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(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!



IMM Köln: Ein Rückblick

Tuesday, February 2nd, 2010
IMM Cologne 2010

IMM Köln 2010

Kein Angst: wir haben nach wie vor einen Haufen Produkte und Geschichten von unserer Woche in Köln für Euch im Gepäck.

Ein kurzer Rückblick auf die IMM 2010 sei uns aber gestattet.

An anderen Stellen war ja bereits zu lesen, dass auf der IMM keine Trends ausgemacht werden konnten.

Unserer Meinung nach ist das positiv zu sehen.

Trends haben im Möbelgeschäft nichts zu suchen.

Trends implizieren, dass die Rolle von Möbeln darin besteht, irgendwelche vorbestimmten Annahmen seitens der Konsumenten zu erfüllen, nämlich wie ihre Möbel aussehen sollten, wie sich sich benehmen und mit der Umgebung interagieren sollten.

Solche Trends haben ihren Ursprung meist bei einem selbst ernannten “Trend-Experten” und werden dann flächendeckend von Marketingabteilungen und faulen Journalisten übernommen.

Das ist der Grund, warum die Produktpaletten in einigen Hallen so erschreckend waren und sicher auch einer der Gründe, warum die Möbelverkäufe rückläufig sind.

214 from Thonet - Innovative Germa design that would not have been exhibited at IMM

214 von Thonet - Innovatives deutsches Design ... aber wäre es auf der IMM 1859 ausgestellt worden?

Wenn man den Konsumenten 1000 Produkte zur Auswahl stellt, die im “Trend” liegen, erzeugt man nur Lethargie. Alles, was sie sehen, sind die gleichen Produkte, die gleichen Verkaufsargumente… Manche werden zwar auf die Hochglanz-Verkaufssprüche und die Aussicht auf  ein besseres Image reinfallen, aber die meisten werden merken, dass ihnen überteuerter Ramsch angedreht wird.

Wenn man den Konsumenten andererseits etwas anbietet, was in kein universelles Konzept passt, sondern einem das Leben durch Form, Funktionalität und Design erleichtern oder verschönern kann; und – was sogar noch wichtiger ist – wenn man den Kunden selbst entscheiden lässt, was ihm das Produkt bedeutet und wie es in seine Welt passt, dann motiviert man den Kunden.

Die Arbeit der “Trend-Experten” war auf vielen Messeständen zu sehen und im sinn- und zusammenhangslosen Gebrauch von Wörtern wie “organic” oder “wellness” unter den Verkaufsprofis zu hören.

Die resultierende “Gleichheit” in einigen Hallen war wirklich schockierend.

Genau wie die Frechheit einiger Hersteller.

Obwohl seitens der IMM-Organisatoren versichert wurde, dass in Köln keine Imitate gezeigt werden würden, musste man sich doch bei furchtbar vielen Produkten fragen, ob das beteiligte Unternehmen Designs wie den Barcelona Chair oder Ant Chair wirklich nicht kennt.

Uns ist ja klar, dass nicht jeder über unser enzyklopädisches Wissen hinsichtlich Möbeldesign und seine Geschichte verfügen kann,  aber Unternehmen einzuladen, die auf ihren Webseiten Produkte anbieten, die offensichtlich von Patent-geschützten Designs stammen, ist frech.
Und den Studenten in Halle 3.1 wird damit auch kein Gefallen getan. Denn die weit verbreitete Akzeptanz im Möbelgeschäft, dass Kreativität zwar gut ist, aber Kopieren billiger und besser für die Gewinnspanne ist, wird so weiter untermauert.

Students, more than just decoration at IMM Cologne?

Studenten, mehr als nur Dekoration auf der IMM Köln?

Die Zukunft der Möbelindustrie liegt in gutem Design welches aus alten Formen ausbricht und Gewohnheiten neu definiert.

Nicht in Imitaten oder darin, billiger zu sein als die Konkurrenz.

Aber es war nicht alles schlecht.

Es gab zwar nicht wirklich viele neue Produkte zu sehen, aber dafür viele wirklich gute Produkte und unter den Herstellern, mit denen wir gesprochen haben, wirklichen Optimismus.

