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Mailand 2013: Mattiazzi

Tuesday, April 16th, 2013

Eines der Highlights der Saloni Milano 2013 war der italienische Hersteller Mattiazzi. Und zwar nicht nur, weil sie aus Jasper Morrison den Stuhl Fionda herausgekitzelt haben, der – unserer Meinung nach – einer seiner besseren und auf jeden Fall interessantesten der letzten Jahre ist.

Milan Design Week 2013 Mattiazzi

Möbelmesse Mailand 2013: Mattiazzi

1978 gegründet, ist Mattiazzi, wenn wir das richtig verstanden haben, im Wesentlichen ein Netzwerk für holzverarbeitende Dienstleistungen in Udine. 30 Jahre lang war das Unternehmen als Lieferant von Holz für andere Möbelhersteller tätig, bis es sich 2008 entschied, in seine eigene Marke zu investieren. Die Investition war offensichtlich sehr groß, oder besser gesagt, sehr sehr groß. Aber es hat sich gelohnt.

Mattiazzi erreichte 2011 mit der Osso Kollektion von Ronan und Erwan Bouroullec erstmals ein internationales Publikum. Das positive Echo auf Osso ist nicht nur der Verbindung mit der Marke Bouroullec zu verdanken, sondern ist ganz einfach auch Ergebnis eines ziemlich guten Stücks Arbeit. Als Projekt erlaubte Osso Ronan und Erwan Bouroullec eine neue Dimension ihrer Arbeit zu entwickeln – eine Herausforderung, die sie angingen und die im Ergebnis ein beeindruckendes Maß an technischer Raffinesse und ästhetischer Klarheit demonstriert.

Seit der Lancierung von Osso 2011 wuchs das Portfolio von Mattiazzi stetig und in Mailand präsentierte das Unternehmen die jüngsten Ergebnisse von Zusammenarbeiten mit Sam Hecht, Konstantin Grcic und Jasper Morrison mit dem bereits erwähnten Fionda.

Letztlich ein Holzrahmen mit einer austauschbaren Schlinge aus Stoff, ist es ziemlich schwer Fionda als Stuhl zu bezeichnen, zumindest als Stuhl im klassischen Sinne. Augenscheinlich von einem Camping-Klappstuhl beeinflusst, den Morrison in Japan kaufte, macht Fionda nichts großartig anderes als “richtige” Campingstühle oder Designklassiker wie der tausendfach kopierte Butterfly/Hardoy Chair. Fionda präsentiert das Konzept jedoch mit einer selten gesehenen Leichtigkeit und gefestigter Ruhe. Und, wie wir finden, mit einer Lebendigkeit, die wir in vielen von Morrisons letzten Arbeiten vermisst haben. Daneben können die Rahmen, wenn man die Segeltuch-Schlinge abnimmt, gestapelt werden, was Fionda zum unkomplizierten Outdoor-Sitz für Cafés, Eisdielen usw. macht.

Milan Design Week 2013 Mattiazzi Fionda Jasper Morrison

Möbelmesse Mailand 2013: Fionda von Jasper Morrison für Mattiazzi

Gleichermaßen beeindruckend finden wir Medici von Konstantin Grcic. Ursprünglich 2012 in Mailand präsentiert, ist Medici ein Lounge Chair, der alles von Konstantin Grcics Vorstellungen von einer reduzierten, unaufdringlichen Formensprache aufnimmt, beim Schopfe packt und aus dem Fenster wirft.

Ja, Medici ist eine sehr simple Holzkonstruktion, eine sehr simple Holzkonstruktion, die in vielerlei Hinsicht an den Rot-Blau-Stuhl von Gerrit Rietveld erinnert. Aber es ist kein Objekt, dem man Samstagnacht in einer dunklen Gasse begegnen möchte.

Genau wie Waver für Vitra, ist Medici nichts, was wir von Grcic kennen. Und während die Motivation beim Waver größtenteils darin bestand, die Vitra Outdoor Kollektion mit einer Formensprache weit weg von den Eames dominierten Interiordesigns zu definieren, fand Grcic bei Mattiazzi ein unbeschriebenes Blatt vor. Was bedeutet, dass das Design tiefer herrührt. Und tatsächlich spürt man, wenn man seine Kommentare zu Medici liest, eine tiefe persönliche Freude, die er bei der Entwicklung des Projekts hatte.

Milan Design Week 2013 Mattiazzi Medici Konstantin Grcic

Möbelmesse Mailand 2013 Medici von Konstantin Grcic für Mattiazzi

Was uns schließlich an Mattiazzi so gut gefällt, ist die unangestrengte Einfachheit ihrer Möbel.

Man kann sich zurzeit nicht durch den europäischen Möbelmarkt bewegen, ohne auf einen Hersteller mit einem neuen Holzstuhl zu stoßen. Viele davon sehr ähnlich. Sehr typisch. Sehr langweilig. Und sehr “skandinavisch”. Diese Entwicklungen in der Möbelindustrie spiegeln die der Fernsehkrimis sehr schön wieder, wo es auch nur noch selten ohne mürrischen skandinavischen Ermittler in einem skurrilen Wollpulli geht. Und tatsächlich hat ein junger Designer, mit dem wir in Mailand gesprochen haben, sogar ziemlich offen zugegeben, dass seine aktuellen Arbeiten größtenteils auf eben diesen Markt ausgerichtet sind. Und man kann es ihnen nicht mal vorwerfen.

Was für uns jedoch Mattiazzi davon abhebt, ist, dass sie sich offensichtlich nicht nur um die optische Erscheinung, sondern auch um die Funktion, den Ursprung, das Handwerk und die Ausstrahlung der Stücke kümmern. Ältere Leser werden so etwas mit dem Konzept des “Charakters” assoziieren, einem anarchischen Begriff, der so überholt ist, dass der Duden überlegt, ihn aus der nächsten Auflage rauszunehmen. Mattiazzi haben offenbar noch eine alte Auflage zuhause.

Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich Mattiazzi in den nächsten Jahren entwickelt. Ob sich die Investitionen gelohnt haben. So toll und interessant die aktuelle Kollektion auch ist, garantiert sie nicht unbedingt eine langfristige finanzielle Absicherung. Dass sie sich Herman Miller als ihren nordamerikanischen Vertriebspartner gesichert haben, ist schonmal nicht schlecht. Ähnlich wie Aram in Großbritannien. Aber auch das ist keine Garantie für nachhaltigen Erfolg. Der kommt von einem Produktportfolio, das über verschiedene Märkte hinweg erfolgreich ist und neue Käufer erreichen kann. Und das braucht vor allem Zeit.

Wir halten auf jeden Fall ein Auge darauf und werden euch auf dem Laufenden halten.

Milan Design Week 2013 Mattiazzi Collection

Möbelmesse Mailand 2013: Die Mattiazzi Kollektion

Milan Design Week 2013 The Mattiazzi Collection

Möbelmesse Mailand 2013: Die Mattiazzi Kollektion



(smow) Sommertour 2011: Burg Giebichenstein Halle

Friday, August 19th, 2011

Nachdem wir bereits der Bauhaus Universität Weimar, Fachhochschule Potsdam, Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der Universität der Künste Berlin einen Besuch abgestattet hatten, führte uns die letzte Etappe unserer Sommertour 2011 zur Burg Giebichenstein Halle.

Vielleicht ist das unsere Meinung, aber wir glauben wirklich, dass die Studenten der Burg Giebichenstein mehr und auch vielfältigere Seminare absolvieren als die Studenten aller anderen Unis die wir besichtigt haben – zumindest im Hinblick auf ihre Jahresendpräsentationen.

Ob es nun Plattenhüllendesigns sind oder Stücke die sich an Obst und Gemüse orientieren oder eine Lampe, die Isamu Noguchi entworfen hätte, wenn er noch leben würde – jeder Raum jedes Gebäudes scheint mindestens eine Ausstellung zu beherbergen. Oder zwei.

Unsere Aufmerksamkeit haben vor allem “Eine Bank für zwei” und “Bodenreform” auf sich gezogen.

Bei “Eine Bank für zwei” waren die Studenten aufgefordert, eine Bank für zwei prominente “Kreative”, also Designer, Architekten, Musiker, Schauspieler o.ä. zu entwerfen. Die Banken sollten sowohl den Charakter ihrer Nutzer als auch ihre Beziehung zueinander in der Formensprache und im Material widerspiegeln.

Ein schönes kleines Projekt also, bei dem die Studenten entdecken konnten, wie sie die Arbeit und das Wesen der Menschen verstehen, die sie als Referenz genommen haben, und dadurch auch ihre eigenen Techniken verbessern können.

Und wir durften die Ergebnisse bewundern!

Neben tollen Bänken für Gerrit Rietveld und Charles Eames oder Konstantin Grcic und Dieter Rams war unser Highlight Elias Betkas Bank für Charles und Ray Eames: ein Zweisitzer-RAR. Die Idee hat uns von den Socken gehauen und uns ins Grübeln gebracht: Inwieweit könnte – oder würde – Vitra jemals die Arbeiten von Ray und Charles Eames weiterentwickeln?

Elias Betka's bench for Charles and Ray Eames, Burg Giebichenstein Halle 2011

Elias Betkas Bank für Charles und Ray Eames, Burg Giebichenstein Halle 2011

Bei “Bodenreform” ging es offiziell um Böden, Bodenbeläge und ihre Rolle in Architektur und Design, aber das Projekt, das uns am besten gefallen hat, hat nicht wirklich in die Aufgabenstellung gepasst. (Soweit wir das beurteilen können.) Das konnte aber der Genialität von Hobo von Julian Heckel keinen Abbruch tun.

Hobo erinnert an eine viktorianische Staffeleiadaption für wandernde Dichter. Der kleine Tisch kann – flach zusammen gefaltet – auf den Rücken geschnallt und – auseinander geklappt – gegen einen Baum o.ä. gelehnt werden. Dazu gehört auch ein kleiner Sitz, der gefällt uns nicht so. Aber der Tisch ist fantastisch.

Außerdem hat uns Ausgewachsen von Annika Marie Buchberger gefallen – mit einer kleinen Einschränkung. Die Masterarbeit umfasst eine Serie von Kindermöbeln, bei denen verschiedene Elemente mit einem universellen Gestell kombiniert werden können. Gute Idee, schön ausgeführt. Allerdings gibt es das Gestell in drei Größen, wobei die Beine nicht ausgetauscht werden können. D.h. die Höhe der Objekte kann nicht variiert werden, es sei denn man hat alle drei Gestelle/Größen. Austauschbare Beine wären vielleicht sinnvoller gewesen. Ist nur unsere Meinung und wir hatten trotzdem große Freude an dem Projekt.

Igi by Constanze Hosp, Burg Giebichenstein Halle 2011

Igi von Constanze Hosp, Burg Giebichenstein Halle 2011

Ein anderes Kinderprojekt – und davon gab es viele (Ist Halle eine besonders kinderreiche Stadt oder sind die Studenten der Burg Giebischenstein nur besonders fruchtbar?) – war Igi von Constanze Hosp.

Eltern die mit einem kleinen Baby Fahrrad fahren wollen, müssen normalerweise auf einen Anhänger oder (riskant!) den normalen Babycarrier zurückgreifen.

Igi ist ein Babycarrier mit Hartschale, sodass das Kind beim Radfahren sicher am Körper liegt. Und nicht nur beim Radfahren, auch in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln kann Igi jungen Eltern etwas mehr Sicherheit und Vertrauen geben.

Es gab also viele Highlights auf der Burg Giebichenstein, aber eine Sache hat uns irritiert: Wo war die Ausstellung der Produktdesignabsolventen? Gut, wir hatten sie schon auf dem DMY gesehen, aber wir hatten uns doch darauf gefreut, ein paar der Produkte in Halle etwas näher unter die Lupe nehmen zu können. Aber weit und breit war nichts von den Absolventen zu sehen und keiner konnte uns sagen, wo sie sind. Schade!

Trotzdem war die Giebichenstein-Jahresausstellung 2011 ein mehr als würdiger Abschluss unserer Sommertour und hat uns gut auf unseren Herbstmarathon vorbereitet.

Wie immer gibt es eine kleine Bildergalerie auf Facebook: facebook.com/smowcom

Und kann jemand diesen Stuhl identifizieren ⇓ ?

An unidentified chair - a regukar sight on the Burg Giebichenstein Halle campus

Ein unidentifizierter Stuhl - sieht man öfter auf dem Campus der Burg Giebichenstein Halle



Dark Lime Vitra Panton Chair Cocktail Wettbewerb: Eckart Maise’s Caipirinha

Monday, July 25th, 2011

Bis zum 31. Juli geben wir unseren Lesern die Chance, den in limitierter Auflage erschienen Dark Lime Panton Chair zu gewinnen.

Daher tauschen wir einen Dark Lime Panton Chair gegen ein Sommer Cocktail- / Mix-Getränke – Rezept.

Möge der beste Gewinnen!

Und um Euch einige Ideen und Inspirationen zu geben, haben wir ein paar Vitra VIP´s nach Ihren Lieblings-Rezepten gefragt.

Heute teilt der Vitra Chef Designer Eckart Maise sein Caipirinha Rezept mit uns.

Natürlich kann er nicht gewinnen – aber immerhin kann er ein Rezept mit uns teilen!!!

Denn als der Mann der Arbeiten wie Tip Ton von Barber Osgerby oder Waver von Konstantin Grcic betreut hat, beweist Eckart Maise offensichtlich Geschmack. Wir versichern, sein Caipirinha stellt dabei keine Ausnahme dar.

Wenn Du also auch die Chance nutzen möchtest, einen in limitierter Auflage erschienen Dark Lime Panton Chair zu gewinnen, dann teile uns einfach dein liebstes Cocktail- / Mix-Getränk – Rezept mit.

Alle Details zur Teilnahme findest Du hier.

Eckart Maise’s Caipirinha Rezept:

- 6 cl Cachaça
- weisser Rohrzucker
- 1 Limette / Limone (möglichst eine biologische, ungespritzte)

Zubereitung:

Die Limette waschen und die Enden abscheiden. Anschließend die Limette vierteln und sie in ein langen Glas geben.

Danach 2 oder 3 Teelöffel Zucker hinzugeben und Zucker und Limetten mit einem Stössel zerkleinern.

Das Glas mit Eis und reinem Cachaça auffüllen.

Am Ende alles mit einander verrühren und es mit einem Strohhalm servieren.

Win a Vitra-verner-panton-chair-dark-lime

Gewinne einen Dark Lime Panton Chair von Vitra.

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Pefekt für den Balkon oder den Garten geeignet.



Möbelmesse Mailand 2011: Konstantin Grcic @ Vitra

Friday, June 17th, 2011

Zu den auffälligsten neuen Vitra-Produkten in Mailand gehörte der Waver von Konstantin Grcic.

Es gab schon einmal eine Kooperation des Designers mit Vitra im Rahmen des Vitra Edition Projektes, aber Waver ist Konstantin Grcics erstes kommerzielles Produkt für Vitra. Der für den Outdoor-Bereich entworfene Stuhl erinnert stark an die Ästhetik von “Lifestyle” Sportarten, seine Formensprache schlägt zweifelsohne neue Wege ein, aber er ist auch unglaublich bequem.

Im zweiten Teil unseres Interviews mit Konstantin Grcic haben wir über Waver, die Kooperation mit Vitra und die Bedeutung der Möbelmesse in Mailand gesprochen.

(smow)blog: Fangen wir von vorne an: Was ist der Hintergrund zum Waver?

Konstantin Grcic: Waver ist Teil eines viel größeren Vitra-Projekts: Outdoormöbel. Vitra hat zwar Produkte die auch draußen eingesetzt werden können, aber keine speziellen Outdoor-Möbel. Ich hatte die Idee, als wir angefangen haben, mit Vitra zu sprechen. Wir wollten zusammen arbeiten – aber woran? Ich fand die Outdoor-Idee gut, weil es da auch eine gewisse Freiheit in der Typologie gibt. Die Vitra Home Collection ist von den Klassikern dominiert, die so stark sind, dass man sich nur sehr schwer gegen sie behaupten kann, also dachte ich ich gehe nach draußen…

(smow)blog: … die Eames im Wohnzimmer lassen und in den Garten gehen …

Konstantin Grcic: Genau. Ich gehe nach draußen und mache mein Ding. Waver ist ein individuelles Stück. Der Rest der Kollektion, an der wir noch arbeiten, wird mehr eine Familie sein. Als individuelles Produkt hat der Waver mehr Freiheit, denn man muss nicht dieselbe Geometrie oder Grammatik auf verwandte Produkte anwenden.

(smow)blog: Wir können uns gut vorstellen, dass ein Projekt wie der Waver verschiedene Herausforderungen mit sich gebracht hat…

Konstantin Grcic: Klar! Das größte Problem ist das UV-Licht, das sehr aggressiv ist. Aber wir wollten natürlich, dass Waver ein Produkt ist das draußen benutzt werden kann, ohne dass die Farben mit der Zeit verblassen. Es war entsprechend kompliziert ein Material zu finden dass sowohl UV-resistent als auch robust genug ist. Bei dem Waver muss das Material ein großes Gewicht tragen, so etwas muss man erstmal finden. Letzen Endes konnten wir ein passendes Material in Italien auftreiben.

(smow)blog: Kann man sagen, dass Konstantin Grcic endlich bei Vitra angekommen ist? Oder war das nie ein erklärtes Ziel von Ihnen?

Konstantin Grcic: Ja, ein bisschen. Ich habe Vitra als Firma immer bewundert und ja, ich hatte auch immer den Wunsch oder Traum, mit Vitra zu arbeiten. Und dann passiert es. Es ist nicht länger ein Traum sondern Realität – mit all den alltäglichen Problemen die Design mit sich bringt.

(smow)blog: Unsere letzte Frage stellen wir allen in Mailand: Ist die Mailänder Möbelmesse noch wichtig?

Konstantin Grcic: Doch, ja. Aber ich muss zugeben, dass ich nicht viel mitbekomme, weil ich einfach keine Zeit habe. Ich denke aber, dass die Messe nach wie vor sehr wichtig ist, weil einmal im Jahr alle hierher kommen. Auch wenn alles ein großer Hype ist, der alles größer macht als es eigentlich ist, definiert die Messe doch den Rhythmus der gesamten Branche. Wir Designer fangen im Mai mit den Vorbereitungen für das nächste Jahr an. Wenn es Mailänd nicht gäbe, würden einige Sachen sicher auf der Strecke bleiben.

Waver by Konstantin Grcic for Vitra

Waver von Konstantin Grcic für Vitra



Möbelmesse Mailand 2011: Konstantin Grcic @ Azucena

Thursday, April 28th, 2011
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Entre-Deux von Konstantin Grcic für Azucena

Das erste Produkt von Konstantin Grcic für Azucena zählt definitiv zu den besseren Arbeiten und Kooperationen, die wir in Mailand gesehen haben.

Entre-Deux ist ein einfacher, zurückhaltender Schirm/Raumteiler, aber das Interessante daran ist tatsächlich die Kooperation.

Also haben wir mit Konstantin Grcic gesprochen um herauszufinden wie es zu der Zusammenarbeit kam und wie sich das Ganze in Zukunft entwickeln könnte.

(smow)blog: Wie kam es zu der Kooperation zwischen Ihnen und Azucena?

Konstantin Grcic: Angefangen hat es mit einem Meeting mit der aktuellen Geschäftsführerin Marta Sala, die auch die Nichte von Caccia Dominioni ist, einem der Gründer von Azucena. Als Firma hat Azucena immer relativ zurückhaltend als kleines Familienunternehmen agiert. Alle Produkte wurden von den gleichen drei Designern bzw. Gründungsmitgliedern entworfen, die nun langsam in die Jahre kommen. Da stellt sich automatisch die Frage, wie man weitermachen möchte. Konserviert man das und schließt damit ab? Oder soll man versuchen, den Geist weiterzuführen? So bin ich ins Gespräch gekommen als jemand aus einer anderen Generation, einem anderen Land, einer anderen Tradition, der aber dennoch Berührungspunkte und ähnliche Ideen zu den Dingen und ihrem Herstellungsprozess oder Verwendungszweck hat. So haben wir uns letzten Sommer kennengelernt und viel miteinander gesprochen. Ich habe viel über den Hintergrund des Unternehmens und über die Produkte erfahren. Und aus diesen Gesprächen hat sich dann auch ganz natürlich der Wunsch entwickelt zusammen arbeiten zu wollen.

(smow)blog: Kann man sagen, dass Sie die Firma in gewisser Weise retten wollten?

Konstantin Grcic: Nein, überhaupt nicht, denn da muss nichts gerettet werden. Es funktioniert so wie es ist. Man könnte es auch so belassen und es würde immernoch funktionieren. Ich kenne Azucena schon eine Weile und habe es immer als etwas betrachtet, was tatsächlich abgeschlossen ist. Aber dann habe ich Marta kennengelernt. Azucena ist ihr Leben – so wie es auch das Leben ihres Onkels oder ihrer Mutter war. Für Marta ist klar, dass es weitergehen muss und einen neuen “Spirit” braucht, wenn es ihr Leben ist.  So haben wir über den Dialog und die Zeit, die wir miteinander verbracht haben, beschlossen, etwas zusammen zu machen.

(smow)blog: Kann die Geschichte, die hinter der Firma steht, teilweise einschüchternd wirken? Denken Sie manchmal, man hätte sich lieber nicht einmischen sollen?

Konstantin Grcic: Nein, ich glaube es hat mich deshalb nicht abgeschreckt, weil es mir durch Marta so vermittelt wurde, dass man es nachvollziehen kann. Es ist keine unumstößliche Geschichte auf einem Marmorsockel. Ich verstehe jetzt aus welchen Gründen und in welchen Situationen diese Dinge entstanden sind. Die Designer heute sehen sich im Prinzip mit ähnlichen Umständen konfrontiert.

(smow)blog: Wir nehmen an, es gibt Pläne für eine weitere Zusammenarbeit?

Konstantin Grcic: Genau, Entre-Deux ist nur ein ganz kleiner Anfang und die Idee ist, dass ich mindestens so lange hier weiter arbeite, bis ich 94 Jahre alt bin – wie Caccia Dominioni jetzt…

(smow)blog: … Sie halten Sie gefangen…

Konstantin Grcic: … Es gibt kein Entkommen…

(smow)blog: Kurz zum Entre-Deux. Wie kam es zu dieser Form?

Konstantin Grcic: Einfach weil es kein so konkretes Produkt ist. Als erstes Statement, als ersten Versuch wollte ich es sehr abstrakt halten. Es ist kein primäres Möbelstück wie ein Stuhl oder ein Tisch, sondern eher eine Peripherie. Es funktioniert eigentlich nur im Zusammenhang mit anderen Dingen und schafft einen Raum. Das war mir wichtig. Es tritt aber auch in Dialog mit dem, was da ist. Es schafft eine Bühne und reflektiert die Dinge. Das waren meine Gedanken. Das kommerzielle Produkt stand bei diesen Überlegungen eigentlich eher im Hintergrund. Es ist eine sehr spezielle, sehr persönliche Reaktion auf das, was es hier gibt. Es ist das erste Stück, und von hier an geht es weiter.

(smow)blog: Unsere erste Reaktion auf Entre-Deux war, dass es den anderen Stücken in der Azucena-Kollektion Respekt zollt. Es sagt nicht “Ich bin Konstantin Grcic und habe ab sofort hier das Kommando.”

Konstantin Grcic: Genau, es ist ein bescheidener Eintritt, wenn man das so sagen kann. Ich bin hier, stehe aber nicht im Mittelpunkt. Das war mir von Anfang an wichtig. Für die kommenden Stücke wird es aber auch wichtig sein, selbstsicherer zu werden, so wie es die Firmengründer damals auch hielten: “Hier sind wir und das ist was wir tun.” Was genau als Nächstes kommt ist noch offen, aber es wird auf jeden Fall weitere Stücke geben.

(smow)blog: Wenn wir Entre-Deux mit Ihren früheren Arbeiten vergleichen, wirkt es viel reifer, nicht so verspielt…

Konstantin Grcic: … Ich werde älter. Das ist die traurige Wahrheit. Aber ich sehe das sehr positiv, ich bin froh dass ich keine 25 oder 30 mehr bin. Ich bin auf jeden Fall erwachsener geworden, nicht unbedingt konservativer, aber erfahrener. Die Interessen verschieben sich, man möchte neue Dinge ausprobieren, die man noch nie gemacht hat. Das finde ich positiv.

(smow)blog: Ganz unsere Meinung! Wir wünschen viel Erfolg mit den zukünftigen Projekten.

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Der Designer und sein Werk in der Azucena Villa in Mailand



Möbelmesse Mailand 2011: Azucena

Monday, April 18th, 2011
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Battibius von Luigi Caccia Dominioni für Azucena

Die Geschichte von Azucena beginnt im Jahre 1947 als eine Gruppe junger Mailänder Architekten anfing eigene Möbel und Einbauten für ihre Häuser zu bauen.

Azucena arbeitete mit Zulieferern aus Industrie und Handwerk zusammen um eine Kollektion moderner und manchmal auch hochexperimenteller Stücke zusammenzustellen und zählt zu den ersten Designmöbelherstellern Italiens.

Und wohl auch Europas.

Während es aber viele der Firmen die nach ihnen kamen zu weltweitem Ruhm gebracht haben und zum Maßstab für italienische Designkultur wurden, blieb Azucena eigentlich ein Mailänder Geheimtipp; und eine Firma die wohl kaum ein Messebesucher auf dem Radar hat.

Ironie des Schicksals.

Wenn nicht gar Symbolik.

Besonders wenn man die Azucena-Kollektion mit vielen Produkten vergleicht, die auf dem Salone 2011 neu vorgestellt werden.

Luigi Caccia Dominionis Battibius ist zum Beispiel ein wunderbar leichter, gebogener Eisensessel aus dem Jahr 1959.

Oder Catilina ein genauso einfacher aber eleganter Stahl- und Lederstuhl.

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Lampada Poltrona von Luigi Caccia Dominioni für Azucena

Ein weiteres Highlight für uns ist Dominionis Lampada Poltrona aus dem Jahr 1979 – eigentlich ein Lederriemen mit eingebauter regelbarer Messinglampe. Und ein Schalter.

Die Idee ist dass Lampada Poltrona über einen Stuhl, Beistelltisch oder Kissen gelegt werden kann. Eine mobile Leselampe. Genial.

Bis heute wurden alle Azucena Produkte von nur drei Leuten entworfen – alle Azucena Mitgründer: Luigi Caccia Diminioni, Corrado Corradi Dell’Acqua und Ignazio Gardella.

Eine Tatsache die auch langsam zu ihrem größten Problem wurde … auch Designer und Architekten werden einmal älter.

Also ist Azucena eine Kooperation mit einem neuen Designer eingegangen: Konstatin Grcic.

Aus unserer Sicht eine potentiell sehr gute Entscheidung wenn man die bestehende Kollektion mit Konstantin Grcics Interpretation von reduziertem minimalistischen Design vergleicht.

Die erste Frucht dieser Zusammenarbeit wurde in Mailand auf der Fuorisalone 2011 vorgestellt.

Der Raumteiler Entre-Deux aus eloxiertem Aluminium ist elegant und schlicht zugleich. Das Design spiegelt die Tradition von Azucena und die bereits bestehende Kollektion wider.

Er soll reserviert erscheinen und Respekt erweisen. Wir finden, er ist ein großartiges erstes Produkt. Weitere Stücke sind in Entwicklung.

Wenn sie so gut sind, wie sie theoretisch sein sollten, werden sie dem Namen Azucena alle Ehre machen.

Und sie sollten dafür sorgen, dass in Zukunft ein paar mehr Messebesucher den Weg zur Via della Passione finden.

(Was natürlich auch ironisch und symbolträchtig wäre …)

Weitere Informationen zu Azucena gibt es unter www.azucena.it

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Entre-Deux von Konstantin Grcic für Azucena

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Entre-Deux in Kombination mit Catilina Bassa von Luigi Caccia Diminioni



Mailänder Möbelmesse 2011: Interview mit Eckart Maise, Vitra Chief Design Officer

Wednesday, April 13th, 2011

Vitra präsentiert auf der diesjährigen Möbelmesse in Mailand eine Reihe neuer Produkte von Designern wie Konstantin Grcic, Antonio Citterio und Barber & Osgerby. Vor der offiziellen Eröffnung haben wir Vitras Chief Design Officer Eckart Maise getroffen um mit ihm über die neuen Produkte und die Vitra Home Collection im Allgemeinen zu sprechen.

Jill by Alfredo Häberli for Vitra

Jill von Alfredo Häberli für Vitra

(smow): Herr Maise, bevor wir über die neuen Produkte reden und vielleicht als hilfreiche Einführung: Wie entwickelt eine Firma wie Vitra eine Kollektion? Gehen Sie zu den Designern und sagen “Es gibt da eine Lücke in unserer Kollektion, können Sie die füllen?” Oder wie entstehen neue Projekte bei Vitra?
Eckart Maise: Im Grunde entsteht alles über die langjährige Zusammenarbeit mit den Designern. Mit Antonio Citterio arbeiten wir beispielsweise schon seit 25 Jahren zusammen, mit den Bouroullecs mittlerweile auch schon 12 oder 13 Jahre. Es gibt natürlich Phasen in denen mehr passiert und Phasen in denen weniger passiert, aber im Prinzip ist es eine dauerhafte Kooperation und wir stehen in ständigem Kontakt. Viele Projekte entstehen aus einem relativ klaren Briefing z.B. von Rolf Fehlbaum und mir, dass diese oder jene Sache sinnvoll wäre. Es gibt natürlich eine Portfolio-Strategie und ein Produktmanagement. Dann wird überlegt in welcher Priorität welches Thema gelöst werden soll – also z.B. eine neue Sofa-Familie oder ein Lounge Chair – und wer der passende Designer sein könnte bzw. welcher Designer auch Zeit hat. Manchmal wird auch mit verschiedenen Designern über das gleiche Projekt gesprochen und dann schauen wir wer wie reagiert und wo sich was entwickelt. Die Designer, die wir auch Autoren nennen, haben ja ihre eigene Agenda, ihre eigene Mission. Also müssen wir Projekte finden, in denen es eine Überschneidung der Interessen gibt, denn das ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Zuammenarbeit. Es passiert so gut wie nie dass ein Designer zu uns kommt und sagt “Hier habe ich ein fertiges Produkt. Wollt Ihr das?”. Es ist eigentlich immer eine gemeinsame Entwicklung, eine Kooperation.

(smow): In diesem Jahr werden in Mailand ja viele Produkte von “neuen” Vitra-Designern präsentiert. Sind die auch das Ergebnis solcher langfristigen Kontakte?
Eckart Maise: Genau. Mit Barber & Osgerby sind wir bereits seit sechs Jahren im Gespräch und haben immer mal wieder Dinge diskutiert, die es aber nie über die Anfangsphase hinaus geschafft haben. Das liegt nicht daran, dass sie heute bessere Designer sind als vor sechs Jahren, sondern es kam einfach nicht zu dieser Überlappung von Interessen. Mit dem Tip Ton Chair war das anders. Auch mit Alfredo Häberli stehen wir seit Jahren in Kontakt. Wir haben bereits gemeinsam an einem Projekt gearbeitet das schon relativ weit entwickelt war aber nie wirklich Klick gemacht hat und demzufolge eingestellt wurde. Sowohl Vitra als auch die Designer sind immer bereit – auch in der späten Phase eines Projekts – das Projekt abzubrechen, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt oder die Ziele nicht erreicht wurden. Solche Produkte erblicken dann natürlich nie das Licht der Öffentlichkeit, aber das passiert eben. Mit Konstantin Grcic haben wir vor vier Jahren ein Versuchsprojekt gemacht mit der Vitra Edition und sind seitdem mit ihm im Gespräch. Es sind auch noch weitere Kooperationen mit Konstantin Grcic in Arbeit.

Tip Ton by Barber Osergby for Vitra

Tip Ton von Barber & Osergby für Vitra

(smow): Was uns gleich zur nächsten Frage bringt… Nach allem was wir von VItra wissen, können wir uns nicht vorstellen, dass Sie in neue Projekte gehen würden ohne eine langfristige Kooperation im Hinterkopf zu haben.

Eckart Maise: Ja, da stecken überall auch andere Projekte dahinter. Es entwickelt sich aber unterschiedlich, manchmal bleibt es auch bei nur einem Projekt. Aber unser Ziel ist immer die langfristige Zusammenarbeit, wenn wir in ein Gemeinschaftsprojekt starten.

(smow): Ein guter Punkt um auf Hella Jongerius und die Bouroullecs zu sprechen zu kommen. Unser Eindruck ist, dass sie bisher die zentrale Rolle in der Entwicklung der Vitra Home Collection gespielt haben. Ist dem so? Und wenn ja, warum?

Eckart Maise: Jeder Designer steht natürlich auch für ein bestimmtes Thema, hat eine Haltung und eine Stimme. Die Boroullecs waren gut für die Vitra Home Collection weil sie in Systemen denken, in Kollektionen, und weil sie einen sehr poetischen Ausdruck haben. Sie schaffen es, technische Lösungen mit einem poetischen Ausdruck zu verbinden, was sehr wichtig ist im Wohnen. Man will im Wohnen ja kein Produkt das nur funktional ist, da es nie eine rein rationale Entscheidung ist. Emotionen spielen hier eine große Rolle.
Und was Hella Jongerius angeht: Sie verkörpert das Dekorative und Haptische der Materialien und Farben. Außerdem steht sie für die Rückkehr zur Handarbeit, was auch eine wichtige Rolle im Wohnen  spielt.
Aber natürlich beschränkt sich das nicht auf die Bouroullcs und Jongerius. Auch Jasper Morrison und Antonio Citterio spielen eine große Rolle. Und wir haben die Design Classics. Es ergibt sich am Ende immer eine Collage.

Grand Repos and Panchina by Antonio Citterio for Vitra

Grand Repos und Panchina von Antonio Citterio für Vitra

(smow): Sie haben vorhin über Soft Seating gesprochen. In dem Bereich ist Vitra momentan gut vertreten. Können Sie sagen, wohin sich die Vitra Home Collection in nächster Zeit entwickeln wird?
Eckart Maise: Wir werden in den gleichen Bereichen wie bisher weiter machen, aber auch kleinere Objekte und Accessoires wie L’oiseau von den Bouroullecs aufnehmen oder im Essbereich erweitern. Aber unser Ziel ist es nicht, in die – wie wir auf deutsch so schön sagen – “Kastenmöbel” zu gehen, also Schränke und Sideboards zu produzieren. In dem Bereich gibt es andere Hersteller, die besser ausgestattet sind. Wir haben unsere Erfahrung und Kompetenz in den Sitzmöbeln. In Mailand haben wir zum Beispiel einen Liegelounger von Antonio Citterio bei dem er seine Erfahrungen aus dem Bürostühlsegment in die Entwicklung eines Lounge Chairs mit Synchrontechnologie einfließen lassen konnte. Durch die Neigung des Rückens und die Bewegung des Sitzes kann man in jeder Position gleich bequem sitzen. Der Stil ist sehr dezent und der Mechanismus nicht sichtbar, es ist alles in den Beinen und unter dem Sitz versteckt. In diesen Bereichen liegt einfach unsere Stärke.

(smow): Als letzte Frage: Ist Vitras Mailand Kollektion 2011 ein guter Jahrgang? Sind Sie als Chief Design Officer von Vitra zuversichtlich dass sie gut angenommen wird?
Eckart Maise: Es ist ein gutes Jahr für uns, nicht zuletzt weil es immer aufregend ist, wenn man neue Kooperationen präsentiert. Das ist immer ein großer Schritt für einen Hersteller. Die Kooperationen bereichern uns, es ist wie ein Familienzuwachs. Oder wie wenn ein Chor größer wird und wir jetzt neue Lieder singen können. Wir sind zuversichtlich, weil wir sehr vielseitige Produkte von sehr unterschiedlichen Designern haben. Im letzten Jahr stand das Suita von Antonio Citterio im Mittelpunkt der Präsentation. Dieses Jahr haben wir Vitras erste Sperrholzsitzschale von Alfredo Häberli; wir haben die HAL-Linie mit Jasper Morrison weiter entwickelt; wir haben den neuen Lounger von Antonio Citterio – unserer Meinung nach endlich eine wirkliche Alternative zum Eames Lounge Chair und mit vergleichbarem Komfort! Der Tip Ton Chair von Barber & Osgerby ist in Bezug auf die Sitzerfahrung eine wirkliche Innovation. Mit dem Waver von Konstantin Grcic haben wir einen Stuhl der wirklich neu und frisch für Vitra ist – eine unkomplizierte, junge Form des Sitzens. Wir sind also gespannt auf die Reaktionen.

