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Museum für Angewandte Kunst Köln: Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel

Tuesday, January 17th, 2012

Wie es die Tradition so will, richtet das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) auch in diesem Jahr wieder, wenn in Köln die Möbelmesse IMM stattfindet, eine Sonderausstellung zum Thema Möbel aus.

Unter dem Titel “Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel” stellt das MAKK über 120 verschiedene Möbel aus, denen eins gemein ist: sie wurden alle von Architekten designt.

Museum für Angewandte Kunst Köln Von Aalto bis Zumthor Architektenmöbel

Museum für Angewandte Kunst Köln: Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel

Wie treue Leser längst wissen werden, ist der “Möbel-Architekt” eines unserer Lieblingstehmen. Und das nicht nur, weil solche Architekten einige wirklich fantastische Arbeiten hervorgebracht haben – und das oft nur aus purer Leidenschaft und mit wenig oder gar keinen finanziellen Ambitionen -, sondern weil wir glauben, dass das Verstehen des “Möbel-Architekten” eine wichtige Basis für das Verstehen der Möbelindustrie und letztendlich guten Möbeldesigns ist.

In der Pressemitteilung erklärt das MAKK, dass viele der Architekten zum Möbeldesign gekommen seien, weil sie auf dem Markt kein passendes Mobiliar für ihre Projekte gefunden hätten.

Es ist naturgemäß nicht unsere Art alteingesessenen und anerkannten Designmuseen zu widersprechen.

Aber.

Wir glauben zwar auch, dass der Notwendigkeitsaspekt in manchen Fällen bestimmt ein entscheidender Faktor gewesen ist, der Wunsch ein Projekt vollständig zu kontrollieren und so eine formale Einheit zu schaffen in vielen Fällen aber als bedeutender einzuordnen  ist.
Wir haben einige hübsche Zitate gefunden; z.B. wie Egon Eiermann nur zustimmen wollte, ein Haus in Berlin zu entwerfen, wenn er auch die Möbel gestalten durfte; oder wie Arne Jacobsen ähnliche Forderungen stellte, bevor er die Aufträge für das SAS Royal in Kopenhagen und das St. Cahthrines College in Oxford akzeptierte. Und Le Corbusier hat seine sozialen Wohnungsbauten der 1950er nur nicht selber eingerichtet, weil IKEA noch erfunden werden musste.

Für uns ist diese Unterscheidung so wichtig, weil sich aus ihr etwas entscheidendes herauslesen lässt: Die Motivation definiert den Hintergrund der entworfenen Möbel und unterstreicht als solches die Art und Weise, wie die Architekten dachten und arbeiteten.

Was unstrittig ist, ist der Wert der Arbeiten.

Museum für Angewandte Kunst Köln Von Aalto bis Zumthor Architektenmöbel

10 Unit System von Shigeru Ban über Artek (2009)

Neben Stücken aus der museumseigenen Sammlung wird “Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel” durch Leihgaben vervollständigt und erzählt die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts “Möbel-Architekten”. So beginnt die Ausstellung bei Werken von Hoffmann, Wagner oder Emil Beutinger. Letzterer ist mit seiner wunderbaren Kücheneinrichtung aus dem Jahr 1903 vertreten. Das Ensemble enthält einen “Sitzschrank”, der auch aus einer Haute Couture Kollektion des Ateliers Moormann stammen könnte.

Im Vergleich zu der dezenten Eleganz vieler früher Stücke, konnten wir uns nicht dem Eindruck entziehen, dass viele modernere Stücke förmlich schreien “Sieh mich an!”.

Natürlich wissen wir, dass der Wunsch nach Aufmerksamkeit noch ganz andere Ausmaße annehmen kann. Man denke nur an Menschen, die ihrer Berühmtheit wegen in den australischen Dschungel ziehen und vor laufender Kamera Kangaroohoden essen, nur um mit dem, “was sie der Gesellschaft hinterlassen haben”, in Erinnerung zu bleiben. – So um Aufmerksamkeit bemüht waren wirklich nur die allerwenigstens Stücke in der Ausstellung.

Nun könnte man argumentieren, dass der Grund dafür ist, warum viele der Vorkriegsmöbeldesigns im Gegensatz zu den modernen “Hinguckern” so konservativ und, ja, normal erscheinen, dass die Gesellschaft auch so war. Es gab keine größeren oder kleineren Angriffe auf akzeptierte Normen.

Nach der Postmoderne, dem Dadaismus und dem Punk haben wir jedoch andere Erfahrungen gemacht und mittlerweile ist es sogar zulässig Konventionen anzufechten. Dies gilt insbesondere für Möbel, die für ein Gebäude entworfen wurden, das Ansprüchen an modernes Wohnen gerecht werden muss.

Was uns zu den Ursachen zurückbringt, warum ein Architekt Möbel designt….

So oder so glauben wir, dass jene Architekten, die in die Kategorie “Hauptsache Aufmerksamkeit” fallen, gar nicht erst als “Möbel-Architekten”, sondern als “Künstler” bezeichnet werden müssen. Und ihre Arbeiten nennt man auch nicht “Möbel”, sondern “Kreationen” – oder schlimmer noch “Statements”.

