Posts Tagged ‘Berlin’

(smow)offline: Designhotels Berlin

Thursday, July 29th, 2010

Als das (smow)Team im Frühling bei Vitra in Weil am Rhein war, logierten wir im Hotel und Gasthaus Schwanen. Angesichts unzähliger neuer Designhotels, die täglich aus dem Boden sprießen wie schöne Giftpilze, könnte man diese Art von Unterbringung fast schon als „retro“ bezeichnen.

Der "retro" Frühstücksraum im Schwanen

Der "retro" Frühstücksraum im Hotel Schwanen, Weil am Rhein

Hätte Vitra seinen Sitz in der Hauptstadt, wäre es uns wahrscheinlich anders ergangen. Die Auswahl an stylischen Designhotels in Berlin ist groß. Wir haben uns einmal umgeschaut.

Arne Jacobsens Serie 7 im Frühstücksraum des Ku' Damm 101

Arne Jacobsens Serie 7 im Frühstücksraum des Ku' Damm 101, Berlin

Im Ku’ Damm 101 Hotel frühstückt man z.B. auf der Serie 7. Die komplette Einrichtung des Hauses wurde von jungen deutschen Designern exklusiv für das Hotel entworfen und durch moderne Möbelklassiker ergänzt, wie eben den 3107 von Arne Jacobsen im Frühstücksraum, Eero Aarnios Pony Chairs in der Lobby, Hans Corey Stühle im Garten… (die Bezugsliste gibt es auf Anfrage im Hotel) und doch gibt es einen roten Faden. Basierend auf den Farbreihen von Le Corbusier liegt jeder Etage eine eigene Farbkomposition zugrunde.

Ellington Hotel, Berlin

Ellington Hotel, Berlin

Das Ellington Hotel wiederum macht schon rein äußerlich mächtig was her. Die vornehme Fassade des Ende der 1920er Jahre errichteten Geschäfts- und Ballhauses ist in jedem Berliner Architekturführer abgebildet. Und auch im Inneren hat sich der Charme jener Zeit an den Wänden, in den Treppenhäusern und in den Sälen erhalten. Was die Inneneinrichtung angeht, wird modernes geradliniges Design mit Chesterfield Sofas kombiniert – alles ansprechend und ästhetisch, aber nicht spektakulär. So ist es wohl vor allem die Geschichte, die uns ins Ellington zieht: Tanztee in den Goldenen Zwanzigern im Ballsaal Femina und Diskonächte mit David Bowie und Iggy Pop in den 1970ern Jahren im Szene-Club „Dschungel“…

Fenster-Waschbecken-Arrangement im Casa Camper, Berlin

Fenster-Waschbecken-Arrangement im Casa Camper, Berlin

Über das Dos Palillos Restaurant im Casa Camper Hotel hatten wir ja hier bereits berichtet. Auch das Zimmerkonzept ist anders als in anderen Hotels. Waschbecken und Dusche sind großzügig im hellen Tageslichtraum untergebracht, beim Zähneputzen kann man den Blick über Berlin schweifen lassen. Das Bett hingegen ist im hinteren dunkleren Bereich untergebracht. Designklassiker findet man auch im Casa Camper: Stühle von Charles und Ray Eames, Bauhaus-Lichtschalter und Artemide-Leuchten…

Auch das Mandala Hotel oder das Adele Designhotel werden wir demnächst in Berlin unter die Lupe nehmen.

Und in Weil am Rhein logieren wir vorerst gern wieder im Schwanen. Denn der Service lässt auch dort nichts zu wünschen übrig… und den einen Fön des Hauses kann man sich an der Rezeption gern kostenfrei ausleihen.

(smow)Tour 2010: DMY Berlin - Letzter Aufruf für Einsendungen

Monday, March 8th, 2010
Adenike by  as seen at DMY Berlin 2009

Adenike von Bao-Nghi Droste - gesehen auf dem DMY Berlin 2009

Für uns gibt es zahlreiche Highlights im Laufe eines (smow) Design Jahres: Mailand, London, Brüssel, Kopenhagen … und natürlich DMY Berlin.

