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(smow) Blog Best of 2011: Bookinist Cup – Die Hölle von Aschau

Monday, January 9th, 2012

Obwohl als Firmenfeier angedacht, bei der Moormann seinen Partnern, Händlern, Designern usw. für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr danken wollte, war die Die Hölle von Aschau viel mehr so etwas wie ein Familienfest und die Stimmung so warm wie ofenfrischer Apfelstrudel.

Und das trotz Schneeregen und Wind!

Diese Wärme offenbarte sich dem Zuschauer besonders als sich Nils Holger Moormann höchstpersönlich auf die Piste schwang und das Fotografenaufgebot umgehend auf ein Level anstieg, das man eher von Auftritten von George Clooney oder Brad Pitt gewohnt ist.

Das war wirklich ergreifend.

In einer Woche oder so werden wir in Köln bei der IMM sein, in einer Welt also, wo harte Geschäfte auf den Bezügen von Ledersofas fragwürdiger Qualität von unangemessen selbstüberzeugten Außendienstmitarbeitern ausgehandelt werden. In diesem Jahr mit Tablets, selbstverständlich.

Der Bookinist Cup hat uns daran erinnert, dass es so aber nicht laufen muss.

Wenn wir einmal schätzen, was der Spaß wohl gekostet hat, sind wir uns ziemlich sicher, dass das Geld, das Moorman in Die Hölle von Aschau investiert hat, gut und gerne auch für einen schönen Stand auf einer Messe gereicht hätte.

Aber wir kennen Nils Holger und seine fröhliche Schar von Moormännern gut genug, um zu wissen, dass die Wahl zwischen einer Messe und einem Rennen mit einem ihrer Möbelstücke immer auf das Rennen fallen würde.

So etwas ist nur in einer Welt möglich, in der Qualität mehr als Profit zählt – auch wenn Profit unweigerlich zu den notwendigen Dingen im Geschäft gehört; in einer Welt, in der Qualität entsteht, wenn man eine Sache mit Leidenschaft verfolgt, wenn das, was man tut, mehr als bloße Arbeit ist und wenn das einen glücklich macht.

Weil uns also Die Hölle von Aschau so nachhaltig daran erinnert, dass die Designermöbelindustrie etwas ist, das von Zeit zu Zeit wahrhaft froh stimmen kann, erhält das Rennen ganz klar einen Platz auf unserer Highlights-2011-Liste.

Für alle, die nicht dabei gewesen sind, gibt es hier den offiziellen Film vom Rennen.

 



Die Hölle von Aschau 2011 – Concours d’Élégance

Wednesday, December 21st, 2011

Abseits der Rennstrecke war ein wahres Highlight der “Hölle von Aschau” der Concours d’Élégance.

Vor dem Event hatte Moormann seinen Kunden, Partnern und Freunden Bastelsets zum Nachbau von Miniatur-Bookinisten geschickt, die “gepimpt”  zum Wettbewerb “Concours d’Élégance” eingereicht werden konnten. Sie hatten wahrscheinlich nicht erwartet, dass es so viele Einsendungen geben würde. So war die Moormann-Jury nicht nur von der hohen Resonanz beeindruckt, sondern auch von der sehr hohen Qualität der Einsendungen.

Vom Lebkuchen-Bookinisten übers Papamobil bis hin zum unsäglich plumpen und doch coolen “Bookimist” von Jehs + Laub – die Fantasie und das künstlerische Talent der Moormann-Familie scheint grenzenlos.

Es war wirklich die reinste Freude. Und die gesamte Galerie gibt’s hier.

Die Hölle von Aschau 2011 Concours d'Élégance

Die Hölle von Aschau 2011: Concours d'Élégance

Ein Bastelset landete auch im (smow)Hauptquartier.

Doch wären wir nicht (smow), wenn wir blind den Regeln folgen würden. Auch wenn die Regeln von Nils Holger Moormann persönlich stammen. Und so individualisierte auch (smow) einen Bookinisten – allerdings im Maßstab 1:1.

In den Tälern Südsachsens von ortsansässigen Handwerkern mithilfe traditioneller Herstellungsverfahren gefertigt und ganz im Gegensatz zu Moormanns Ozonschicht zerstörenden und offen gesagt total veralteten Dieselmotoren mit einem umweltfreundlichen Elektromotor ausgestattet, wurde der (smow)Bookinist…

…sofort vom Rennen disqualifiziert! Und das obwohl er mit echten Büchern bestückt war und nicht nur mit Aufklebern wie die anderen Renn-Bookinisten!

Doch nach mehrfachem Bitten und Flehen zeigte sich die Jury gnädig und entschied sich für die Einrichtung einer Extra-Kategorie für außergewöhnliche Beispiele ostdeutscher Ingenieurskunst und das (smow)Team durfte endlich in die Boxengasse, um sich für die Schlacht zu rüsten.

Als die Zeit dann kam, zeigte sich auf der engen Strecke von Aschau der unschätzbare Wert der vielen Trainingsstunden. Unter dem Jubel von Tausenden Zuschauern schaffte der (smow)Pilot die Strecke mit seinem Mobil in der beachtlichen Zeit von 1:17.65. Das wäre in einer gerechten Welt immerhin der 8. Platz gewesen.

Und als sich die übrigen Teilnehmer die Nacht um die Ohren schlugen, war das (smow)Racingteam noch immer auf den Beinen und übte auf den regennassen Pflastersteinen Aschaus.

Wie sollte es auch anders sein?

Die Hölle von Aschau 2011 smow bookinist

Die Hölle von Aschau 2011: Der (smow) Bookinist nimmt Gestalt an.

Die Hölle von Aschau 2011 smow bookinist test

Noch eine Testrunde auf dem Moormann-Parkplatz ....

Die Hölle von Aschau 2011 smow bookinist race

...und dann auf die Rennstrecke um den Bookinist Cup 2011.

Die Hölle von Aschau 2011 smow bookinist meat

Als die anderen das Essen mit allen Beteiligten am Rennen voll auskosteten...

Die Hölle von Aschau 2011 smow bookinist night

...raste (smow) noch immer durch die Nacht.



Bookinist Cup 2011: Die Hölle von Aschau

Thursday, November 10th, 2011

Vierundzwanzig Stunden bevor Sebastian Vettel in Japan seinen zweiten Formel 1-Titel besiegelte, sicherten sich Markus Jehs und Jürgen Laub den Sieg bei einem Motorsportevent, dessen Niveau um einiges höher anzusiedeln ist als das der Formel 1 und auf das Vettel selbst hofft eines Tages aufzusteigen, wenn er etwas besser fahren kann: dem Bookinist Cup.

Für viele ist der Bookinist nur ein Sessel, in dem man von seiner Lieblingsliteratur umgeben sitzen und lesen kann. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine fiese Marketing-Verschleierungstaktik.

Allein der Stil, in dem Nils Holger Moorman seinen Streitwagen 2008 erstmals in Mailand präsentierte verriet seine wahren Absichten.

Aber die Redakteure der Hochglanzmagazine und die Praktikanten hinter den oberflächlichen Designblogs waren – wie bei so vielen Werken Moormanns – einfach nicht in der Lage, die wahre Größe dieser Kreation zu verstehen. Und so war das Unternehmen gezwungen, das Marketing etwas zu mäßigen und den Bookinist als ein familienfreundliches Produkt zu vertreiben; also als etwas, das auch die Oma benutzen könnte.

Insider und Adrenalinjunkies wissen es aber besser. Die Hartgesotteneren unter ihnen nahmen Nils Holger Moormanns Herausforderung zum Kampf an.

Die Hölle von Aschau Nils Holger Moormann

Der Herausforderer: Nils Holger Moormann

Beim Bookinist Cup 2011 versammelten sich zwanzig internationale Teams in Aschau unter dem Uhrenturm gegenüber der Festhalle zum Kampf – miteinander und mit dem wahrscheinlich abwegigsten und gnadenlosesten Transportvehikel seit Erfindung des Esels.

Obwohl uns der erste Schnees des Winters von den Gipfeln der Chiemgauer Alpen verhöhnte und dunkle Wolken noch Schlimmeres erahnen ließen, meinte Petrus es gut mit den Wettkämpfern und es blieb fast während des ganzen Rennens freundlich.

Die trockene Fahrbahn nützte dem ersten Team aber leider nichts. Das “Tuktuk-Racing” Team zerstörte in einem dramatischen Auftakt den Bookinist – mangelhafte Fahrkünste, die zu einer unliebsamen Begegnung mit den Strohballen und zur Abtrennung des Vorderrads vom Fahrgestell führten.

Glücklicherweise hatte das Moormann-Designteam nicht nur zwei Bookinisten für das Rennen präpariert, sie können sogar auch schweißen. Sogar schnell. Und so konnte der Wettbewerb nach einer kurzen Safety-Car-Phase ungehindert fortgesetzt werden.

Nach Robert Widmann & David Fencher, Bibs Hosak-Robb & David Robb und Gabriele & Matthias von Schweinitz, betrat Nils Holger Moormann höchstselbst die Arena. Falls Euphorie jemals Grenzen gekannt hat, so hat sie an jenem kalten Nachmittag in Südbayern neue Sphären erreicht.

Moormann fuhr seinen persönlichen Bookinist, ein Vehikel, das er tatsächlich dazu benutzt, jeden Tag zur Arbeit zu fahren. Moormanns Leistung war leider weniger triumphierend als sein Empfang an der Startlinie:  Seine Maschine lief nicht optimal, was womöglich daran lag, dass der falsche Kraftstoff getankt wurde. Das war vom Streckenrand aus schwer zu sagen.

Nachdem der Herausforderer geschlagen war, oblag es den übrigen Teilnehmern um die Krone zu kämpfen. Erika und André Küchler machten der Schweiz alle Ehre, wärend Saskia Kaptein & Just Haasnoot viele der Vorurteile niederländischen Fahrern gegenüber  erfolgreich widerlegten. Doch letztlich konnte niemand sich mit der Geschicklichkeit, der Anmut und den stählernen Nerven des Stuttgarter Designstudios Jehs und Laub messen.

Der Bookinist war niemals eine Bestie, die gezähmt werden musste. Es gibt kein Buch über den “Bookinist-Flüsterer” und wir können uns auch nicht vorstellen, das es so was jemals geben wird. Und doch gebührt all jenen Respekt, die der Hölle von Aschau entronnen sind, um ihre Geschichte zu erzählen. Wir ziehen den Hut vor euch!

Und ja, das Team (smow) war auch da… aber das ist eine andere Geschichte für einen anderen Tag.

Der Vollständigkeit halber gibt es eine Liste aller Teams und Zeiten unter: www.die-hoelle-von-aschau.de

Hier die vier Gewinner:

Schnellstes Team: Stuttgarter Höllenhunde (Markus Jehs & Jürgen Laub)

Bester Stunt: Die Molitomähns (Frank Leukers & Jürgen Kupfer)

Eleganteste Performance: Vatikan Racing – Der eilige Stuhl (Klaus Wolter & Mark Bruckmann)

Meiste Kontakte mit den Strohballen: Ratz-Fatz-Team (Alex Seifried & Stephan Scholl)

 

 



Ein beschaulicher Samstag im Oktober mit Nils Holger Moormann. Intro

Tuesday, October 18th, 2011

Als wir uns in einem Kühlhaus in Wien Ljod von Copa anschauten, haben wir irgendwie geahnt, dass das eine Art Training für den näherrückenden Winter sein würde.

Wir hätten nur nicht gedacht, dass der Winter sooo schnell kommen würde.

Keine 72 Stunden später standen wir auf dem Bahnhof in Prien in Chiemgau. Außentemperatur 4 Grad. Bei Ankunft in Aschau rieselte dann der erste Schnee auf die Spitzen der Chiemgauer Alpen. Und wir mussten ernsthaft in Erwägung ziehen, auf lange Hosen umzusteigen.

kampenwand Chiemgauer Alpen Aschau

Der erste Schnee dieses Winters auf der Kampenwand in Aschau

Als wir in unserer Unterkunft ankamen, fragte uns die Wirtin, was uns denn ins tiefste Bayern verschlagen hätte. “Wir fotografieren Möbel” war unsere halb-gelogene Antwort.

“Ah, bei Moormann” sagte sie.

Es gibt auch noch andere Möbelhersteller in Aschau; aber es war irgendwie beruhigend zu hören, dass es in den Augen der Einheimischen nur  die Produkte von Nils Holger Moormann wert sind, durch halb Europa zu reisen um sie zu fotografieren.

Um ehrlich zu sein, wollten wir ja nur ein einziges Möbelstück von Moormann fotografieren. Und zwar nicht in einem normalen Kontext. Aber der Wirtin das zu erklären, hätte den Rahmen gesprengt… (Und das nicht nur wegen unseres Gehirngefrierbrandes).

Der ausführliche Bericht wird hier erscheinen, sobald wir die Fotos und Videos organisiert und unsere Hände wieder aufgewärmt haben. Zunächst erst einmal ein Bild des Bookinist von Moormann in einer wunderbaren Lebkuchenausführung vom Team Neue Werkstätten, München.

So, hoffentlich waren das jetzt nicht schon zu viele Hinweise…

 



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft: Holland-Deutschland 2:3

Wednesday, July 7th, 2010

Der Klassiker: Holland gegen Deutschland.

Diese Begegnungen waren immer schon hart umkämpft, aber dieses Spiel hatte noch eine besondere Brisanz. Der Gewinner des Matches würde ins Halbfinale der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 einziehen.

Die Niederländer hatten sich im Vorfeld entschieden, Hella Jongerius gegen Marcel Wanders zu wechseln. Man hoffte, mit dem kreativen Kopf hinter Moooi und Droog besser gegen Konstantin Grcics klare lineare Formen angehen zu können. Und die Taktik zahlte sich aus. Mit dem Knotted Chair und seiner New Antiques Kombination für Capellini ging Marcel Wanders verdient mit 2:0 in Führung.

Grcic gelang es nicht, nach vorn zu kommen, was ihn zunehmend frustrierte. Für seinen unnötigen 360 Grad Stuhl erhielt er zu Recht die gelbe Karte wegen zweifelhafter “Anlehnung” an George Nelsons Nelson Perch aus dem Jahr 1964.

Zur Halbzeit wurde Grcic gegen Nils Holger Moorman ausgewechselt. Dem gerissenen alten Mann des modernen deutschen Designs gelang schnell der Anschlusstreffer zum 2:1 mit seinem unglaublich frechen Rechenbeispiel. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit erwies sich Nils Holger Moormanns authentische und gefühlvolle Anarchie als stärker als Marcel Wanders’ wohlüberlegte und berechnende Vorstellung.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Moorman mit seinem Bookinist ausglich und mit dem Liesmichl schließlich in Führung ging.

Ein packendes und dramatisches Match, das 3:2 für Deutschland endete.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Ergebnissen der Gruppe B

Konstantin Grcic is booked.

Konstantin Grcic sieht Gelb