Archive for the ‘Veranstaltungen und Messen’ Category

Neue Räume Zürich: Nikolas Kerl

Friday, December 16th, 2011

Einer der Gründe auf die Neue Räume Zürich zu gehen war es, einen Überblick über die aktuelle Situation der Designermöbelindustrie in der Schweiz zu bekommen.

Wenn auch idyllisch hinterm Alpenvorhang versteckt, wäre es zu einfach anzunehmen, in der Confoederatio Helvetica liefe alles immer rosig. Manchmal malt man sich ja aus, wie Schweizer Designer und Hersteller den ganzen Tag nichts machen als ihr Geld zu zählen und aufzupassen, dass sie sich nicht ihre Füllungen beim Verzehr dieser zähen, dreieckigen Schokolade ausbeißen. Nachdem jedoch der Schweizer Franken im letzten Sommer anstieg wie ein Geier im Steilflug haben wir eine etwas andere Realität vorgefunden.

Ansporn genug für uns da mal etwas genauer nachzuhaken.

Unter den Leuten mit denen wir gesprochen haben war auch der junge Züricher Designer Nikolas Kerl. Nach seinem Studium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) gründete Nikolas 2010 umgehend seine eigene Firma und stellte zusammen mit lokalen Händlern seine eigenen Möbel in kleinen Serien her.

Beim Material konzentriert sich Nikolas hauptsächlich auf natürliche Produkte wie Holz, Lehm und Glas. So hat er auch direkt öffentliches Aufsehen erregt. Nämlich mit seiner Glasschüssel „Flat O“, die für den Schweizer Design Preis 2011 nominiert war, und mit dem Tisch „T1“, der für den gleichermaßen begehrten “Die Besten 2011″-Preis ins Rennen ging.

Wenn das mal kein gutes Zeichen für die Zukunft ist.

Bei der Neue Räume Zürich haben wir Nikolas abgefangen und ihn gefragt, warum er sich für die Karriere im Möbeldesign entschieden hat.

Nikolas Kerl: Ich habe mit einer schulbegleitenden Schreinerlehre begonnen, wo ich zum ersten Mal in Kontakt mit Möbeln gekommen bin. Da habe ich mich schon in das Entwerfen und Herstellen von Möbeln verliebt und es war klar, dass ich das später mal machen will. Der Schreiner war mir aber zu wenig, also habe ich mich für das Industriedesign-Studium an der ZHdK entschieden.

(smow)blog: Kannst du dich noch daran erinnern, was dich als erstes so fasziniert hat?

Nikolas Kerl: Es war einfach der Umgang mit Material und der Geruch, die Lebendigkeit des Holzes. Holz ist so ein warmes Material, das den Wohnbereich sehr bereichern kann.

(smow)blog: An der ZHdK hast du dann aber vermutlich nicht gleich mit Möbeldesign zu tun gehabt?

Nikolas Kerl: Nein. In den Kursen sind wir alle Aspekte vom Industriedesign durchgegangen: Mobilität, Servicedesign, Produktdesign…

(smow)blog: Aber du bist dem Möbeldesign treu geblieben? Haben die anderen Richtungen überhaupt nicht dein Interesse gewinnen können?

Nikolas Kerl: Mein Herz schlägt einfach für das Möbeldesign und Holz, Stein und Glas sind die Materialien mit denen ich am besten arbeiten kann, die mir und meinen Entwürfen am meisten entsprechen.

(smow)blog: Hast du dich bewusst dafür entscheiden nach deinem Studium in Zürich zu bleiben?

Nikolas Kerl: Ja. Für mich war es eine klare Entscheidung in Zürich bzw. der Schweiz zu bleiben. Ich denke in der Schweiz wird gute Handarbeit viel mehr geschätzt und demzufolge auch die entsprechend höheren Preise besser akzeptiert. Die Leute hier sind bereit für gute Qualität mehr auszugeben. Da meine Möbel in kleinen bis mittleren Serien von Hand in der Schweiz hergestellt werden, ergibt es Sinn hier zu bleiben. Meine Möbel passen einfach sehr gut auf den Schweizer Markt.

(smow)blog: Wie einfach – oder schwer – war es, dich als neuer, junger Hersteller auf einem unserer Auffassung nach relativ kleinen Markt zu etablieren?

Nikolas Kerl: Der Markt ist tatsächlich überschaubar. Aber man wird relativ schnell akzeptiert, bloß der nächste Schritt – Verkaufen – ist dann ziemlich schwer und da bin ich gerade noch dran.

(smow)blog: Gab es in diesem Zusammenhang irgendwelche Business-Kurse in deinem Studium?

Nikolas Kerl: Leider nicht! Das ist jetzt alles Learnig by Doing …und der beste Master, den ich machen kann.

(smow)blog: Und zum Schluss: Du wurdest für den Design Preis Schweiz nominiert. Herzlichen Glückwunsch dafür! Was bedeutet das für dich?

Nikolas Kerl: Allein die Nominierung hat mir schon einige Türen geöffnet. Unabhängig davon ob ich also gewinnen werde oder nicht, ist schon so eine Nominierung ein Glücksfall. Außerdem bedeutet es ein ziemlich großes Medienecho, wodurch eine Menge Leute auf mich und meine Arbeit aufmerksam werden. Sowas hilft ungemein. Und natürlich ist es auch eine schöne Bestätigung, dass das, was ich mache, in die richtige Richtung geht.

Mehr Informationen gibt’s unter www.nikolaskerl.com

Nikolas Kerl Neue Räume Zurich
Nikolas Kerl bei Neue Räume Zürich 2011
Neue Räume Zurich Nikolas Kerl T1
Neue Räume Zürich: Nikolas Kerls Stand mit dem Tisch T1
Neue Räume Zurich Nikolas Kerl Stan Harvey
Stan & Harvey von Nikolas Kerl bei Neue Räume Zürich


Spiral Shelf von Argue Design

Sunday, December 4th, 2011

Nachdem wir euch schon Dinge vorgestellt haben, die ihr nur in Paris sehen könnt, stellen wir euch nun etwas vor, das ihr nur in Stockholm sehen könnt. Nett wie wir sind …

Wir haben Spiral Shelf von Argue Design aus Stockholm zum ersten Mal auf dem DMY Berlin 2010 gesehen und uns auf den ersten Blick verliebt. Dann haben wir Matilda Nordgård von Argue Design auf der Stockholm Furniture Fair 2011 getroffen und uns sehr nett mit ihr unterhalten. (Das Interview müssen wir wirklich so schnell wie möglich posten, am besten noch vor der Stockholm Furniture Fair 2012.) Nordgård konnte unsere Besessenheit vom Spiral Shelf erfolgreich verfestigen und so könnt ihr euch vielleicht unsere Freude vorstellen als wir gestern Nachmittag per E-Mail erfahren haben, dass Spiral Shelf nun bei der Villa Contemporary Art in Stockholm ausgestellt und verkauft wird.

Das Schöne am Spiral Shelf ist, dass man Dinge sowohl hinein als auch hindurch schieben kann. Wir wollen damit nicht andeuten, dass wir unordentlich sind und so ein genial einfaches System zum Ordnunghalten nötig haben … Aber ihr wisst doch, wie es manchmal ist… Wir sprechen hier nicht nur von Kleidung. Spiral Shelf ist genauso der perfekte Stauraum für Spielsachen, Bücher, Zeitungen, Hüte, Schals und all die anderen alltäglichen Dinge, die man schnell mal verstauen muss. Doch Spiral Shelf kann auch als klassische Aufhängung verwendet werden – entweder mithilfe der eingebauten Haken, eigenen Kleiderbügeln oder einfach so, zum Beispiel mit der “natürlichen” Aufhängung eines Regenschirms.

Aus pulverbeschichtetem Eisen gefertigt, ist Spiral Shelf von Argue Design für uns eines jener Stücke, das uns mit seinem schlichten, effizienten, zeitgenössischen Design vollends überzeugt. Und wie unser Redakteur in seiner Festtagsstimmung wohl sagen würde: Morgen Kinder wird’s was geben, das würd’ ich dir kaufen, würd’ ich in Stockholm leben!

argue design dmy berlin 2010

Argue Design @ DMY Berlin 2010

DMY Berlin Argue Design Spiral Shelf

Spiral Shelf von Argue Design...

DMY Berlin 2010 Spiral Shelf Argue Design

...hält einfach alles fest... sogar flüchtende Schafe!



Caught in the Act II

Monday, November 28th, 2011

Unser lieber Kollege mit der Kamera scheint im Alter etwas langsamer zu werden.

Gerade erst hatte er sich von dem Schock erholt, bei Nils Holger Moormanns Renntag “Die Hölle von Aschau” von Christoffer Martens fotografiert worden zu sein, da wurde er Opfer des nächsten Schnappschnusses. Die Grenzen der Designfotografie sind hier eindeutig überschritten… und die körperlichen Fähigkeiten unseres ertappten Fotografens scheinen das auch.

Während unser Fotograf die Ausstellung “Great Taste for Waste” im Atelier von Kasper Klokgebouw dokumentierte, erwischte ihn der Eindhovener Fotograf Kasper van‘t Hoff mit seinem iPhone.
Das Foto ist übrigens ein Musterbeispiel für die Strapazen, die mit der Erstellung des (smow)Blogs verbunden sind… und dafür, wieso unsere Reinigungskosten so hoch sind.

Danke für dieses Foto!

Kasper van‘t Hoff Great Taste for Waste Eindhoven

Beim Fotografieren von "Great Taste for Waste" auf der Dutch Design Week 2011. (Er wird sich sicher wünschen, die Mütze nicht abgesetzt zu haben...)



Dutch Design Week: Area 51 Skate Park

Friday, November 18th, 2011

Jedes Jahr zur Dutch Design Week gönnen wir uns eine kleine Auszeit vom Messezirkus und fliehen in den Area 51 Skate Park. Denn die Area 51 hat wahrscheinlich mehr mit Design zu tun, als vieles von dem, was wir das ganze Jahr über auf den Designermöbelmessen sehen. (Allerdings fühlen wir uns auf den Messen nicht so alt… :)

2002 wurde das 3000 m² große Gelände der Area 51 eröffnet – ein Jahr nach der Gründung der Dutch Design Week also. Die Area 51 ist eine hügelige Landschaft aus Holz, die sich in einem alten Fabrikgebäude auf dem Philips-Grundstück befindet. Hier können Jugendliche sicher Skaten und Bladen. “Sicher” aber nicht etwa im Sinne von “sich nicht verletzen”, sondern im Sinne von “nicht durch eine Gesellschaft belästigt werden, die meint, sie wisse alles besser”.

Genau wie Graffiti nicht wirklich Graffiti ist, wenn es offiziell auf eine Wand gesprüht wird, und Skifahren abseits der Piste eigentlich keine Freiheitsgefühle auslösen kann, wenn man mit einem Helikopter auf den Berg gebracht wird, gehört Skateboarden eigentlich auf die Straße. Soviel steht fest, auch wenn viele anderer Meinung sind.

Aber in der Area 51 können die Kids in Ruhe an ihrer Technik feilen und brauchen sich keine Gedanken über zeigefingerhebende Erwachsene machen. Ein bisschen also wie Designer in ihrem Atelier, wo sie experimentieren können ohne von irgendwem dafür gerüffelt zu werden.

Dutch Design Week Area 51 Skate Park Eindhoven
Area 51 Skate Park Eindhoven

Man kann ruhig zugeben, dass die meisten Skater in der Area 51 sich sicher nie mit dem großen Skaterhelden Tony Hawkes (oder wer auch immer es mittlerweile sein mag…) messen können, aber darum geht es auch gar nicht. Es geht um den Spaß, den das alles macht, und um das Gemeinschaftsgefühl, das dabei aufkommt.

Ein weit verbreitetes Vorurteil unter etwas konservativeren Gesellschaftsschichten ist ja, dass Skaterkids nichts als Rumhängen und Lärm machen können. Beschäftigt man sich aber einmal etwas mehr mit dem Skaten, kann man vor allem junge Menschen sehen, die versuchen etwas zu erreichen… die daran scheitern… es wieder versuchen… scheitern… versuchen, scheitern usw. Irgendwann packen sie es und alles scheint so einfach – so als könnte es gar nicht anders sein.
Wenn das mal keine Metapher für den Designprozess ist! Also, wie gesagt, die Area 51 und Möbeldesign sind gar nicht so verschieden wie man es auf den ersten Blick meinen könnte.

Dutch Design Week Area 51 Skate Park Eindhoven
Area 51 Skate Park Eindhoven: Australier sind hier auch erlaubt…..

Nachdem wir eine halbe Stunde mit den Kids geträumt haben, schallte Iggy Pops Lust for Life aus den Boxen. Während die Jugendlichen zu dem subversiven Vesprechen von Freiheit eines jungen Iggys rockten, hatten wir so eine albtraumartige Vision von einem 60-jährigen Mr. Pop mit freiem Oberkörper, der Autoversicherungen in einem TV-Spot verkauft. Da haben wir gemerkt, dass es Zeit wird, wieder in die Welt zurückzukeheren, in der alles kuratiert und strukturiert ist – und die wir mittlerweile unser Zuhause nennen.

Um die Area 51 Strijp S herum entwickelt sich das Gebiet übrigens, wie man es von alten Industriegebieten am Rand großer Städte erwartet: Es gibt Lofts, Architekturbüros und teure Coffeeshops. Inmitten dieser exklusiven und teuren Entwicklung erinnert uns die Area 51 zum Glück daran, dass verantwortungsvolle Stadtplanung alle Gruppen der Gesellschaft berücksichtigen sollte. Und dazu gehören auch Teenager mit Wollmützen und Holzfällerhemden.



Vienna Design Week: Global Village @ WAGNER:WERK Museum

Thursday, November 17th, 2011

In den 1980ern gab es nichts, was Hannibal Smith glücklicher machte, als wenn ein Plan funktionierte. (Für unsere jüngeren Leser: Hannibal Smith – der Fadenzieher im A-Team – zündete sich dann immer eine Zigarre an und grinste gaunerhaft in die Kamera.)

Dieses Gefühl kennen wir natürlich nicht. Na ja, so gut wie nicht. Kommt es doch zu einem dieser raren Momente, in denen Fortuna all die Fäden unseres Blogs zu packen scheint und auf faszinierende Weise zusammenführt, sodass bei unseren Lesern der Eindruck eines durchdachten Plans entstehen muss, dann wünschen auch wir uns nichts sehnlicher als nach einer handgerollten Havanna zu greifen und unser gehässigstes Grinsen aufzusetzen.

So geht das vielleicht auch den Designern, deren Arbeiten offenbar einem größeren Plan untergeordnet sind, als wir immer glaubten. Zumindest, wenn man den folgenden Stimmen Glauben schenken will.

Bei Norm=Form behauptete Timo de Rijk, dass modernes Design nichts als die Neugestaltung bekannter Standards sei und auch nichts anderes sein könne, da die Öffentlichkeit von einem Produkt diese bestimmte, bekannte Form erwarte. Designer geben der Öffentlichkeit also nur was sie wollen – das, was sie kennen. Auch wenn das immer mit einer eigenen Interpretation und Handschrift erfolgt. Ettore Sottsass und seine Memphis Group haben zwar versucht, das etwa mit ihrem Carlton Cabinet zu widerlegen, doch am Ende ist und bleibt es die bittere Wahrheit.

Die Ausstellung Global Village im WAGNER:WERK Museum in Wien greift dieses Thema auf, indem sie modernes Design im Kontext “traditioneller” Objekte nichteuropäischer Zivilisationen betrachtet. Einige Vergleiche sind in der Tat verblüffend. So mussten wir beispielsweise feststellen, dass die Eames Stools nur eine Abwandlung handgearbeiteter Stühle aus Burkina Faso sind oder dass das Design von Karim Rashids Lounge Chair Surf eigentlich aus Ost-Java zu stammen scheint.

Natürlich soll hier niemand des Kopierens bezichtigt werden. Global Village unterstreicht lediglich auf eindringliche Weise, wie abhängig Designer von etablierten und altbewährten Formen sind. Die Schaufel existiert seit ewigen Zeiten. Wir können nur das Material und die Ergonomie verändern.

Wir finden zwar, dass die Ausstellung beim Vergleich von Nils Holger Moormanns Easy Reader mit einer indonesischen Kinderschubkarre etwas weit gegangen ist, doch optisch machen die beiden nebeneinander schon was her.

Fast ebenso beeindruckend wie die Ausstellung selbst ist übrigens der Ausstellungsort: Otto Wagners Postsparkasse. Nur so viel: Wenn unsere Bank so aussehen würde, würden wir uns definitiv intensiver um unsere Anlagegeschäfte kümmern.

Global Village im WAGNER:WERK Museum läuft noch bis zum 26. November. Mehr Infos gibt’s unter www.ottowagner.com



Vienna Design Week: kidsroomZOOM

Wednesday, November 16th, 2011

Eine der originellsten und unterhaltsamsten Ausstellungen auf der Vienna Design Week 2011 war definitiv der kidsroomZOOM.

Kuratiert von Paola Noè von der Galerie Unduetrestella Mailand und Thomas Maitz vom österreichischen Kindermöbelhersteller Perludi, gestaltete sich der kidsroomZOOM als entzückende, speziell für Kinder eingerichtete Jahrhundertwende-Wohnung in der Wiener Innenstadt.

Erwachsene durften in die Wohnung, wurden im Ausstellungskonzept jedoch nicht sonderlich berücksichtigt.

kidsroomZOOM bot mit Arbeiten von Herstellern und Designern, wie Thorsten van Elten, Rijada oder Nonah einen gelungenen Überblick über das gegenwärtige Kindermöbeldesign in Europa – und beweist dabei, dass es durchaus gute Alternativen zum billigen Ramsch aus dem Möbelhaus gibt.

Die Idee mit der “Kinder-Wohnung” entstand, um die internationalen Marken einmal nicht als Konkurrenten, sondern als Teil einer gemeinsamen Lösung für einen kreativen wie sicheren Ort für Kinder, zu zeigen. Das ist ein Konzept, das uns so erfrischend schien wie die in diesem Rahmen gezeigten Produkte.

Neben altbewährten Lieblingen, wie MAXintheBOX von Perludi oder Duck von Rijada, haben uns besonders die zwei intelligenten Schaumstoffmöbel Tukluk und Kubix begeistert.

Und dann war da natürlich noch der so herzzerreißend traurig dreinblickende Punch’n'Cuddle – eine langohrige, kaum identifizierbare Figur in Form eines Boxsacks – die also durchaus zum Draufhauen einlädt – eigentlich aber aussieht als müsste sie mal kräftig umarmt werden.

In Ergänzung zur eigentlichen Ausstellung, bot kidsroomZOOM am Samstag außerdem einen Papierspielzeug-Workshop an.

Aus dem Pressematerial geht hervor, dass das bereits der zweite kidsroomZoom war; der erste fand während der Fuori Salone 2011 statt, wo wir es wie so oft aufgrund der Menge anderer Veranstaltungen leider verpasst haben etwas davon mitzubekommen.

Und so bleibt nur zu hoffen, dass es den Veranstaltern gelingt, die Übung auf anderen Design Festivals zu wiederholen; wir jedenfalls halten das Konzept für sehr erfolgreich und wert die Aufmerksamkeit eines größeren Publikums zu erhalten.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Mehr Informationen gibt es unter kidsroomZOOM.com



Dutch Design Week: Great Taste for Waste

Tuesday, November 15th, 2011

Inspiration für eine Designausstellung findet man an den unmöglichsten Orten – sogar im Müll, den der Hund zuhause anschleppt.

Kasper van ‘t Hoff’s schwarzer Labrador zum Beispiel sammelt gern Abfall und bringt ihn mit nach Hause. Also dachte sich van ‘t Hoff, warum das gute Zeug wegschmeißen, wenn man es auch behalten und fotografieren kann. Van ‘t Hoff ist Fotograf – das ist also gar nicht so verwunderlich. (Wenn er es nicht wäre, könnte man allerdings schon ins Grübeln darüber kommen…)

Eines Tages sprach van ‘t Hoff dann mit der Keramikkünstlerin Marina Relou von Gus über seine Inspirationsquelle und beide waren sich einig, dass der Hund für seinen Beitrag zu einem saubereren Eindhoven geehrt werden sollte.

So wurde das Projekt “Great Taste for Waste” geboren, bei dem Kasper van ‘t Hoff, Maria Relou und ein paar Kollegen versuchen, Müll zu neuem Glanz zu verhelfen und so eigentlich Wertloses wertvoll zu machen.

Gus sieht offensichtlich einen Wert im Müll. Doch wieso können wir das nicht?

Für uns war das herausragendste Objekt der Ausstellung Maria Relous “Plasikflaschen” aus Keramik – wunderbar filigrane und realistische Stücke, die an zerknüllten Plastikflaschen orientiert sind.

Zudem verarbeitete Relou Porzellanreste zu Geschirr, auf dem Bruno van Vaerenbergh kleine Leckerbissen drapierte. Und auch hier war das Thema des Abends maßgebend und auf den Tellern landeten die Stücke vom Essen, die sonst weggeworfen worden wären.

Es soll auch eine umweltfreundliche Hundehütte ausgestellt worden sein, aber wir konnten sie leider nicht finden.

Im Allgemeinen hat uns “Great Taste for Waste” sehr gut gefallen – auch weil es fraglos eine der leichter zugänglichen und unterhaltsameren Ausstellungen war, die wir in Eindhoven gesehen haben.

Mehr Infos gibt’s unter www.greattasteforwaste.com

 



Dutch Design Week: Made Out Portugal #4

Sunday, November 13th, 2011

Eines unserer Highlights auf der Dutch Design Week 2010 war Made Out Portugal #1, und so waren wir logischerweise ganz wild darauf, zu erfahren, wie es unserem Lieblingsprojekt in den letzten 12 Monaten ergangen ist.

Auf den ersten Blick ist das Projekt im Vergleich zur ersten Show gewachsen und beinhaltet nun auch einige portugiesische Designer, die nicht in Holland ansässig sind. Da es eines der Ziele des Projekts war, ein Netzwerk bestehend aus Exil-Portugiesen aufzubauen, scheint sich das Projekt momentan also genau in die richtige Richtung zu entwickeln.

Außerdem konnte man Made out Portugal in diesem Jahr schon in der Klokgebouw sehen, einem der Hauptausstellungsräume auf der Dutch Design Week, was ein großer Sprung zum letzten Jahr ist, denn damals fand die Show noch im eher informellen Smalle Haven statt.

Obwohl wir es, wenn wir ehrlich sind, besser gefunden hätten, wenn sie so weiter gemacht hätten wie sie es mit ihrem “Exhibition in a Van”-Konzept auf dem DMY Berlin vorgemacht haben, verstehen wir auch, dass man manchmal einfach daran denken muss, wie man am besten sein Ziel erreicht.

Unter den Arbeiten auf der Ausstellung haben uns besonders die aus Kork beeindruckt. Als Land mag Portugal kein Geld haben. Aber es hat Kork. Und wenn die portugiesischen Bauern etwas mehr Sinn fürs Wesentliche zeigen als die portugiesischen Bänker, wird es wohl auch immer Kork geben. Und wenn junge Designer den Korkbauern helfen können, neue Märkte für sich zu erschließen, dann tragen sie sogar ihr Stück dazu bei, die portugiesische Wirtschaft wieder auf den Weg zu bringen.

Was selbstverständlich auch zu den Aufgaben von Produktdesignern gehört.

Das nennt man auch Win-win-Situation.

Unter den gezeigten Arbeiten war für uns besonders Corkmatters Lamp von Tiago Sá da Costa das Stück, welches unserer Meinung nach das größte Potenzial hat, sich auf dem Markt zu etablieren.

Davon abgesehen haben wir uns gefreut, eine Entwicklung der Dock Lamp von Manuel Amaral Netto zu entdecken. Die Desk Dock Lamp basiert zwar auf dem gleichen Prinzip wie die Stehlampen-Version – für uns ergibt die Weiterentwicklung als Tisch-Version aber einfach mehr Sinn.

Mit der Dock Lamp wird das Ritual am Ende eines Tages – das Ausschalten der Lampe – zu einem kleinen befriedigenden Erlebnis. Die Lampe wird nämlich nicht einfach an einem Schalter ausgeschaltet, nein, der An-/Ausschaltmechanismus funktioniert über das Ein- und Ausdrehen der Birne. Das klingt nun sicher sehr rudimentär, ist es aber nicht. Na ja, irgendwie ist es das natürlich schon, aber genau deswegen finden wir das Prinzip ja auch so clever. Jedenfalls ist es genau die Art von Interaktion, die wir gerne mit unseren Möbeln eingehen.

Bruno Carvalho hat seine Konzept-Möbel-Kollektion leider nicht um ein Klokgebouw-Stück erweitert, aber seine Tempelhof Lamp bleibt einfach ein monumentales Werk und seine Magic Carpet Lamp ist nach wie vor, wenn auch schon etwas älter, eine frische Idee, die wir immer wieder gerne sehen.

Es ist unbestritten, dass es in Zukunft immer schwerer für junge Designer werden wird. Gerade deswegen sind wir große Fans von solchen losen Plattformen, die Arbeiten vermarkten und Netzwerke aufbauen können. Das gilt insbesondere für Designer aus Ländern, die naturgemäß nicht so viel Aufmerksamkeit von so vielen Menschen genießen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir so froh waren, Look to Norway auf den Designers’ Open zu sehen. Und in diesem Sinne liegt uns auch viel daran, die Entwicklung von Made Out Portugal weiter zu beobachten.

Wir halten euch auf dem Laufenden und bis dahin gibt es mehr Informationen unter www.madeoutportugal.com



Designers’ Open Leipzig: Look to Norway

Saturday, November 12th, 2011

Obwohl es in letzter Zeit ziemlich ruhig um Erik Wester war, ist es nur fair zu sagen, dass er nach wie vor unser Lieblingsdesigner aus Norwegen ist. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

Auf den Designers’ Open 2011 hat eine Gruppe von 10 norwegischen Designstudenten Beispiele ihrer Arbeiten an einem gemeinsamen Stand mit dem Titel “Look to Norway” präsentiert. Das war ziemlich sicher der erste Stand auf den Designers’ Open, bei dem Design aus Norwegen im Zentrum stand.

Die interessantesten Stücke waren dabei für uns Le Korpusiør von Jørgen Platou Willumsen – eine sehr einfache, dabei jedoch liebreizende Familie aus Holz und Kupferlampen – und Curious von Caroline Olsson – eine Lampe, die sich in einer Box, die zugleich ihr Fuß ist, einklappen lässt.

Insgesamt waren wir sehr von der allgemeinen Qualität der Ausstellungsstücke beeindruckt; zugegebenermaßen können wir jedoch nicht allen Stücken die Aufmerksamkeit schenken, die sie eigentlich verdient hätten.

Um mehr über das Projekt zu erfahren; und warum es genauso schwer ist, einen norwegischen Designer zu nennen wie einen wichtigen belgischen, haben wir mit den “Look to Norway” Mitgliedern Thea Nilsen und Fredrik Wærnes gesprochen.

(smow)blog: Ganz kurz, was ist der Hintergrund zu der Ausstellung?

Fredrik Wærnes: Wir sind alle Studenten der vier norwegischen Designschulen und wollten eine kollaborative Plattform schaffen, die die verschiedenen Institutionen und Fachgebiete zusammenbringt.

(smow)blog: Es ist sicher nicht falsch zu sagen, dass die meisten Menschen wahrscheinlich einen schwedischen oder dänischen Designer nennen können, aber keinen norwegischen. Warum ist das so?

Thea Nilsen: Wir fragen uns das Gleiche! Deswegen machen wir auch die Ausstellung. Die Menschen sollen uns mehr wahrnehmen. Denn Norwegen hat genauso eine Designtradition wie Schweden oder Dänemark, zurzeit blüht die Szene außerdem und es gibt jede Menge interessanter Dinge im norwegischen Design zu entdecken.

(smow)blog: Wie groß ist der norwegische Markt? Gibt es denn Hersteller mit denen junge Designer, wie ihr, arbeiten können?

Fredrik Wærnes: Es gibt ein paar Hersteller in Norwegen, aber der Markt ist eher klein und die Designer müssen oft außerhalb von Norwegen nach einem Partner für ihre Designs suchen.

Thea Nilsen: Das ist auch ein Grund nach Deutschland zu kommen – Deutschland ist ein sehr interessanter Standort, was die Herstellerlandschaft betrifft.

(smow)blog: Was zu der Frage aller Fragen führt: Warum Designers’ Open?

Fredrik Wærnes: Uns gefällt das Konzept des Festivals. Es ist sehr offen, mit Ausrichtung auf ganz verschiedene Designgebiete und so hielten wir unser Projekt für ganz besonders passend.

Thea Nilsen: Auch wegen einiger Empfehlungen haben wir uns für die Ausstellung in Leipzig entschieden. Wir haben von dem Festival gehört und eigentlich erst da mit den Überlegungen zu unserem Projekt begonnen. Ohne Designers’ Open gäbe es uns also vielleicht gar nicht.

Mehr Informationen über Look to Norway und die einzelnen Projekte gibt es unter: http://looknorway.com/



Design for Use, USA

Tuesday, November 8th, 2011
Design for Use USA catalogue

Design for Use, USA. Das Cover von Alexander Girards Katalog.

Vom 20. März bis 25. April 1951 fand in Stuttgart die erste Nachkriegsausstellung zum Thema moderne amerikanische Inneneinrichtung und Haushaltsgeräte statt.

Vom New York Museum of Modern Art organisiert, zeigte die Ausstellung mit dem Titel “Design for Use, USA” einen Querschnitt amerikanischen Gebrauchsdesigns – und somit ein Who is Who der amerikanischen Designer Mitte des 20. Jahrhunderts: Charles Eames. George Nakashima. Ray Eames. George Nelson. Eero Saarinen. Isamu Noguchi. Etc.

All das wird in einem von Alexander Girard geplanten Ausstellungskonzept und Katalog präsentiert.

Neben einer durchaus ansehnlichen Liste von Ausstellungsobjekten, war und ist die Ausstellung auch aus einer ganzen Reihe anderer Gründe interessant.

Zuallererst weil sie bereits zwei Jahre bevor Willi und Erika Fehlbaum ihren “folgenreichen” Ausflug nach New York unternahmen, stattfand – sie kamen damals mit den Grundsteinen für Vitra im Handgepäck zurück.

(Man stelle sich mal vor… wenn jemand in Stuttgart etwas mehr unternehmerisches Gespür gezeigt hätte…. Es gäbe kein Vitra.)

Zweitens brachte die Ausstellung die Designermöbelindustrie im Nachkriegseuropa in Gang.

Im Artikel “The “Advance” of American Postwar Design in Europe: MoMA and the Design for Use, USA Exhibition 1951–1953″1 behauptet Gay Mcdonald, dass die Ausstellung nur stattfand, um Amerika im Rahmen des Marshall Plans in Europa populär zu machen und liest man die MoMa Pressemitteilung2 von 1951, kann man das auch nur schwer leugnen.

Soweit wir das richtig interpretieren, exportieren die Amerikaner ihre Kultur ja auch schon seit jeher mit größter Leidenschaft in den Rest der Welt – sei es die Blue Jeans, Hamburger oder unterdrückende Sicherheitskonzepte im Namen der Freiheit…

Und natürlich haben sie auch ihre eigenen Sportarten entwickelt, anstatt einfach die von anderen Kulturen zu übernehmen.

Aber wir vertrauen auf die meisten Europäer und, ja, auch auf die meisten Amerikaner, dass sie intelligent genug sind, ihre eigenen Schlussfolgerungen und Meinungen zu bilden.

Unabhängig von den Motiven finden wir, dass die Ausstellung genau das Richtige zur richtigen Zeit war. Damals war Amerika nämlich, ungeachtet des Krieges, der Motor im weltweiten Produktdesign. Und das MoMa war zweifelsohne die Institution, die die größte Rolle dabei gespielt hat, amerikanische Designinnovationen in der Welt zu verbreiten.

1951 waren weite Teile Europas mit dem Wiederaufbau beschäftigt – schnelle und effiziente Lösungen im Möbel- und Produktdesign waren also äußerst gefragt.

upholstred chair georeg nelson herman miller
“Upholstered chair” von George Nelson für Herman Miller, gesehen im Design for Use, USA Katalog

Gay Mcdonald zitiert eine Quelle, die besagt, dass die Ausstellung von 60.000 Menschen besucht wurde. Das klingt vielleicht gar nicht so viel, aber man muss bedenken, dass es 1951 war. Damals gab es noch keine Billigflieger, die für 20 Euro nach Stuttgart fliegen. Und die “Designindustrie” war damals auch noch nicht so weit wie heute.

Und Vitra war zu der Zeit noch eine unwichtige, kleine Baseler Firma im Aufbau. – 60.000 Besucher waren für die Zeit einfach fantastisch.

Was leider nicht aufgezeichnet wurde, ist, wer alles kam und was sie mitgenommen haben.

Für so gut wie jede wichtige und einflussreiche Manchester Band der späten 1970er und frühen 1980er können die Ursprünge zurück zum Sex Pistol Konzert am 4. Juni 1976 in der Lesser Free Trade Hall geführt werden; und so können wir (Romantiker) uns sehr gut vorstellen, dass “Design for Use, USA” das europäische Möbeldesign der 50er und 60er Jahre genauso stark beeinflusst hat.

Ohne Aufzeichnungen kann man leider nur mutmaßen, wie die Langzeitfolgen für die Besucher der Ausstellung konkret aussahen.

Nach Stuttgart tourte die Ausstellung weiter durch Europa: nach London, Paris, Zürich und zur Mailänder Triennale. Die Tatsache, dass keiner die Chance ergriff und die Produktionslizenzen für Europa übernahm, lässt sich möglicherweise darauf zurückführen, dass alles noch zu neu war, zu anders.

Jedenfalls ist es naheliegend, dass mit der Ausstellung ein Prozess der Sensibilisierung losgetreten wurde, der letztlich auch den Weg für Vitra und den Erfolg mit dem Verkauf der Möbel von Eames, Nelson, Noguchi und all den anderen ebnete.

Ganz sicher aber liegt hier der Ausgangspunkt für Wilde + Spieths erfolgreiche Vermarktung von Egon Eiermanns Stühlen. Egon Eiermann begann mit seiner Teilnahme an der “Wie Wohnen?”-Ausstellung, 1949/50,  in Stuttgart und Karlsruhe öffentlich gegen Massenproduktion zu arbeiten. Viele seiner Designs stammen definitiv aus der Mitte der 1940er Jahre und Eieramann war dabei zweifelsfrei von dem, was er zu der Zeit aus und über Amerika las, beeinflusst.

Wir sagen nicht, dass er irgendetwas kopiert hat, aber Eiermann und Eames haben definitiv auf ähnlichen Feldern geforscht und expermentiert. Obgleich Eames ein wenig schneller und erfolgreicher war.

Damals hätte das freilich kaum jemand so betrachtet. 1951 haben sich gerade einmal 153 Stück von Eiermanns SE 3 (dem heutigen SE 42) verkauft; und das hauptsächlich an Architekten. In den folgenden Jahrzehnten stieg der Verkauf dann nicht nur dramatisch an, Eiermanns Stuhldesigns – mit ihren unleugbaren Bezügen zu Eames’ Entwürfen -  entwickelten sich außerdem bald zu europäischen Designklassikern.

Aber wieder können wir eigentlich nicht beweisen, dass Design for Use, USA etwas damit zu tun hatte.

design for use usa charles eames rar sideboard
Ein RAR und ESU Bookcase von Charles und Ray Eames, gesehen im Design for Use, USA Katalog

Zusätzlich zur Wegbereitung für ein neues Verständnis von Inneneinrichtung, beeinflusste “Design for Use, USA” Europa hinsichtlich neuer Technologien und Geschäftsmodelle. Es wurden Möbel aus Plastik geformt und Designermöbelhersteller in der Tradition von Hermann Miller etablierten sich.

Wir haben zwar keine bestätigten Aussagen darüber, ob Arne Jacobsen bei der Ausstellung anwesend war;  aber man kann nicht leugnen, wie hingebungsvoll er sich den synthetischen Materialien, die zwischen 1950 und 1960 auf den Markt kamen, gewidmet hat.  Das hat er außerdem ganz meisterhaft mit der guten alten dänischen Handwerkstradition zusammengebracht. Das Ei und der Schwan sind wohl die besten Beispiele dafür.

Auch wenn unsere Argumentation etwas lückenhaft ist, kann man doch sicher davon ausgehen, dass die europäische Möbelindustrie ohne “Design for Use, USA” etwas länger gebraucht hätte, auf eigenen Füßen zu stehen – und das wahrscheinlich mit weniger interessanten Produkten.

design for use usa slinky richard t james
Slinky von Richard T James: war auch Teil der Design for Use, USA Ausstellung

1. Gay McDonald “The “Advance” of American Postwar Design in Europe: MoMA and the Design for Use, USA Exhibition 1951–1953″ Design Issues: Volume 24, Number 2 Spring 2008. Seiten 15-27

2. “MUSEUM’S “DESIGN FOR USE, U.S.A.” EXHIBITION SAILED FOR EUROPE JANUARY 5″ http://www.moma.org/docs/press_archives/1483/releases/MOMA_1951_0001_1951-01-04_510104-1.pdf

3. Arthur Mehlstäubler “Egon Eiermann – der deutsche Eames?” in Egon Eiermann (1904 – 1970)