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Fritz Haller: Designer eines Systems. Ein Interview mit Georg Vrachliotis

Friday, September 28th, 2012

Man stelle sich einmal vor, man hat seine ganze Karriere dafür genutzt ein modulares Bausystem zu entwickeln. Man stelle sich vor, man hat der Welt damit zu radikal neuen Ansätzen im Konstruktionsdesign verholfen und daran mitgewirkt Computertechnologie in der Architektur anzuwenden. Und dann stelle man sich mal vor, dass einen die meisten Menschen nur in Verbindung mit einem Büromöbelsystem kennen. Dieses Büromöbelsystem hat man irgendwann einmal im Rahmen eines Vertrages für eine Firma, die ihren Sitz in einem kleinen Schweizer Ort hat, entwickelt.

Das System wurde trotz seines bescheidenen Ursprungs zu einem weltweiten Erfolg und einem wortwörtlich universalen, weil einfachen und funktionalen Aufbewahrungsmöbel.

Man stelle sich vor, diese Bekanntheit überschattet alle Bemühungen als Architekt.

Das ist das Schicksal des Schweizer Architekten Fritz Haller.

Wir haben hier schon in aller Ausführlichkeit über das USM Haller Möbelbausystem berichtet. Aber wer in unseren Ausführungen kaum vorkam, ist Fritz Haller mit seiner Architektur. Das liegt vor allem daran, dass es kaum seriöse Quellen zu ihm gibt. Eine vertrauenswürdige Quelle gibt es aber, Dr. Georg Vrachliotis, Vertretungsprofessor für Architekturtheorie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Nach seinem Abschluss in Architektur an der UdK Berlin, studierte Georg Vrachliotis Philosophie an der TU Berlin. Schließlich fand er seine Bestimmung in der Architekturtheorie und hatte verschiedene Positionen an den Universitäten Freiburg, Bremen und Berkeley inne und war Gastdozent für Architekturtheorie an der TU Wien, bevor er an der ETH Zürich seine Promotion über das Thema “Geregelte Verhältnisse. Architektur und Technisches Denken in der Epoche der Kybernetik” (Springer Wien/BewYork, 2011) abschloss. Zurzeit arbeitet er an dem Forschungsprojekt “Fritz Haller als Forscher. Eine Architekturgeschichte der Abstraktion”.

Im März 2012 organisierte Georg Vrachliotis das Symposium “Fritz Haller. Architekt und Forscher” in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Architekturtheorie an der ETH Zürich. Kurz danach trafen wir Georg Vrachliotis, um mit ihm über Fritz Haller, seine Architektur, sein Erbe sowie über die Tatsache, dass Haller vor allem für das USM Haller System Bekanntheit erlangte, zu diskutieren. Anfangen wollen wir aber mit der Frage, wie Georg selbst Fritz Haller “entdeckt” hat….

Georg Vrachliotis: Mein erster Berührungspunkt mit Fritz Haller war, wie für so viele Leute, dieses eine bestimmte Möbelstück, das in der Schweiz geradezu omnipräsent ist. Was mich damals interessiert hat, waren der Mensch und der Architekt  hinter dem Möbel. Fritz Haller war und ist in erster Linie ein Architekt, kein Möbeldesigner, und es war mir sehr schnell klar, dass er so etwas wie ein Rohdiamant der Architekturgeschichte ist. Fritz Haller hatte Kontakt mit Konrad Wachsmann und Charles Eames, er entwickelte verschiedene exzellente Bausysteme und seine eigene Software, die ihm half seine Projekte zu planen. Dennoch verschwand er mehr oder weniger aus der Architekturgeschichte und ich begann mich für ihn zu interessieren.

(smow)blog: Wie hast du dann begonnen diesen rohen Diamanten zu polieren?

Georg Vrachliotis: Anfangs arbeitete ich ziemlich unsystematisch. In den ersten paar Jahren reiste ich alle paar Monate zu ihm nach Hause, woraus eine Serie transkribierter Interviews entstanden ist, aus denen schließlich ein noch relativ unsystematischer, biografischer Text hervorging. Dann übergab Fritz Haller sein Archiv an die ETH Zürich. Dieser Prozess begann vor ungefähr zwei Jahren und ich war von Anfang an darin involviert. Das stellte den Ausgangspunkt für meine systematische Forschung dar.

