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Designers Fair, Köln 2011

Wednesday, February 2nd, 2011

Das erste, was es über die Designers Fair 2011 zu sagen gibt, ist dass sie sich kleiner als noch im letzten Jahr präsentierte. Der zweite Punkt ist, dass der Veranstaltungsort im Vergleich zum Vorjahr weitaus schlechter gewählt wurde. Ersteres muss nicht unbedingt schlecht sein – letzteres jedoch schon.

Nun kennt ihr uns. Für uns liegt das größte Vergnügen einer Design Woche in der sich in ihr bietenden Gelegenheit, eine Stadt mit all ihren verborgenen Winkeln und Ecken zu erkunden – Orte zu sehen, die sonst keiner zu Gesicht bekommt. Zumindest in dieser Hinsicht war der Veranstaltungsort der Designers Fair 2011 in Ehrenfeld gut. Gut für uns. Denn sie bot mit ihren abwegigen Veranstaltungsorten einen idealen Ausgangspunkt für unsere Stadterkundung. Aber das hätten wir sowieso gemacht. Wir sind wir.

Doch ist für die meisten Besucher ohnehin die IMM der Hauptgrund und raison d’etre für eine Reise nach Köln. Und genau für die muss die Designers Fair – als DIE Show für organisierte, professionelle Jung Designer – erreichbar sein. Sonst gehen sie nicht.

Wir wissen, dass es Probleme gab, einen Ort zu finden – und dass die Designers Fair nicht die einzige war, die sich geografischen Herausforderungen stellen musste – aber für 2012 braucht die Designers Fair einen Ort, der nicht so eine komplizierte Anfahrt von der Messe voraussetzt. Ansonsten verliert man Möglichkeiten – und im schlimmsten Fall auch Besucher. Das wäre schade – und ein echtes Problem. Insbesondere in Hinblick auf die Qualität, die die Ausstellung bislang bot und hoffentlich weiter bieten wird.

Christian Lessing @ Designers Fair 2011

Christian Lessing @ Designers Fair 2011

 

 

Neben den vertrauten Gesichtern, wie dem von Christian Lessing, Tim Baute oder maigrau, lernten wir auf der Designers Fair 2011 auch einige neue Design Studios kennen, die wir gerne etwas näher vorstellen möchten. So  Stadtnomaden, Yankei und Möbelchen. Und es gibt endlich auch mehr über SuperSputnk by Sisman zu erfahren.

Wenn wir ehrlich sind, glänzte die Designers Fair nicht gerade durch neue Produkte – aber Köln ist auch nicht für neue Produkte da. Köln ist das “Zuhause” deutscher Designer Möbel Messen.

Etwas enttäuscht waren wir von “Wahlverwandtschaft” – dem Teil der Ausstellung, der jungen niederländischen Designern gewidmet war. Unserer Meinung nach waren viele der vertretenen Designer ein wenig zu sinnfällig und ihren Konzepten fehlte es an Nachhaltigkeit und Kohärenz.

Alles in allem war die Designers Fair 2011 die lange Reise jedoch wert.

Wie wir schon sagten, hoffen wir nur, dass sie es schaffen für das nächste Jahr einen zentral gelegeneren und besser erreichbaren Ort zu finden.

Designers Fair 2011

Designers Fair 2011 - not busy

maigrau @ Designers Fair 2011

maigrau @ Designers Fair 2011

Tim Baute @ Designers Fair 2011

Tim Baute @ Designers Fair 2011



(smow)introducing: Christian Lessing

Monday, January 17th, 2011

Name: Christian Lessing

Studium:

Kommunikations Design und Illustration, Düsseldorf

Produkte:

Balcony 08

Leichtgewicht

Nachtflug

Window Garden

Grip Shelving

Christian Lessing

Christian Lessing

(smow)blog: Wie sind Sie zum Produktdesign gekommen?
Christian Lessing: Ich habe nach der Schule zunächst einer Schreinerlehre gemacht und danach zwei
Jahre im Ausland gelebt. In Düsseldorf habe ich dann Grakdesign mit Schwerpunkt Illustration
studiert, aber immer auch schon dreidimensional gebaut. In der ersten Zeit nach
dem Studium habe ich als Grakdesigner gearbeitet, so richtig viel Spaß hat mir das allerdings
nicht gemacht. Ich bin dann über verschiedene Aufträge immer mehr zum Dreidimensionalen
gekommen: zunächst über Innenarchitektur und Innenausbauten und später
immer mehr in Form von eigenen Produkten und eigenen Möbeln.

(smow)blog: War die Zeit nach dem Studium leichter oder schwieriger als Sie es sich vorgestellt
hatten?
Christian Lessing: Auf jeden Fall schwieriger. Am Anfang hatte ich großes Glück und einige gut bezahlte
Jobs, die den Anfang nanzierten, aber das ging nicht ewig so weiter. Ich war zu Beginn
sehr blauäugig und wenig strategisch. Im Nachhinein würde ich sagen, es war sehr schwierig
bei Produktgestaltung zu bleiben. Als Graker ist es einfacher Arbeit in seinem Metier zu
bekommen .

(smow)blog: Wie verstehen Sie Ihre Rolle als Produktdesigner?
Christian Lessing: Zwei Dinge sind mir wichtig. Ich versuche tatsächlich – gerade bei den großen Sachen,
also den Möbeln – etwas Neues und Anderes zu machen als die Dinge, die es bereits gibt,
oder eben Dinge zu entwerfen, die es so noch gar nicht gibt. Ich sehe Möbel nicht nur als
Selbstzweck sondern als Funktionsträger. Bei den kleineren Objekten ist es mein Ziel, einen
Mehrwert für den Nutzer oder Betrachter zu schaen.

(smow)blog: Kann man von einem Christian-Lessing-Stil sprechen?
Christian Lessing: Ich weiß nicht, ob man von einem Stil sprechen kann. Mir wurde einmal gesagt, dass bei
meinen Arbeiten „so eine zweite Ebene“ drin wäre. Das trit es eigentlich. Einerseits habe
ich diesen illustrativen Ansatz, gehe also vom Äußeren und Graschen an die Sachen
heran, aber ich versuche dabei auch funktional zu bleiben. Ich versuche in die Arbeiten
einen Mehrwert zu legen – eine Art Erkenntnisgewinn für den Betrachter. Ich habe kein
Interesse an diesen großen Designentwürfen – wie Sofalandschaften und Getaltung „aus
einem Guß“– sondern vielmehr an Lösungen für den kleinen Raum. Und den kleinen
Geldbeutel.

Balcony 07 by Christian Lessing - detail

Balkony 07 von Christian Lessing - Detail

(smow)blog: Das bringt uns zu Ihren Balkon-Design-Projekten. In der Vergangenheit haben
Sie jedes Jahr ein neues Balkonprojekt herausgebracht. Wollen Sie diese Tradition fortsetzen
oder haben Sie damit abgeschlossen?
Christian Lessing: Ich glaube nach wie vor, dass das ein großes Thema ist, und bekomme auf Messen auch
immer positives Feedback. Bisher sind alle aber Hersteller wieder abgesprungen. Ich
glaube aber an das Potential des Projektes. Ich bin an diesem Thema “Wie kriege ich Grün
auf kleinsten Raum?” weiter dran.

(smow)blog: Sie produzieren einige Ihrer Objekte selbst. Wollen Sie diesen Teil der Arbeit
weiter ausbauen?
Christian Lessing: Ja, ich produziere viele der kleineren Objekte selbst, die größeren Sachen würde ich
lieber abgeben. Ich möchte kein Händler werden und bin´s auch nicht. Ich möchte mich
lieber auf das Gestalten konzentrieren. Idealerweise würde ich gern mehr mit Herstellern
zusammenarbeiten und weniger selbst produzieren, denn das kostet auch immer eine
Menge Energie, die ich lieber in neue Entwürfe stecken würde.

(smow)blog: Seit Sie die Uni abgeschlossen haben, sind ein paar Jahr vergangen. Welches
ist die wichtigste Lektion, die Sie seitdem gelernt haben?
Christian Lessing: Dass man ein Produkt komplett durchdenken muss – von der ursprünglichen Idee bis
hin zum Marketing, d.h. den Namen, Verpackung usw. Und dass man ein Gespür dafür
entwickeln muss, was funktionieren könnte, und was nicht. Jeder Produktdesigner hat
wahrscheinlich anfangs die Klassiker vor Augen und versucht sich irgendwann an einem
Tisch oder einem Stuhl. Es ist jedoch eine extreme schwierige Materie, sich mit den Großen
der Welt bzw. der Vergangenheit zu vergleichen. Es ist einfacher, sich auf etwas zu konzentrieren,
was mich unmittelbar betrit oder stört, Dinge die ich selber gern verbessern
würde, und das dann als Ansatz nimmt für einen neuen Entwurf. Und natürlich Durchhaltevermögen.

Weitere Informationen zu Christian Lessing finden Sie unter www.christianlessing.de/

Balcony 08 - part of Christian Lessings Balcony series

Balkony 08 - part of Christian Lessing's "Balcony" series

Leichtgewicht by Christian Lessing

Leichtgewicht von Christian Lessing

Nachtflug London - by Christian Lessing

Nachtflug London - Christian Lessing. we#re sure you get the idea...

Window Garden by Christian Lessing

Window Garden von Christian Lessing

Grip shelving by Christian Lessing

Grip shelving von Christian Lessing



(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!



Designers Open 2010: Collecteur von Christian Lessing.

Tuesday, November 16th, 2010

Für uns waren die Designers Open 2010 eine wunderbare Mischung aus neuen Entdeckungen und erneuerten Treffen mit alten Bekannten.

So zum Beispiel Christian Lessing.

Erstmals sahen wir den Collecteur im Januar bei der Designers Fair in Köln und sind immer noch beeindruckt von der einfachen Genialität des Designs.

Im Wesentlichen ist der Collecteur ein Hocker bzw. Beistelltisch, der seine Stabilität durch Zeitschriften erhält.

Er ist perfekt für all jene unter uns, die eine große Ansammlung an Zeitschriften, die man nicht entbehren kann, haben, aber nicht wissen, wo man diese verstauen soll.

Oder als besseren Ort zur Aufbewahrung als den bisherigen.

Die Technologie hinter dem Collecteur ist nicht mehr als ein einfacher Knick im Stahlblech. Doch die Idee dahinter ist viel ausschlaggebender.

Und wie wir finden einfach herrlich.

Es war schön, den Collecteur bei der Designers Open in Leipzig sehen zu dürfen.

Und jetzt sind wir sehr gespannt auf den Januar in Köln!

Collecteur by Christian Lessing @ Designers Open in Leipzig

Collecteur by Christian Lessing @ Designers Open in Leipzig

Zeitschriftenablage und Stuhl bzw. Tisch in einem

Zeitschriftenablage und Stuhl bzw. Tisch in einem