DMY Berlin ist nicht das größte Design Festival, aber was es an Quantität einbüßt, holt es locker mit Qualität wieder rein. Und für das Event 2010 haben die Organisatoren nicht nur einen neuen Ort, sondern auch eine neue Jury-Struktur gefunden.

Anders als die bisher normalen “rotierenden Jury-Mitglieder” wird das DMY Berlin nun ein neues, an das UN Sicherheits-Rat erinnernde,  System aus drei dauerhaften und zwei rotierenden Mitgliedern einführen.

Die drei dauerhaften Mitglieder werden der Jury in den nächsten drei Jahren vorsitzen. Ein Beschluss, der unserer Meinung nach nur eine Verbesserung der Qualität ihrer Entscheidungen bedeuten kann - und damit auch dem Ansehen und der Bedeutung des DMY Berlin.

Wir glauben, auf Facebook würden die Menschen ein “Daumen-Hoch” geben.

DMY Berlin 2010 New Venue for 2010

DMY Berlin 2010, neuer Veranstaltungsort

Die ersten drei dauerhaften Jury-Mitglieder sind Werner Aisslinger (Designer, Studio Aisslinger), Jurgen Bey (Designer, Studio Makkink & Bey) und Jerszy Seymour (Designer, Jerszy Seymour Design Workshop). Unterstützt werden sie im Jahr 2010 von Hella Jongerius (Designer, Jongeriuslab) und - höchstwahrscheinlich - Alfredo Häberli (Designer, Alfredo Häberli Design Development Zürich).

Mittlerweile wissen wir, dass Frau Jongerius im vergangenen Jahr anwesend war, denn wir entdeckten sie beim Durchgehen der DMY Youngsters Ausstellung.

Für all jene, die am Wettbewerb teilnehmen und vielleicht Hella Jongerius und die anderen Juroren beeindrucken wollen: Die Deadline für die Einreichung ist der 10. März.

Alle Details können hier nachgelesen werden.

DMY 2010 - Last chance to apply

DMY 2010 - Letzter Aufruf für Einsendungen

(smow)abseits: LADAR von Wohngold

Monday, August 3rd, 2009

DMY Berlin ist jetzt schon ein Weilchen her, aber die guten Erinnerungen bleiben. Als wir gerade die Stapel an Informationsmaterial durchsortierten, die wir in Kreuzberg eingesammelt hatten, sind wir auf eine Postkarte von Wohngold gestoßen.

Und wie ein nachlässiger Lover, der von einem Urlaubsflirt zurückkommt, fühlten wir uns beim Anblick der Karte sofort etws schuldig und erinnerten uns an die wunderbare Zeit beim DMY Youngsters

Warum hatten wir seit unserer Rückkehr nicht geantwortet? Bedeutet uns das alles nichts?

LADAR von Wohngold ist nämlich wirklich ein tolles Produkt in einem Bereich des Produkt-Designs, der keinen Mangel an Wettbewerb hat.

In unserer modernen Welt verlassen wir uns stark auf mobile Geräte und ignorieren meistens den Umstand, dass diese Geräte gelegentlich aufgeladen oder anderweitig an Kabel angeschlossen werden müssen. Die Mehrheit ignoriert diesen Fakt, indem sie die Berge von Kabelsalat, die sich auf ihren Schreibtischen sammeln einfach ignoriert.

Aber wir wissen ja eigentlich alle, dass das nicht richtig ist.

Es gibt eine ganze Reihe von “Schachteln” auf dem Markt, die uns alle helfen sollen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren. Was uns an LADAR so gut gefällt ist die Tatsache, dass es an der Wand angebracht werden kann, während der Platz oben und innen zur Aufbewahrung der Geräte und Kabel genutzt wird. Außerdem sieht es gut aus…

Wir waren wirklich begeistert von der ausgeklügelten Einfachkeit von LADAR - deswegen entschuldigen wir uns aufrichtig, dass wir seit unserer Rückkehr keine Karte geschickt haben.

LADAR von Wohngold...

LADAR von Wohngold...

...wie Schlangen in einer Schachtel fangen

...wie Schlangen in einer Schachtel fangen

DMY Youngsters: Burg Giebichenstein

Sunday, June 7th, 2009

Auf unserer Tournee zu den Designer-Shows dieser Welt (NY, Milano, Berlin, …, Leipzig, ?) haben wir ja immer auch ein Auge für den Nachwuchs.

Auf dem DMY International Design Festival Berlin hatten junge Künstler und Designer wieder einmal die Gelegenheit, ihre Kreationen zur Schau zu stellen - so auch einige Design-Studenten und -Absolventen der Burg Giebichenstein in Halle (Saale).  Von den Ausstellungsstücken, die sie zeigten, haben besonders drei unsere Aufmerksamkeit geweckt.

Jecket by Ilja Oelschlägel, Burg Giebichenstein

Jecket von Ilja Oelschlägel

Zum einen ist da Jecket, eine mobile Garderobe, von Ilja Oelschlägel. Die Garderobe wird einzig von einem schlanken Alu-Bein in der Ecke gehalten. Je nach Belieben kann sie woanders aufgestellt werden - drinnen oder draußen. Das Stück taugt nicht nur zum Aufhängen von Jacken, sondern auch als Ablage - allerdings nur für Kleinigkeiten wie Schlüsselbund, Geldbörse oder Handy. Einziges Manko: Das ausgestellte Bein von Jecket birgt die Gefahr, darüber zu stolpern.

Stella by Stephanie Knust, Burg Giebichenstein

Stella von Stephanie Knust

Stella von Industrie-Design-Studentin Stephanie Knust hatte unter den Ausstellungsstücken der DMY Youngsters viel Konkurrenz, denn Stella ist eine Lampe. Die Knustschen Leuchtelemente bestehen aus zurechtgeschnittenen Polypropylene-Bögen, die eben so zusammengesteckt werden, dass sie zu Lampen werden. Natürlich leuchtet das ganze Dank integrierter Vorrichtung auch - je nach Farbe der PP-Bögen (weiß oder bräunlich) mehr oder weniger kräftig. Die “Lampen” sind einfach schön schlicht anzusehen und schnell auf- und abzubauen. Genau das richtige für alle, die praktische Hingucker mögen.

Abfallprodukt by Bastian Müller, Burg Giebichenstein

Abfallprodukt von Bastian Müller

Vom Prinzip, aus einem Bogen Objekte zu “basteln”, sind momentan viele Designer angetan - so auch Stephanie Knusts Studienkollege Bastian Müller. Er bietet allen Schreibtischtätern (und -opfern) ein nützliches Abfallprodukt an. Aus einem rechteckigen Presspappebogen werden zwei Teile herausgetrennt, zusammengefügt und schon ist er fertig, der Papierkorb. Da braucht man nichts kleben, schrauben oder löten. Das Ding steht einfach da und wartet befüllt zu werden. Eine saubere Sache!

Mehr Informationen finden Sie auf dem Graduate Homepage

DMY Berlin: Youngsters

Friday, June 5th, 2009
DMY Youngsters in the Arena Berlin

DMY Youngsters in der Arena Berlin

Während die “großen” Designer ihre Entwürfe im IMA Village zeigen, sind die künftigen Stars als die DMY:Youngsters im Treptower Park zusammengefasst. Die Zuordnung basiert auf der Wahrnehmung und Entscheidung der Organisatioren und ihres Marketing-Konzeptes - warum z.B. ist die Bauhaus Uni Weimar ein “Allstar” während die Burg Giebichenstein in Halle zu den “youngstern” zählt? Macht irgendwie keinen Sinn. Besonders wenn man die Darbietungen der Beiden vergleicht, Burg Giebichenstein hinterlässt einen deutlich besseren Eindruck. Aber die Leute kennen eben “Bauhaus”.

Aber egal, die youngsters Ausstellung ist ein wunderbarer Mischung verschiedenster Ansätze und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Vollständigere Berichte kommen, im Moment sind wir noch ganz angetan von der Arbeit von Bao-nghi Droste, Wohngold und My Own Super Studio

Beanbag heaven at DMY Youngsters - students, sleep etc...

Ein Himmel voller Sitzsäcke bei den DMY Youngsters - Studenten, Schlafsäcke, schlafen ...




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