(smow)blog: “Fritz Hallers Archiv”, das klingt nach einer Herausforderung….

Georg Vrachliotis: …. besonders wenn man bedenkt, dass wir darin Dokumente von 50, 60 Jahren Arbeit haben. Zum Glück ist alles sehr gut organisiert. Fritz Haller war der Designer eines Systems und so entwickelte er natürlich auch ein System für sein Archiv….

(smow)blog: Designer eines Systems ist ein gutes Stichwort. Warum System?

Georg Vrachliotis: Fritz Hallers Systeme sind Antworten auf Fragen, die er sich selbst gestellt hat. Haller hatte immer ein unglaubliches Erkenntnisinteresse an der Architektur. Zentral für ihn ist die Frage, was ein Haus ist; er möchte ein Haus verstehen. Man entwirft etwas, um etwas zu verstehen. Es ging ihm nie um das Objekt als Fetisch. Ihm ging es mehr darum, zu reflektieren, zu reevaluieren und zu erforschen, wie man baut. Er fragte, welche Art von System können wir entwickeln? Dann entstand das Gebäude, dann entwickelte er das System weiter und dann kam das nächste Gebäude und so weiter und so fort. Fritz Hallers Intention war es, wie er sagt, Systeme zu entwickeln, die komplett flexibel sind.

(smow)blog: Eines der flexibelsten seiner Systeme war und ist sein Mini/MidiMaxi Bausystem. Ist das System heute noch relevant oder nur ein nettes historisches architektonisches Artefakt?

Georg Vrachliotis: Obwohl wir in Sachen industrieller Architektur, Energieeffizienz usw. viel, viel weiter sind als damals, ist die Eleganz mit der man das Mini/MidiMaxi System kombinieren kann immer noch relevant, denke ich.

(smow)blog: Wenn wir das richtig sehen, hat Fritz Haller immer nur in der Schweiz gebaut, wir konnten jedenfalls kein Projekt außerhalb der Schweiz finden. Ist das tatsächlich so und wenn ja, weiß man warum? War er nicht daran interessiert in anderen Ländern zu arbeiten oder hat ihn niemand gefragt?

Georg Vrachliotis: Es stimmt, dass all seine Bauten in der Schweiz stehen; warum das so ist, ist allerdings zurzeit noch eine Frage ohne Antwort. Er hat auch an sehr vielen Architekturwettbewerben für Deutschland teilgenommen, jedoch ohne Erfolg. Mir ist nicht ganz klar, warum das so ist, aber ich vermute, dass es etwas mit den Architektur- und Ingenieurkammern zu tun hat. Man müsste dort genau nachforschen, warum Haller in Europa nichts gebaut hat.

(smow)blog: …aber auch in den USA. Fritz Haller verbrachte sechs, sieben Jahre an Konrad Wachsmanns Institut für Bauforschung in Kalifornien, aber hat scheinbar nie etwas gebaut?

Georg Vrachliotis: Während seiner Zeit in Kalifornien hat er sich ausschließlich auf fundamentale Forschungsfragen konzentriert, eine Arbeit, die nur sehr wenig mit Architektur als “Bauen” zu tun hat. Es war reine Geometrie-Forschung, Montageüberlegungen, also wie die einzelnen Elemente zusammengebracht werden könnten. Eine sehr grundlegende Forschung.

(smow)blog: In den späten 1960ern führte Fritz Hallers Forschung ihn dazu eine “Weltraumkolonie”, eine “Weltraumstadt” zu entwickeln. War das nur eine Spielerei oder kann man das als interessante und nützliche Forschung betrachten?

