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smow in Mailand: Namenloser Kartonfaltstuhl

Tuesday, April 28th, 2009

In unserem Eintrag über den Designersblock Showcase hatten wir schon auf den faltbaren Kartonstuhl von Stuart Miller hingewiesen. Allerdings war uns schon klar, dass unser Beitrag unter dem abendlichen Einfluß von Freibier und Dudelsäcken vielleicht nicht ganz in Details gehen sollte und wir besser eins, zwei Tage warten bevor wir näher über Stuart Millers Faltstuhl sagen. Könnte ja sein, dass wir in der Zwischenzeit noch was Interessanteres gefunden hätten.

Stuart ist Student an der Glasgow Caledonian University und der Stuhl Teil seines Abschlussprojekts und bisher noch ohne Namen. Die über die Jahre gewachsene Industriedesignfakultät der Glasgow Caledonian University hat auf der Mailänder Messe einige richtig gute Entwürfe präsentiert, wovon wir uns für den Stuhl von Stuart zur näheren Betrachtung entschieden haben.

Er ist komfortabel. Er ist stabil. Er sieht gut aus.

Besonders beeindruckend ist aber die Einfachheit mit der er gefaltet wird und seine Leichtigkeit:

Stuart hat zwei Stühle mit einer der Billigflugairlines mitgebracht – und wir wissen wie strikt diese sind, wir hatten selbst schon mal Probleme, ein Sandwich aufgrund seines Gewichts im Handgepäck unterzubringen…

Sie sind leicht.

Und flach faltbar.

Und insofern perfekt, um sie im Küchenschrank zu verstecken, falls doch mal unerwartete Gäste auftauchen; oder falls es mal spontan mit dem Auto zum Picknick oder ins Wochenende losgeht und man keine Lust auf billige Plastikstühle hat.

Theoretisch kann man sie sogar auf dem Gepäckträger seines Fahrrads unterbringen… Also die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Und wie man im Video sieht, es brauch nur ein paar Sekunden zum Aufbau.

Wie schon zuvor gesagt: “Er kam, sah und löste das Problem. Und das mit Stil und Komfort. Sehr schön.”

Auf dem “Markt für Extraplatzmöbel” war bisher der Klappstuhl der nicht in Frage gestellte König oder Prinz oder Held, wie auch immer … bis jetzt …

Ein Faltstuhl aus recyceltem Karton ist eine echte Alternative. Und das nicht nur wegen des geringen Platzbedarfs und Gewichts. Sondern ästhetisch macht der Stuhl auch was her.

Also, wenn das jemand liest,  ob Moormann, Lampert oder SCP

(P.S. Sorry, wir haben bei der Filmaufnahme nicht groß nachgedacht, daher die etwas verdrehte Sichtweise)



smow in Mailand: Designersblock

Saturday, April 25th, 2009

In Mailand gibt es die offizielle Messe auf dem Messegelände, die “off-site” um die Via Tortona, und die abgelegeneren off-off-sites, die sich eigentlich über die ganze Stadt erstrecken.

Und so sind wir gestern abend in den wilden Norden zum Designersblock Showcase vorgedrungen – die 9. Veranstaltung dieser Art veranstaltet durch die London community.

Nach einer aufregenden  Suche und vielen falschen Richtungen haben wir es dann endlich geschafft … und dank der Aufführung vor Ort auch schnell wieder entspannt.

Tatsächlich war es nach Tagen auf der “richtigen” Messe spannend wahrhaft innovative und funktionale Designs zu sehen.

Die Kürze des Blogs hält uns davon ab alles, was uns gefiel, hier aufzulisten, daher nur eine kurze Auswahl:

Beachballs by TOBYhouse at designersblock

Beachballs von TOBYhouse im Designersblock

Beach Ball Lamps von TOBYhouse (England)

Das sind echte Wasserbälle, versteift mit Kunstharz und dann aufgeschnitten. Mehrfarbig von außen und einfarbig weiß von innen gestaltet sind sie eine heitere Variante klassischer “Ball”-Lampen. Leuchtend ohne grell zu sein, Retro ohne zu sehr ins Klischee zu gehen und letztendlich zugleich erwachsen und trotzdem attraktiv für Kinder.

Ropeshelf by Laszlo Rozsnoki at designersblock

Ropeshelf von Laszlo Rozsnoki im Designersblock

Ropeshelf von Laszlo Rozsnoki
(Deutschland)

Wie mit allen gut benannten Produkten gibt hier wenig Raum für Fehlinterpretation, die Regalfächer sind aus Stricken. Fest gespannt, steife Stricke. Obwohl nichts für kleine Dinge lassen sich gut Bücher und CDs verstauen – wobei man vorausschauend planen sollte;), bei Belastung biegen die Böden etwas durch. Eine ansprechende Konstruktion die nicht nur gut aussieht sondern auch funktioniert.

Origami Chair by So Takahashi Design at designersblock

Origami Chair von So Takahashi Design im Designersblock

Origami Chair von So Takahashi Design (Japan/USA/Norwegen)

Auf den ersten Blick sehen die Origami Chair aus, als könnten sie kaum der kleinst Belastung trotzen, geschweige denn dem Gewicht eines Standard-übergewichtigen Mitteleuropäers. Aber genau wie beim Origiami Papier eine gewisse Stärke entwickelt, erlaubt die Wellen-Konstruktion des Origiami Chairs komfortablen und sicheren Halt.

Foldable cardboard chair by Stuart Miller at deignersblock

Faltbare Kartonstuhl von Stuart Miller im Deignersblock

“Unnamed” von Stuart Miller (Schottland)

Meine Notizen zu diesem Stuhl sehen so aus “Chair, cardboard, comes apart, very comfy, bloody students” Später mehr dazu, was das heißen soll.  Im Moment nur, dass dieser aus faltbarem Karton bestehende Stuhl eine unserer besonderen Entdeckungen auf der Messe ist. Er kam, sah und löste das Problem. Und das mit Stil und Komfort. Sehr schön.