Das führt uns zu der Frage, ob solche Künstler überhaupt in eine Möbelausstellung wie diese gehören. Nun, Kunst, Design und Architektur sind zwar verschiedene Disziplinen, sie können jedoch ineinander greifen und verschmelzen. Die Frage, die aber bleibt, ist, welche Disziplin die dominante ist. Bei der Auswahl der Objekte für so eine Ausstellung würden wir sagen, ist es Design. Idealerweise Design, das mit der Übung, dem Auge und dem Verständnis eines Architekten gestateltet worden ist.

Was zwangsläufig zu der nächsten Frage führt: Wo war eigentlich das USM Haller Möbelsystem – ein Möbel, das direkt aus einem architektonischen Konzept entstanden ist?

Museum für Angewandte Kunst Köln Von Aalto bis Zumthor Architektenmöbel

Jean Prouvé und Alvar Aalto bei Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel

“Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel” ist eine gute Ausstellung. Unser Problem ist aber, dass nicht genug erklärt wird; es wird nur gezeigt. Für eine Sonderausstellung in einem Museum wie dem MAKK ist das einfach zu wenig. Man sollte die Ausstellung doch mit dem Gefühl verlassen, wirklich etwas über das Thema erfahren zu haben.

Wir kennen uns auf dem Gebiet einigermaßen gut aus und haben es genossen, die Stücke einfach alle einmal beisammen zu sehen und vergleichen zu können. Den meisten Besuchern geht es vermutlich anders – sie kennen nicht schon die meisten der Exponate, weil sie diese und andere Möbelklassiker in einem Onlineshop verkaufen.

Für einige Ausstellungsstücke gab es sogar gut konzipierte und hübsch illustrierte Schautafeln, für die Mehrzahl gab es jedoch nur etwas, das aussah wie Archivkarten mit einem Namen und wenigen anderen Informationen darauf.

Und dann war da natürlich noch die Entscheidung einige Stühle 5 Meter hoch über dem Boden zu platzieren – halb versteckt in Kisten, sodass sie keiner sehen kann. Das finden einfach nur blöd.

Trotz des für uns etwas lustlosen Ausstellungskonzepts bleibt der Wert der Arbeiten unangetastet und “Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel” einen Besuch wert – besonders während der IMM Cologne, wenn der Eintritt frei ist.

“Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel” ist im Museum für Angewandte Kunst Köln bis 22. April 2012 zu sehen.

 



Design for Use, USA

Tuesday, November 8th, 2011
Design for Use USA catalogue

Design for Use, USA. Das Cover von Alexander Girards Katalog.

Vom 20. März bis 25. April 1951 fand in Stuttgart die erste Nachkriegsausstellung zum Thema moderne amerikanische Inneneinrichtung und Haushaltsgeräte statt.

Vom New York Museum of Modern Art organisiert, zeigte die Ausstellung mit dem Titel “Design for Use, USA” einen Querschnitt amerikanischen Gebrauchsdesigns – und somit ein Who is Who der amerikanischen Designer Mitte des 20. Jahrhunderts: Charles Eames. George Nakashima. Ray Eames. George Nelson. Eero Saarinen. Isamu Noguchi. Etc.

All das wird in einem von Alexander Girard geplanten Ausstellungskonzept und Katalog präsentiert.

Neben einer durchaus ansehnlichen Liste von Ausstellungsobjekten, war und ist die Ausstellung auch aus einer ganzen Reihe anderer Gründe interessant.

Zuallererst weil sie bereits zwei Jahre bevor Willi und Erika Fehlbaum ihren “folgenreichen” Ausflug nach New York unternahmen, stattfand – sie kamen damals mit den Grundsteinen für Vitra im Handgepäck zurück.

(Man stelle sich mal vor… wenn jemand in Stuttgart etwas mehr unternehmerisches Gespür gezeigt hätte…. Es gäbe kein Vitra.)

Zweitens brachte die Ausstellung die Designermöbelindustrie im Nachkriegseuropa in Gang.

Im Artikel “The “Advance” of American Postwar Design in Europe: MoMA and the Design for Use, USA Exhibition 1951–1953″1 behauptet Gay Mcdonald, dass die Ausstellung nur stattfand, um Amerika im Rahmen des Marshall Plans in Europa populär zu machen und liest man die MoMa Pressemitteilung2 von 1951, kann man das auch nur schwer leugnen.

Soweit wir das richtig interpretieren, exportieren die Amerikaner ihre Kultur ja auch schon seit jeher mit größter Leidenschaft in den Rest der Welt – sei es die Blue Jeans, Hamburger oder unterdrückende Sicherheitskonzepte im Namen der Freiheit…

Und natürlich haben sie auch ihre eigenen Sportarten entwickelt, anstatt einfach die von anderen Kulturen zu übernehmen.

Aber wir vertrauen auf die meisten Europäer und, ja, auch auf die meisten Amerikaner, dass sie intelligent genug sind, ihre eigenen Schlussfolgerungen und Meinungen zu bilden.

