Posts Tagged ‘design’

(smow)abseits: LADAR von Wohngold

Monday, August 3rd, 2009

DMY Berlin ist jetzt schon ein Weilchen her, aber die guten Erinnerungen bleiben. Als wir gerade die Stapel an Informationsmaterial durchsortierten, die wir in Kreuzberg eingesammelt hatten, sind wir auf eine Postkarte von Wohngold gestoßen.

Und wie ein nachlässiger Lover, der von einem Urlaubsflirt zurückkommt, fühlten wir uns beim Anblick der Karte sofort etws schuldig und erinnerten uns an die wunderbare Zeit beim DMY Youngsters

Warum hatten wir seit unserer Rückkehr nicht geantwortet? Bedeutet uns das alles nichts?

LADAR von Wohngold ist nämlich wirklich ein tolles Produkt in einem Bereich des Produkt-Designs, der keinen Mangel an Wettbewerb hat.

In unserer modernen Welt verlassen wir uns stark auf mobile Geräte und ignorieren meistens den Umstand, dass diese Geräte gelegentlich aufgeladen oder anderweitig an Kabel angeschlossen werden müssen. Die Mehrheit ignoriert diesen Fakt, indem sie die Berge von Kabelsalat, die sich auf ihren Schreibtischen sammeln einfach ignoriert.

Aber wir wissen ja eigentlich alle, dass das nicht richtig ist.

Es gibt eine ganze Reihe von “Schachteln” auf dem Markt, die uns alle helfen sollen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren. Was uns an LADAR so gut gefällt ist die Tatsache, dass es an der Wand angebracht werden kann, während der Platz oben und innen zur Aufbewahrung der Geräte und Kabel genutzt wird. Außerdem sieht es gut aus…

Wir waren wirklich begeistert von der ausgeklügelten Einfachkeit von LADAR – deswegen entschuldigen wir uns aufrichtig, dass wir seit unserer Rückkehr keine Karte geschickt haben.

LADAR von Wohngold...

LADAR von Wohngold...

...wie Schlangen in einer Schachtel fangen

...wie Schlangen in einer Schachtel fangen



Neu bei smow: Eileen Gray

Friday, July 31st, 2009

Als wir beim Salone in Mailand gerade ein paar handwerklich tolle, aber völlig übertrieben geschnitzte Möbelstücke aus Holz betrachteten, gestand uns eine weibliche Kollegin, dass sie nichts außer ein paar Ledergurten und ein paar Stücken gebogenem Metall bräuchte.

Wir versuchten ruhig zu bleiben angesichts dieses Ausbruchs an Freimütigkeit und fragten sie, ob sie sich am Abend mit El Presidente treffen wollte.

“Nein, nein”, antwortete unsere ehemalige Kollegin, “Bauhaus. Das ist meine Vorstellung von gutem Design.”

Eileen Gray (1878 -1976)

Eileen Gray (1878 -1976)

Wir erzählen diese Geschichte hier vor allem, um uns zu amüsieren, aber auch als sanfte Einleitung zum neuen Eileen Gray smow Sortiment.

Vielen werden Grays Arbeiten nicht so vertraut sein wie die von Marcel Breuer, Le Corbusier oder Mies van der Rohe, sollte man den Beitrag von Eileen Gray zur Entwicklung des Möbeldesigns im 20. Jahrhundert nicht unterschätzen.

Geboren in der öden Wildnis im County Wexford in Irland, studierte Gray Malerei an der Slade School of Fine Art in London, bevor sie 1902 nach Paris zog – eine Stadt, die in ihrer Karriere eine entscheidende Rolle spielen sollte.

Paris hatte sie schon mit den Arbeiten von Charles Rennie Mackintosh bekannt gemacht, als sie 1900 seine Ausstellung bei der Exposition Universelle gesehen hatte. Jetzt machte sie Bekanntschaft mit dem japanischen Lack-Künstler Seizo Sugawara, lernte von ihm diese Kunst und kombinierte sie mit Elementen von Art Nouveau. In Paris traf sie auch den rumänischen Architekten und Publizisten Jean Badovici, der Gray ermutigte, sich im Bereich Architektur auszuprobieren.

E.1027, designt von Eileen Gray

E.1027, designt von Eileen Gray

1924 begannen Badovici und Gray die Arbeit am Haus E.1027 an der französischen Südküste, nicht weit entfernt von Monaco. Neben seiner Wirkung als Anziehungspunkt für die europäische Design-Elite – Le Corbusier war so beeindruckt, dass er sein Sommerhaus ganz in der Nähe baute – benötigt ein Haus auch Möbel, und Gray designte diese zum größten Teil selbst.

Durch Austausch und Gespräche mit Le Corbusier und anderen führenden Figuren der Bauhaus-Bewegung schuf Eileen Gray nicht nur einige echte Klassiker des frühen Designs des 20. Jahrhunderts, sondern trug auch zur Definierung der Bauhausprinzipien “Form follows Function” und “Weniger ist mehr” bei. Damit bereitete sie den Pfad für folgende Generationen von Designern wie Charles und Ray Eames oder Jasper Morrison.

Nach dem 2. Weltkrieg führte Eileen Gray ein ruhiges, fast zurückgezogenes Leben in Paris. Obwohl sie weiterhin arbeitete, erreichte sie nicht mehr die Bekanntheit der Zwischenkriegsjahre. Gray starb im Oktober 1976 im Alte von 98 Jahren in Paris.

Petite Coiffeuse von Eileen Gray

Petite Coiffeuse von Eileen Gray

Während die Nachkriegsjahre wenig Bewunderung für ihre Arbeit hervorbrachten, gehören die Stücke von Eileen Gray heutzutage zu den am meisten kopierten Designer-Möbeln des frühen 20. Jahrhunderts. Das ist vermutlich die beste Aussage über den Wert eines Designer Möbelstücks. Eigentlich muss man es nicht extra betonen: Alle Stücke von Eileen Gray, die wir bei smow verkaufen, sind natürlich lizenzierte Originale mit der damit verbundenen Qualitätsgarantie der Herstellung des Services nach dem Kauf.

Die Zeit zwischen den Kriegen brachte einige der wichtigsten und revolutionärsten Jahre für das europäische Möbeldesign hervor. Die sozialen und kulturellen Turbulenzen dieser Zeit mischten sich mit den neuen Perspektiven und Prioritäten als Resultat des Weltkriegs. Das Ergebnis war nicht nur ein wunderbares Portfolio großartigen Designs, sondern veränderte den Design-Prozess grundlegend. Eileen Gray war in dieser Zeit eine Schlüsselfigur.

smow ist stolz, jetzt die folgenden, offiziell lizenzierten Eileen Gray Produkte von ClassiCon aus München anbieten zu können:

St Tropez von Eileen Gray

St Tropez von Eileen Gray

Wendingen (Teppich 1926-1929)

Roquebrune (Stuhl, 1932)

Petite Coiffeuse (Frisier- und Schminktisch, 1929)

St. Tropez (Teppich 1926-1929)

Occasional Table (Beistelltisch 1927)



smow Design-Frühling Top 5: Lampen

Wednesday, July 8th, 2009
Kete von David Turnbridge

Kete von David Turnbridge

Die Top 5 Lampen des smow Design Frühlings. In keiner besonderen Reihenfolge:

Kete von David Turnbridge. Eine der ersten Lampen, die wir in Mailand gesehen haben und wahrscheinlich die, die den größten Eindruck auf uns gemacht hat. Nicht nur wegen ihrer Größe – die grundlegende Schönheit von Kete besteht in unseren Augen in der Atmosphäre, die sie mit 7W LED Elementen in einem Raum erzeugen kann. Trotz ihrer ungewöhnlichen Größe dominiert die Lampe den Raum dabei nicht. Ehrlich. Kete. Alles andere als öde.

moooi.

Beachballs by TOBYhouse at designersblock, Milan

Beachballs by TOBYhouse at designersblock, Milan

Beach Ball Lampen von TOBYhouse. Als wir die Beach Ball Lampen das erste Mal gesehen haben, dachten wir, dass sie aus geformtem Aluminium gemacht wären, weil sie so stabil und massiv sind. Erst im Gespräch mit dem Designer Toby Sanders fanden wir heraus, dass es sich um echte Strandbälle handelt. In diesem Moment wurde das Produkt magisch. In diesem Moment haben wir begriffen und gewürdigt, was für ein Produkt wir vor uns hatten. Und in diesem Moment begannen wir, der Sache etwas genauer auf den Grund zu gehen. Mittels eines eigens entwickelten Prozesses werden die Innenseiten der Bälle von TOBYhouse dünn mit Polyeurethen beschichtet, dann wird der Boden aufgeschnitten und die Kanten geglättet. Dank der leuchtend weißen Innenseite bieten die Beach Ball Lampen eine ausgezeichnete Beleuchtung. Beach Ball Lampen. Alles andere als öde.

moooi.

Flatline von Jason Brugges für Established and Sons

Flatline von Jason Brugges für Established and Sons

Flatliner von Jason Bruge für Established and Sons. Wir besitzen keinen iPod und haben deswegen wahrscheinlich ein paar Minuten gebraucht, bevor wir mit dem Steuersystem klargekommen sind. Wenn es auf einem Walkman basiert hätte, wäre das viel schneller gegangen. Wie auch immer – nachdem wir die Sache endlich im Griff hatten, waren wir voller Bewunderung für Jason Bruges geniales Dimmer-System. Und die Qualität der Beleuchtung ist mindestens genauso überzeugend. Wenn sie nicht wissen, wovon wir reden, schauen sie sich einfach unser (smow)Tube Video an. Flatliner. Alles andere als öde.

moooi.

Fiss Family von My Own Super Studio

Fiss Family von My Own Super Studio

Fiss Family von myownsuperstudio. Die DMY in Berlin war voller Lampen. Wir sind uns nicht ganz sicher, glauben aber, dass es was damit zu tun haben könnte, dass Design-Studenten Lampen als Abschlussprojekt hatten. Eine Art Verschwörung von Design-Professoren, um die Erde heller als die Sonne strahlen zu lassen. Fiss Family vom portugiesischen Hersteller myownsuperstudio wäre dabei nicht so hilfreich gewesen, war aber trotzdem eine der schönsten Lampen, die wir in diesem Frühling gesehen haben. Uns hat sie damit überzeugt, dass das Licht nach unten strahlt. Deswegen erzeugt sie natürlich nicht die hellste Beleuchtung, aber das Licht ist das weichste, was wir gesehen haben und somit perfekt fürs Wohnzimmer oder für die dezente, atmosphärische Hintergrundbeleuchtung in einem Büro. Fiss Family. Alles andere als öde.

moooi.

Spin von Tom Dixon

Spin von Tom Dixon

Spin von Tom Dixon. Keine Lampe im üblichen, modernen elektrischen Sinne. Aber Konventionen interessieren uns nicht übermäßig. Richtig eingesetzte Kerzen schaffen oft eine bessere, positivere Beleuchtung als ihre modernen Verwandten. Es kommt auf den “richtig eingesetzten” Teil an. Mit Spin bietet Tom Dixon eine wunderbar elegante Gelegenheit, einen Raum nicht nur zu beleuchten, sondern die Beleuchtung auch nach Belieben zu verändern und anzupassen. Spin. Alles andere als öde.

Und am Ende noch eine spezielle Erwähnung von moooi für ihre Horse Lamp.



(smow)offline: Objectified – The Film

Monday, June 15th, 2009

When we were over in New York we took an evening off from partying to view Objectified, Gary Hustwit’s new documentary film. Or better said we left the moooi store opening party early to view Objectified.

We are planning on doing a detailed review in our new series “smow design spring: Review” However, we just received information over the (smow)twitter that Objectified have confirmed dates in Copenhagen on 29.06, Munich on 01.07 and Amsterdam on 02.07

Exact details will be confirmed on the Objectified website later in the week.

In addition there are confirmed screenings in Dublin on June 19, Glasgow on June 23, London on June 28 (together with Hustwits previous film Helvetica)

In short the film is an investigation into the industrial design process featuring a range of top designers including Ronan and Erwan Bouroullec, Hella Jongerius,  and Jonathan Ive.
Like all such films it does have it’s weaknesses but we enjoyed it and can thoroughly recommend it.

And we’ll try to get the full review written this week :)

Until then, the official Objectified trailer: