen die nötige Präzision vermissen und landeten weit abseits des Ziels.

Gegen Ende der zweiten Halbzeit gelang Ron Arad jedoch der Ausgleich mit seinem genialen und bahnbrechenden Bookworm Bücherregal für Kartell.

Ein faszinierendes und gerechtes 1:1.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe C



(smow)offline: Leipziger Buchmesse – Eine Designer Möbel Perspektive

Thursday, March 25th, 2010

Für Leute, die den Großteil ihres Arbeitslebens mit dem Sitzen am Schreibtisch verbringen, besitzen Autoren und Verleger eine beängstigende Missachtung gegenüber komfortablen Stühlen.

Zumindest glauben wir das, wenn wir die Möbel, die wir auf der Leipziger Buchmesse 2010 gesehen haben, als Maß nehmen.

Billige Klappstühle, billige Kopien von Möbel Design Klassikern, die als Original präsentiert wurden und überhaupt billiger Ramsch so weit das Auge reichte.

Glücklicherweise hatten sich wenigstens ein oder zwei Aussteller besser informiert. Einige der wenigen Lichtblicke aus Designer Perspektive waren:

Der deutsch-französische Kultursender ARTE mit Swan Chairs von Arne Jacobsen (Fritz Hansen)

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Deutsch-französischer Kultursender ARTE mit Swan Chairs von Arne Jacobsen (für Fritz Hansen)

Der deutsche Nachrichtensender Phoenix mit Tom Vacs von Ron Arad für Vitra.

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Der deutsche Nachrichtensender Phoenix mit Tom Vacs von Ron Arad für Vitra

MDR mit LEM von Shin und Tomoko Azumi für lapalma

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MDR with LEM by Shin and Tomoko Azumi for lapalma

Reclam Verlag mit einem USM Haller Messetisch.

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Reclam Verlag mit USM Haller

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Reclam Verlag mit einem USM Haller Messetisch

Fachhochschule Potsdam mit einer Hommage an den Brandenburger Egon Eiermann. Hier die Eiermann Tischgestelle von Richard Lampert und die SE 68 Stühle von Wilde + Spieth.

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Fachhochschule Potsdam mit einer Hommage an den Brandenburger Egon Eiermann

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SE 68 Stühle von Wilde + Spieth

Doch am beeindruckendsten waren wir wohl von all den Studenten der Bauhaus Uni Weimar, die ihren Stand  Block von Frank Gehry (für Vitra) widmeten.

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Block von Frank Gehry für Vitra

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Bauhaus Universität Weimar

Wir können nur hoffen, dass sich die Situation auf der Leipziger Buchmesse 2011 verbessert.

Aber bitte mit mehr Qualitätsmöbeln



(smow)Wintertour 2010: Weil am Rhein

Friday, February 19th, 2010
Weil am Rhein Rathaus

Weil am Rhein Rathaus

Als wir noch jung, fit und gesund waren, existierten Städte.

Sie existierten einfach nur.

Heutzutage muss eine Stadt, um zu existieren, die “Stadt des/der” XY sein. So steht, wenn man die Autobahn in Deutschland entlang fährt, alle zehn Meter ein braunes Schild am Straßenrand, das den nächsten Ballungsraum als “Chemnitz – Die Stadt der Moderne”, “Stadt Hameln – Die Rattenfängerstadt im Weserbergland” oder “Pier am Chiemsee – Die Stadt der kriminell faulen Taxifahrer” anpreist.

Da Weil am Rhein in diesem Zeitalter des Behauptens kein Außenseiter sein will, hat sich die Stadt dazu entschieden “Weil am Rhein – Die Stadt der Stühle” zu sein.

Und was wäre auch passender für eine Stadt, die auf ihrer Homepage ein Bild des Vitra Design Museums zur Illustration der Kategorie “Wirtschaft und Tourismus” benutzt und die pro Jahr 100,000 Touristen auf dem Vitra Campus in der Charles-Eames-Straße verzeichnet.