Unabhängig von den Motiven finden wir, dass die Ausstellung genau das Richtige zur richtigen Zeit war. Damals war Amerika nämlich, ungeachtet des Krieges, der Motor im weltweiten Produktdesign. Und das MoMa war zweifelsohne die Institution, die die größte Rolle dabei gespielt hat, amerikanische Designinnovationen in der Welt zu verbreiten.

1951 waren weite Teile Europas mit dem Wiederaufbau beschäftigt – schnelle und effiziente Lösungen im Möbel- und Produktdesign waren also äußerst gefragt.

upholstred chair georeg nelson herman miller
“Upholstered chair” von George Nelson für Herman Miller, gesehen im Design for Use, USA Katalog

Gay Mcdonald zitiert eine Quelle, die besagt, dass die Ausstellung von 60.000 Menschen besucht wurde. Das klingt vielleicht gar nicht so viel, aber man muss bedenken, dass es 1951 war. Damals gab es noch keine Billigflieger, die für 20 Euro nach Stuttgart fliegen. Und die “Designindustrie” war damals auch noch nicht so weit wie heute.

Und Vitra war zu der Zeit noch eine unwichtige, kleine Baseler Firma im Aufbau. – 60.000 Besucher waren für die Zeit einfach fantastisch.

Was leider nicht aufgezeichnet wurde, ist, wer alles kam und was sie mitgenommen haben.

Für so gut wie jede wichtige und einflussreiche Manchester Band der späten 1970er und frühen 1980er können die Ursprünge zurück zum Sex Pistol Konzert am 4. Juni 1976 in der Lesser Free Trade Hall geführt werden; und so können wir (Romantiker) uns sehr gut vorstellen, dass “Design for Use, USA” das europäische Möbeldesign der 50er und 60er Jahre genauso stark beeinflusst hat.

Ohne Aufzeichnungen kann man leider nur mutmaßen, wie die Langzeitfolgen für die Besucher der Ausstellung konkret aussahen.

Nach Stuttgart tourte die Ausstellung weiter durch Europa: nach London, Paris, Zürich und zur Mailänder Triennale. Die Tatsache, dass keiner die Chance ergriff und die Produktionslizenzen für Europa übernahm, lässt sich möglicherweise darauf zurückführen, dass alles noch zu neu war, zu anders.

Jedenfalls ist es naheliegend, dass mit der Ausstellung ein Prozess der Sensibilisierung losgetreten wurde, der letztlich auch den Weg für Vitra und den Erfolg mit dem Verkauf der Möbel von Eames, Nelson, Noguchi und all den anderen ebnete.

Ganz sicher aber liegt hier der Ausgangspunkt für Wilde + Spieths erfolgreiche Vermarktung von Egon Eiermanns Stühlen. Egon Eiermann begann mit seiner Teilnahme an der “Wie Wohnen?”-Ausstellung, 1949/50,  in Stuttgart und Karlsruhe öffentlich gegen Massenproduktion zu arbeiten. Viele seiner Designs stammen definitiv aus der Mitte der 1940er Jahre und Eieramann war dabei zweifelsfrei von dem, was er zu der Zeit aus und über Amerika las, beeinflusst.

Wir sagen nicht, dass er irgendetwas kopiert hat, aber Eiermann und Eames haben definitiv auf ähnlichen Feldern geforscht und expermentiert. Obgleich Eames ein wenig schneller und erfolgreicher war.

Damals hätte das freilich kaum jemand so betrachtet. 1951 haben sich gerade einmal 153 Stück von Eiermanns SE 3 (dem heutigen SE 42) verkauft; und das hauptsächlich an Architekten. In den folgenden Jahrzehnten stieg der Verkauf dann nicht nur dramatisch an, Eiermanns Stuhldesigns – mit ihren unleugbaren Bezügen zu Eames’ Entwürfen -  entwickelten sich außerdem bald zu europäischen Designklassikern.

Aber wieder können wir eigentlich nicht beweisen, dass Design for Use, USA etwas damit zu tun hatte.

design for use usa charles eames rar sideboard
Ein RAR und ESU Bookcase von Charles und Ray Eames, gesehen im Design for Use, USA Katalog

Zusätzlich zur Wegbereitung für ein neues Verständnis von Inneneinrichtung, beeinflusste “Design for Use, USA” Europa hinsichtlich neuer Technologien und Geschäftsmodelle. Es wurden Möbel aus Plastik geformt und Designermöbelhersteller in der Tradition von Hermann Miller etablierten sich.

Wir haben zwar keine bestätigten Aussagen darüber, ob Arne Jacobsen bei der Ausstellung anwesend war;  aber man kann nicht leugnen, wie hingebungsvoll er sich den synthetischen Materialien, die zwischen 1950 und 1960 auf den Markt kamen, gewidmet hat.  Das hat er außerdem ganz meisterhaft mit der guten alten dänischen Handwerkstradition zusammengebracht. Das Ei und der Schwan sind wohl die besten Beispiele dafür.

