Posts Tagged ‘Moormann’

(smow) Sommertour 2011:Rundgang 2011 Universität der Künste Berlin

Tuesday, August 9th, 2011

Eine kurze Fahrt mit Tram und S-Bahn vom Rundgang an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee brachte uns zum Rundgang an der Universität der Künste Berlin.

Ähnliche Konzepte. Verschiedene Welten.

Industrial design at teh UdK Berlin - esign neednt be complivated

Wir haben es schon immer gesagt und werden es auch immer wieder sagen: Gutes Design muss nicht kompliziert sein....

Wo Weißensee eine fast schon provinzielle Unschuld ausstrahlt, fühlt es sich an der UdK wie an der New York School of the Performing Arts in den frühen 1980ern an.

Jederzeit könnte ein quirliger Student mit Aerobicanzug und Stulpen die Treppe runter gehüpft kommen und sich darüber beschweren, dass Mr. Shorofsky die moderne Welt nicht versteht, bevor er Pirouetten drehend über den Flur verschwindet.

So kommt es zumindst uns vor.

Und dennoch, trotz des Retrogefühls beeindrucken die Studierenden der Industriedesign Fakultät immer wieder mit ihren zeitgenössischen und vorwärtsgewandten Arbeiten.

Eines der interessanteren und innovativeren Projekte beim diesjährigen Rundgang war ohne Frage Scolyt von Marco Merkel, das er im Rahmen des Seminars TransRitus von Prof. Axel Kufus & Jörg Höltje entwickelte. Inspiriert von modifizierten Glasformen, die infolge der Bombardierung 1944 in Berlin entstanden, wollte Marco ähnlich willkürliche Glasobjekte “entwerfen”. Dazu verwendete er natürlich gewachsene Holzstücke als Vorlagen, wobei er das Glas entweder auf die Oberfläche der gesammelten Holzteile oder – noch spannender – in das Holz hinein bläst. Die Ergebnisse sind eindringlich.

Zwar nicht ganz so faszinierend, aber genauso gut fanden wir den Hocker Nimmdirzeit von Christian Leisse und Josua Putzke. Wir sind nicht ganz sicher, woher die Idee stammte – es ist jedenfalls ein Hocker in der Form (und Funktion) einer klassischen Sanduhr, die – während man auf ihr sitzt – eine Zeitspanne von 15 Minuten abmisst.

Sicher kein Objekt fürs heimische Wohnzimmer, aber im Büro, oder besser noch im öffentlichen Raum, macht sich das Konzept und die Idee hinter Nimmdirzeit sicher gut. Die Bedeutung hinter dem Objekt manifestiert sich ganz wundebar im Namen – der Sitz misst, wie lange man schon auf ihm sitzt und man kann entspannt die Pause genießen ohne ständig nach der Uhr sehen zu müssen. Das könnten wir uns auch ziemlich gut für unser Büro vorstellen…

Nimm

Nimmdirzeit von Christian Leisse und Josua Putzke gesehen @ Rundgang 2011 Universität der Künste Berlin

Wir haben bloß Angst, dass irgendein Management-Freak Nimmdirzeit auszuntzen und eine müßige Übung daraus ableiten wird, bei dem ein Mitarbeiter auf dem Nimmdirzeit innerhalb  von 15 Minuten all seine Ideen für eine nächste Kampagne vorstellen muss, während alle anderen drumherum sitzen und klatschen.

Er ist definitiv besser geeingnet, um im Park entspannt die Mittagspause zu verbringen.

Ein weiteres Highlight war Erika von Storno für Nils Holger Moormann. Das Projekt hatte absolut nichts mit dem Rundgang zu tun, aber als Moormann die Produktion eingestellt hat, entstand ein kleines Loch in unserem Herzen. Manch einer könnte sagen, dass solch eine modulare Küche sowieso niemals ein kommerzieller Erfolg hätte werden können. Und wir würden zustimmen.
Aber das ist genau der Punkt. Das Konzept war und ist ein erfolgreicher Versuch häusliche Ordnung in unserer modernen Welt zu definieren.