Außerdem ist der aktuelle Titel um einiges eingängiger als “Weil am Rhein – Die Stadt des großen Güterbahnhofs”.

Es gibt nur zwei Dinge, die uns stören.

Unbedeutende, kleine Dinge, aber Sie kennen uns…

Apple Honey by Shiro Kuramata in Weil am Rhein

Apple Honey von Shiro Kuramata in Weil am Rhein

Vor dem modernistisch inspirierten “Rheincenter” steht die große Statue eines Stuhls.

Ein Stuhl, der weder jetzt noch irgendwann einmal von Vitra produziert wurde oder wird. Eher vom holländischen Hersteller USM Pastoe. (Den man offensichtlich nicht mit dem Schweizer Hersteller USM Haller verwechseln sollte)

Apple Honey von Shiro Kuramata ist ein wundervoller Stuhl.

Shiro Kuramata partizipierte an den ersten Vitra Editionen, neben Designern wie Frank Gehry und Ron Arad.

Vitra stellte sogar Shiro Kuramatas ebenso wundervollen “How High The Moon” Stuhl her.

Aber nicht Apple Honey.

Noch verwirrender ist das Bild, das auf die Seite eines der vier Hochhäuser gemalt ist, die über dem Vitra Campus und dem VitraHaus aufragen. Direkt neben dem “Die Stadt der Stühle” prangt ein Bild von einem Stuhl.

Ein seltsamer, dreibeiniger Stuhl.

Weil am Rhein City of chairs ... but which chairs

Weil am Rhein- die Stadt der Stühle ... aber welcher Stühle?

Unsere erste Vermutung war, dass es sich um den DCM von Charles und Ray Eames handelt. Das schien gut zu passen, wenn man die engen Beziehungen zwischen den Eames, Vitra und Weil am Rhein bedenkt.

Allerdings ist der DCM ein vierbeiniger Stuhl.

Und so sehr wir uns auch bemühen, fällt uns kein einziger dreibeiniger Stuhl ein, der von Vitra produziert wird.

Unsere nächste Vermutung war, dass es sich um einen “Ant Chair” von Arne Jacobsen handelt… auch ein exzellenter Repräsentant des Stuhl Designs des 20ten Jahrhunderts. Aber bei einem Ant Chair sind der Sitz und die Lehne aus einem einzigen Stück Holz geformt. Und das einzelne Bein ist vorne.

Dann dachten wir wirklich, wir hätten es: SE 69 von Egon Eiermann. Aber nein, der SE 69 hat ebenfalls ein einzelnes Bein vorne.

Egon Eiermanns SE 42 hat ein einzelnes Bein hinten, ist aber aus Holz.

Je länger wir mitten auf der Römerstraße standen, den Verkehr aufhielten und die guten Bürger von Weil am Rhein verwirrten, desto mehr mussten wir darum ringen, uns einen dreibeinigen Stuhl mit einem hinteren Stahlrohr-Lehnen-Stuhlbein überhaupt vorzustellen.

Prinzipiell, wegen der Instabilität eines solchen Gebildes.

Erst als wir zurück in Leipzig waren, konnten wir den Stuhl dank des MoMA New York Archivs finden.

Charles Eames Three legged side chair from 1944 (photo via http://www.moma.org/)

Charles Eames Three legged side chair, 1944 (Foto via http://www.moma.org/)

Dreibeiniger Side Chair von Charles Eames für Evans Products Co, 1944.

Ein Stuhl, der eventuell von Herman Miller übernommen wurde, als sie 1946 die Eames-Rechte von Evans kauften. Somit ist der Stuhl eventuell ein Teil jener Charles und Ray Eames Produkte, deren Produktionsrechte Vitra in Europa besitzt.

Womit wir im Endeffekt lang und breit erklärt haben, dass Weil am Rhein den “Stadt der Stühle”-Status offensichtlich mit zwei Stühlen zelebriert, die nichts mit dem Status der Stadt als einem der wichtigsten Zentren für zeitgenössische europäische Designermöbel-Produktion zu tun haben.

Besucher des neuen VitraHauses können dieses Paradoxon vom Fenster des vierten Stocks aus betrachten.

Oder einfach den wundervollen Blick auf das Vitra Design Museum und die Orchideenwiese genießen.



Design Museum Holon

Thursday, January 7th, 2010

Ende Januar wird das neue Design Museum Holon in Israel eingeweiht. Wir hatten geplant, hinunter zu fliegen, bis wir gelesen haben, dass “die Dauerausstellung des Design Museums Holon in fünf bis sieben Jahren enthüllt wird”.

Also warten wir wahrscheinlich doch lieber, bis die Ausstellung komplett ist, eh wir die Flüge buchen.

Angenommen, eine Dauerausstellung lässt noch ein halbes Jahrzehnt auf sich warten und temporäre Ausstellungen sind bisher nicht geplant: wozu dann eine offizielle Einweihung?

Die Antwort liefert der wahre Star des Design Museums: das Design Museum selbst.

Von Ron Arad entworfen, dem wohl großartigsten Designer Israels, ist das Gebäude ein wahrer Monolit, geformt aus fünf terracotta-farbenden Stahlbänden.

Wären wir wahre Design-Blogger, würden wir es wahrscheinlich mit einem metallischen, futuristischen Wal vergleichen, der auf dem unfruchtbaren Sand Israels gestrandet ist.

Oder ein sehr großer Tom Vac Stuhl für Vitra.

Oder vielleicht ein Bookworm für Kartell.

Aber da die Realität nuneinmal so ist, wie sie ist, werden wir das wohl nicht tun.

Ron Arad begann seine Architekten-Karriere mit dem Re-Design des Opern-Foyers von Tel Aviv. Seitdem hat er an vielen bedeutenden Projekten in seinem Heimatland gearbeitet. Wir freuen uns jedenfalls darrauf, sein neuestes Projekt zu begutachten.

Design Museum Holon by Ron Arad

Design Museum Holon von Ron Arad



Ron Arad: No Discipline

Friday, August 7th, 2009
Bad tempered chair von Ron Arad für Vitra.

Bad tempered chair von Ron Arad für Vitra.

Seit Samstag zeigt das Museum of Modern Art (MoMa) in New York seine neue Ausstellung “Ron Arad: No Discipline”.

Bis zum 19. Oktober haben Besucher die Gelegenheit, sich eine Auswahl von Arads Arbeiten anzusehen.

Oder, um es mit den Worten der Organisatoren zu sagen:

“…den interdisziplinären und “no-disziplinären” Geist des Designers zu feiern. Physische Konzepte werden durch Arbeiten mit verschiedenen Materialien und Maßstäben verfolgt, Objekte in Familien gruppiert, die auf gemeinsamen Formen, Materialien, Techniken oder strukturellen Ideen beruhen. Die Ausstellung gipfelt im Cage sans Frontières, Arads gigantischer Konstruktion, die all seine anderen Arbeiten enthält.”

Bookworm von Ron Arad für Kartell

Bookworm von Ron Arad für Kartell

“No Discipline” zeigt neben Ron Arads Designer-Möbeln und Entwürfen auch Eindrücke seiner architektonischen und bildhauerischen Arbeiten. Am beeindruckendsten ist aber die Tatsache, dass die gesamte Ausstellung in Arads riesiger Konstruktion Cage sans Frontières untergebracht ist.

Alle Details über die Ausstellung können in diesem Checklisten PDF eingesehen werden.

Für alle, die in New York sind oder bis zum Herbst sein werden, ist die Ausstellung sicherlich einen Besuch wert. Wir werden New York im September einen Besuch abstatten und dann auf jeden Fall davon berichten.

