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(smow)offline: “gute aussichten – junge deutsche fotografie 2009/2010″

Thursday, April 29th, 2010
gute aussichten 2009/2010

gute aussichten 2009/2010

Am Donnerstag, dem 29. April eröffnet die Ausstellung “gute aussichten – junge deutsche fotografie 2009/2010” im Haus der Photographie in Hamburg.

gute aussichten wurde 2004 als Platform zur Unterstützung junger, talentierter Fotografen gegründet und hat sich seitdem zu einem der wichtigsten und anerkanntesten zeitgenössischen Fotografiepreise Deutschlands entwickelt.

In diesem Jahr werden die Arbeiten von acht Künstlern ausgestellt: Georg Brückmann (HGB Leipzig); Philipp Dorl (FH Bielefeld); Sonja Kälberer (HGB Leipzig); Ute Klein (Folkwang Hochschule Essen); Ingo Mittelstaedt (HBK Braunschweig); Mona Mönnig (Folkwang Hochschule Essen); Shigeru Takato (KHM Köln) und Anna Simone Wallinger (Lette-Verein Berlin) – und somit ein breites Spektrum der Möglichkeiten moderner Fotografie präsentiert.

Eine besondere Rolle in der gute aussichten 2009/2010 spielen fotografische Illusionen.

Philipp Dorl zum Beispiel, bewegt sich mit seiner Arbeit “…nach Maß, Zahl und Gewicht” zwischen Malerei und Fotografie, zwischen Wahrnehmung und optischer Täuschung und zeigt uns so eine Welt, die uns nur durch ihre Unbekanntheit bekannt vorkommt.

Auf ähnliche Weise nutzt Georg Brückmann in seiner Diplomarbeit “in-situ” eine Art künstlerischer Lizenz um die imaginäre Ergänzung des Sichtbaren zu erforschen. Was im Grunde heißt, Design Klassiker wie den Eames Lounge Chair oder den Barcelona Chair in Fotos ansonsten unspektakulärer Räume zu malen. Das Ergebnis ist eine interessante, provokante “Realität”.

Insgesamt zeigt gute aussichten 2009/2010 104 Bilder, 2 Diaprojektionen, 2 DVDs, 2 Bücher, einen Container und verschiedene Displays.

“gute aussichten – junge deutsche fotografie 2009/2010″ läuft vom 20. April bis 30. Mai im Haus der Photographie, Hamburg.

Detaillierte Informationen gibt es unter http://www.guteaussichten.org

Gropius Sessel by Georg Brückmann (Foto Georg Brückmann, in situ, www.guteaussichten.org)

Gropius Sessel von Georg Brückmann (Foto Georg Brückmann, in situ, www.guteaussichten.org)



Neu bei smow: Eileen Gray

Friday, July 31st, 2009

Als wir beim Salone in Mailand gerade ein paar handwerklich tolle, aber völlig übertrieben geschnitzte Möbelstücke aus Holz betrachteten, gestand uns eine weibliche Kollegin, dass sie nichts außer ein paar Ledergurten und ein paar Stücken gebogenem Metall bräuchte.

Wir versuchten ruhig zu bleiben angesichts dieses Ausbruchs an Freimütigkeit und fragten sie, ob sie sich am Abend mit El Presidente treffen wollte.

“Nein, nein”, antwortete unsere ehemalige Kollegin, “Bauhaus. Das ist meine Vorstellung von gutem Design.”

Eileen Gray (1878 -1976)

Eileen Gray (1878 -1976)

Wir erzählen diese Geschichte hier vor allem, um uns zu amüsieren, aber auch als sanfte Einleitung zum neuen Eileen Gray smow Sortiment.

Vielen werden Grays Arbeiten nicht so vertraut sein wie die von Marcel Breuer, Le Corbusier oder Mies van der Rohe, sollte man den Beitrag von Eileen Gray zur Entwicklung des Möbeldesigns im 20. Jahrhundert nicht unterschätzen.

Geboren in der öden Wildnis im County Wexford in Irland, studierte Gray Malerei an der Slade School of Fine Art in London, bevor sie 1902 nach Paris zog – eine Stadt, die in ihrer Karriere eine entscheidende Rolle spielen sollte.

Paris hatte sie schon mit den Arbeiten von Charles Rennie Mackintosh bekannt gemacht, als sie 1900 seine Ausstellung bei der Exposition Universelle gesehen hatte. Jetzt machte sie Bekanntschaft mit dem japanischen Lack-Künstler Seizo Sugawara, lernte von ihm diese Kunst und kombinierte sie mit Elementen von Art Nouveau. In Paris traf sie auch den rumänischen Architekten und Publizisten Jean Badovici, der Gray ermutigte, sich im Bereich Architektur auszuprobieren.