Wir haben einige fantastische Produkte entdeckt und sogar wiederentdeckt und im Großen und Ganzen war die Messe die Reise wert.

Und wir würden sie auch weiterempfehlen.

Wenn die IMM-Organisatoren die Hallen 2011 aber etwas mehr füllen wollen, müssen sie die Anreize für Hersteller, die wirklich innovative Qualität anbieten, erhöhen.

Wir halten Euch auf dem Laufenden, ob ihnen das gelingt…



smow am Rhein: Kölle Alaaf

Wednesday, January 20th, 2010

Wir werden nicht so tun, als würden wir den Karneval mögen. Ehrlich gesagt sind Fasching und Oktoberfest für uns Teil einer Welt von Kulturveranstaltungen für eine Nation, die immer noch nicht damit klar kommt, dass keine Mammuts mehr das Land durchstreifen.

Oder dass Frauen wählen dürfen.

Aber wir sind in Köln. Also können wir zumindest so tun, als würden wir die durch Alkohol angeheizte Gewalt amüsant finden. Besonders in Zusammenhang mit einem Pappmaché-Model von Angela Merkel mit übertriebenem Dekolleté.

Offensichtlich.

Unter dem Titel “Kölle Alaaf” werden wir die Produkte vorstellen, die uns während der Kölner Designwoche besonders ins Auge stechen, Produkte, die es unserer Meinung nach wert sind, besonders hervorgehoben zu werden.

Kölle Alaaf  ist der traditionelle Schlachtruf der Karnevalisten in Köln und während der fünften Jahreszeit in der ganzen Stadt zu hören. Grob übersetzt bedeutet er in etwa “Überall sonst würde es Komasaufen heißen, aber in Köln ist es der kulturelle Höhepunkt des Jahres.”

In unserem Fall heißt Kölle Alaaf einfach Designermöbel!

smow am Rhein: Kölle Alaaf

smow am Rhein: Kölle Alaaf



smow am Rhein: IMM Köln 2010

Friday, January 15th, 2010

Da unsere Weihnachts-Kilos uns noch tiefer im Januar Schnee versinken lassen, als es die Attraktivität erlaubt, sehen wir mit Erleichterung unserem Trip zur IMM in Köln entgegen.

Denn bei all der Herumrennerei werden wir wenig Zeit zum Essen haben :)

Zusätzlich zu ihrer Rolle als Diät Helfer bietet die IMM als erste internationale Möbel Messe des Jahres immer eine wundervolle Gelegenheit, um über das Gute und das Schlechte von 2009 zu reflektieren und gleichzeitig das kommende Jahr einzuschätzen.

Und dieses Jahr ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme.

Zusätzlich zu den üblichen Messe-Spielereien startet die diesjährige IMM etwas, das die Organisatoren als “ein neues Ausstellungsformat” beschreiben, das sogenannte Pure Village. Dies soll anscheinend “eine Bühne, auf der Einzelpräsentationen exklusiver Designobjekte genauso zur Wirkung kommen wie die Darstellung kreativer Einrichtungskonzepte” sein.

Das soll, so glauben wir, heißen, dass die Ausstellung komplette Raumaufteilungen präsentieren kann.

Wir werden es Sie wissen lassen. Auch, ob das Konzept funktioniert.

Zusätzlich zur IMM wird die Stadt mit vielen “off” Ausstellungen und Shows belebt, sodass sie für einige wahrscheinlich schneereiche Tage zu Deutschlands Möbel-Hauptstadt avanciert.

Außer zahlreichen “smow am Rhein” Blog Posts, werden wir Ihnen auch die wichtigsten Informationen – und wohl auch ein paar Dinge auf die Sie getrost verzichten können – via unserer flickr, youtube und twitter Seiten verfügbar machen.

With the (smow)blog team on their way to IMM, the good burgers of Cologne have increased the citys defences...

Während das (smow)Blog Team auf dem Weg zur IMM ist, haben die guten Bürger von Köln ihre Stadt noch etwas wehrfähiger gemacht...