Auch wenn unsere Argumentation etwas lückenhaft ist, kann man doch sicher davon ausgehen, dass die europäische Möbelindustrie ohne “Design for Use, USA” etwas länger gebraucht hätte, auf eigenen Füßen zu stehen – und das wahrscheinlich mit weniger interessanten Produkten.

design for use usa slinky richard t james
Slinky von Richard T James: war auch Teil der Design for Use, USA Ausstellung

1. Gay McDonald “The “Advance” of American Postwar Design in Europe: MoMA and the Design for Use, USA Exhibition 1951–1953″ Design Issues: Volume 24, Number 2 Spring 2008. Seiten 15-27

2. “MUSEUM’S “DESIGN FOR USE, U.S.A.” EXHIBITION SAILED FOR EUROPE JANUARY 5″ http://www.moma.org/docs/press_archives/1483/releases/MOMA_1951_0001_1951-01-04_510104-1.pdf

3. Arthur Mehlstäubler “Egon Eiermann – der deutsche Eames?” in Egon Eiermann (1904 – 1970)



Ray und Charles Eames: Wie der Architekt und die Künstlerin das Möbeldesign revolutioniert haben

Thursday, June 9th, 2011

Plywood Chair from Vitra

Plywood Chair von Vitra

Ray und Charles Eames könnten gut als Multitalente beschrieben werden. Das amerikanische Designerpaar hat funktionale Möbel mit globalen Anklang entworfen, avantgardistische Filme gedreht, Kinderspielzeug gestaltet und waren für das Eames House und das Entenza House in Los Angeles verantwortlich.

Charles Eames (1907-1978) hat an der Washington University in St. Louis Architektur studiert, bevor er aufgrund eine Stipendiums und darauffolgende Position als Lehrer an der Cranbrook Academy of Art nach Michigan wechselte, wo er seine zukünftige Frau, die Malerin Ray Kaiser (1916-1988) traf. Zusammen mit Eero Saarinen, einem berühmten finnischen Architekten, der zuerst Charles’ Lehrer und später ein geschätzter Kollege war, hat Eames mit laminiertem Sperrholz experimentiert. Die Möbel, die daraus entstanden, haben den “Organic Design in Home Furnishings”-Wettbewerb des New York Museum of Modern Art gewonnen. Die Stühle in der Eames Sperrholz-Gruppe haben eine charakteristische Form, die sich am menschlichen Körper orientiert, so dass man sagenhaft bequem darauf sitzt.

Eames Lounge Chair by Vitra

Eames Lounge Chair White von Vitra

1941 haben Ray Kaiser und Charles Eames geheiratet und ein Designstudio gegründet. Während des zweiten Weltkriegs haben sie ihre Erfahrung mit Sperrholz dazu genutzt, Flugzeugteile, Tragen und Beinschienen für die US Army herzustellen. Außerdem haben sie begonnen, mit Fiberglas und Aluminiumguss zu experimentieren. Das bekannteste Ergebnis dieser Experimente war — und ist — der  “Lounge Chair” von 1956.

Der amerikanische Möbelhersteller und Pionier  Herman Miller bot Charles und Ray Eames seine Zusammenarbeit an. Zusammen mit Miller und dessen leitendem Designer George Nelson wurde nicht nur der Lounge Chair weiterentwickelt und perfektioniert, sondern es wurde auch eine ganze Reihe Eames-Kreationen entwickelt und produziert. Trotz des wachsenden kritischen und kommerziellen Erfolges ihrer Arbeit, haben Charles und Ray Eames nie ihren zentralen Fokus auf Qualität und Ästhetik in einem Produkt, das möglichst einfach gebaut werden kann, verloren. Die Kooperation mit Herman Miller hat die Eames-Werke über Millers Partner Vitra auch nach Europa gebracht. Vitra besitzt bis heute die exklusiven Rechte an allen Eames-Produkten in Europa und Asien.

Ray und Charles Eames (Photo: www.designmuseum.org)

Ray und Charles Eames (Photo: www.designmuseum.org)

Hier einige Stücke von Charles und Ray Eames von Vitra, die bei smow verfügbar sind:

- Plywood Group

- Plastic Group

- Fibreglass Group

- Aluminium Group

- Wire chair

- Produkte für Kinder



„Schöne neue Welt – American Mid-century Design“ @ Frank und Oliver, Zurich

Wednesday, November 24th, 2010

So zufrieden wie es der Mann im Shop an der Ecke mit seinem Leben war, bis der Chef eines Tages aufkreuzte und Zigarren kaufen wollte – so zufrieden waren wir mit unserem Leben bis heute morgen um 00:42 Uhr ebenfalls.

Zu diesem Zeitpunkt erhielten wir die Einladung zur nächsten Frank und Oliver’s Ausstellung in Zürich: „Schöne neue Welt – American Mid-century Design“

Auf ihren vielen Reisen durch Nord- und Mittelamerika haben Oliver Müller und Frank Landau eine einzigartige Sammlung von Gegenständen aufgebaut. In der Ausstellung „Schöne neue Welt – American Mid-century Design“ demonstrieren sie wundervoll, wie sehr das amerikanische Design in der Nachkriegszeit von europäischen Designern beeinflusst wurde.

Andere träumen von Harley-Touren auf der Route 66 – aber wir wollen einfach nur Oliver Müller und Frank Landau sein.