Jill by Alfredo Häberli for Vitra

Jill von Alfredo Häberli für Vitra

Tip Ton by Barber Osergby for Vitra

Tip Ton von Barber Osergby für Vitra

Grand Repos and Panchina by Antonio Citterio for Vitra

Grand Repos und Panchina von Antonio Citterio für Vitra

Waver by Konstantin Grcic for Vitra

Waver von Konstantin Grcic für Vitra



Vienna Design Week 2010

Wednesday, October 6th, 2010

“Noch eine Designwoche?!”

Während der Rest von smow sich überlegt, in welcher Stadt sie noch nicht waren, packen wir schon wieder unsere Kameras ein, für eine weitere Designwoche.

Auf jeden Fall sind Designwochen die neuen Filmfestivals. Jede Stadt muss eine haben.

Gut für uns.

Und diese Woche ist die Vienna Design Week.

Das Programm der Vienna Design Week 2010 beinhaltet neben den üblichen Ausstellungen, Workshops und Installationen auch Vorträgen von Konstantin Grcic, Stefan Sagmeister und dem droog Mitgründer Gijs Bakker.

In den nächsten Tagen werden wir nicht nur von unseren Favoriten der Vienna Design Week berichten, sondern uns auch ein paar Gedanken machen über die zentralen, diskutierten und visualisierten Themen am Ufer der Donau machen.

Alle Details der Design Woche findet man unter www.viennadesignweek.at.

Oh, und das Wiener Filmfestival startet am 21. Oktober …

Vienna Design Week Teamfoto - leider nicht der Vienna Design Week Chor....

Vienna Design Week Teamfoto - leider nicht der Vienna Design Week Chor....



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Holland-Deutschland 2:3

Wednesday, July 7th, 2010

Der Klassiker: Holland gegen Deutschland.

Diese Begegnungen waren immer schon hart umkämpft, aber dieses Spiel hatte noch eine besondere Brisanz. Der Gewinner des Matches würde ins Halbfinale der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 einziehen.

Die Niederländer hatten sich im Vorfeld entschieden, Hella Jongerius gegen Marcel Wanders zu wechseln. Man hoffte, mit dem kreativen Kopf hinter Moooi und Droog besser gegen Konstantin Grcics klare lineare Formen angehen zu können. Und die Taktik zahlte sich aus. Mit dem Knotted Chair und seiner New Antiques Kombination für Capellini ging Marcel Wanders verdient mit 2:0 in Führung.

Grcic gelang es nicht, nach vorn zu kommen, was ihn zunehmend frustrierte. Für seinen unnötigen 360 Grad Stuhl erhielt er zu Recht die gelbe Karte wegen zweifelhafter “Anlehnung” an George Nelsons Nelson Perch aus dem Jahr 1964.

Zur Halbzeit wurde Grcic gegen Nils Holger Moorman ausgewechselt. Dem gerissenen alten Mann des modernen deutschen Designs gelang schnell der Anschlusstreffer zum 2:1 mit seinem unglaublich frechen Rechenbeispiel. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit erwies sich Nils Holger Moormanns authentische und gefühlvolle Anarchie als stärker als Marcel Wanders’ wohlüberlegte und berechnende Vorstellung.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Moorman mit seinem Bookinist ausglich und mit dem Liesmichl schließlich in Führung ging.

Ein packendes und dramatisches Match, das 3:2 für Deutschland endete.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe B

Konstantin Grcic is booked.

Konstantin Grcic sieht Gelb



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Deutschland-Spanien 2:0

Tuesday, June 29th, 2010

Konstantin Grcic und Patricia Urquiola könnten unterschiedlicher kaum sein.

Während sich Patricia Urquiola zuverlässig und selbstbewusst durch die traditionellen italienischen Designermöbelhersteller gearbeitet hat, sprang Konstantin Grcic von einem Kulthersteller zum nächsten und machte nur gelegentlich Abstecher zu den europäischen Mainstream-Designmöbel-Herstellern.

Grcic ging mit einem Hut ab für Moormann in das Spiel, und schob gleich noch ein ES Regal (ebenfalls Moormann) hinterher. Die wohlverdiente 1:0 Führung kam mit dem Osorom Sitzmöbel für Moroso.

Dieser unerwartete Vorstoß in einem Gebiet welches traditionell ihr vorbehalten war, versetzte Patricia Urquiola in eine Schockstarre.

Grcic nutzte die Gunst der Stunde um seine Führung mit einem schnellen Tom Tom Tisch für SCP auszubauen.

Patricia Urquiola gelang es trotz einiger guter Aktionen nicht mehr, das Spiel umzudrehen.
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