Georg Vrachliotis: Fritz Haller war immer sehr an der Zukunft intressiert, wie unsere Welt in 20, 50 Jahren aussehen wird und wie wir uns darauf vorbereiten können. Er forschte an Themen, wie Überbevölkerung, Ökologie, Infrastruktur oder Kommunikationsnetzwerke. Bezogen auf die Arbeit, die er am MIT für die ”Weltraumkolonie” gemacht hat, würde ich sagen, dass es eine systematische und strategische Überlegung war. Fritz Haller war der Meinung, dass man, wenn man an einen Ort wie den Weltraum geht, an dem nichts ist wie auf der Erde und man dort Architektur entwickeln will, mit den gleichen Problemen konfrontiert wird, auf die man auch auf der Erde stößt, nur in extremerer Form. Folglich muss man den Details viel mehr Aufmerksamkeit schenken und man muss z.B. genauer überlegen, was heißt Funktion, was heißt Energie, was heißt Kontext usw. So ist Fritz Haller im Prinzip in den Weltraum gegangen, um besser über die Erde nachdenken zu können.

(smow)blog: Kurz zum Schluss, warum kennen wir Fritz Haller besser für seine Möbel als für seine Gebäude?

Georg Vrachliotis: Fritz Haller verstand einen Architekten nie als Autor, war nie interessiert an den Ideen eines “Autoren-Architekten”. Fritz Haller entwickelte Systeme und nicht Gebäude und letztlich war Fritz Haller anonym, die Antithese des modernen Stararchitekten also. Durch seine Arbeit verschwand der Architekt Fritz Haller und was blieb, war nur die Struktur.

totale stadt Buch-Cover totale stadt 1975 Copyright Fritz Haller gta Archiv ETH Zürich

Fritz Haller "Totale Stadt - ein globales Modell" 1975 (Copyright Fritz Haller /gta Archiv ETH Zürich). So weit weg vom modularen Möbelsystem wie man es sich nur vorstellen kann.



ETH Zürich Symposium: Fritz Haller. Architekt und Forscher

Friday, March 23rd, 2012

Am 15. und 16. März fand in der ETH Zürich ein zweitägiges Symposium zum Leben und Werk von Fritz Haller statt. Und wir konnten dummerweise nicht da sein…

Wir wären gern dabei gewesen. Nicht nur wegen seines berühmten USM Haller Systems, sondern auch weil uns die Person Fritz Haller immernoch ein Rätsel ist. Deshalb wollten wir die Chance, zwei Tage lang Experten dabei zuzuhören, wie sie diesen Menschen und sein Œuvre erörtern, eigentlich nicht verpassen. Doch wie das Leben so spielt, ließen anderweitige Verpflichtungen das leider nicht zu…

Eines der Rätsel um Fritz Haller ist z.B. dass er trotz der universellen Natur seiner Architektur fast ausschließlich in der Schweiz gearbeitet hat. Die USM-Niederlassung in Bühl, Deutschland, ist eines seiner wenigen “Auslandsprojekte”. Das ist für uns deshalb etwas unverständlich, weil Fritz Haller zwei seiner wichtigsten Berufserfahrungen außerhalb der Schweiz gemacht hat: Er arbeitete in Rotterdam ein Jahr lang im Büro von Willem von Tijen und neun Jahre lang in Konrad Wachmanns Institute for Building Research an der University of Southern California. Ersterer führte ihn an das Konzept der funktionalen Stadt- und Gebäudeplanung unter Verwendung industrieller Methoden für den sozialen Wohnungsbau heran. Durch letzteren konnte er seine theoretischen und praktischen Kenntnisse vertiefen und seinen eigenen Ansatz noch verfeinern. Dennoch findet man keine Gebäude von Fritz Haller in irgendwelchen Großstädten. Aber warum? Wir wissen es nicht.

Obwohl keiner der Beiträge zu Fritz Haller. Architekt und Forscher diese Frage direkt behandelt hat, können wir uns gut vorstellen, dass die meisten zumindest bestimmte Aspekte der Frage angeschnitten haben und die Teilnehmer sich so ein vollständiges Bild machen konnten.

Das Symposium fand anlässlich der Übergabe des Fritz Haller Archivs an die ETH Zürich statt. Laut Organisator Dr. Georg Vrachliotis war die Idee “dieses Event dadurch zu feiern, dass wir uns direkt mit dem Material beschäftigen, es also gewissermaßen ‘forschend feiernd’ ”.

Wie der Titel schon erahnen lässt, beleuchtete das Symposium die Arbeit Fritz Hallers sowohl als Architekt als auch als Forscher, warf einen genauen Blick auf eine seiner frühesten Arbeiten – die Quartierschule in seiner Heimatstadt Solothurn – und analysierte sein Œuvre im Kontext von Konrad Wachsmann und dessen Architekturphilosophie. Es gab außerdem ein interessant klingendes Gespräch über die (vermeintlich) analoge mathematische Herangehensweise von Fritz Haller und Max Bill.

Natürlich wird beim Symposium auch das öffentlich am leichtesten zugängliche Werk Fritz Hallers abgedeckt: das USM Haller System. Der Züricher Architekt Arthur Rüegg erörterte Hallers frühe Möbeldesignarbeiten im Kontext des USM Haller Systems während Professor Monika Dommann versuchte, das USM Haller System in einen historischen Kontext zu bringen. Das klingt alles wirklich faszinierned…

Wir hoffen, dass die dazugehörigen Texte bald veröffentlicht werden. Denn wie gesagt bleibt Fritz Haller trotz seiner fraglos großen Bedeutung für die Architektur und das Design des 20. Jahrhunderts auf seltsame Weise anonym.

Alle Details und das komplette Programm gibt es unter: www.stalder.arch.ethz.ch

usm haller bühl

Die USM-Niederlassung in Bühl - designt von Fritz Haller

 

system usm haller

USM Haller System. Hier in der Rezeption von USM, Bühl



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft, Finale: Schweiz – Deutschland 2:1

Tuesday, July 27th, 2010

Egon Eiermann gegen Fritz Haller.

Im Vorfeld des Finalspiels der (smow) Designermöbelweltmeisterschaft 2010 wurden sowohl Deutschland als auch die Schweiz scharf für Ihre Mannschaftsaufstellungen kritisiert. Beide – so schien es – wollten mit ihren eher technischen Formationen auf Nummer Sicher gehen.

Aber das Spiel hätte spannender und interessanter nicht werden können. Sicher hätten ein Nils Holger Moormann für Deutschland oder Susi und Ueli Berger für die Schweiz etwas mehr Fantasie und Farbe ins Spiel gebracht, aber die beiden Altmeister glänzten wie kein anderes Team mit technischer Brillanz und sicherer Ausführung.

Egon Eiermann kam vorsichtig mit seinem klassischen Tischgestell ins Spiel, nutzte dann aber Hallers Zurückhaltung gleich noch um ein ausgetüfteltes Regal im gegnerischen Strafraum zu platzieren. Fritz Haller spürte die Büromöbel-Richtung, in die das Spiel nun glitt und griff tief in die Trickkiste für ein “komplex integriertes Tisch-Organisations-System”.

Sein KITOS Tisch war so weit entfernt von seinem normalen USM Haller System, dass Eiermann kurz ins Straucheln kam. Der Brandenburger fing sich aber schnell wieder und erzielte mit einem sehr schön herausgespielten SE 18 für Wilde + Spieth die 1:0 Führung.

Haller konterte mit einer wunderbaren Kombination aus Rollcontainer und Haller Tisch und ein perfekt platzierter Flachbildschirm-Schwenkarm brachte den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit schien Fritz Hallers stabiles USM Haller System das Spiel zu kontrollieren, aber Egon Eiermann mobilisierte noch einmal alle Kräfte.

Zwei gute Aktionen mit dem SE 68 und dem E 14 Rattan Hocker scheiterten jedoch wieder am vielseitigen USM Haller System.

Die Zuschauer hatten sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, als Fritz Haller in letzter Minute ein perfekt ausgeführtes Metallausziehtablar zum Siegtreffer verwandelte.

Die Schweiz gewinnt zum ersten Mal den (smow) Designermöbel-WM-Pokal.

(smow)2010 Übersicht

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Die Schweizer Fans feiern Fritz Hallers Sieg über Egon Eiermann.



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft, Halbfinale: Schweiz-England 1:0

Monday, July 19th, 2010

Im ersten Halbfinale der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 trafen nicht nur zwei Generationen sondern auch zwei unterschiedliche Designansätze aufeinander: Fritz Haller, der klassisch ausgebildete Schweizer Linealist und Tom Dixon, der „Lagerhallen-Party-Schweißer turned Doyen englischen Designs“.

Wie gehabt eröffnete Fritz Haller die Begegnung mit seinem allgemein anerkannten USM Haller System. Der internationale Erfolg seines USM Haller Systems beruht größtenteils auf seiner versteckten Flexibilität. Es sieht steif und stabil aus, kann aber in Wirklichkeit schnell verändert werden um verschiedenste Ansprüche zu erfüllen.

Tom Dixon ist allerdings schon etwas zu lange im Geschäft, als dass er sich von Fritz Hallers ersten Vorstößen so leicht beeindrucken lassen würde. Und so kam die erste gefährliche Aktion in der Tat vom früheren Habitat Chefdesigner mit einem großartig ausgeführten Spin Candelabra.

Fritz Haller zeigte sich zwar beeindruckt von der ungewöhnlichen Kombination aus Gewicht und Mobiltät, aber als alter Meister des Metalls konterte er sogleich mit einer wunderbaren Parade aus Hängeregistratureinsatz und Ausziehtüren.

Dixon änderte daraufhin seine Taktik und entwickelte mit Offcut einen raffinierten Holzhocker. Wieder schien Haller in die Knie gezwungen, aber der Altmeister mobilisierte zum Ende der ersten Halbzeit noch einmal alle Kräfte und erzielte den Ausgleich mit einer Glastischplatte.

In der zweiten Halbzeit wechselte England Tom Dixon gegen Jasper Morrison.

Aber alle Hoffnungen, Haller mit diesem Stilwechsel zu überfordern, wurden begraben, als Fritz Haller wieder einmal die Genilaität seines USM Haller Systems demonstrierte und mühelos ein Lowboard L in ein Sideboard M verwandelte.

Ein hart erkämpfter Sieg.

(smow)2010 Übersicht



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Dänemark-Belgien 2:2

Tuesday, July 13th, 2010

Da Verner Panton durch die rote Karte im Spiel gegen Fritz Haller für dieses Match gesperrt war, war Dänemark gezwungen umzudisponieren. So lief Arne Jacobsen gegen Maarten Van Severen auf.

Obwohl abzusehen war, dass diese Begegnung nicht zu den schnellsten des Turniers gehören würde, wurden die Zuschauer beim Anblick dieser zögerlich dahinplätschernden Begegnung in Johannesburg doch etwas ungeduldig.

Beide Designer perfektionierten ihre Züge bis zur Unkenntlichkeit, sodass es erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit zum ersten Angriff kam. Ein tadelloser Ant Chair vom alten Meister des dänischen Designs brachte Arne Jacobsen in Führung. Mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, startete Jacobsen sogleich die nächste Aktion und baute die Führung mit seinem Egg Chair zum 2:0 aus.

Maarten Van Severen gab sich jedoch noch nicht geschlagen und konnte in den letzten Minuten mit einem schön herausgespielten .07 und dem Kast für Vitra glänzen.
Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe A



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Dänemark-Schweiz 0:1

Thursday, June 24th, 2010

Verner Panton erlebte ein Highlight seiner Karriere in der Schweiz, als er mit Vitra endlich einen Hersteller für seinen Panton Chair gefunden hatte. Heute war allerdings kein Platz für Sentimentalitäten und Panton wollte kämpfen.
Er setzte da wieder an, wo er gegen Joe Colombo aufgehört hatte und versuchte es mit einer schnellen Kunststoff-Kombination, aber sein Barboy landete weitab.
Fritz Haller trat wie immer sehr strukturiert und stabil auf. Die Flexibilität seines klassischen USM Haller Systems erlaubte es ihm, auf alle Spielzüge Verner Pantons die passende Antwort zu finden.
Dieser schweizerisch-dänische Designwettbewerb lief auf ein Unentschieden hinaus, bis Verner Panton kurz vor Schluss auf einen völlig unnötigen Phantom zurückgriff und zu Recht die rote Karte bekam.
Fritz Haller führte einen schnellen CD-Einsatz aus und das Spiel war entschieden.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe A