Die Ausstellung “Schöne neue Welt – American Mid-Century Design” konzentriert sich auf Möbel und Haushaltsgegenstände aus den vergangenen 60 Jahren und umfasst frühe Arbeiten von Designern wie
Charles und Ray Eames, George Nelson und Edward Wormley.
Was wiederum – wenn wir ehrlich sind – wie ein 100m² Design-Porno klingt.

Unter Design-Historikern ist die Huhn-oder-Ei-Frage, ob nach dem Zweiten Weltkrieg die Europäer von amerikanischen Designern beeinflusst wurden oder umgekehrt Europäer amerikanisches Design beeinflusst haben der häufigste Anlass für After-Dinner-Diskussionen.
Am zweithäufigsten steht die Frage, ob Eero Saarinen Europäer oder Amerikaner war, im Raum.

Trotz der kühnen Behauptungen von Frank und Oliver erwarten wir nicht, eine Antwort auf diese Fragen zu erhalten – denn die Verbindungen zwischen den beiden Kontinenten waren zu eng und beide Seiten profitierten von den Erfahrungen der jeweils anderen.
Außerdem gibt es auch noch die ganzen vorkolonialen Theorien – aber darauf werden wir jetzt nicht eingehen. Nicht heute.

Doch für alle, die Interesse an modernem Design und an der Entwicklung des Möbeldesigns seit den 40er Jahren haben, bietet die Ausstellung “Schöne neue Welt – American Mid-Century Design” eine wunderbare Gelegenheit, die Produkte, deren Entwicklung und Relevanz im Kontext des zeitgenössischen Möbeldesigns besser zu verstehen.

„Schöne neue Welt – American Mid-century Design“ am 2.Dezember um 17:00 bei Frank and Oliver, Forchstrasse 179 CH-8032 Zürich.

Das ESU 400-N by Charles and Ray Eames als Teil von „Schöne neue Welt - American Mid-century Design“ bei Frank and Oliver, Zurich

Das ESU 400-N by Charles and Ray Eames als Teil von „Schöne neue Welt - American Mid-century Design“ bei Frank and Oliver, Zurich



Danish Design Prize 2010/11

Tuesday, October 19th, 2010
Danish Design Prize Winner: VELUX lystunnel by Ross Lovegrove

Gewinner des Danish Design Prize: VELUX lystunnel von Ross Lovegrove

Pünktlich zum Ende unserer Tirade über die aktuelle Situation des dänischen Designs – das Danish Design Centre in Kopenhagen hat gerade den Danish Design Prize 2010/11 veranstaltet.

CEO des Danish Design Center Christian Scherfig fragte zum Beginn der Veranstaltung “… was ist im 21. Jahrhundert gutes Design?”

Die Antwort des DDCs sind die 11 Gewinner in 4 Kategorien.

Wenn auch die meisten schon im 20. oder 19. Jahrhundert gutes Design gewesen wären, alle der ausgestellten Design zeigten Innovation, Kreativität und Verstand für was Design ist. Viel besser als das, was wir auf der CODE gesehen haben.

Aber noch viel wichter ist: der Danish Design Prize verstärkt eine unmissverständliche Wahrheit.

Eine Wahrheit, die die meisten Aussteller der CODE 10 zu lernen haben.

Traditionelles Möbeldesign ist ein Zweig des Produktdesign, welches widerum ein Zweig des Industriedesigns ist.

Möbeldesign ist nicht mehr was es mal war. Mit der Unterteilung in die Kategorien “Industrial Design” und “Lifestyle” zeigt der Danish Design Prize, dass er das verstanden hat.

Denn mit “Lifestyle” meinen sie Möbel.

Möbeldesign hat per se nicht mehr viel anzubieten. Tische, Stühle und Betten können nicht neu erfunden werden. Sie können nur verbessert werden.

Damals war das Möbeldesign ein aktiver Zweig des Produkt- und Industriedesigns weil ständig neue Materialien entwickelt wurden und man die neuen Materialien verarbeiten musste um diese im Möbeldesign verwenden zu können. Die heutigen “neuen” Materialien sind hauptsächlich Variationen aus bereits existierenden Materialien. Die größte Herausforderung liegt jetzt darin, die Möbel mit diesen neuen Materialien zu verbssern. Sei es wirtschaftlich, ergonomisch oder ökologisch.

Die Tage des Möbeldesigns als reine Designdisziplin sind gezählt.

NAP von Kasper Salto für Fritz Hansen ist ein wundervolles Beispiel. Das Konzept des geformten synthetischem Stuhl began mit Eero Saarinen und Charles Eames in den 40ern.

Das war die Produkt/Industriedesignphase.

NAP entwickelt das Konzept noch weiter und nimmt den Fakt, dass Sitzen eine aktive Tätigkeit in verschiedenen Positionen ist mit auf.

Kasper Salto hat mit dem Design des NAP einen wundervollen und ergonomischen geschaffen, der zeigt, das er die modernen Möbeldesignprozesse verstanden hat.

