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(smow)offline: Panton by Vitra im Wasserschloss Klaffenbach

Monday, May 31st, 2010
Verner Panton

Verner Panton

Verner Panton hat in seiner Karriere mit vielen Designermöbelherstellern zusammengearbeitet. Sein Name wird allerdings zumeist mit Vitra verbunden.

Nicht zuletzt wegen seines wegweisenden Panton Chairs.

Die Ausstellung “Panton by Vitra” im Wasserschloss Klaffenbach in Chemnitz bietet Besuchern einen Einblick in das Leben und Arbeiten eines der wichtigsten und einflussreichsten Nachkriegsdesigner aus Europa.

Panton by Vitra im Wasserschloss Klaffenbach, Chemnitz

Panton by Vitra im Wasserschloss Klaffenbach, Chemnitz (Foto: Heiko Hillig)

Als Verner Panton noch Student war, arbeitete er in Arne Jacobsens Büro und war an der frühen Entwicklung des Ant Chairs beteiligt. Nach dem Abschluss seines Studium ging Verner Panton seinen eigenen Weg mit Zwischenstopps in Norwegen, Tenerifa und Frankreich. 1963 zog Verner Panton nach Basel und hat dort nicht nur ein neues Zuhause, sondern mit Vitra auch einen Hersteller für seinen Panton Chair gefunden.

Eine fruchtbare Kooperation für beide Seiten.

Verner Panton hatte bereits Mitte der 50er Jahre mit der Entwicklung des Panton Chairs begonnen, konnte aber niemanden davon überzeugen den Stuhl zu produzieren. Für Vitra war der Panton Chair das erste Projekt bei dem Sie zusammen mit dem Designer an der Entwicklung des Produkts gearbeitet haben. Diese neue Herangehensweise definierte den Start des Unternehmens.

Panton by Vitra im Wasserschloss Klaffenbach -Eröffnungsveranstaltung (photo: Heiko Hillig)

Panton by Vitra im Wasserschloss Klaffenbach - Panton Chair und Living Tower (Foto: Heiko Hillig)

Das Verhältnis von Verner Panton zu Vitra entwickelte sich mit der Zeit vom rein geschäftlichen hin zum privaten. Verner Panton gestaltete in den späten 60er Jahren das Interieur der Baseler Wohnung des Vitra Vorsitzenden Rolf Fehlbaum – jeder Raum wurde mit einer anderen Farbe gestaltet und möbliert.

Mit verschiedenen Werken und Fotografien erklärt “Panton by Vitra” den Hintergrund zu den wichtigsten Kollaborationen zwischen Verner Panton und Vitra und erweckt den Designer und die Zusammenarbeit zum Leben.

Ein sprichwörtlicher Höhepunkt – besonders für Kinder – von “Panton by Vitra” ist das erkletterbare Wohnzimmer.

“Panton by Vitra” im Wasserschloss Klaffenbach ist bis zum 20. Juni geöffnet.

Wasserschloß Klaffenbach
Wasserschloßweg 6
09123 Chemnitz
+49 (0)371 26635-0



Flughafen Design: Arne Jacobsen, Fritz Hansen und Alexander Girard

Tuesday, May 11th, 2010
Alexander Girard

Alexander Girard

Früher sind wir immer gern geflogen. Aber nachdem uns die Lufthansa auf eine ungewollte Weltreise geschickt hat, obwohl wir einfach nur von Frankfurt nach Edinburgh fliegen wollten, wird uns mittlerweile schlecht beim Anblick von Boarding Gates.

Als wir also so sinnlos in Nordeuropa herumflogen,  sehnten wir uns auf einmal nach Alexander Girard.

Girard ist ja hauptsächlich für seine Folk Art weltberühmt, er war aber auch einer der ersten “Corporate Grafikdesigner”. Und sein ästhetisch ansprechendster Auftrag war sicherlich das Corporate Design für Braniff Airways.

Damals. Als Fliegen noch eine Freude war und die Fluggesellschaften ihre Gäste noch wertschätzten.

Braniff Airlines planes in Alexander Girards colour scheme

Braniff Airlines Flugzeuge im Farbschema von Alexander Girard

Seinen Pilotenschein soll Paul Braniff angeblich von Orville Wright erhalten haben, bevor er 1928 die “Paul R. Braniff, Inc., Airline…Oklahoma City to Tulsa” gründete. In den nächsten drei Jahrzehnten wuchs die Fluglinie mit der amerikanischen Wirtschaft und trat mit dem Kauf ihrer ersten Boeing 707 im Jahr 1959 in das Jet-Zeitalter ein.

1965 erhielt Alexander Girard den Auftrag zur Neugestaltung der Corporate Identity der Fluggesellschaft.

Charakteristisch für Girards Konzept waren die sieben verschiedenen Pastellfarbtöne für die Flugzeugrümpfe: rot, blau, braun, grün, orange, gelb und grau.

Das Ergebnis war nicht nur eine markante und unverwechselbare Flotte von 707s, sondern eine markante und unverwechselbare Flotte von 707s die auch heute noch frisch und aufregend aussieht.

Nicht nur die Flugzeuge bekamen Girards Pastellanstriche, das Konzept beinhaltete auch Gepäckrollwagen, Treppen, Vans, Abschleppwagen und alles was so auf dem Rollfeld benötigt wird.

The true majesty of Alexander Girard's work for Braniff Airlines

Alexander Girards Braniff Airlines Flotte

Außerdem gestaltete Alexander Girard fast alle Aspekte der Flugzeug- und Terminal-Innenräume: Check-In-Schalter, Sitzpolster, Besteck und Geschirr. Der italienische Modesigner Emilio Pucci entwarf die Uniformen.

Wenn man sich die Bilder der Braniff Airlines Marke von Alexander Girard heute so anschaut, fällt es schwer, die Vergangenheit nicht zu romantisieren – damals, als Flugzeugreisen noch etwas Besonderes waren.

Glücklicherweise können Flughäfen nach wie vor Oasen des Stils sein. In den bequemen Serie 7 Stühlen von Arne Jacobsen am Frankfurter Flughafen träumten wir ein wenig von vergangenen Tagen. Und von Designern wie Alexander Girard.

(Weitere Informationen zu Braniff Airlines und wunderbare Fotos gibt es auf http://www.braniffpages.com)

Seris 7 by  Arne Jacobsen for Fritz Hansen - and dreams of Braniff Airlines

Serie 7 von Arne Jacobsen für Fritz Hansen - und Träume von Braniff Airlines



(smow)offline: Leipziger Buchmesse – Eine Designer Möbel Perspektive

Thursday, March 25th, 2010

Für Leute, die den Großteil ihres Arbeitslebens mit dem Sitzen am Schreibtisch verbringen, besitzen Autoren und Verleger eine beängstigende Missachtung gegenüber komfortablen Stühlen.

Zumindest glauben wir das, wenn wir die Möbel, die wir auf der Leipziger Buchmesse 2010 gesehen haben, als Maß nehmen.

Billige Klappstühle, billige Kopien von Möbel Design Klassikern, die als Original präsentiert wurden und überhaupt billiger Ramsch so weit das Auge reichte.

Glücklicherweise hatten sich wenigstens ein oder zwei Aussteller besser informiert. Einige der wenigen Lichtblicke aus Designer Perspektive waren:

Der deutsch-französische Kultursender ARTE mit Swan Chairs von Arne Jacobsen (Fritz Hansen)

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Deutsch-französischer Kultursender ARTE mit Swan Chairs von Arne Jacobsen (für Fritz Hansen)

Der deutsche Nachrichtensender Phoenix mit Tom Vacs von Ron Arad für Vitra.

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Der deutsche Nachrichtensender Phoenix mit Tom Vacs von Ron Arad für Vitra

MDR mit LEM von Shin und Tomoko Azumi für lapalma

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MDR with LEM by Shin and Tomoko Azumi for lapalma

Reclam Verlag mit einem USM Haller Messetisch.

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Reclam Verlag mit USM Haller

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Reclam Verlag mit einem USM Haller Messetisch

Fachhochschule Potsdam mit einer Hommage an den Brandenburger Egon Eiermann. Hier die Eiermann Tischgestelle von Richard Lampert und die SE 68 Stühle von Wilde + Spieth.

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Fachhochschule Potsdam mit einer Hommage an den Brandenburger Egon Eiermann

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SE 68 Stühle von Wilde + Spieth

Doch am beeindruckendsten waren wir wohl von all den Studenten der Bauhaus Uni Weimar, die ihren Stand  Block von Frank Gehry (für Vitra) widmeten.

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Block von Frank Gehry für Vitra

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Bauhaus Universität Weimar

Wir können nur hoffen, dass sich die Situation auf der Leipziger Buchmesse 2011 verbessert.

Aber bitte mit mehr Qualitätsmöbeln



(smow)Wintertour 2010: Weil am Rhein

Friday, February 19th, 2010
Weil am Rhein Rathaus

Weil am Rhein Rathaus

Als wir noch jung, fit und gesund waren, existierten Städte.

Sie existierten einfach nur.

Heutzutage muss eine Stadt, um zu existieren, die “Stadt des/der” XY sein. So steht, wenn man die Autobahn in Deutschland entlang fährt, alle zehn Meter ein braunes Schild am Straßenrand, das den nächsten Ballungsraum als “Chemnitz – Die Stadt der Moderne”, “Stadt Hameln – Die Rattenfängerstadt im Weserbergland” oder “Pier am Chiemsee – Die Stadt der kriminell faulen Taxifahrer” anpreist.