Erika war eine Lösung.

Wegen unseres vorherigen Besuchs an der KHB haben wir nicht mehr die Mühe auf uns genommen, beim UdK Rundgang die Arbeiten der nicht-Industriedesign Fakultäten anzuschauen. Auf der einen Seite weil das bedeutet hätte, noch in ein anderes Gebäude zu gehen. Und auf der anderes Seite weil im Hops and Barely in Berlin Friedrichshain ein paar Gläser Brown Ale mit unseren Namen drauf warteten.

Nach zwei Studentenausstellungen an einem Tag haben wir uns das auch verdient, finden wir.

Nun liegt nur noch eine Ausstellung auf unserer Tour vor uns; ein Sonntagnachmittag auf der Burg Giebichenstein Halle.

Wir haben eine kleine Facebook-Gallerie vom Rundgang 2011 Universität der Künste Berlin auf facebook.com/smowcom zusammengestellt.

sdfsdfsdf

Ein Objekt vom Projekt Scolyt von Marco Merkel gesehen @ Rundgang 2011 Universität der Künste Berlin



(smow)intern: Designmöbelkatalog 2011

Wednesday, July 6th, 2011

Technikverweigerer! Das wird (smow) ja normalerweise nicht nachgesagt. Soweit uns bekannt ist, hat noch kein (smow)Mitarbeiter einen iPad zertrümmert oder einen W-LAN Zugang gekappt um gegen die schleichende und zwanghafte Ausbreitung von Technologien in alle Lebensbereiche zu protestieren. Aber: In den ersten Wochen des Sommers waren alle im (smow)Hauptquartier mit der Vorbereitung und Herstellung des allerersten (smow)Katalogs beschäftigt. Ein realer gedruckter Katalog! Auf Papier! Mit Tinte!

Technikverweigerer? Au contraire, nos amis! Die Herstellung eines solchen analogen Katalogs ist technisch eine größere Herausforderung als dieses idiotensichere HTML zu programmieren. Und trotzdem ist es uns am Ende gelungen ein tolles Heft fertigzustellen. Gut gemacht, Katalogteam!

Neben einer Auswahl von (smow)Produkten enthält der Designmöbelkatalog 2011 auch biografische Informationen zu wichtigen Designern und natürlich wunderbare extra für den Katalog in Auftrag gegebene Fotos von Produkten von USM Haller, Vitra, Moormann, Richard Lampert et al.

So ein gedruckter Katalog ist im Prinzip nichts anderes als damals die Mechanisierung in den Textilfabriken, die den unterdrückten Massen erstmals den goldenen Geschmack von Freizeit kosten ließ. Mit dem Katalog bekommen wir ein Stück Technikfreiheit zurück. Computer ausschalten, Katalog in Ruhe durchblättern, Computer wieder anmachen, bestellen.

Ein Exemplar des Kataloges kann man über das Kontaktformular auf smow.de oder unter service@smow.de anfordern.

Auf facebook.com/smowcom haben wir außerdem die Fotogalerie zum Katlaogentstehungsprozess veröffentlicht.

smow Designer Furniture Catalogue 2011

(smow) Designmöbelkatalog 2011



neu bei smow: Ball Chair von Eero Aarnio

Wednesday, June 8th, 2011

Studenten. Wir lieben sie!

Aber etwas besser als Studenten sind arme Akademiker.

Denn genauso wie ein Mann, der nachts alleine im Wald ist, sich auf seinen Verstand und seinen Einfallsreichtum verlassen muss um Wärme und Nahrung zu finden, so muss ein Designer, der seine ersten Schritte als Freelancer macht, sich auf seine Talente und seine Intuition verlassen, um nicht zu erfrieren. Oder zu verhungern.

Ball Chair by Eero Aarnio; a room within a room regardless where you are

Ball Chair by Eero Aarnio; a room within a room regardless where you are

So, oder so ähnlich, malen wir es uns gerne aus, wie Eero Aarnio sein wohl wegweisendstes Design entwickelt hat: den Ball Chair.

Helsinki, 1962. Der junge Eero und seine Frau haben eine Wohnung, aber keinen passenden Stuhl für das Wohnzimmer.
Also beschließt er, einen zu bauen.

Das Ergebnis war der Ball Chair — oder Globe Chair — eines der meistgeliebtesten und wiedererkennbarsten Stuhl-Designs des 20. Jahrhunderts.

Aarnios Ball Chair ist allerdings mehr als ein ungewöhnliches Design: es ist in vielerlei Hinsicht der Vorläufer eines Möbeldesign-Konzeptes, in dem Möbel ein Zufluchtsort sind, ein Ort der Sicherheit und der Behaglichkeit. Moderne Interpretationen sind zum Beispiel Lese + Lebe von Moormann oder die hohe Version von Ronan und Erwan Bouroullecs Alcove Sofa von Vitra.

Vitras “Net’n'Nest”-Bürodesign-Konzept basiert auch zu einem großen Teil auf den Grundlagen des Ball Chair.

Er besteht aus einer Fiberglashülle, die innen mit Stoff und Kissen ausgekleidet ist. Ball Chair ist eine perfekte Ergänzung für jedes Haus und jedes Büro.

Oder jede Studentenwohnung.

Ball Chair from Eero Aarnio

Ball Chair von Eero Aarnio



(smow)introducing: Christoffer Martens

Monday, March 7th, 2011

Name: Christoffer Martens

Geboren: Bremen, 1975

Studium: Product Design, FH Potsdam

Praktikum: Alfredo Häberli, Zürich

Produkte:
Siebenschläfer für Nils Holger Moormann, Aschau im Chiemgau

Spross für Nils Holger Moormann, Aschau im Chiemgau

Obstrutsche für emform, Bockhorn

Buchhalter

Potbase

Christoffer Martens

Christoffer Martens

(smow)blog: Wie kamen Sie zum Produktdesign?
Christoffer Martens: Über Umwege! Ich bin gelernter Grafiker und habe einige Jahre in einer Medienagentur gearbeitet. Allerdings wollte ich immer in Richtung Objekt gehen und dreidimensional gestalten und so habe schließlich noch Produktdesign in Potsdam studiert.

(smow)blog: Warum Potsdam?
Christoffer Martens: Potsdam hatte damals gerade große neue Werkstätten errichtet. Die Möglichkeiten schienen mir optimal. Die Ruhe und Abgeschiedenheit waren perfekt für ein Studium. Aber vor allem die Nähe zu Berlin war sehr attraktiv, da dort das Design auch viel gelebt wird.

(smow)blog: Was haben Sie aus dem Studium in Potsdam mitgenommen?
Christoffer Martens: Potsdam ist nicht speziell ausgerichtet, es gibt ein breites Spektrum an interdisziplinären Möglichkeiten und verschiedene Vertreter von Designphilosophien. Der Vorteil ist, dass man die Freiheit bekommt eine eigene Haltung zur Gestaltung zu entwickeln. Das finde ich entscheidend um über Design reden und seine Gestaltung verteidigen zu können.

(smow)blog: Sie haben auch mit Alfredo Häberli in Zürich gearbeitet?
Christoffer Martens: Ja, ich habe dort ein halbjähriges Praktikum gemacht und war direkt in Häberlis Designteam involviert. Es war eine sehr faszinierende Zeit und ich habe dort viel gelernt. Ich konnte mir anschauen, wie professionelles Arbeiten funktioniert, wie Häberli Charakter in seine Objekte bringt und diese auch letztlich verkauft. Wenn man sich das Studium insgesamt anschaut, hat mir diese Zeit eigentlich am meisten gebracht, da es darum ging zu verstehen was Produktdesign tatsächlich heißt – auch für seine eigene Zukunft.

(smow)blog: Würden Sie solche Praktika empfehlen?
Christoffer Martens: Ich halte Praktika während des Studiums als unerlässlich – idealerweise in etablierten Büros, in denen man bestenfalls mit interessanten Kunden zu tun hat und an spannenden Projekten mitarbeitet.