Danish Design Prize Clouds by Ronan and Erwan Bouroullec for Kvadrat

Danish Design Prize Clouds von Ronan und Erwan Bouroullec für Kvadrat

Clouds von Ronan und Erwan Bouroullec für Kvadrat, ein weiterer Preisgewinner in der Kategorie “lifestyle”, geht eher mit Grafikdesign als mit Produktdesign. Mit Algue für Vitra haben die Bouroellecs eine neue Form des Raumtrenners kreiert. Mit “clouds” spielen sie mit unserer Wahrnehmung von Textilien und ihrer Verwendung.

Clouds ist ein interessantes Stück Konzeptdesign, aber es ist weder Produkt noch Industriedesign.

Das ist die Realität die viele dänische Möbelhersteller noch erfassen müssen.

Der Danish Design Prize 2010/11 hat zudem gezeigt, dass “wirkliches” Industriedesign aus Dänemark so lebendig ist wie das Grafik-, Interactive- oder Multimediadesign.

Die Ausstellung der Gewinner kann man im Danish Design Centre, HC Andersens Boulevard 27, Copenhagen bis zum 25. April besichtigen.

Danish Design Prize NAP by Kasper Salto for Fritz Hansen

Danish Design Prize NAP von Kasper Salto für Fritz Hansen



Happy Birthday Eero Saarinen!

Thursday, August 19th, 2010
Eero Saarinen

Eero Saarinen, 1910 - 1961

Am 20. August jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag des finnischen Architekten und Designers Eero Saarinen.

Eero Saarinen hatte wahrscheinlich keine große Alternative bei der Auswahl seines Berufes. Sein Vater Eliel Saarinen war ein gefeierter Architekt in Finnland, zwei Onkel waren ebenfalls Architekten, und seine Mutter Loja Gesellius Saarinen war Bildhauerin und Textildesignerin.

Eero Saarinen verbrachte die ersten 13 Jahre seines Lebens in seinem Geburtsort Kirkkonummi, außerhalb von Helsinki. 1923 emigrierte die Familie nach positivem Feedback auf Eliel Saarinens eingereichten Beitrag für die Chicago Tribune Tower Competitionin in die USA. Ursprünglich ging es nach Evanston, Illinois, aber 1925 wurde Eliel Saarinen von G.G. Booth mit dem Bau der neuen Cranbrook Academy of Art in Bloomfield Hills, Michigan beauftragt.

The Cranbrook Academy Campus, designed by Eliel Saarinen

Der Campus der Cranbrook Academy, entworfen von Eliel Saarinen

Ein Auftrag der später noch großen Einfluss auf Eero Saarinens Karriere nehmen sollte.

1930 reiste Eero nach Paris, wo er ein Jahr Bildhauerei an der Académie de la Grande Chaumière studierte, bevor er sich an der Yale School of Architecture einschrieb. 1935 machte er dort seinen Abschluss und reiste anschließend ein Jahr lang durch Europa und Nordafrika. Nach seiner Rückkehr nach Amerika arbeitete Eero Saarinen im Büro seines Vaters in Cranbrook. Dort lernte er auch Charles Eames kennen. Die jungen Eames studierten beide am College und waren in Eliel Saarinens Büro angestellt.

Dieses Treffen sollte der Beginn einer lebenslangen beruflichen und persönlichen Beziehung werden; Saarinen nannte seinen ersten Sohn in zweiter Ehe sogar “Eames”.

Charles Eames and Eero Saarinen at Cranbrook Academy (photo © Cranbrook Archives)

Charles Eames und Eero Saarinen in der Cranbrook Academy (photo © Cranbrook Archives)

Die beruflichen Entwicklungen von Charles Eames und Eero Saarinen waren eng miteinander verknüpft und beide begannen tatsächlich mit gemeinsamen Projekten: dem Wettbewerb “Organic Design in Home Furnishings” im Jahre 1940 und dem “Case Study House #9″ für das Arts & Architecture Magazine von 1945 bis 1949.

Als Antwort auf die zunehmende Gelangweiltheit der Amerikaner von den minimalistischen Stahl-/Leder-/Glasobjekten der Bauhaus-Schule, organisierte das Museum of Modern Art in New York 1940 den Wettbewerb “Organic Design in Home Furnishings” um die besten neuen Möbeldesignkonzepte in den USA zu finden. Laut Wettbewerbsregeln sollten die Designs funktionell und bezahlbar sein und auf neuen, modernen Produktionsprozessen beruhen.

Eames und Saarinen reichten acht Entwürfe ein die hauptsächlich auf ihren früheren Experimenten mit geformten synthetischen Möbeln basierten – u.a. den Conversation Chair, heute bekannter unter dem Namen Organic Chair.

Die Jury, der Lichtgestalten wie Marcel Breuer und Alvar Aalto angehörten, vergab den ersten Platz an Charles Eames und Eero Saarinen.