Da Weil am Rhein in diesem Zeitalter des Behauptens kein Außenseiter sein will, hat sich die Stadt dazu entschieden “Weil am Rhein – Die Stadt der Stühle” zu sein.

Und was wäre auch passender für eine Stadt, die auf ihrer Homepage ein Bild des Vitra Design Museums zur Illustration der Kategorie “Wirtschaft und Tourismus” benutzt und die pro Jahr 100,000 Touristen auf dem Vitra Campus in der Charles-Eames-Straße verzeichnet.

Außerdem ist der aktuelle Titel um einiges eingängiger als “Weil am Rhein – Die Stadt des großen Güterbahnhofs”.

Es gibt nur zwei Dinge, die uns stören.

Unbedeutende, kleine Dinge, aber Sie kennen uns…

Apple Honey by Shiro Kuramata in Weil am Rhein

Apple Honey von Shiro Kuramata in Weil am Rhein

Vor dem modernistisch inspirierten “Rheincenter” steht die große Statue eines Stuhls.

Ein Stuhl, der weder jetzt noch irgendwann einmal von Vitra produziert wurde oder wird. Eher vom holländischen Hersteller USM Pastoe. (Den man offensichtlich nicht mit dem Schweizer Hersteller USM Haller verwechseln sollte)

Apple Honey von Shiro Kuramata ist ein wundervoller Stuhl.

Shiro Kuramata partizipierte an den ersten Vitra Editionen, neben Designern wie Frank Gehry und Ron Arad.

Vitra stellte sogar Shiro Kuramatas ebenso wundervollen “How High The Moon” Stuhl her.

Aber nicht Apple Honey.

Noch verwirrender ist das Bild, das auf die Seite eines der vier Hochhäuser gemalt ist, die über dem Vitra Campus und dem VitraHaus aufragen. Direkt neben dem “Die Stadt der Stühle” prangt ein Bild von einem Stuhl.

Ein seltsamer, dreibeiniger Stuhl.

Weil am Rhein City of chairs ... but which chairs

Weil am Rhein- die Stadt der Stühle ... aber welcher Stühle?

Unsere erste Vermutung war, dass es sich um den DCM von Charles und Ray Eames handelt. Das schien gut zu passen, wenn man die engen Beziehungen zwischen den Eames, Vitra und Weil am Rhein bedenkt.

Allerdings ist der DCM ein vierbeiniger Stuhl.

Und so sehr wir uns auch bemühen, fällt uns kein einziger dreibeiniger Stuhl ein, der von Vitra produziert wird.

Unsere nächste Vermutung war, dass es sich um einen “Ant Chair” von Arne Jacobsen handelt… auch ein exzellenter Repräsentant des Stuhl Designs des 20ten Jahrhunderts. Aber bei einem Ant Chair sind der Sitz und die Lehne aus einem einzigen Stück Holz geformt. Und das einzelne Bein ist vorne.

Dann dachten wir wirklich, wir hätten es: SE 69 von Egon Eiermann. Aber nein, der SE 69 hat ebenfalls ein einzelnes Bein vorne.

Egon Eiermanns SE 42 hat ein einzelnes Bein hinten, ist aber aus Holz.

Je länger wir mitten auf der Römerstraße standen, den Verkehr aufhielten und die guten Bürger von Weil am Rhein verwirrten, desto mehr mussten wir darum ringen, uns einen dreibeinigen Stuhl mit einem hinteren Stahlrohr-Lehnen-Stuhlbein überhaupt vorzustellen.

Prinzipiell, wegen der Instabilität eines solchen Gebildes.

Erst als wir zurück in Leipzig waren, konnten wir den Stuhl dank des MoMA New York Archivs finden.

Charles Eames Three legged side chair from 1944 (photo via http://www.moma.org/)

Charles Eames Three legged side chair, 1944 (Foto via http://www.moma.org/)

Dreibeiniger Side Chair von Charles Eames für Evans Products Co, 1944.

Ein Stuhl, der eventuell von Herman Miller übernommen wurde, als sie 1946 die Eames-Rechte von Evans kauften. Somit ist der Stuhl eventuell ein Teil jener Charles und Ray Eames Produkte, deren Produktionsrechte Vitra in Europa besitzt.

Womit wir im Endeffekt lang und breit erklärt haben, dass Weil am Rhein den “Stadt der Stühle”-Status offensichtlich mit zwei Stühlen zelebriert, die nichts mit dem Status der Stadt als einem der wichtigsten Zentren für zeitgenössische europäische Designermöbel-Produktion zu tun haben.

Besucher des neuen VitraHauses können dieses Paradoxon vom Fenster des vierten Stocks aus betrachten.

Oder einfach den wundervollen Blick auf das Vitra Design Museum und die Orchideenwiese genießen.



(smow)offline: Design(ing) Hotels

Wednesday, December 9th, 2009

Alles fing mit “Boutique” Hotels an, die, wenn man ehrlich ist, einfach nur kleine Hotels sind. Oder Gästehäuser, wie wir sie in früheren Jahren nannten.

Dann tauchte langsam, sehr langsam, der Begriff “Design Hotel” auf. Und heute wird er nahezug überall benutzt. Egal, ob es sich um ein Hotel handelt, in dem jedes Zimmer seine eigene “Identität” hat oder ein Hotel, das mit Designer-Möbeln ausgestattet ist – “Design Hotels” repräsentieren einen erheblichen Teil des Unterbringungs-Repertoires und der Tourismus-Marketingkonzepte aller größeren Städte.

Wie so vieles im Leben ist dieses Konzept sehr weit von etwas Neuem entfernt.

Room 606 at the SAS Royal in Copenhagen. Designed by Arne Jacobsen

Zimmer 606 des SAS Royal in Kopenhagen. Gestaltet von Arne Jacobsen

Eines der ersten Design Hotels war das SAS Royal in Kopenhagen. Seinen Status als Design Hotel verdankt es weniger dem Marketing, sondern mehr der Persönlichkeit des Architekten – Arne Jacobsen. Der Altmeister des dänischen Designs war überaus glücklich, als er die gesamte Kontrolle über ein Projekt bekam, was auch die Gestaltung des Interiors und der Möbel für sein Gebäude beinhaltete. So wie beim SAS Royal. Jacobsens berühmte “Egg and Swan” Stühle – heute allgegenwärtig in vielen Design-Hotels – wurden speziell für die Lobby des SAS Royal angefertigt. Sogar die Türgriffe in dem Hotel sind wahre Design-Klassiker.

In der Zeit der Fertigstellung, also in den 60er Jahren, war das Hotel das größte Gebäude Skandinaviens und setzte neue architektonische und ästhetische Standards. Und fast 50 Jahre später bewahrt sich das Hotel seinen Charme, seine Wichtigkeit und Vollkommenheit in der perfekten Mischung aus Gebäude und Funktion.

Nur wenige moderne “Design Hotels” kommen dem Vorbild von Jacobsens Meisterstück sehr nahe, weil einfach die Idee aus der falschen Richtung oder der falschen Intention entstand. Oder vielleicht auch einfach nur, weil sie dafür gemacht sind, Geld zu verdienen.

Ein modernes Hotel, das vergleichbar mit Jacobsens Vision ist, heißt Berge – eine Zuflucht für erschöpfte Seelen in Süddeutschland, das sehr im Charakter seines Designers Nils Holger Moormann gestaltet wurde.

Berge in

Berge in Aschau im Chiemgau, Deutschland

Eigentlich ist es nur ein Haus mit Selbstversorger-Wohnungen am Fuße der Alpen. Aber es verkörpert die Moormann-Philosophie mit seinem simplen Luxus und der Freude bei kleinen Dingen und Situationen.

Im Gegensatz zu den meisten Hotels, prahlt Moormann lauthals damit, dass Berge kein WiFi hat, das die Betten schmal und der Handy-Empfang mies ist. Technische Nachteile in der modernen Massentourismus-Welt bekommen in der Welt von Nils Holger Moormann den Grund für einen Check-In.

The room Hohe Kammer in Berge with its mix of Moormann and Vitra DSR

Das Zimmer "Hohe Kammer" in Berge: ein Mix aus Moormann und Vitra DSR

Während in Kopenhagen alle Zimmer identisch und mit den Werken von Arne Jacobsen ausgestattet sind, hat jeder Raum in Aschau im Chiemgau seinen eigenen Stil und seine eigene Identität. Darüber hinaus reflektieren die Möbel eine vielseitige Vision, indem Produkte von Moormann mit anderen Design-Klassikern wie z.B. Vitra DSR von Charles und Ray Eames kombiniert werden. Eine mutige Entscheidung von einer Firma, die damit Geld macht, Designer-Möbel zu verkaufen. Und sicherlich eine Entscheidung, die Arne Jacobsen nicht gebilligt hätte.

Und weil das Projekt auf einem Prinzip und nicht nur auf reiner Profitgier basiert, wird auch hier die Balance zwischen Gebäude und Funktion genauso perfekt beibehalten wie beim SAS Royal.

Das Design-Hotel wird von Dauer sein und wird weiter reizen und auch zukünftig die Millionen von Billigflieger-Nutzern begeistern, die die Hotelräume jedes Wochenende füllen. Während die Arbeit von Arne Jacobsen ein Synonym für das Konzept von Design-Hotels geworden ist, wird Berge wohl immer ein Einzelgänger bleiben. Etwas, das ohne Zweifel Nils Holger Moormann genauso erfreuen wird wie es Arne Jacobsen erfreut hat.