Buchhalter - new from Christoffer Martens

Buchhalter - neu von Christoffer Martens

(smow)blog: Sie haben auch mit Thonet zusammengearbeitet?
Christoffer Martens: Ja, Thonet war mein Kooperationspartner bei meiner Diplomarbeit. Das Thema waren flexible Tische und ich habe viel mit Thonet in Frankenberg experimentiert. Daraus entstanden einige interessante Ansätze, die ich nach wie vor weiter verfolge.

(smow)blog: Ihr kommerziell erfolgreichstes Produkt ist zurzeit das Bett Siebenschläfer für Moormann. Was hat der Siebenschläfer für einen Hintergrund?
Christoffer Martens: Das Projekt Siebenschläfer hatte ich schon vor meinem Studium begonnen und es kam auf indirekten Weg zu Moormann. Hier in der Gallerie erstererster veranstalten wir regelmäßig Gastvorträge und einer der ersten Redner war der Designer Peter Unzeitig, damals noch bei BFGF. Er fand den Siebenschläfer so gut, dass er ihn Moormann zeigte und dieser sich dann prompt darin verliebte. Und bevor ich wusste wie mir geschah hatte ich ein Produkt bei einem der interessantesten Hersteller Deutschlands. Dafür bin ich Peter nach wie vor sehr dankbar.

(smow)blog: Wie war die Zusammenarbeit mit Moormann?
Christoffer Martens: Die war ziemlich problemlos. Es wurde im Endeffekt gar nicht viel entwickelt sondern das Objekt wurde im Prinzip so übernommen, wie ich es vorgeschlagen hatte. Mit der Zeit sind Variationen entstanden (wie z.B. das Kinderbett) oder zusätzliche Add-ons. Für junge Designer ist es sicherlich ein perfekter Start in die Produktionswelt, weil Nils Holger Moormann es einem durch seinen unorthodoxe Art schon etwas leichter macht als andere.

(smow)blog: Woher kam der Name?
Christoffer Martens: Der Name ist ein Vorschlag aus dem Hause Moormann, damit hatte ich nichts zu tun. Ich glaube es war damals tatsächlich so, dass sie in Aschau auf dem Dachboden diese Tiere hatten… (lacht)

(smow)blog: Woran arbeiten Sie im Moment?
Christoffer Martens: Ich arbeite gerade an zwei verschiedenen Lampen-Projekten. Ich wollte mich ein wenig von den Möbeln wegbewegen und die Bandbreite des Produktdesigns etwas mehr ausschöpfen. Gerade fasziniert mich unheimlich eine gewisse Art von Leuchten. Ich entwickle derzeit die Prototypen und hoffe, sie im nächsten Jahr zeigen zu können.

(smow)blog: Wo sehen Sie Ihre Zukunft?
Christoffer Martens: Ich glaube nicht, dass man langfristig planen kann, hoffe aber, dass es weitergeht wie bisher. Ich bin Neuem gegenüber immer aufgeschlossen und kann mir auch vorstellen in weiteren Gebieten zu arbeiten, die mit Design zu tun haben.

Weitere Informationen zu Christoffer Martens finden Sie unter www.christoffer-martens.de/

Siebenschläfer by Christoffer Martens for nils Holger Moormann

Siebenschläfer von Christoffer Martens für Nils Holger Moormann

christoffer-martens-spross-nils-holger-moorman

Kinderbett Spross von Christoffer Martens für Nils Holger Moormann

christoffer-martens-obstrutsche-emform

Obstrutsche von Christoffer Martens for emform

christoffer-martens-buchhalter-detail

Buchhalter von Christoffer Martens

christoffer-martens-potbase

Potbase von Christoffer Martens



(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!



(smow)sommertour 2010: Universität der Künste Berlin, Rundgang 2010

Monday, July 26th, 2010
Who needs architechts anyway?

Wer braucht schon noch Architekten?

Nach der Enttäuschung an der Burg Giebichenstein fühlten wir uns auch auf dem Weg nach Berlin vom Glück verlassen, als wir durch Sturm und Regen nordwärts fuhren.

Der grundsätzliche Fokus beim Rundgang 2010 an der Universität der Künste Berlin lag auf den Semester-Projekten.

Eine Auswahl an Diplom-Arbeiten war zu sehen, bedauerlicherweise aber nicht alle Diplom-Projekte. “Jack” von Julia Reischel und “Qabel” von Philipp Frank waren zwei Projekte, die wir gern bestaunt hätten, die wir aber leider nur auf dem Papier und nicht in persona sahen.

fffff

Der Trockenschirm von Janja Maidl an der Universität der Künste Berlin

Die Semesterprojekte an sich waren ziemlich eingeschränkt. Was auf der einen Seite eine legitime Methode ist, die Konzentration der Studenten zu fokussieren. Wir hatten gelegentlich das Gefühl, dass die Projekte ein wenig zu sehr so angepasst wurden, dass sie den Anforderungen der kommerziellen Partner genügen.

Die Kooperation zwischen Design-Schulen und kommerziellen Partnern ist ein Punkt, den wir später noch einmal diskutieren werden.

Und obwohl Projekte wie “Light my Fire” oder “Lichten”, die die Frage “Wieviel Erleuchtung benötigt ein Licht?” aufwarfen, eine Reihe interessanter Ergebnisse hervorbrachten, dienten sie für uns weitestgehend dazu, den Lernprozess zu beobachten und zu verstehen.

Eine besonders herrliche Visualisierung des Lernprozesses war die Umfrage, die alle Studenten der Klasse “Industrial Design Grundlagen” ausfüllten. Durch Nennung ihrer Lieblings-Projekte, ihrer persönlichen Katastrophe und dem Moment “als der Groschen fiel” konnte man deutlich einige Gemeinsamkeiten unter den neuen Design-Studenten ausmachen. Die häufigsten Probleme waren verspäteter Beginn der Vorbereitungen und vor dem Produktionsstart keinen sauberen Prototypen angefertigt zu haben. Folglich war auch die Ausstellung weniger bedeutsam als die Notizwand im Flur.

dddd

Sno von Louise Unbekannt an der Universität der Künste Berlin

In einer ansonsten sehr informativen und hoch amüsanten Ausstellung fanden wir nichts, dass als Innovation definiert werden könnte.

Mit Sno hat Louise Unbekannt eine wundervolle Moormann-ische Garderobe entwickelt. Drei gebogene Holzteile, die ineinander übergehen und sich gegenseitig stützen. “Sno” hat nicht nur eine wunderbare Geometrie, sondern auch einige kleine Details, die das Talent hinter dem Design erkennen lassen.

Mesa Portador von Ben Raubold scheint ebenso seine Wurzeln in Aschau im Chiemgau zu haben. Obwohl wir die Idee der Tischbeine, die in zwei verschiedenen Höhen genutzt werden können, sehr mochten, war es doch die Weiterentwicklung, die uns sehr beeindruckte.

Sno Lo

Mesa Portador von Ben Raubold an der Universität der Künste Berlin

Portador ist spanisch für tragend und zaubert dennoch das Konzept des Transportablen hervor.

Falls Ben es schafft, das Design so zu entwickeln, dass alle Komponenten flach zusammen gesteckt werden können damit sie leicht transportieren kann, dann können wir uns auch einige praktische Anwendungen für Mesa Portador vorstellen.

Wenn wir von diesen beiden Arbeiten einmal absehen, dann sahen wir ansonsten sehr wenig in Sachen “Produkte”. Aber das sollte nicht als Kritik verstanden werden. Der Tonus der Ausstellung war vielmehr die Entwicklung der Studenten zu zeigen – und in diesem Fall erwartet man wohl auch keine “Produkte” sondern “Ideen” und “Möglichkeiten”. Und die waren so massenhaft wie Sachsen mit Sonnenbrand am Warnemünder Strand.

Ein weiteres Highlight erwartete uns vor dem Hauptgebäude der UDK in der Hardenberg-Straße.

Eine Windturbine, gebaut aus alten Ölfässern.

Viel mehr darüber wissen wir auch nicht, da das Informationsschild dazu fehlte.

Wir vermuten, dass solche Konstruktionen zu hunderttausenden auf kleinen Bauernhöfen in Indien und Afrika stehen. Oder zumindest hoffen wir das.

Das Konzept war zumindest das erste in Berlin, dass uns wirklich inspirierte und motivierte.

Bilder vom Rundgang 2010 an der Universität der Künste Berlin sind auf (smow)flickr zu sehen.

Und nach so einem unterhaltsamen Tag an der Universität der Künste fuhren wir weiter nach Nordosten zum Rundgang 2010 der Kunsthochschule Berlin Weißensee.

Mehr (smow) videos



(smow)introducing: Stephan Schulz

Tuesday, July 20th, 2010

Name: Stephan Schulz

Geboren: Schwerin, 1983

Studium:
2003-2009 Industrial Design, Burg Giebichenstein, Halle
2007-2008 Erasmus studium at the Design Academy Eindhoven

Praktium: 2008 Bellini Design Studio, Mailand

Produkte:
Stellvertreter für Nils Holger Moormann, Aschau im Chiemgau
Betonschalen “frisch ausgeschalt” für Betoniu, Leipzig

Stephan Schulz

Stephan Schulz

(smow)blog: Wie kamen Sie zum Industriedesign?
Stephan Schulz: Es hat sich einfach so entwickelt. Ich habe schon immer gerne Dinge gebaut und herum experimentiert mit Materialen. Ich bin auch auf einer Baustelle groß geworden und so irgendwie in diese Gestaltungswelt hineingewachsen. Ich hatte immer das Bedürfnis, Sachen selber zu bauen und in die Hand zu nehmen.

(smow)blog: Wer hat Sie beeinflusst?
Stephan Schultz: Das ist schwer zu sagen. Als Gestalter wird man ja ständig beeinflusst und vieles passiert dann unterbewusst. Ich glaube, man ist zumindest in Deutschland, in den letzten Jahren stark von Konstantin Grcic beeinflusst worden. Dabei muss im Design nicht immer alles nur positive Beeinflussung sein. Auf Design aufmerksam wurde ich zum ersten Mal in jungen Jahren durch die Bauhaus-Geschichten, die Architektur. Zuerst als Persönlichkeit und Designer wahrgenommen habe ich dann Mies van der Rohe und seine Möbeldesigns. Aber es ist nie so gewesen, dass ich eine Person wirklich herausstellen würde.

(smow)blog: Und warum die Entscheidung für die Burg Giebichenstein?
Stephan Schulz: Das ist ganz einfach. Ich habe mich hier zuerst beworben, habe die Eignungsprüfung bestanden und bin dann geblieben. Die Schule hat einen guten Ruf und die Stadt fand ich auch schön, und deswegen hab ich hier angefangen zu studieren

(smow)blog: Und jetzt haben Sie Ihr Studium abgeschlossen und hier im Design Haus Halle ein Atelier bezogen. Bleiben Sie also in Halle?
Stephan Schulz: Erstmal ja. Es ist natürlich eine Chance, hier erstmal die Werkstätten der Hochschule weiter zu nutzen. Wenn ich jetzt weggehen würde, würde ich es nie so günstig kriegen wie in Halle. Und hier hat man eben noch das Netzwerk um sich herum und das erleichtert es am Anfang denke ich ungemein. Aber ich bin nicht auf Ewigkeit auf Halle fixiert.

Stellvertreter by Stephan Schulz for Moormann

Stellvertreter von Stephan Schulz für Moormann

(smow)blog: Sie stehen erst am Anfang Ihrer Laufbahn, aber gab es schon Höhepunkte?
Stephan Schulz:
[lacht] Ich bin wirklich noch am Anfang, aber ein Höhepunkt war sicherlich die Garderobe [Stellvertreter] für Moormann. Ich habe ja erst vor drei Monaten mein Diplom gemacht, und letztes Jahr während des Studiums schon ein Produkt auf den Markt gebracht mit einem Hersteller. Das ist schon der Höhepunkt. Klar.

(smow)blog: Und wie kam es dass die Betonschale in die Vitra Design Museum Austellung „Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion“ aufgenommen wurde?
Stephan Schulz: Martin Hartung, einer der Kuratoren dieser Ausstellung vom Vitra Design Museum hat die Betonschalen auf einer anderen Ausstellung gesehen, fand sie passend und hat sie dann aufgenommen. [lacht] So simpel ist es manchmal.

(smow)blog: Wenn wir jetzt an die Betonschale denken, an Ihre Lehmpaneelen, oder die Holz- und Porzellanartikel: Macht es Ihnen Spaß mit unterschiedlichen Materialien zu experimentieren?
Stephan Schulz: Auf jeden Fall. Ich könnte mich jetzt nicht auf ein Material festlegen und sagen, ich arbeite nur mit Porzellan, oder nur mit Beton. Das ist ja gerade das Spannende als Industriedesigner, dass ich in jede Richtung gehen kann und jede Richtung ausprobieren kann.

(smow)Blog: Und wo sehen Sie Ihre Zukunft?
Stephan Schulz: Ich habe mich auf Möbel und Interieur  spezialisiert und will mich auch in diese Richtung weiter entwickeln. Ich möchte nicht immer nur Unikate machen, es wäre auch schön Massenprodukte zu entwerfen, die in Serie gehen können. Als Designer hat man den Anspruch, dass die eigenen Entwürfe funktionieren – auch in der Herstellung. Aber dadurch, dass der Markt zurzeit so übersättigt ist, gehen viele Designer mehr in die künstlerische Richtung und alles wird eher experimentell. Das gehört sicherlich dazu, und es sind die ersten Schritte, aber mein Ziel ist es, Produkte auf den Markt zu bringen.

Concrete bowl by Stephan Schulz for betonui

Betonschale von Stephan Schulz für betonui

(smow)blog: Wie kommt man als junger Designer an Hersteller?
Stephan Schulz: Das ist schwer. Ja, ich weiß es selbst nicht genau. Natürlich geht man auf Messen, das ist die einzige Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, aber es ist verdammt schwer. Nils Holger Moormann hatte ich das Produkt vorgestellt und er fand es gut. Das ist natürlich der Idealfall. Aber ich glaube, das ist eher die Ausnahme und es funktioniert dann zehn mal wieder nicht. Es ist ein harter Weg. Und vor allem gibt es keinen vorgezeichneten Weg. Es kann dir niemand sagen wie du es machen sollst oder wie du Hersteller ansprechen sollst. Es bleibt schwer.

(smow)blog: Dann viel Glück und Dankeschön!

Weitere Informationen zu Stephan Schulz finden Sie unter studio-stephanschulz.com/

Cargo Chair by Stephan Schulz: An empty frame you can fill according to mood and situation

Comfy Cargo Chair von Stephan Schulz: ein leerer Rahmen, den man nach Lust und Laune füllen kann

Foam soft pad chair by Stephan Schulz

Foam soft pad chair von Stephan Schulz

Porcelain jugs by Stephan Schulz

Porzellan Kanne von Stephan Schulz

Tischlader by Stephan Schulz

Tischlader von Stephan Schulz



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Holland-Deutschland 2:3

Wednesday, July 7th, 2010

Der Klassiker: Holland gegen Deutschland.

Diese Begegnungen waren immer schon hart umkämpft, aber dieses Spiel hatte noch eine besondere Brisanz. Der Gewinner des Matches würde ins Halbfinale der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 einziehen.

Die Niederländer hatten sich im Vorfeld entschieden, Hella Jongerius gegen Marcel Wanders zu wechseln. Man hoffte, mit dem kreativen Kopf hinter Moooi und Droog besser gegen Konstantin Grcics klare lineare Formen angehen zu können. Und die Taktik zahlte sich aus. Mit dem Knotted Chair und seiner New Antiques Kombination für Capellini ging Marcel Wanders verdient mit 2:0 in Führung.

Grcic gelang es nicht, nach vorn zu kommen, was ihn zunehmend frustrierte. Für seinen unnötigen 360 Grad Stuhl erhielt er zu Recht die gelbe Karte wegen zweifelhafter “Anlehnung” an George Nelsons Nelson Perch aus dem Jahr 1964.

Zur Halbzeit wurde Grcic gegen Nils Holger Moorman ausgewechselt. Dem gerissenen alten Mann des modernen deutschen Designs gelang schnell der Anschlusstreffer zum 2:1 mit seinem unglaublich frechen Rechenbeispiel. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit erwies sich Nils Holger Moormanns authentische und gefühlvolle Anarchie als stärker als Marcel Wanders’ wohlüberlegte und berechnende Vorstellung.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Moorman mit seinem Bookinist ausglich und mit dem Liesmichl schließlich in Führung ging.

Ein packendes und dramatisches Match, das 3:2 für Deutschland endete.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe B

Konstantin Grcic is booked.

Konstantin Grcic sieht Gelb



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Deutschland-Spanien 2:0

Tuesday, June 29th, 2010

Konstantin Grcic und Patricia Urquiola könnten unterschiedlicher kaum sein.

Während sich Patricia Urquiola zuverlässig und selbstbewusst durch die traditionellen italienischen Designermöbelhersteller gearbeitet hat, sprang Konstantin Grcic von einem Kulthersteller zum nächsten und machte nur gelegentlich Abstecher zu den europäischen Mainstream-Designmöbel-Herstellern.

Grcic ging mit einem Hut ab für Moormann in das Spiel, und schob gleich noch ein ES Regal (ebenfalls Moormann) hinterher. Die wohlverdiente 1:0 Führung kam mit dem Osorom Sitzmöbel für Moroso.

Dieser unerwartete Vorstoß in einem Gebiet welches traditionell ihr vorbehalten war, versetzte Patricia Urquiola in eine Schockstarre.

Grcic nutzte die Gunst der Stunde um seine Führung mit einem schnellen Tom Tom Tisch für SCP auszubauen.

Patricia Urquiola gelang es trotz einiger guter Aktionen nicht mehr, das Spiel umzudrehen.
Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe B



Licht von Roll and Hill

Tuesday, May 25th, 2010
The Stature of Liberty, New York ...

Die Freiheitsstatue, New York ...

In diesem Jahr sind wir nicht auf der ICFF in New York. Letztes Jahr war einfach zu traumatisch

Was natürlich eine Schande ist, denn unser Postfach ist voll von wunderbaren Shows und Produkten – nicht zuletzt der Lampenkollektion der neuen amerikanischen Lichtbude Roll and Hill.

Roll and Hill wurde von (unserem persönlichen Highlight der letzten ICFF) Jason Miller gegründet und beherbergt ein breites Spektrum zeitgenössischer amerikanischer Designer wie Lindsey Adams Adelman, Paul Loebach, Sarah Cihat und Michael Miller sowie das Designkollektiv Rich Brilliant Willing.

Beleuchtung ist eines der komplexeren Designthemen. Die Entscheidung für bestimmte Sitz- oder Aufbewahrungsmöbel wird meist hinsichtlich ihrer Funktionalität gefällt.

Lampen hingegen… illuminieren.

Wahre technische Innovationen wie Richard Sappers Tizio für Artemide oder ästhetische Innovationen wie Nils Holger Moormanns Pin Coat Pin Light sind die wenigen Ausnahmen. Hersteller gehen oft einfach davon aus, dass es den Käufern egal ist, solange die Lampe Licht macht.

Bei Roll and Hill sind die Lampen aber unverkennbar die Stars.

Und das ist eine gute Sache und ein kleines Gegengewicht zu dem ganzen Schrott der ununterbrochen weiter produziert wird in der Annahme, dass es keinen interessiert.

Unser Lieblingsstück bleibt Jason Millers Modo Chandelier, ein Produkt von solch feiner Eleganz, dass es uns letztes Jahr in New York wirklich vom Hocker gehauen hat.

Die vollständige Roll and Hill Kollektion gibt es unter http://www.rollandhill.com/

Modo Chandelier by Jason Miller through Roll and Hill

Modo Kronleuchter von Jason Miller/ Roll and Hill