Verner Panton receives a well deserved red card

Verner Panton sieht die rote Karte



Die seltsame Filmkarriere von USM Haller

Monday, November 23rd, 2009
USM Haller Sideboard - resting

USM Haller Sideboard - in Ruhepause

Vor einigen Wochen wurde unser neuer Film uraufgeführt – in der Hauptrolle: USM Haller. Das war jedoch nicht die erste wichtige Filmrolle unseres Stars. Bereits im Jahr 2001spielte USM Haller eine Hauptrolle neben John Travolta, Hugh Jackman und Halle Berry im Film “Passwort Swordfish”.

Und ebenso wie bei unserer Produktion erwies sich USM Haller als wahre Diva am “Password Swordfish”-Set und war für einige Verzögerungen beim Dreh zuständig. Am beeindruckendsten war wohl die bekannte Szene, in der ein Hummer durch eine Glasfront krachte.

Das Skript schrieb USM Haller vor, einen wunderbaren Design Empfangstresen zu spielen, der beim Aufprall zusammenbricht.

Tja, aufgewachsen und ausgebildet in einem Schweizer Dorf namens Münsingen, tat USM Haller, was es am besten kann, blieb stehen und wurde durch den Aufprall nur leicht zerbeult.

Um den gewünschten dramatischen Effekt zu erreichen, war der Regisseur gezwungen, USM Haller “lose” aufzustellen, so dass es beim Aufprall nun wirklich mit Schmackes auseinanderflog.

Wir erzählen diese Geschichte nicht, um die Namen von Hollywood Stars aufzuführen. Vielmehr wollen wir damit auf die vielen Fragen zum Thema “mögliche Transportschäden” antworten.

Die USM Haller Einheiten sind nicht nur gut verpackt und beim Transport abgesichert. Der Transport wird nicht nur durch eine erfahrene Spedition vorgenommen, sondern auch wenn ein Hummer durch eine Glasfront fährt, wird das USM Haller Sideboard nur leicht beschädigt. Das sollte ein guter Indikator dafür sein, was während des Transportes passiern kann – oder auch nicht passieren kann.

USM Haller Reception Desk in action

USM Haller Empfangstresen im Einsatz



USM (smow)Blog und DOK Leipzig … leider kein Happy End

Monday, October 19th, 2009

Leider müssen wir berichten, dass unser bejubelter, kurzer Animationsfilm “usm_highboard_m_rubinrot” nicht auf der DOK Leipzig 2009 gezeigt werden wird.

Anscheinend liegt der Anmeldeschluss Monate zurück und es wäre unfair, unseren Film zu diesem späten Zeitpunkt in den Wettbewerb aufzunehmen.

Diejenigen, die für sich selbst einen kreativen Lebensweg gewählt haben, wissen, dass dieser Weg lang und  steinig ist und durch das tiefe Tal der Verzweiflung führt.

Aber genau deswegen machen wir es auch!

Und so schreiten wir unverdrossen fort und unsere nächste USM Haller Arbeit ist schon in Produktion, was natürlich der Vorteil des Baukastensystems ist…



(smow)Blog und usm_highboard_m_rubinrot … bald auf der DOK Leipzig?

Monday, October 12th, 2009
"usm_highboard_m_rubinrot"

usm_highboard_m_rubinrot ... bald auf der DOK Leipzig?

(Bild anklicken um Trailer zu sehen)

Wie einige von Ihnen bemerkt haben, ist dieser Blogeintrag längst überfällig. Wir sind spät dran.

Der Grund für unsere Abwesenheit war die Entwicklung des neuen animierten Spots “usm_highboard_m_rubinrot”.

Anfänglich angedacht als einfacher animierter Tribut an die Rolle der Hosenbügler in der Geschichte der unteren Mittelschicht in England seit 1067, wurde die Arbeit doch ein wenig komplizierter als ursprünglich geplant. Demnach kann man eine mutige, genre-übergreifende, experimentelle Arbeit erwarten.

Fokussierend auf einen Gegenstand, nämlich dem rubinroten Highboard des Schweizer Designer Möbel Herstellers USM Haller, reiht der Film schnell wechselnde Fotos aneinander.