Tom Vac von Ron Arad für Vitra (Hier auf der CeBIT)

Tom Vac von Ron Arad für Vitra (Hier auf der CeBIT)

Für alle, die nicht gerade in NYC sein können, gibt es bei smow.de einen Eindruck von Ron Arads Arbeiten wie zum Beispiel den Bad Tempered Chair, Tom Vac oder seinen wirklich ironischen Bookworm. Alle diese Produkte sind auch in New York ausgestellt.

“Ron Arad: No Discipline” läuft im MoMa New York vom 2. August bis zum 19. Oktober 2009. Der Katalog wird vom Museum of Modern Art veröffentlicht und ist bei MoMastore.org für $45,00 erhältlich.



CeBIT-Messebesuch 2009 – ein Resumée der “besonderen Art”

Tuesday, March 10th, 2009
Panton Chairs von Vitra

CeBIT-Möbelfavorit: Panton Chair von Vitra

Letzte Woche reiste das smow-Team auf die CeBIT nach Hannover – natürlich nicht als Aussteller, sondern als fachkundiger Besucher. Allerdings galt unser Interesse nicht in erster Linie den Technikpräsentationen der Aussteller, sondern den Möbeln der verschiedenen Stände.
Wir konnten einige interessante Beobachtungen machen (begünstigt durch die häufig leeren Messegänge und Sitzbereiche) und unsere persönlichen CeBIT-Möbelfavoriten küren.

Die Aussteller erschienen uns ziemlich phantasielos im Bezug auf die gewählte Möblierung für ihre Präsentations- und Sitzbereiche. Die ansonsten bunten Stände konnten nicht darüber hinweg täuschen, dass die meisten auf die “Standardhocker” zurückgegriffen hatten, die auch bei geschätzten 75% der anderen Aussteller wiederzufinden waren.

CeBIT-Möbelstück #2: der Tom Vac von Vitra

CeBIT-Möbelstück #2: der Tom Vac von Vitra

Deswegen stachen uns folgende Designmöbel besonders ins Auge:

- der Panton Chair von Vitra (Design: Verner Panton, 1999) – Ein Vollkunststofffreischwinger aus durchgefärbtem Polypropylen, der in fünf verschiedenen Farben erhältlich ist. Seine expressive und gleichzeitig körpergerechte Form machen ihn zu einem Kultstuhl mit Weltruhm. Der Panton Chair ist klar unsere “Nummer 1″ für Messestände mit Qualitätsanspruch und Geschmack.

- der Tom Vac von Vitra (Design: Ron Arad, 1999) – Der Tom Vac (Sitzschale aus durchgefärbtem Polypropylen) bietet höchsten Sitzkomfort und ist trotzdem schnell und einfach stapelbar. Für Messestände, die es praktisch und funktional mögen, deren Kunden jedoch trotzdem bequem sitzen sollen.

CeBIT-Möbelstück #3: der Ero|s| von Kartell

CeBIT-Möbelstück #3: der Ero|s| von Kartell

- der Ero|S| von Kartell (Design: Philippe Starck) – Der zweideutige Name soll nicht über den erstklassigen Stil und Sitzkomfort des repräsentativen Schalensessels mit organischer Eierform hinwegtäuschen. Der Ero|S| besticht durch Material (transparentes oder undurchsichtiges, durchgefärbtes Polykarbonat) und acht verschiedene Farben.

Im nächsten Jahr können die Aussteller der CeBIT auf alle Fälle noch ein paar “Pluspunkte” bei ihren Kunden sammeln, wenn sie von der einfallslosen Möblierung ihrer Stände abweichen und ein paar individuelle Designmöbelstücke aufstellen.

Auf der Messe fanden wir außerdem unter anderem folgende Designer-Möbel:

Dr. NO von Kartell

Dr. NO von Kartell

USM Haller Sideboard

USM Haller Sideboard

S 43F Klassik von Thonet

Natürlich bietet Ihnen smow gern eine ausführliche und professionelle Beratung zur Möblierung Ihres Messestandes an.