Archive for the ‘Designers Open’ Category

Designers’ Open 2013 in der Glashalle der Leipziger Messe

Sunday, March 24th, 2013

Die Designers’ Open 2013 finden also in der Glashalle der Leipziger Messe statt.

Überrascht sind wir eigentlich nur über unsere eigene Überraschung. Schließlich ist die Leipziger Messe der neue Organisator der Designers’ Open… Aber es ist uns irgendwie nie in den Sinn gekommen, dass sie die Veranstaltung tatsächlich nach Schkeuditz legen.

Laut Pressemitteilung stand eine Reihe von Locations in Leipzig zur Debatte, man hat sich jedoch dafür entschieden selbst der Gastgeber zu sein. Diese Entscheidung unterstützen wir persönlich eher nicht. Die Messehallen sind einfach viel zu weit ab vom Schuss. Man muss schon einigen Aufwand betreiben um hinzukommen, sodass es die Spontanbesucher, die für eine Veranstaltung dieser Art extrem wichtig sind, eher abschrecken wird. Auf den großen Veranstaltungen wie der Buchmesse oder Handelsmessen gibt es keine “Laufkundschaft”, ein Besuch ist meist lange im Voraus geplant. Aber Designmessen wie die Designers’ Open sind einfach nicht interessant genug um schon Wochen vorher Vorfreude zu erzeugen. Die Designers’ Open haben vielmehr immer spontan Besucher angezogen, solche die nachmittags mal was anderes machen wollten, Familien, Studenten, Besucher der Grassimesse mit einem Kombi-Ticket…

Wir erinnern uns noch gut an das Desaster namens Designers Fair Köln 2011, an die Premiere im Vorort Ehrenfeld. Kaum jemand hat sich damals die Mühe gemacht, nach so weit außerhalb zu fahren. Und wir kennen einige Designer die das Vertrauen in die Designers Fair verloren haben wegen des Geldes dass sie aufgrund des Veranstaltungsortes verloren haben. Mittlerweile finden im Rahmen des PASSAGEN-Programms mehr Veranstaltungen in Ehrenfeld statt und so machen sich jetzt auch mehr Leute auf den Weg, den wir damals allein gegangen sind. Ehrenfeld ist ein eigenständiger Veranstaltungsort geworden.

Und darin liegt vielleicht die Logik hinter dem Wahnsinn. Laut Pressemitteilung will man “mehr Unternehmen die Teilnahme an den Designers’ Open … ermöglichen” und den Ausstellern “die Planungssicherheit [geben] … neue Ideen umzusetzen”. Designabsolventen, die ihre Lampen verkaufen wollen, brauchen in der Regel keine “Planungssicherheit”,  Hersteller die ihre neuen Kollektionen vorstellen wollen dagegen schon.

Wenn man also die Pressemitteilung genau liest, kann man zu dem Schluss kommen, dass die Leipziger Messe vom bisherigen Studenten-/Einzeldesigner-Markt-Konzept der Designers’ Open abrückt und mehr professionelle Hersteller anziehen möchte, … die Designers’ Open quasi auf den Veranstaltungskalender der Branche bringen will.

Das finden wir nicht grundsätzlich schlecht. In unserem letzten Post haben wir ja auch angemerkt, dass die bisherigen Designers’ Open frische Ideen und ein klares, langfristiges Konzept brauchen. Es steckt viel gute und positive Energie in dem Konzept , sie muss nur besser kanalisiert werden. Wenn wir die Organisatoren wären, würden wir den Plan aber von Anfang an agressiv verfolgen und keinen allmählichen Übergang versuchen. Erst recht nicht, wenn das erste Jahr wahrscheinlich nur schwach besucht wird und ein unnötiger negativer Eindruck bei potentiellen Ausstellern entstehen kann.

Wir haben nicht viele Hersteller getroffen, die große Hoffnungen in die Qubique Berlin gesetzt haben. Set der Qubique 2011 haben wir überhaupt keine mehr getroffen. Eine Designmesse in Leipzig ist noch viel schwieriger… Aber was wissen wir schon?

Wir halten euch auf dem Laufenden.

leipzig messe designers open

Designers' Open 2013 in der Glashalle der Leipziger Messe. Ist das eine untergehende Sonne oder ein aufsteigender Stern?



Designers’ Open Leipzig werden fortan von der Leipziger Messe organisiert

Tuesday, December 4th, 2012

Ab 2013 werden die Designers’ Open Leipzig von der Leipziger Messe organisiert. Die jetzigen Organisatoren und Festivalgründer Jan Hartmann und Andreas Neubert werden weiterhin bei der inhaltlichen und konzeptionellen Planung mitwirken, die gesamte rechtliche und finanzielle Kontrolle wird jedoch von der Leipziger Messe übernommen.

Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass wir nicht über die Designers’ Open 2012 berichtet haben. Der Grund dafür ist einfach der, dass wir keinen Grund hatten das Festival überhaupt zu besuchen. Und das obwohl es gerade einmal 10 Minuten Fahrradweg von unserem Büro entfernt war…

Woche für Woche wird irgendwo ein Designfestival oder eine Messe veranstaltet. Und Woche für Woche ähneln die Veranstaltungen einander immer mehr und wir fragen uns, warum zu der einen und nicht der anderen gehen. Was macht die Veranstaltung besonders? Warum ist sie einen Besuch wert? Bei den Designers’ Open fielen uns keine Gründe mehr ein.

Was nicht heißen soll, dass wir das Festival für unterdurchschnittlich oder unsinnig halten. Ganz und gar nicht. Die Designers’ Open erfüllen eine wichtige Funktion und haben sich in den letzten Jahren zum Beispiel mit dem Versuch innovative Technologien und Materialien nach vorn zu bringen in eine ziemlich interessante und durchaus relevante Richtung entwickelt.

Aber etwas stimmt nicht mit dem Gesamtpaket. Der ständige Wechsel der Location ist einfach nur noch ermüdend. Die Kommunikation seitens der verantwortlichen PR Agentur ist/war entweder sporadisch oder vor allem für die Sponsoren bestimmt und unterstützte nicht etwa die “normalen” Aussteller. Den Ausstellern selbst fehlte es an Einzigartigkeit und/oder Innovationskraft. Die Eröffnung parallel zur Preisverleihung der Grassimesse warf außerdem immer logistische Probleme auf, wobei wir uns immer für’s Grassi Museum entscheiden würden.

Für unseren Geschmack ist bei den Designers’ Open auch zu viel Mode dabei. Als Disziplin hat Mode einfach nichts mit Design gemein und unserer Meinung nach sollte sich ein Festival auf eine Disziplin konzentrieren. Mal ganz abgesehen davon, dass wir nicht einen ganzen Tag damit verbringen wollen, durch Modeausstellungen zu laufen.

Und so wurde die ganze Veranstaltung für uns zu verwirrend und ist schließlich zu weit abgetriftet. Daher gefällt uns der Gedanke, dass sich die Leipziger Messe der Organisation annehmen wird. Auch wenn wir noch nicht so ganz wissen, was das bedeutet. Aber mit ihren eingeübten Organisationsabläufen und der langfristigen finanziellen Sicherheit sollten sie in der Lage sein das Gesamtpaket etwas stimmiger zu machen. Und hoffentlich werden sie die Erfahrung und Expertise von Jan Hartmann und Andreas Neubert nutzen und das, was dieser Tage in der Presse berichtet wird, sind nicht nur schöne Worte. Jan Hartmann und Andreas Neubert haben die Designers’ Open schließlich zu einem weitreichenden Event gemacht und wir hoffen, sie werden daran anknüpfen. Dabei sind natürlich auch die Pläne der Messe nicht unwichtig.

Wir sind gespannt und halten euch auf dem Laufenden.

(Zu der Übernahme haben wir übrigens noch folgenden Gedanken gehabt:

Interessant wäre es ja, wenn die Leipziger Messe demnächst verkünden würde, dass sie nun auch noch Partner für die Qubique 2013 werden würden.

Die Berliner Messe will nicht… Eine Zusammenarbeit mit dem DMY Berlin ist unwahrscheinlich… Und es wäre ein schöner Weg Köln die Sache mit der Games Convention heimzuzahlen….

Aber wie gesagt, nur ein Gedanke…)

leipzig messe designers open

Die Leipziger Messe als Licht am Designers Open Leipzig Horizont?



Designers’ Open Leipzig 2012: Neuer Veranstaltungsort

Friday, July 6th, 2012

Das Schöne an Designfestivals ist für uns immer, dass man die Chance hat, verschiedene Teile der Gastgeberstadt kennenzulernen. Normalerweise reisen die Besucher. In Leipzig reist Designers’ Open.

Regelrecht der fahrende Sänger unter den europäischen Designfestivals, packt Designers’ Open jährlich seine Siebensachen und macht sich auf den Weg. Das geht bereits so, seit es 2006 aus seinem symbolischen Elternhaus – dem GRASSI Museum – ausgezogen ist.