Der Film ist nun komplett (Klicken Sie auf das Foto um den Trailer zu sehen) und wir hoffen sehr, dass er bei der diesjährigen DOK, dem Internationalen Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig beim ANIMA Wettbewerb teilnimmt. DOK ist Deutschlands größtes internationales Festival für künstlerische Dokumentar- und Animationsfilme. Und zählt darüber hinaus auch zu eines der wichtigsten Festivals in Europa.

smow und Vitra mögen zwar nicht die exquisiten Tom Vacs und Alcove Sofas für die diesjährige Media Lounge bereitstellen. DOK Leipzig bleibt dennoch eines der wichtigsten Ereignisse in unserem Kultur-Kalender.

DOK Leipzig ist stets ein wärmender Lichtstrahl im dunklen Leipziger Herbst und niemals enttäuschend. Für diejenigen, die es nicht nach Leipzig schaffen, werden wir hier regelmäßig von dem Ereignis berichten. Außerdem können Sie über die offiziellen DOK Leipzig Services von Twitter, facebook, MySpace und Vimeo das Event verfolgen.

Und sollten wir die begehrte Goldene Taube gewinnen, laden wir alle dazu ein mit uns in Leipzigs feinster Party Location, dem Horns Erben, zu feiern. Wir versprechen, dass wir die gesamten 10.000 Euro Preisgeld in diesen Abend stecken werden!



Die vielen Gesichter von USM Haller

Monday, September 21st, 2009
Ein wunderbarer USM Haller Arbeitsplatz mit Buchablage und Schreibtisch.

Ein wunderbarer USM Haller Arbeitsplatz mit Buchablage und Schreibtisch.

Viele Leute sind der Meinung, dass USM Haller Möbel herstellt, in denen man Leitzordner verstauen kann.

Stimmt. Das machen sie. Und zwar sehr erfolgreich.

Allerdings besteht die wahre Genialität des USM Haller Systems darin, dass man mit ein bisschen Vorstellungskraft und der richtigen professionellen Anleitung so ziemlich alles mögliche daraus machen kann – was auch immer den eigenen Bedürfnissen am besten entspricht.

Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir sogar mal ein Foto von einem USM Haller Bett gesehen haben…

Als wir kürzlich durch eines von Europas besseren kulturellen Zentren spazierten, waren wir sehr erfreut, durch eine Fensterscheibe ein USM Haller System zu erspähen, das auf wirklich wunderbare Art und Weise genutzt wurde.

Wir haben natürlich sofort gefragt, ob wir das fotografieren dürften.

Ein leichter, attraktiver und einladender USM Haller Infostand

Ein leichter, attraktiver und einladender USM Haller Infostand

Stimmt schon, wir haben eine Menge irritierter Blicke geerntet und das Wort “warum” fiel ziemlich häufig.

Aber als alles erklärt und gesagt war, hatte keiner etwas dagegen und so machten wir uns an die Arbeit.

Die Flexibilität von USM Haller kommt daher, dass es sich um ein modulares System handelt. Die äußeren Röhren und Metallscheiben gibt es in einer Vielzahl von Formen und Größen, die man nach Bedarf kombinieren kann. Wenn man dazu verschiedene Türen, Schubladen, Ablagen und andere Zusatzelemente nimmt, kommt man auf eine große Palette von Produkten, aus denen man wählen kann.

Nicht alles ist möglich, aber eine beeindruckende Vielzahl von Variationen und Entwürfen können mit minimalem Aufwand erreicht werden.

Smow hat nicht nur die professionelle USM Haller Konfigurations-Software, sondern auch ein eigenes USM Design-Team, das ihnen dabei helfen kann, den gewünschten Entwurf umzusetzen.

Alles was sie tun müssen ist sich etwas vorstellen… und dann fragen!

USM Haller und smow erledigen den Rest.

Ein Beispiel für einen USM Haller Empfangsschalter

Ein Beispiel für einen USM Haller Empfangsschalter, komplett mit kleiner Ablage vorne und verschließbaren Schränken hinten.