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EuroDesignExhibition: Alexander Gufler

Tuesday, May 3rd, 2011

Man kann ein Land ja gut anhand des Essens, der Musik oder der Qualität des Fußballs definieren und beschreiben.

Aber können Designer ihr Land mit einem Hocker charakterisieren?

Die Ausstellung “Sit down please” 40 Stools from 40 Countries” in Düsseldorf versucht derzeit, diese Frage zu beantworten.

Österreich wird durch Alexander Gufler vertreten. Die spannende Frage ist: Wie geht Alexander mit dieser Herausforderung um? Habsburger Exzess? Art Deco Ästhetik? Michael Thonet Minimalismus?

Als ich von den anonymen Gestaltern eingeladen wurde einen Hocker für die EuroDesignExhibition 2011 zu entwerfen, habe ich mir erst überlegt wo ich Hocker schon überall im Einsatz gesehen habe. Ziemlich schnell ist mir dann eine Kindheitserinnerung eingefallen.
Da ich selber aus dem Alpenraum stamme (Meran/Südtirol), war ich als Kind häufig auf Bauernhöfen. Und genau dort werden Hocker vermehrt verwendet, vor allem im Stall zum Melken von Kühen.
Von da an war mir klar dass der klassische Melkhocker ein guter Startpunkt für dieses Projekt ist und gut zur österreichischen ländlichen Tradition passt.
Mir war auch sehr wichtig, das Projekt mit den gleichen handwerklich traditionellen Techniken herzustellen wie sie an lokalen Bauernmöbeln angewendet wird. Dabei ist das Drechseln und die Zapfenverbindung sehr wichtig.
Der Hocker soll traditionelle und zeitgenössische Ästhetik verbinden.
Das dabei verwendete Holz ist eine Esche die aus einem Park in Wien stammt.

Wir hoffen nur, dass er vorher um Erlaubnis gefragt hat!!

Alexander Guflers Interpretation des traditionellen österreichischen Melkschemels und alle anderen Beiträge zur EuroDesignExhibition sind vom 6. bis 20. Mai zu sehen bei Teilmöbliert, Lorettostrasse 9, 40219 Düsseldorf.

Der Publikumspreis wird am 13. Mai vergeben und wir berichten natürlich darüber.

Weitere Informationen und eine Übersicht aller Teilnehmer gibt es unter:

http://www.anonymegestalter.de/

http://www.teilmoebliert.com/

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EuroDesignExhibition: “Sit Down Please!” 40 Stools From 40 Countries

Wednesday, March 23rd, 2011

Trotz des weitverbreiteten Wissens, dass der Eurovision Song Contest seit Bucks Fizz pseudoerotischem Auftritt in Dublin im Jahr 1981 nichts Nennenswertes mehr hervorgebracht hat, wird doch in jedem Frühling wieder aufs neue versucht auszuschlachten, was noch übrig ist – von einem längst entmystifizierten Traum.

Im letzten Jahr gewann Deutschland, in diesem Jahr – am 14. Mai – wird also Düsseldorf die Ehre haben die größte Anti-Show im europäischen Fernsehen auszurichten.

Das Traurigste an dem geschmacklosen Spektakel ist wahrscheinlich, dass durch die Entwicklung in Richtung kleinster gemeinsamer Nenner in Sachen europäischer Geschmack, die teilnehmenden Länder gleichzeitig erheblich an Individualität und Identität einbüßen. Und dabei könnte doch Musik – genau wie Sprache oder Essen – ein kulturelles Gut sein, durch das es sich gerade mit der eigenen Herkunft identifizieren lässt.

Im Fall Eurovision Song Contest ist dieser Kausalschluss weniger gelungen. Hoffen wir, die European Design Exhibition macht es besser.

Die nämlich präsentiert parallel zum Song Contest einen europäischen Design Contest. Organisiert wird das ganze von der Düsseldorfer Design Gruppe Anonyme Gestalter und der Design Plattform Teilmöbliert und findet – wie sollte es anders sein? – auch in Düsseldorf statt.

Die Frage, die sich nun förmlich aufdrängt: Kann wirklich von einer einheitlichen bzw. mehreren eindeutigen europäischen Design-Sprachen ausgegangen werden? Oder: Inwieweit kann unser kosmopolitischer Kontinent mit all seinen Design-Netzwerken wirklich als Einheit betrachtet werden?

Das Konzept, mit dem diesen und anderen Fragen nachgegangen werden soll, scheint so einfach wie eingängig: 43 Designer aus 43 Ländern repräsentieren die Designkultur ihres Landes – und zwar mit einem Stuhl.

Die ersten Teilnehmer wurden bereits bestätigt  – und lassen schon auf eine hochformatige Ausstellung schließen. Wir freuen uns besonders darauf, was der Österreicher Alexander Gufler entwirft; wie uns Tim Baute beweisen wird, dass Belgien ernsthaft interessant sein kann; und dass mit Oskar Zieta und Yiannis Ghikas Polen und Griechenland durchaus respektable Vertreter haben, die selbst mit den innovativsten Designern in Europa mithalten können.

Bislang wird aber noch auf eine Reihe weiterer Teilnahmebestätigungen gewartet. So von Bosnien und Herzegowina, Malta, Zypern …

Und Vatikanstadts Joseph R. ist sicher noch mit seinen Entwürfen in der Schreinerei beschäftigt ….

Für all die, die neugierig sind, wie 43 Kulturen ihren ganz eigenen Weg finden, das Thema Stuhl-Design umzusetzen, gibt es vom 5. bis 20. Mai  im Teilmöbliert, in der Lorettostrasse 9, in 40219 Düsseldorf die Ausstellung EuroDesignExhibition: “Sit down please” 40 Stools from 40 Countries zu sehen.  Wir könnten uns außerdem gut vorstellen, dass am Samstag, den 14. irgendetwas Besonderes passieren wird. Ein Besuch lohnt sich sicher.

Und für all die, die es nicht schaffen, werden wir an dieser Stelle wie gewohnt noch einige Details über die Ausstellung und ihre Designer posten.

Mehr Informationen und eine Liste der Länder, die ihren Vertreter noch suchen, gibt es hier:

http://www.anonymegestalter.de/

http://www.teilmoebliert.com/

(Und ja, wir werden noch versuchen die Sache mit der 40/43 Diskrepanz zu klären.)

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EuroDesignExhibition: "Sit down please" 40 Stools from 40 Countries



(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!