E.1027, designt von Eileen Gray

E.1027, designt von Eileen Gray

1924 begannen Badovici und Gray die Arbeit am Haus E.1027 an der französischen Südküste, nicht weit entfernt von Monaco. Neben seiner Wirkung als Anziehungspunkt für die europäische Design-Elite – Le Corbusier war so beeindruckt, dass er sein Sommerhaus ganz in der Nähe baute – benötigt ein Haus auch Möbel, und Gray designte diese zum größten Teil selbst.

Durch Austausch und Gespräche mit Le Corbusier und anderen führenden Figuren der Bauhaus-Bewegung schuf Eileen Gray nicht nur einige echte Klassiker des frühen Designs des 20. Jahrhunderts, sondern trug auch zur Definierung der Bauhausprinzipien “Form follows Function” und “Weniger ist mehr” bei. Damit bereitete sie den Pfad für folgende Generationen von Designern wie Charles und Ray Eames oder Jasper Morrison.

Nach dem 2. Weltkrieg führte Eileen Gray ein ruhiges, fast zurückgezogenes Leben in Paris. Obwohl sie weiterhin arbeitete, erreichte sie nicht mehr die Bekanntheit der Zwischenkriegsjahre. Gray starb im Oktober 1976 im Alte von 98 Jahren in Paris.

Petite Coiffeuse von Eileen Gray

Petite Coiffeuse von Eileen Gray

Während die Nachkriegsjahre wenig Bewunderung für ihre Arbeit hervorbrachten, gehören die Stücke von Eileen Gray heutzutage zu den am meisten kopierten Designer-Möbeln des frühen 20. Jahrhunderts. Das ist vermutlich die beste Aussage über den Wert eines Designer Möbelstücks. Eigentlich muss man es nicht extra betonen: Alle Stücke von Eileen Gray, die wir bei smow verkaufen, sind natürlich lizenzierte Originale mit der damit verbundenen Qualitätsgarantie der Herstellung des Services nach dem Kauf.

Die Zeit zwischen den Kriegen brachte einige der wichtigsten und revolutionärsten Jahre für das europäische Möbeldesign hervor. Die sozialen und kulturellen Turbulenzen dieser Zeit mischten sich mit den neuen Perspektiven und Prioritäten als Resultat des Weltkriegs. Das Ergebnis war nicht nur ein wunderbares Portfolio großartigen Designs, sondern veränderte den Design-Prozess grundlegend. Eileen Gray war in dieser Zeit eine Schlüsselfigur.

smow ist stolz, jetzt die folgenden, offiziell lizenzierten Eileen Gray Produkte von ClassiCon aus München anbieten zu können:

St Tropez von Eileen Gray

St Tropez von Eileen Gray

Wendingen (Teppich 1926-1929)

Roquebrune (Stuhl, 1932)

Petite Coiffeuse (Frisier- und Schminktisch, 1929)

St. Tropez (Teppich 1926-1929)

Occasional Table (Beistelltisch 1927)



Der Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe

Wednesday, July 22nd, 2009

Der sogenannte “Barcelona Chair” des deutschen Architekten und Designers Ludwig Mies van der Rohe ist ohne Frage einer der echten Klassiker des Möbeldesigns des 20. Jahrhunderts. Und einer der meistkopierten.

Zum 80. Jahrestag der ersten öffentlichen Präsentation des Stuhls während der Ibero-Amerikanischen Ausstellung 1929 haben Friederike Deuerler, Professorin für Werkstofftechnik, und Gerda Breuer, Professorin für Kunst- und Designgeschichte, eine Ausstellung für die Galerie im Kolkmannhaus der Universität Wuppertal geschaffen.

“Das „Original“ – vom Prototyp zum Kultobjekt – Der Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe” ist zum einen eine nüchterne wissenschaftliche Untersuchung des Stuhls, seines Design-Prozesses und der Herstellung am “Original” und zum anderen eine Untersuchung der Frage, was eigentlich “original” im Kontext des Möbeldesigns ist. Wie sie wissen, ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt.

Zusätzlich zu den gezeigten Prototypen werden auch moderne Interpretationen des Stuhls präsentiert, zum Beispiel eine stapelbare Version aus Plastik

Für alle, die gerade in Wuppertal sind oder eine Reise dorthin planen: Die Ausstellung findet in der Galerie im Kolkmannhaus, Hofaue 51-55, 42103 Wuppertal statt und läuft bis 21. August. Weitere Informationen können auf der Webseite gefunden werden.

Prof. Friederike Deuerler und Prof. Gerda Breuer sitzen in zwei Exemplaren des Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe

Prof. Friederike Deuerler und Prof. Gerda Breuer sitzen in zwei Exemplaren des Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe