Posts Tagged ‘Charles und Ray Eames’

Vitras Eames Elephant erobert die Leipziger Spinnerei

Wednesday, May 8th, 2013

Wie sich treue Leser vielleicht erinnern können, wird ein großer Teil der niederen Arbeiten bei (smow) von einem Team hochqualifizierter Vitra Eames Elephants ausgeführt.

In der Vergangenheit haben wir sie z.B. für ihre Mithilfe beim Transport von USM Haller Möbeln in unser Lager gelobt.

Nun bezog (smow) ein neues Büro auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei, einer ehemaligen Spinnerei, in der mittlerweile neben einigen Büros viele Ateliers, Galerien und Kunsträume beheimatet sind.

Es hat nicht lang gedauert, bis sich eines der von Natur aus neugierigen Tiere aufmachte und unsere neue Nachbarschaft erkundete …und dabei ganz zufällig sogar einige alte Bekannte traf.

Aber seht selbst. Die eigentlich recht scheue Art der Eames Elephants ließ sich vor lauter Freude über das neue Zuhause auf seiner Erkundungstour sogar filmen.



Monsieur Montebourg und sein Eames Lounge Chair

Friday, April 26th, 2013

Es ist bezeichnend für das Bild von Designermöbeln in unserer Gesellschaft, dass Medien aus ganz Europa den Fakt aufgegriffen haben, dass der französische Wirtschaftsminister, Arnaud Montebourg, in Zusammenhang mit dem kürzlich veröffentlichten Wohlstandsbericht des französischen Kabinetts zugab, er besitze einen Eames Lounge Chair.

Spiegel Online illustrierte den Wohlstandsbericht sogar zeitweise mit einem Bild eines solchen Eames Lounge Chairs.

vitra eames lounge chair

Der Eames Lounge Chair. Ähnlich dem von Arnaud Montebourg.

Während die Faszination für Monsieur Montebourg und seinen Eames Lounge Chair fast sicher mit der Tatsache zusammenhängt, dass es sich dabei um eine der wenigen Enthüllungen bei der ganzen Sache handelt – auch wenn die Enthüllung kein Teil des offiziellen Dokuments ist, sondern eigentlich aus einem Interview in der Zeitung Le Monde stammt -, offenbart sie gleichzeitig die weitläufige Meinung über den Besitz von Designermöbeln als einen Indikator von unerreichbarem und irgendwie ungerechtem Reichtum.

Ja, so ein Ojekt wie der Eames Lounge Chair kostet mehr als die meisten Menschen normalerweise für ein Möbelstück ausgeben würden. Aber wenn man mal eine Kosten-Nutzen Rechnung macht, ist es, verglichen mit den Alternativen, plötzlich gar nicht mehr soooo viel. Die Investition in einen Eames Lounge Chair ist eine Investition in ein Objekt, das einen nicht nur bis zum letzten Atemzug begleitet, sondern darüber hinaus auch noch den eigenen Kindern erhalten bleiben wird.

Und dann ist da noch die materielle Investition. Wenn man sich den Bericht des Ministeriums ansieht, findet man z.B. heraus, dass der Europaminister Thierry Repentin 2009 einen Renault Scenic für 26.700 Euro kaufte. Der ist jetzt noch 8.500 Euro wert. Der Eames Lounge Chair hingegen, den Arnaud Montebourg 1988 für ca. 4.300 Euro gekauft hat, wird kaum einem Wertverlust von 66% unterlegen haben. Und wünschen wir uns nicht alle Politiker, die vernünftige ökonomische Entscheidungen treffen? Vor allem in der aktuellen Lage?

Für uns ist ein Teil des Problems, der zu der Faszination für den Besitz eines Designklassikers wie dem Eames Lounge Chair führt, wie solche Produkte beworben oder generell in den Medien präsentiert werden. Viel zu oft werden Designermöbel als etwas übernatürliches präsentiert, als etwas exklusives und nichts für so jemanden wie dich und mich. Wie wir bereits sagten – und wiederholen werden bis unsere Zähne ausfallen – wenn sich Hersteller der ermüdenden, von Agenturen erschaffenen Bilderwelt verweigern würden und sich dafür darauf konzentrieren würden, die Qualität der verwendeten Materialien, der angewandten Handwerkskunst, die Dauer des Designprozesses, die Investitionen in die Maschinen, die für die Herstellung benötigt werden usw. usf. zu erklären, würde die Öffentlichkeit auch den Preis nachvollziehen können. Und würden sich so ein Objekt vielleicht sogar als einen Hauch von Luxus in ihrem grauen, unerfüllten Leben wünschen.

In diesem Zusammenhang kann im Lounge Chair Atelier im VitraHaus eine wunderbare Entwicklung beobachtet werden, da es dort dem Besucher seit einiger Zeit nicht nur möglich ist, zu sehen und zu fühlen, wie ein Vitra Lounge Chair hergestellt wird, sondern auch mit den Mitarbeitern zu sprechen und ein bisschen mehr über die Menschen hinter dem Produkt zu erfahren.

Von daher sagen wir, lassen Sie Monsieur Montebourg in Ruhe! Er hat unserer Meinung nach sehr weise und vernünftig investiert.

Und was die Dekadenz angeht: Justizministerin Christiane Taubira gab zu, drei Fahrräder zu besitzen. Drei Fahrräder!!!

Qu’ils mangent de la brioche! Also echt…!

Vitra Eames Lounge Chair Chemnitz

Ein Vitra Eames Lounge Chair White. Hier bei der Ausstellung Eames by Vitra im Wasserschloß Klaffenbach, Chemnitz



Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz: Eames by Vitra

Monday, March 11th, 2013

Bis zum 9. April wird im Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz die Ausstellung “Eames by Vitra“, präsentiert von (smow) Chemnitz, gezeigt.

Wie bereits in unserem ersten Post erwähnt, gibt “Eames by Vitra” einen vollständigen Überblick über den Charles-und-Ray-Eames-Stuhl-Kanon, der durch Texte, Fotografien und Videos vervollständigt wird, die den Hintergrund zum Eames Studio erklären. Es ist keine Ausstellung, die das komplette Phänomen Charles und Ray Eames erklärt, aber das behauptet sie auch nicht. Es geht ganz um die Stühle.

“Eames by Vitra” im Wasserschloss Klaffenbach ist über drei Räume verteilt, was den positiven Nebeneffekt hat, dass der Besucher auf eine Reise durch das Eames’sche Werk geschickt wird. Jeder Raum hat seine eigene Atmosphäre, seinen eigenen Charakter und das ist bezogen auf die Ausstellung ein Umstand, der zusammen mit den offenen Räumen, den Eindruck erweckt, die Ausstellung sei viel größer als sie ist.

Und sie ist nicht groß. Sie ist intensiv, aber nicht groß.

Trotz allem zeigt “Eames by Vitra” recht viel aus dem Werk der Möbeldesigner: Eames Sperrholz, Plastic und Aluminium Chair Kollektionen, neben der La Chaise Liege, den Stools und natürlich dem Eames Lounge Chair. Außerdem gibt es genug Eames Elephants in der Ausstellung, um einen Wasserschloss Klaffenbach Safari Park aufzumachen.

Wenn wir etwas bemängeln würden (und uns ist durchaus bewusst, was es bringt, wenn wir uns beschweren…) wäre es, dass das erste Ausstellungsstück, das man sieht, ein Eames Plastic Chair ist. Denn es ist nicht nur so, dass die Eames Geschichte chronologisch mit den Sperrholzstühlen beginnt. Um das Eames Ouvre zu verstehen, muss man auch die Eames Plywood Chairs verstehen. Daher würde es für uns mehr Sinn ergeben, mit dem gebogenen Sperrholz zu beginnen. Aber das sehen wahrscheinlich nur wir so.

Und wie immer sind wir mehr als froh darüber, dass sich ja jeder Besucher seine eigene Meinung bilden kann… Um uns dann zu sagen, dass wir falsch liegen.

“Eames by Vitra” ist bis zum 9. April 2013 im Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz zu sehen.

Weitere Informationen unter www.wasserschloss-klaffenbach.de

“Eames by Vitra” ist eine Co-Produktion zwischen der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH und (smow) Chemnitz.



Eames by Vitra, Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz

Monday, February 25th, 2013

Vor ein paar Jahren gab es vom N.W.A. Frontmann Ice Cube einen kleinen Film, der den Designern Charles und Ray Eames gewidmet war. Ausnahmsweise mal ein Video von ihm, das ohne AK Maschinengewehr auskommt…

Wir hätten nicht gedacht, dass dem Paar nach Ice Cubes Tribut noch einmal etwas passieren könnte, was in einem ähnlich überraschenden kulturellen Kontext zu verorten ist. Aber siehe da. Am Donnerstag, den 7. März, wird die Ausstellung “Eames by Vitra” im Wasserschloss Klaffenbach in Chemnitz eröffnet.

Eine Charles und Ray Eames Ausstellung. In Chemnitz.

Eames by Vitra exhibition

Eames by Vitra. Hier bei einer vergangenen Ausstellung.

Die Geschichte der Möbeldesigner Charles und Ray Eames begann mit Hermann Miller.Die Geschichte von Vitra, Eames‘ Möbelhersteller in Europa, begann wiederum, als Vitra Gründer Willi Fehlbaum von einem Taxi aus einen flüchtigen Blick auf einen Eames Stuhl in einem New Yorker Schaufenster erhaschte. Der Rest ist Geschichte…

Im Gegensatz zu einem Ice Cube Video fiel damals kein Schuss aus dem Auto, niemand rannte, fiel zu Boden, schrie oder fluchte.  Im Falle der Eames-Geschichte entwickelte sich ein beiläufiger Blick aus dem fahrenden Auto vielmehr in eine von gegenseitigem Respekt bestimmte, beständige Beziehung. Eine Beziehung, die viel mehr war, als das Geschäft, das sie entstehen ließ; es entwickelte sich eine echte Freundschaft, von der stets beide Seiten profitierten. Und so trifft Rolf Fehlbaum, Sohn von Willi Fehlbaum und Vitra Vorstandschef, wichtige Entscheidungen immer noch nach der Philosophie “Was würden Charles und Ray Eames sagen?”.

Kurz nach seinen Tod schrieb die Tochter von Charles Eames, Lucia: Das Vertrauen, das die Eames in Vitra setzten, wurde mit der Loyalität und Hingabe der Fehlbaums mehr als belohnt. Rolf Fehlbaum hielt das Versprechen, das er Ray gab, der beste internationale Botschafter der Ideen von Charles und Ray Eames zu sein…

Teil dieses Versprechens ist die Ausstellung Eames by Vitra.

Mit der kompletten Charles und Ray Eames Sitzmöbel-Kollektion, die durch einige ihrer Tische und Sideboards vervollständigt wird, ist Eames by Vitra eine umfangreiche, aber kompakte Einführung in das Schaffen des Designstudios, das fraglos eines der wichtigsten Mitte des 20. Jahrhunderts war.

Neben den Eames Möbeln zeigt die Ausstellung außerdem Fotos, Hintergrundtexte, Ray Eames Grafikdesigns und Videos von und mit Charles und Ray Eames, alles, was hilft, das Paar und ihren Kanon in den Kontext ihrer Zeit einzuordnen. Ein besonderes Highlight ist ein Beispiel der Beinschienen aus verformtem Sperrholz, die Charles Eames für die US Army entworfen hat – Beinschienen, die schließlich Beginn der ganzen Geschichte waren, da sie bewiesen, dass Charles Eames’ Formverfahren nicht nur funktioniert, sondern sich auch für die Serienproduktion eignet. Und es brachte dem jungen Charles und der jungen Ray Eames – nicht ganz unwesentlich – Geld ein.

In unserem Interview mit Antonio Citterio, beschrieb Citterio Charles Eames als “…einen unglaublichen Designer und Visionär und ohne Frage einen der Besten des 20. Jahrhunderts.”

Schaut man sich Eames by Vitra an, kann man da nur schwer widersprechen.

Wir sind ziemlich sicher, dass selbst ein abgebrühter Gangster wie Ice Cube zweimal überlegen würde, bevor er die Straßen von South Central LA Richtung Südwestsachsen verlassen würde. Sogar, wenn es um eine Charles und Ray Eames Ausstellung geht. Wir gehen aber auf jeden Fall hin.

Und wenn es soweit ist, werden wir “straight outta” Chemnitz posten.

Eames by Vitra kann vom 8. März bis zum 7. April 2013 im Wasserschloss Klaffenbach, Wasserschloßweg 6, 09123 Chemnitz besucht werden.

Weitere Informationen unter: www.wasserschloss-klaffenbach.de

Im Sinne der Vollständigkeit, ist noch zu erwähnen, dass Eames by Vitra im Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz in Zusammenarbiet mit (smow) Chemnitz  entstanden ist.

Eames by Vitra exhibition chairs

Eames by Vitra. Erneut ein Bild einer vergangenen Ausstellung.



GRASSI Museum für Angewandte Kunst zu Leipzig: Die Essenz der Dinge: Design und die Kunst der Reduktion

Friday, April 27th, 2012

Bis zum 16. September 2012 gastiert das Vitra Design Museum im GRASSI Museum für Angewandte Kunst zu Leipzig und präsentiert die Ausstellung Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion.

Im Sinne der Ausstellung halten wir auch unseren Post reduziert und verweisen schlicht auf unseren Beitrag über Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion im Vitra Design Museum in Weil am Rhein von 2010.

Paul Weller findet es lächerlich von ihm zu erwarten, heute noch Songs zu singen, die er mit 18 geschrieben hat. Schließlich habe sich seine Sicht auf die Welt seitdem nicht unwesentlich verändert. In diesem Sinne stimmen auch wir nicht mehr mit allem überein, was wir 2010 geschrieben haben, aber im Großen und Ganzen repräsentiert der Post auch heute noch ganz gut unsere Meinung zur Ausstellung.



Passenger Terminal Expo 2012: Pascal Berberat, Vitra Airport Division

Saturday, April 14th, 2012

Wahrscheinlich schreiben wir so viel über Designermöbel an Flughäfen, weil wir so viel Zeit auf Flughäfen verbringen… und entsprechend viel darüber nachdenken, was uns da geboten wird. Denn wenn man in Frankfurt fünf Stunden Verspätung hat, möchte man natürlich sicher gehen, dass der Sitz bequem ist. Wenn man die Nacht am Kopenhagener Flughafen verbringen muss, möchte man ebenfalls sicher gehen, dass der Sitz bequem ist. Wenn man… naja, ihr wisst schon was wir meinen…

Aber nicht nur wir verbringen immer mehr Zeit an Flughäfen. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Flugreisenden dramatisch gestiegen – und steigende Passagierzahlen bedeuten natürlich auch eine wachsende Nachfrage an Flughäfen und der dazugehörigen Infrastruktur. Und wie bei all solchen Architekturprojekten wünschen sich die Eigentümer und Betreiber ein gleichermaßen bekanntes wie einzigartiges Interieur.

Die größte und wichtigste Messe für Flughafenbetreiber ist die Passenger Terminal Expo. Neben Unternehmen, die Lösungen für die Gepäckabfertigung und Beschilderung anbieten, sind auch Designermöbelhersteller wie Vitra oder USM Haller feste Bestandteile der Messe.

Die Passenger Terminal Expo 2012 wird vom Flughafen Wien veranstaltet. Vor der Show sprachen wir mit Pascal Berberat, dem Leiter der Vitra Airport Division, über Möbel, die Zusammenarbeit mit Alberto Meda und – was für uns am wichtigsten ist – wieso die Sitze in Flughäfen eigentlich immer Armlehnen haben. Doch wieso brauchte ein weltweit agierendes Unternehmen wie Vitra eigentlich eine spezielle Flughafenabteilung?

Pascal Berberat: Das Flughafen-Business ist weltweit ziemlich gleich. Während die Wahl der Möbel für den Hausgebrauch oft durch kulturelle Aspekte beeinflusst wird, sind Flughäfen überall weitgehend gleich und stellen unabhängig von ihrem Standort die gleichen Anforderungen. Vitra hat ein internationales Netzwerk von Vertretern und Fachhändlern für Home- und Office-Möbel, aber für den Bereich ist es sinnvoller, eine zentrale Flughafenabteilung zu haben. Außerdem gehören zu einem Flughafen ja nicht nur Abflughallen; er ist eher wie eine kleine Stadt mit Geschäften, Apotheken, Restaurants usw… also ganz vielen Bereichen, in denen Möbel gebraucht werden. Deshalb kann Vitra jede Menge Lösungen und Erfahrung für alle Arten von Möbeln anbieten.

(smow)blog: Bleiben wir bei Abflughallen. Was ist für Sie das wichtigste Kriterium für die Flughafen-Bestuhlung?

Pascal Berberat: Für mich ist das die Kombination aus den sich manchmal widersprechenden Bedürfnissen des Kunden nach Wohlbefinden und den Effizienzbestrebungen der Flughafenbetreiber.

(smow)blog: Zusätzlich zu den speziell entworfenen Produkten wie der Airline-Reihe von Sir Norman Foster bieten Sie auch verschiedene Klassiker von Vitra an, zum Beispiel Maarten Van Severen als Flughafensitze. Ist das wirklich nötig? Wieso bleiben Sie nicht bei einem einzigen, speziell entworfenen Produkt?

Pascal Berberat: Heutzutage spricht ja jeder über Umweltschutz und Nachhaltigkeit – ein Thema, das auch in den Vitra-Prozessen seit Jahrzehnten fest verankert ist. Aber sich aktiv für Nachhaltigkeit zu engagieren, heißt nicht nur, erneuerbare Rohstoffe zu verwenden, die Abfallentsorgung zu optimieren, Produkte mit einer langen Lebensdauer zu entwerfen, usw., sondern auch, seinen Kunden optisch nachhaltige Produkte anzubieten. Wir haben alle schon mal etwas weggeworfen, das noch funktioniert hat, oder noch in einem guten Zustand war, weil es einfach aus der Mode gekommen war. Durch die Arbeit mit verschiedenen Designern, insbesondere mit den “alten Meistern” wie George Nelson, Jean Prouvé oder Charles & Ray Eames haben wir gelernt, wie wichtig es ist, Produkte zu entwickeln, die nicht nur lange halten, sondern auch optisch nachhaltig sind. Wenn man bedenkt, dass 90% der CO2-Emissionen während des Fertigungsprozesses eines Produktes entstehen, muss man sich fragen was umweltfreundlicher ist: ein Produkt für Jahrzehnte zu benutzen oder es alle fünf Jahre zu ersetzen, weil es veraltet ist? Vitras Vorgeschichte mit den alten Meistern kombiniert mit der Frische zeitgenössischer Designer und Ingenieure ermöglicht es uns, Produkte zu entwickeln, die das Potenzial dazu haben, die Klassiker der Zukunft zu werden.

(smow)blog: Das bringt uns direkt zur nächsten Frage… Sie haben doch kürzlich mit Alberto Meda an der Meda Gate-Serie gearbeitet. Wieso gerade mit ihm? Immerhin ist er ja eher für seine Büromöbel bekannt?

Pascal Berberat: Alberto Meda hat schon bei vielen Projekten mit Vitra zusammengearbeitet und schon sehr erfolgreiche Konzepte für uns entworfen. Er ist Designer und Ingenieur, weshalb er perfekt für die Umsetzung der spezifischen Anforderungen eines Flughafensitzes geeignet ist. Dank seiner hervorragenden Fähigkeiten als Ingenieur haben wir bei Meda Gate ein Produkt, das nicht nur der außergewöhnlich intensiven Nutzung auf Flughäfen genügt, sondern auch Komfort in sehr eleganter Optik bietet. Außerdem muss man sagen, dass er abgesehen von seiner technischen Kompetenz eine sehr charismatische Person ist und es eine echte Freude ist, mit ihm zu arbeiten!

(smow)blog: Letzte Frage: Sie haben uns schon gesagt, was Sie an Flughafensitzen wichtig finden; jetzt sind wir an der Reihe. Was uns wirklich nervt sind die Armlehnen an den Stühlen. Wieso wollen Sie uns denn nicht schlafen lassen?

Pascal Berberat: Wenn die Leute auf Flughäfen auf den Bänken liegen, nimmt eine Person eine ganze Bank ein, und dann würden die Kapazitätsberechnungen des Flughafens nicht mehr stimmen. Man hat dann drei Sitze, aber nur einen Nutzer. Stattdessen bieten wir in den Airline- und Meda Gate-Reihen Liegesitze in Bereichen an, in denen besonders viele Transitpassagiere erwartet werden…

Passenger Terminal Expo Vitra Airport Division, MedaGate

Vitra Airport Division. Hier bei der Passenger Terminal Expo 2011 in Kopenhagen

Passenger Terminal Expo Alberto Meda Meda Gate Vitra

Meda Gate von Alberto Meda für Vitra

Passenger Terminal Expo 2012 Pascal Berberat Vitra Airport Division Suita

Neben den Abflughallen haben Flughäfen außerdem VIP- und Airline-Lounges, die möbliert werden müssen - zum Beispiel mit Suita von Antonio Citterio.



(smow) Sommertour 2011: Burg Giebichenstein Halle

Friday, August 19th, 2011

Nachdem wir bereits der Bauhaus Universität Weimar, Fachhochschule Potsdam, Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der Universität der Künste Berlin einen Besuch abgestattet hatten, führte uns die letzte Etappe unserer Sommertour 2011 zur Burg Giebichenstein Halle.

Vielleicht ist das unsere Meinung, aber wir glauben wirklich, dass die Studenten der Burg Giebichenstein mehr und auch vielfältigere Seminare absolvieren als die Studenten aller anderen Unis die wir besichtigt haben – zumindest im Hinblick auf ihre Jahresendpräsentationen.

Ob es nun Plattenhüllendesigns sind oder Stücke die sich an Obst und Gemüse orientieren oder eine Lampe, die Isamu Noguchi entworfen hätte, wenn er noch leben würde – jeder Raum jedes Gebäudes scheint mindestens eine Ausstellung zu beherbergen. Oder zwei.

Unsere Aufmerksamkeit haben vor allem “Eine Bank für zwei” und “Bodenreform” auf sich gezogen.

Bei “Eine Bank für zwei” waren die Studenten aufgefordert, eine Bank für zwei prominente “Kreative”, also Designer, Architekten, Musiker, Schauspieler o.ä. zu entwerfen. Die Banken sollten sowohl den Charakter ihrer Nutzer als auch ihre Beziehung zueinander in der Formensprache und im Material widerspiegeln.

Ein schönes kleines Projekt also, bei dem die Studenten entdecken konnten, wie sie die Arbeit und das Wesen der Menschen verstehen, die sie als Referenz genommen haben, und dadurch auch ihre eigenen Techniken verbessern können.

Und wir durften die Ergebnisse bewundern!

Neben tollen Bänken für Gerrit Rietveld und Charles Eames oder Konstantin Grcic und Dieter Rams war unser Highlight Elias Betkas Bank für Charles und Ray Eames: ein Zweisitzer-RAR. Die Idee hat uns von den Socken gehauen und uns ins Grübeln gebracht: Inwieweit könnte – oder würde – Vitra jemals die Arbeiten von Ray und Charles Eames weiterentwickeln?

Elias Betka's bench for Charles and Ray Eames, Burg Giebichenstein Halle 2011

Elias Betkas Bank für Charles und Ray Eames, Burg Giebichenstein Halle 2011

Bei “Bodenreform” ging es offiziell um Böden, Bodenbeläge und ihre Rolle in Architektur und Design, aber das Projekt, das uns am besten gefallen hat, hat nicht wirklich in die Aufgabenstellung gepasst. (Soweit wir das beurteilen können.) Das konnte aber der Genialität von Hobo von Julian Heckel keinen Abbruch tun.

Hobo erinnert an eine viktorianische Staffeleiadaption für wandernde Dichter. Der kleine Tisch kann – flach zusammen gefaltet – auf den Rücken geschnallt und – auseinander geklappt – gegen einen Baum o.ä. gelehnt werden. Dazu gehört auch ein kleiner Sitz, der gefällt uns nicht so. Aber der Tisch ist fantastisch.

Außerdem hat uns Ausgewachsen von Annika Marie Buchberger gefallen – mit einer kleinen Einschränkung. Die Masterarbeit umfasst eine Serie von Kindermöbeln, bei denen verschiedene Elemente mit einem universellen Gestell kombiniert werden können. Gute Idee, schön ausgeführt. Allerdings gibt es das Gestell in drei Größen, wobei die Beine nicht ausgetauscht werden können. D.h. die Höhe der Objekte kann nicht variiert werden, es sei denn man hat alle drei Gestelle/Größen. Austauschbare Beine wären vielleicht sinnvoller gewesen. Ist nur unsere Meinung und wir hatten trotzdem große Freude an dem Projekt.

Igi by Constanze Hosp, Burg Giebichenstein Halle 2011

Igi von Constanze Hosp, Burg Giebichenstein Halle 2011

Ein anderes Kinderprojekt – und davon gab es viele (Ist Halle eine besonders kinderreiche Stadt oder sind die Studenten der Burg Giebischenstein nur besonders fruchtbar?) – war Igi von Constanze Hosp.

Eltern die mit einem kleinen Baby Fahrrad fahren wollen, müssen normalerweise auf einen Anhänger oder (riskant!) den normalen Babycarrier zurückgreifen.

Igi ist ein Babycarrier mit Hartschale, sodass das Kind beim Radfahren sicher am Körper liegt. Und nicht nur beim Radfahren, auch in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln kann Igi jungen Eltern etwas mehr Sicherheit und Vertrauen geben.

Es gab also viele Highlights auf der Burg Giebichenstein, aber eine Sache hat uns irritiert: Wo war die Ausstellung der Produktdesignabsolventen? Gut, wir hatten sie schon auf dem DMY gesehen, aber wir hatten uns doch darauf gefreut, ein paar der Produkte in Halle etwas näher unter die Lupe nehmen zu können. Aber weit und breit war nichts von den Absolventen zu sehen und keiner konnte uns sagen, wo sie sind. Schade!

Trotzdem war die Giebichenstein-Jahresausstellung 2011 ein mehr als würdiger Abschluss unserer Sommertour und hat uns gut auf unseren Herbstmarathon vorbereitet.

Wie immer gibt es eine kleine Bildergalerie auf Facebook: facebook.com/smowcom

Und kann jemand diesen Stuhl identifizieren ⇓ ?

An unidentified chair - a regukar sight on the Burg Giebichenstein Halle campus

Ein unidentifizierter Stuhl - sieht man öfter auf dem Campus der Burg Giebichenstein Halle



Ein Jahr VitraHaus: Ein Interview mit Eckart Maise

Thursday, June 9th, 2011

Im Februar hat das VitraHaus in Weil am Rhein seinen ersten Geburtstag gefeiert.

Wir haben mit Vitras Chief Design Officer Eckart Maise über ein Jahr VitraHaus und die Pläne für die Zukunft gesprochen.

(smow)blog: Das VitraHaus is jetzt ein Jahr alt. Sind Sie zufrieden mit dem ersten Jahr?

Eckart Maise: Ja, das VitraHaus ist ein voller Erfolg. Wir hatten sowohl von der Anzahl der Besucher als auch was das Feedback angeht eine sehr positive Resonanz. Die Zahl der Besucher des Vitra Campus hat sich zum Beispiel seit der Eröffnung des VitraHauses verdreifacht. Wir hatten etwa 350000 Besucher im letzten Jahr, was unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Einen Anstieg hatten wir erwartet, aber nicht in diesen Dimensionen.

(smow)blog: Ist die Marke Vitra dadurch auch bekannter geworden?

Eckart Maise: Ja, auf jeden Fall. Das kann man zum Beispiel sehr stark an der Presseresonanz zum VitraHaus messen. Ich bin seit 16 Jahren bei Vitra und in dieser Zeit war das VitraHaus das erste neue Gebäude auf dem Vitra Campus. Die Berichterstattung hat eine ganz andere Dimension als bei einem neuen Produkt.

(smow)blog: Inwieweit sind Vitras Möbeldesigner im VitraHaus involviert? Entscheiden sie mit über die Inneneinrichtung?

Eckart Maise: Die Einrichtung wird prinzipiell von unseren hauseigenen Innenarchitekten und Stylisten organisiert. In den Bereichen, in denen ein Produkt im Mittelpunkt steht, sind manchmal auch die Möbeldesigner involviert, so wie derzeit beim Suita Sofa. Wir haben im Vorfeld mit Antonio Citterio gesprochen, seine Meinung eingeholt und dann ein paar Dinge optimiert. Viele der Designer stehen aber auch in regelmäßigem Kontakt zu unseren Inneneinrichtern, sodass immer ein Austausch von Ideen stattfindet.

(smow)blog: Im VitraHaus gibt es einige Produkte, die keine Vitra-Designs sind. Spin von Tom Dixon fällt uns zum Beispiel immer ins Auge…

Eckart Maise: …Ja, das ist ein bewusstes Gestaltungselement in der Wohneinrichtung, Die Collage ist das Einrichtungsrezept was unserer Haltung am besten entspricht. Die Qualität einer Einrichtung entsteht durch die Vielfalt, Vielfalt auch in Bezug auf die Herkunft der einzelnen Stücke. Eine reine Vitra-Einrichtung ist nicht notwendigerweise die beste. Und hier im VitraHaus haben wir Leuchten, Accessoires, Textilien etc. von anderen Herstellern die die Vitra-Produkte ergänzen.

(smow)blog: Wird es in Zukunft einen Bereich im VitraHaus geben, den einzelne Designer ausstatten können?

Eckart Maise: Ja, das ist in Planung. Tatsächlich war das von Anfang an vorgesehen, aber bisher nicht realisiert. Wir wollen kein Museum sein, in dem es eine Bouroullec-Ausstellung oder eine Citterio-Ausstellung gibt. Aber natürlich kann man die Designer, die in Interieurs aktiv sind, zum Beispiel die Bouroullecs, bitten einen Bereich zu gestalten – unter der Bedingung dass es keine Monografie ihrer Arbeit wird sondern eine Collage mit Produkten anderer Vitra-Designer.

(smow)blog: Zum Beispiel eine Mustereinrichtung für ein 20 m² Loft?

Eckart Maise: Genau. Es gibt verschiedene Überlegungen und wir starten hoffentlich in den nächsten Monaten damit.

(smow)blog: Eine andere Erweiterung des Vitra Campus ist das Vitra Atelier. Im Moment kann man sehen, wie ein Eames Lounge Chair zusammengebaut wird. Soll das Konzept erweitert werden?

Eckart Maise: Das Konzept ist zwar flexibel, aber momentan wird es auf den Lounge Chair beschränkt bleiben. Für uns ist wichtig, dass die handwerkliche Qualität wahrgenommen wird, die in diesem Produkt steckt, und dass die Produkte hier in Weil am Rhein und nicht China oder anderswo hergestellt werden. Die Kunden haben außerdem die Möglichkeit, die Fertigung ihres eigenen Lounge Chair zu beobachten. Sie können am Vormittag ins VitraHaus kommen, ihre Bestellung aufgeben, zusehen, wie der Lounge Chair zusammengebaut wird und ihn am Nachmittag mit nach Hause nehmen. Der Eames Lounge Chair gehört wahrscheinlich zu den Objekten zu denen die Besitzer die größte emotionale Bindung haben und die eine zentrale Rolle in ihrer Einrichtung einnehmen. Deshalb ist er für uns das perfekte Objekt für das Vitra Atelier.

Since over one year part of teh Weil am Rhein landscpae - VitraHaus

Seit über einem Jahr ein Teil der Landschaft bei Weil am Rhein - VitraHaus

Vitra Atelier - Loung Chair construction LIVE!

Vitra Atelier - Eames Lounge Chair Montage LIVE!



Ray und Charles Eames: Wie der Architekt und die Künstlerin das Möbeldesign revolutioniert haben

Thursday, June 9th, 2011

Plywood Chair from Vitra

Plywood Chair von Vitra

Ray und Charles Eames könnten gut als Multitalente beschrieben werden. Das amerikanische Designerpaar hat funktionale Möbel mit globalen Anklang entworfen, avantgardistische Filme gedreht, Kinderspielzeug gestaltet und waren für das Eames House und das Entenza House in Los Angeles verantwortlich.

Charles Eames (1907-1978) hat an der Washington University in St. Louis Architektur studiert, bevor er aufgrund eine Stipendiums und darauffolgende Position als Lehrer an der Cranbrook Academy of Art nach Michigan wechselte, wo er seine zukünftige Frau, die Malerin Ray Kaiser (1916-1988) traf. Zusammen mit Eero Saarinen, einem berühmten finnischen Architekten, der zuerst Charles’ Lehrer und später ein geschätzter Kollege war, hat Eames mit laminiertem Sperrholz experimentiert. Die Möbel, die daraus entstanden, haben den “Organic Design in Home Furnishings”-Wettbewerb des New York Museum of Modern Art gewonnen. Die Stühle in der Eames Sperrholz-Gruppe haben eine charakteristische Form, die sich am menschlichen Körper orientiert, so dass man sagenhaft bequem darauf sitzt.

Eames Lounge Chair by Vitra

Eames Lounge Chair White von Vitra

1941 haben Ray Kaiser und Charles Eames geheiratet und ein Designstudio gegründet. Während des zweiten Weltkriegs haben sie ihre Erfahrung mit Sperrholz dazu genutzt, Flugzeugteile, Tragen und Beinschienen für die US Army herzustellen. Außerdem haben sie begonnen, mit Fiberglas und Aluminiumguss zu experimentieren. Das bekannteste Ergebnis dieser Experimente war — und ist — der  “Lounge Chair” von 1956.

Der amerikanische Möbelhersteller und Pionier  Herman Miller bot Charles und Ray Eames seine Zusammenarbeit an. Zusammen mit Miller und dessen leitendem Designer George Nelson wurde nicht nur der Lounge Chair weiterentwickelt und perfektioniert, sondern es wurde auch eine ganze Reihe Eames-Kreationen entwickelt und produziert. Trotz des wachsenden kritischen und kommerziellen Erfolges ihrer Arbeit, haben Charles und Ray Eames nie ihren zentralen Fokus auf Qualität und Ästhetik in einem Produkt, das möglichst einfach gebaut werden kann, verloren. Die Kooperation mit Herman Miller hat die Eames-Werke über Millers Partner Vitra auch nach Europa gebracht. Vitra besitzt bis heute die exklusiven Rechte an allen Eames-Produkten in Europa und Asien.

Ray und Charles Eames (Photo: www.designmuseum.org)

Ray und Charles Eames (Photo: www.designmuseum.org)

Hier einige Stücke von Charles und Ray Eames von Vitra, die bei smow verfügbar sind:

- Plywood Group

- Plastic Group

- Fibreglass Group

- Aluminium Group

- Wire chair

- Produkte für Kinder



(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!