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DMY Berlin 2011: Made out Portugal

Tuesday, July 19th, 2011

Zu den innovativsten Designkonzepten auf dem DMY Berlin 2011 gehörte auf jeden Fall die aus Holland stammende Designplattform Made out Portugal. Ihre Arbeiten stellte sie nämlich auf der Ladefläche eines Lastwagens aus. Zumindest tat sie das am Anfang – die Kombination aus Ort und Wetter zwang sie später doch zum Umzug nach drinnen. Das schmälerte aber nicht das Konzept als solches.

Mobile Ausstellungen sind ja nichts neues. Regierungen und Krankenkassen nutzen diese Ausstellungsform gern um Bürger auf Themen aufmerksam zu machen oder sie zum Mitmachen bei irgendwas zu animieren. Im Bereich des Produktdesigns oder in der Kunst wirkt es hingegen ein wenig subversiv, wenn Begriffe wie Kurzlebigkeit und Flüchtigkeit ins Spiel kommen. Theoretisch könnten Sie an jeder Raststätte auf dem Rückweg nach Eindhovem halt machen und ihre Arbeiten zeigen.

Um mehr über das mobile Konzept und über den Stand der Dinge bei Made out Portugal zu erfahren, haben wir mit einem der Plattformgründer, Bruno Carvalho, gesprochen.

(smow)blog: Wie kam es zu der Entscheidung die Ausstellung auf einem Lastwagen zu präsentieren?

Bruno Carvalho: Wir kommen alle aus Portugal, leben aber anderswo und sind deshalb alle in irgendeiner Art und Weise Designnomaden. Mit dem gemieteten Van sind wir nicht unbedingt auf eine Ausstellungsfläche oder eine Galerie angewiesen, um unsere Arbeiten zu zeigen. Wir haben einfach unsere eigene, temporäre Galerie. Wir können Sie überall parken und sofort ausstellen. Dieses Konzept mag ich wirklich sehr, weil ich der Meinung bin, dass Design für jeden da sein sollte. Mit unserem Wagen können wir in einem Wohngebiet anhalten und dadurch Leute erreichen, die normalerweise nicht zu solchen Shows gehen würden. Es ist definitiv eine andere Form der Kommunikation, gerade weil es im Moment so viele Designshows gibt. Manchmal ist es so, dass es mehr Designwochen als normale Wochen im Jahr gibt.

(smow)blog: Und wie kam es zur Entscheidung den Truck auf dem DMY zu zeigen?

Bruno Carvalho: Weil es Berlin ist – Berlin ist einfach eine tolle Stadt. Und deshalb war es mehr so “Lasst uns zum DMY fahren – das ist in Berlin!!” Außerdem ist das DMY ein nettes entspanntes Festival mit vielen Workshops und weniger wirtschaftlichem Druck. Hinzu kommt, dass die Designer viel miteinander sprechen, was wirklich gut und sehr positiv ist.

(smow)blog: Das erste Mal haben wir uns ja auf der Dutch Design Week in Eindhoven getroffen, für Euch war das gleichzeitig auch die erste Made out Portugal Ausstellung. Wie haben sich die Dinge seitdem für Euch entwickelt?

Bruno Carvalho: Am meisten beschäftigt uns momentan die interne Diskussion in welche Richtung wir uns weiterentwickeln wollen. Einige wünschen sich eine strukturiertere Organisation, ich aber bin der Meinung, dass weiterhin alles ganz einfach gehalten werden sollte. Made out Portugal stellt für mich keine Marke dar, sondern nur eine Plattform auf der sich alle unverbindlich einander helfen. Deshalb ist unser nächster Schritt zu entscheiden, wie unsere zukünftige Ausrichtung aussieht.

(smow)blog: Suchst Du trotzdem weiter nach Designern, die bei Euch mitmachen können?

Bruno Carvalho: Ja. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Designern. Jeder portugiesiche Designer, der in Europa – aber nicht in Portugal – arbeitet, ist eingeladen uns beizutreten. Portugal befindet sich momentan in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation, wir möchten Portugal in dieser Situation helfen. Viele von uns arbeiten mit und in sehr hochrangigen professionellen Studios in denen wir viele Erfahrungen sammeln, die wir gern weitergeben. Genau deshalb werden wir auf der Experimenta auch ein paar in Portugal lebende Designer einladen.

(smow)blog: Was uns ganz vorzüglich zur letzten Frage überleitet: Wo können wir den Made out Portugal Truck als nächstes erwarten?

Bruno Carvalho: Momentan befinden wir uns noch in der Planungsphase. Wir versuchen aber beim Londoner Design Festival und bei der Experimenta in Lissabon zu sein. Das Gute ist: wir können – selbst wenn wir keinen Stand bekommen – an jedem Veranstaltungsort anhalten und ausstellen!

Mehr Informationen zu Made out Portugal gibt es hier www.madeoutportugal.com

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Der Made out Portugal Ausstellungstruck

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...und hier nachdem sie nach drinnen gezogen sind.

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Spore Vase von Paulo Sellmayer. Teil von Made Out Portugal auf dem DMY Berlin 2011

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João Valente #Another contemporary chair. Teil von Made Out Portugal auf dem DMY Berlin 2011.

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Tempelhof Lamp von Bruno Carvalho. Der zweite Teil von Bruno - spezielle Konzeptmöbel.



(smow)abseits: LADAR von Wohngold

Monday, August 3rd, 2009

DMY Berlin ist jetzt schon ein Weilchen her, aber die guten Erinnerungen bleiben. Als wir gerade die Stapel an Informationsmaterial durchsortierten, die wir in Kreuzberg eingesammelt hatten, sind wir auf eine Postkarte von Wohngold gestoßen.

Und wie ein nachlässiger Lover, der von einem Urlaubsflirt zurückkommt, fühlten wir uns beim Anblick der Karte sofort etws schuldig und erinnerten uns an die wunderbare Zeit beim DMY Youngsters

Warum hatten wir seit unserer Rückkehr nicht geantwortet? Bedeutet uns das alles nichts?

LADAR von Wohngold ist nämlich wirklich ein tolles Produkt in einem Bereich des Produkt-Designs, der keinen Mangel an Wettbewerb hat.

In unserer modernen Welt verlassen wir uns stark auf mobile Geräte und ignorieren meistens den Umstand, dass diese Geräte gelegentlich aufgeladen oder anderweitig an Kabel angeschlossen werden müssen. Die Mehrheit ignoriert diesen Fakt, indem sie die Berge von Kabelsalat, die sich auf ihren Schreibtischen sammeln einfach ignoriert.

Aber wir wissen ja eigentlich alle, dass das nicht richtig ist.

Es gibt eine ganze Reihe von “Schachteln” auf dem Markt, die uns alle helfen sollen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren. Was uns an LADAR so gut gefällt ist die Tatsache, dass es an der Wand angebracht werden kann, während der Platz oben und innen zur Aufbewahrung der Geräte und Kabel genutzt wird. Außerdem sieht es gut aus…

Wir waren wirklich begeistert von der ausgeklügelten Einfachkeit von LADAR – deswegen entschuldigen wir uns aufrichtig, dass wir seit unserer Rückkehr keine Karte geschickt haben.

LADAR von Wohngold...

LADAR von Wohngold...

...wie Schlangen in einer Schachtel fangen

...wie Schlangen in einer Schachtel fangen



smow Design-Frühling Top 5: Lampen

Wednesday, July 8th, 2009
Kete von David Turnbridge

Kete von David Turnbridge

Die Top 5 Lampen des smow Design Frühlings. In keiner besonderen Reihenfolge:

Kete von David Turnbridge. Eine der ersten Lampen, die wir in Mailand gesehen haben und wahrscheinlich die, die den größten Eindruck auf uns gemacht hat. Nicht nur wegen ihrer Größe – die grundlegende Schönheit von Kete besteht in unseren Augen in der Atmosphäre, die sie mit 7W LED Elementen in einem Raum erzeugen kann. Trotz ihrer ungewöhnlichen Größe dominiert die Lampe den Raum dabei nicht. Ehrlich. Kete. Alles andere als öde.

moooi.

Beachballs by TOBYhouse at designersblock, Milan

Beachballs by TOBYhouse at designersblock, Milan

Beach Ball Lampen von TOBYhouse. Als wir die Beach Ball Lampen das erste Mal gesehen haben, dachten wir, dass sie aus geformtem Aluminium gemacht wären, weil sie so stabil und massiv sind. Erst im Gespräch mit dem Designer Toby Sanders fanden wir heraus, dass es sich um echte Strandbälle handelt. In diesem Moment wurde das Produkt magisch. In diesem Moment haben wir begriffen und gewürdigt, was für ein Produkt wir vor uns hatten. Und in diesem Moment begannen wir, der Sache etwas genauer auf den Grund zu gehen. Mittels eines eigens entwickelten Prozesses werden die Innenseiten der Bälle von TOBYhouse dünn mit Polyeurethen beschichtet, dann wird der Boden aufgeschnitten und die Kanten geglättet. Dank der leuchtend weißen Innenseite bieten die Beach Ball Lampen eine ausgezeichnete Beleuchtung. Beach Ball Lampen. Alles andere als öde.

moooi.

Flatline von Jason Brugges für Established and Sons

Flatline von Jason Brugges für Established and Sons

Flatliner von Jason Bruge für Established and Sons. Wir besitzen keinen iPod und haben deswegen wahrscheinlich ein paar Minuten gebraucht, bevor wir mit dem Steuersystem klargekommen sind. Wenn es auf einem Walkman basiert hätte, wäre das viel schneller gegangen. Wie auch immer – nachdem wir die Sache endlich im Griff hatten, waren wir voller Bewunderung für Jason Bruges geniales Dimmer-System. Und die Qualität der Beleuchtung ist mindestens genauso überzeugend. Wenn sie nicht wissen, wovon wir reden, schauen sie sich einfach unser (smow)Tube Video an. Flatliner. Alles andere als öde.

moooi.

Fiss Family von My Own Super Studio

Fiss Family von My Own Super Studio

Fiss Family von myownsuperstudio. Die DMY in Berlin war voller Lampen. Wir sind uns nicht ganz sicher, glauben aber, dass es was damit zu tun haben könnte, dass Design-Studenten Lampen als Abschlussprojekt hatten. Eine Art Verschwörung von Design-Professoren, um die Erde heller als die Sonne strahlen zu lassen. Fiss Family vom portugiesischen Hersteller myownsuperstudio wäre dabei nicht so hilfreich gewesen, war aber trotzdem eine der schönsten Lampen, die wir in diesem Frühling gesehen haben. Uns hat sie damit überzeugt, dass das Licht nach unten strahlt. Deswegen erzeugt sie natürlich nicht die hellste Beleuchtung, aber das Licht ist das weichste, was wir gesehen haben und somit perfekt fürs Wohnzimmer oder für die dezente, atmosphärische Hintergrundbeleuchtung in einem Büro. Fiss Family. Alles andere als öde.

moooi.

Spin von Tom Dixon

Spin von Tom Dixon

Spin von Tom Dixon. Keine Lampe im üblichen, modernen elektrischen Sinne. Aber Konventionen interessieren uns nicht übermäßig. Richtig eingesetzte Kerzen schaffen oft eine bessere, positivere Beleuchtung als ihre modernen Verwandten. Es kommt auf den “richtig eingesetzten” Teil an. Mit Spin bietet Tom Dixon eine wunderbar elegante Gelegenheit, einen Raum nicht nur zu beleuchten, sondern die Beleuchtung auch nach Belieben zu verändern und anzupassen. Spin. Alles andere als öde.

Und am Ende noch eine spezielle Erwähnung von moooi für ihre Horse Lamp.



DMY Youngsters: Burg Giebichenstein

Sunday, June 7th, 2009

Auf unserer Tournee zu den Designer-Shows dieser Welt (NY, Milano, Berlin, …, Leipzig, ?) haben wir ja immer auch ein Auge für den Nachwuchs.

Auf dem DMY International Design Festival Berlin hatten junge Künstler und Designer wieder einmal die Gelegenheit, ihre Kreationen zur Schau zu stellen – so auch einige Design-Studenten und -Absolventen der Burg Giebichenstein in Halle (Saale).  Von den Ausstellungsstücken, die sie zeigten, haben besonders drei unsere Aufmerksamkeit geweckt.

Jecket by Ilja Oelschlägel, Burg Giebichenstein

Jecket von Ilja Oelschlägel

Zum einen ist da Jecket, eine mobile Garderobe, von Ilja Oelschlägel. Die Garderobe wird einzig von einem schlanken Alu-Bein in der Ecke gehalten. Je nach Belieben kann sie woanders aufgestellt werden – drinnen oder draußen. Das Stück taugt nicht nur zum Aufhängen von Jacken, sondern auch als Ablage – allerdings nur für Kleinigkeiten wie Schlüsselbund, Geldbörse oder Handy. Einziges Manko: Das ausgestellte Bein von Jecket birgt die Gefahr, darüber zu stolpern.

Stella by Stephanie Knust, Burg Giebichenstein

Stella von Stephanie Knust

Stella von Industrie-Design-Studentin Stephanie Knust hatte unter den Ausstellungsstücken der DMY Youngsters viel Konkurrenz, denn Stella ist eine Lampe. Die Knustschen Leuchtelemente bestehen aus zurechtgeschnittenen Polypropylene-Bögen, die eben so zusammengesteckt werden, dass sie zu Lampen werden. Natürlich leuchtet das ganze Dank integrierter Vorrichtung auch – je nach Farbe der PP-Bögen (weiß oder bräunlich) mehr oder weniger kräftig. Die “Lampen” sind einfach schön schlicht anzusehen und schnell auf- und abzubauen. Genau das richtige für alle, die praktische Hingucker mögen.

Abfallprodukt by Bastian Müller, Burg Giebichenstein

Abfallprodukt von Bastian Müller

Vom Prinzip, aus einem Bogen Objekte zu “basteln”, sind momentan viele Designer angetan – so auch Stephanie Knusts Studienkollege Bastian Müller. Er bietet allen Schreibtischtätern (und -opfern) ein nützliches Abfallprodukt an. Aus einem rechteckigen Presspappebogen werden zwei Teile herausgetrennt, zusammengefügt und schon ist er fertig, der Papierkorb. Da braucht man nichts kleben, schrauben oder löten. Das Ding steht einfach da und wartet befüllt zu werden. Eine saubere Sache!

Mehr Informationen finden Sie auf dem Graduate Homepage



DMY Berlin: Youngsters

Friday, June 5th, 2009
DMY Youngsters in the Arena Berlin

DMY Youngsters in der Arena Berlin

Während die “großen” Designer ihre Entwürfe im IMA Village zeigen, sind die künftigen Stars als die DMY:Youngsters im Treptower Park zusammengefasst. Die Zuordnung basiert auf der Wahrnehmung und Entscheidung der Organisatioren und ihres Marketing-Konzeptes – warum z.B. ist die Bauhaus Uni Weimar ein “Allstar” während die Burg Giebichenstein in Halle zu den “youngstern” zählt? Macht irgendwie keinen Sinn. Besonders wenn man die Darbietungen der Beiden vergleicht, Burg Giebichenstein hinterlässt einen deutlich besseren Eindruck. Aber die Leute kennen eben “Bauhaus”.

Aber egal, die youngsters Ausstellung ist ein wunderbarer Mischung verschiedenster Ansätze und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Vollständigere Berichte kommen, im Moment sind wir noch ganz angetan von der Arbeit von Bao-nghi Droste, Wohngold und My Own Super Studio

Beanbag heaven at DMY Youngsters - students, sleep etc...

Ein Himmel voller Sitzsäcke bei den DMY Youngsters - Studenten, Schlafsäcke, schlafen ...



DMY Berlin: Allstars

Friday, June 5th, 2009
DMY Arena, Berlin X-berg

DMY Arena, Berlin X-berg

Gute Nachrichten – es gibt genügend Tische im Presseraum der DMY.

Und einige exzellente Teile von der ETH Zürich, Fischerundfritze und Design Apparat, unter anderem ….

Mehr Informationen und Bilder folgen in Kürze.

Die Bauhaus Universität Weimar zeigt sich wieder mit ihrer “my bauhaus is better than yours” Ausstellung.

vielleicht ist “their birdhaus maybe better than yours”

Birdhouse by Georg Panter, duundduDesign (Weimar University)

Birdhouse von Georg Panter, duundduDesign (Weimar Bauhaus Universität) Das Vogelhaus ist aus dem Bastelbogen (unten links) gemacht.