The Organic Chair by Charles Eames and Eero Saarinen through Vitra

Der Organic Chair von Charles Eames und Eero Saarinen (Vitra)

Obwohl der Preis dem Paar viel Anerkenung einbrachte, war die Massenproduktion der Eames-Saarinen Designs in den frühen 1940er Jahren noch unmöglich. Die Technologie war einfach noch nicht weit genug um die Stühle zu produzieren bzw. die Maschinen, die die Stühle produzieren könnten. Der Ansatz, der hier zum Tragen kam, sollte jedoch in der Arbeit beider Designer später eine wichtige Rolle spielen. Charles Eames nutzte ihn für seine Fiberglas/Plastic Chair Serie, während Saarinen ihn in seinen Arbeiten für Knoll International anwendete: z.B. den Womb Chair und den Tulip Chair – seine beiden wohl wichtigsten Designs.

Auch ihre Laufbahn als Architekten begannen Eames und Saarinen mit einem gemeinsamen Projekt. Der Herausgeber der amerikanischen Zeitschrift Arts & Architecture, John Entenza, rief im Januar 1945 in einem Leitartikel dazu auf, mehr Massenproduktionstechnologie im Hausbau anzuwenden. In den darauf folgenden Jahren wurde eine Reihe namhafter Architekten beauftragt, ihre Visonen des industriell massengefertigten Hauses der Zukunft zu entwerfen und zu bauen.

1949 wurde das “Case Study House #9″ von Charles Eames und Eero Saarinen fertiggestellt. Es zeigt die typisch quadratischen Formen der frühen Arbeiten von Eames und Saarinen. Die Ausstattung und Einrichtung illustriert den Glauben der beiden an die Einheit von Architektur und Design und die Beziehung zwischen einem Haus, seinem Inhalt und seinem Nutzer/Bewohner.

Neben dem “Case Study House #9″ befindet sich “Case Study House #8″ – das sogenannte “Eames House”, welches offiziell Charles und Ray Eames zugeschrieben wird. Aber auch hier ist der Einfluss von Eero Saarinen unverkennbar.

Die Teilnahme an einem solch prestigeträchtigen Projekt brachte den beiden – noch relativ jungen – Architekten Saarinen und Eames ein größeres Publikum für ihre Arbeiten und letztendlich auch das Ansehen.

1946 führte eine weitere “Cranbrook Connection” von Eero Saarinen zu seiner Zusammenarbeit mit Knoll International.

Tulip Chair by Eero Saarinen for Knoll International

Der Tulpenstuhl (Tulip Chair) von Eero Saarinen für Knoll International

In Cranbrook hatte Saarinen Florence Schust kennengelernt. 1944 heiratete Florence den jungen deutschen Möbelhersteller Hans G. Knoll und wurde die Innendesignerin bei Knoll International. Sie war es, die Saarinen ansprach, sein Form-Stuhl-Konzept für die Firma zu entwickeln.

Alles in allem entwickelte Saarinen über ein Dutzend Produkte für Knoll International. Viele von ihnen wurden seit ihrer Markteinführung kontinuierlich produziert.

Trotz der Bedeutung seiner Arbeiten war Möbeldesign für Eero Saarinen immer ein Seitenprojekt neben seiner Karriere als Architekt. Als “Hauptbeschäftigung” entwarf er unter anderem das Jefferson National Expansion Memorial in St Louis, den TWA Terminal auf dem JFK Flughafen New York und den Dulles International Airport, Washington. Dennoch sah Saarinen die Arbeit als Designer nie  als wertloser an, im Gegenteil: Ihn faszinierte die Idee, dass jeder Teil einer Arbeit die anderen Teile widerspiegeln und ergänzen könne und dass das Äußere und das Innere als ein Ganzes vereint sein könnten. In diesem Sinne können Saarinens Möbelentwürfe als direkte Ergänzung seiner Architektur gesehen werden – und seine Architektur ebenso als Ergänzung seiner Möbeldesigns.

Am 1. September 1961 starb Eero Saarinen an den Folgen einer Hirntumor-Operation.

Obwohl er in jungen Jahren gestorben ist, hat Eero Saarinen im Laufe seiner 25jährigen Karriere die moderne Architektur und modernes Möbeldesign geprägt. Seine Arbeiten haben dazu beigetragen die Architekturtheorie neu zu definieren und die Zukunft auszumalen. Seine Entwürfe legten die Grundlage für die moderne Designmöbelindustrie.

Designe immer in Anbetracht des nächstgrößeren Kontexts -  ein Stuhl in einem Raum, ein Raum in einem Haus, ein Haus in einer Umgebung, eine Umgebung in einer Stadt.

Eero Saarinen, 1910 – 1961



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Finnland-Mexiko 0:1

Sunday, July 18th, 2010

Das familiäre Gefühl in Gruppe D hielt weiter an, als diese beiden Großmeister der internationalen Designszene aufeinander trafen: Eero Saarinen und Alexander Girard.

Beide hatten noch eine kleine Chance auf den Einzug ins Halbfinale und gingen entsprechend nervös und unpräzise in das Spiel.

Alexander Girard fand als erster seinen Rhythmus und hatte eine Großchance mit seinem filigranen Names Gewebe. Eero Saarinen konterte sogleich mit einem cleveren Grasshopper Chair.

Nur kurz darauf spielte Alexander Girard eine traumhafte Millerstripe Multicoloured bright/neutral Kombination und traf zum 1:0.

Die mitgereisten Wooden Dolls hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen und der Jubel hielt bis zum verdienten Sieg an.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe D



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Finnland-Frankreich 2:0

Tuesday, July 6th, 2010

Nach dem anstrengenden Spiel gegen Alexander Girard, entschied sich Frankreich, Ronan und Erwan Bouroullec für das Match gegen Eero Saarinen zu schonen und stattdessen das “enfant terrible” des zeitgenössischen französischen Designs, Philippe Starck, gegen Finnland einzusetzen.

Das erwies sich im Nachhinein als keine gute Entscheidung. Starck konnte nicht mit dem alten finnischen Meister mithalten und startete nur relativ vorhersehbare und undurchdachte Angriffe.

Eero Saarinen nutzte die Lücken geschickt aus und traf mit seinem Tulip Chair und einem Säulenfuß-Tisch zum wohlverdienten 2:0 Sieg.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe D

Philippe Starck failed to get teh better of Saarinens Tulip Chair through Knoll International

Philippe Starck gegen Saarinen's Tulip Chai



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: USA-Mexiko 0:0

Thursday, July 1st, 2010

Nach ihrem Sieg über Eero Saarinen in ihrem ersten Spiel mussten Charles und Ray Eames in diesem wichtigen zweiten Gruppenspiel der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 jetzt erneut gegen einen alten Weggefährten antreten: Alexander Girard.

Charles und Ray Eames bewegten sich in der Anfangsphase mit einer klassischen Plywood Group Kombination von LCW und CTM konsequent auf das Tor ihres ehemaligen Kollegen bei Herman Miller zu. Die Ergänzung des LCW Stuhls und CTM Tischs mit einem LCM Stuhl brachte Charles und Ray Eames fast die wohlverdiente Führung, aber Alexander Girard konterte mit einem sagenhaften Toostripe Gewebe. Durch ihre frühere Zusammenarbeit am La Fonda del Sol Restaurant in New York hatten beide Seiten ein gutes Gespür für die Arbeiten des anderen entwickelt.

Und so war es keine Überraschung dass sie sich im Laufe der Begegnung immer mehr gegenseitig ausspielten.

Am Ende ein Unentschieden, mit dem keiner zufrieden sein konnte – aber über das sich auch keiner beschwerte.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe D



(smow) offline: Gewinnen Sie einen Vitra Organic Chair

Tuesday, June 22nd, 2010

Organic Chair von Charles Eames und Eero Saarinen für Vitra

Es ist vielleicht nicht das bekannteste Werk, weder von Charles Eames‘ noch von Eero Saarinen, nichtsdestotrotz ist der “Conversation Chair” von 1940 ohne Zweifel ein wichtiges Stück des Möbeldesigns aus dem 20ten Jahrhundert.

Der Stuhl wurde für den “Organic Design in Home Furnishing” Wettbewerb des New York Museum of Modern Art designt. Er war eine Studie und einer der ersten Versuche mit formbarem Kunststoff von Eames und Saarinen.

Zu dieser Zeit war die Technologie aber einfach noch nicht ausgereift und die Ideen von Charles Eames und Eero Saarinen konnten erst zehn Jahre später umgesetzt werden: Charles Eames mit den Glasfaser/Kunststoff-Sesseln für Herman Miller und Eero Saarinen mit demTulpen Stuhl für Knoll.

Tulip chair by Eero Saarinen for Knoll

Tulpen Stuhl von Eero Saarinen für Knoll

Der Vollständigkeit halber sollten wir auch noch George Nelson‘s Swag Leg Chair erwähnen. Das Design und die Technologie basiert stark auf der des Conversation Chair.

Zurzeit wird der Stuhl von Vitra als “Organic Chair” verkauft. Der Stuhl von Eames und Saarinen bleibt ein selbstbewusster Klassiker, der in alle privaten und geschäftlichen Räume passt.

Und Sie können einen gewinnen.

Das Designer Möbel Verkäufer Netzwerk “Creative Inneneinrichter” – zu welchem (smow) gehört – stellt einen “Organic Chair” als Hauptpreis ihres “Mein Weg ins VitraHaus” Wettbewerbs zur Verfügung.

Der zweite Preis ist ein Vegetal von Ronan and Erwan Bouroullec und der dritte Preis ist ein Panton Chair.

Die Regeln sind denkbar einfach: Dokumentieren Sie ihre Reise zum VitraHaus; der einfallsreichste, originellste und kreativste Beitrag gewinnt.

Also egal ob Sie mit einem Fallschirm auf dem VitraHaus landen wollen, oder die Alpen im Hannibalstyle auf Elefanten überqueren wollen, registrieren Sie sich einfach auf der Creative Inneneinrichter Website und laden Sie ihre Fotos/Videos/Zertifikate hoch.

Details finden Sie unter “Mein Weg ins VitraHaus

Although Jasper Morrison built a bus stop next to teh VitraHaus - travelling by bus probabyl wont win you the Organic Chair

Auch wenn Jasper Morrison eine Bushaltestelle neben dem VitraHaus gebaut hat, eine Busreise wird wohl nicht für den ersten Platz reichen.