Designers’ Open 2012 findet vom 25. bis 28. Oktober in der Ernst-Grube-Halle auf dem Campus der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig statt. Aber kein Grund zur Beunruhigung: die Halle ist größer als sie klingt.

designers open 2012

Der etwas kommerziellere Teil des Festivals ist der DO/Market mit drei neuen Schwerpunkten für 2012: Off/Spring mit Designprodukten für Kinder, Open/Air mit Produkten für Garten/Balkon/Outdoor und Spin/Off, bei dem aktuelle Diplom- und Masterprojekte vorgestellt werden. Außerdem gibt es hoffentlich jede Menge neue Projekte von internationalen Designern. Der etwas technischere Teil ist DO/Industry, der neben innovativen Designlösungen auch eine Konferenz mit dem Titel smart technology – new design umfasst.

Designers’ Open 2012 präsentiert außerdem die Ausstellung und die Verleihungszeremonie für den Sachsen Design Preis 2012. Hoffentlich macht die Jury in diesem Jahr ihren Job besser als die von 2009, die sich unerklärlicherweise dazu entschlossen hat, 2 zweite Preise zu verleihen und keinen Gewinner zu küren statt das einzig Vernünftige zu tun und einen Beitrag einfach als den besten von allen zu bewerten. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. Und selbstverständlich liefern wir euch alle Highlights vom Designers’ Open 2012.

Natürlich bleibt wie immer die Frage offen, wo die Designers’ Open das nächste Mal – also 2013 – stattfinden wird. Wenn man die Reise von Designers’ Open in den letzten Jahren verfolgt – vom Merkurhaus 2009 über das Hôtel de Pologne zur Spinnerei im letzten Jahr und nun zurück zum Stadtzentrum -, kommt für uns geografisch nur eine Location für 2013 in Frage: der Leipziger Zoo. Und 2014 geht’s dann hoffenlich endlich mal nach Halle – für uns die bessere, weil natürlichere Location für die Show…

Designers’ Open Leipzig 2012 findet vom 25. bis 28. Oktober in der Ernst-Grube-Halle auf dem Campus der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig statt.

 

Designers Open Leipzig Look to Norway W1 Nicolai Gulliksen

W1 von Nicolai Gulliksen @ Designers' Open Leipzig 2011. Mal sehen, was 2012 so bringt...



Designers’ Open Leipzig: Look to Norway

Saturday, November 12th, 2011

Obwohl es in letzter Zeit ziemlich ruhig um Erik Wester war, ist es nur fair zu sagen, dass er nach wie vor unser Lieblingsdesigner aus Norwegen ist. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

Auf den Designers’ Open 2011 hat eine Gruppe von 10 norwegischen Designstudenten Beispiele ihrer Arbeiten an einem gemeinsamen Stand mit dem Titel “Look to Norway” präsentiert. Das war ziemlich sicher der erste Stand auf den Designers’ Open, bei dem Design aus Norwegen im Zentrum stand.

Die interessantesten Stücke waren dabei für uns Le Korpusiør von Jørgen Platou Willumsen – eine sehr einfache, dabei jedoch liebreizende Familie aus Holz und Kupferlampen – und Curious von Caroline Olsson – eine Lampe, die sich in einer Box, die zugleich ihr Fuß ist, einklappen lässt.

Insgesamt waren wir sehr von der allgemeinen Qualität der Ausstellungsstücke beeindruckt; zugegebenermaßen können wir jedoch nicht allen Stücken die Aufmerksamkeit schenken, die sie eigentlich verdient hätten.

Um mehr über das Projekt zu erfahren; und warum es genauso schwer ist, einen norwegischen Designer zu nennen wie einen wichtigen belgischen, haben wir mit den “Look to Norway” Mitgliedern Thea Nilsen und Fredrik Wærnes gesprochen.

(smow)blog: Ganz kurz, was ist der Hintergrund zu der Ausstellung?

Fredrik Wærnes: Wir sind alle Studenten der vier norwegischen Designschulen und wollten eine kollaborative Plattform schaffen, die die verschiedenen Institutionen und Fachgebiete zusammenbringt.

(smow)blog: Es ist sicher nicht falsch zu sagen, dass die meisten Menschen wahrscheinlich einen schwedischen oder dänischen Designer nennen können, aber keinen norwegischen. Warum ist das so?

Thea Nilsen: Wir fragen uns das Gleiche! Deswegen machen wir auch die Ausstellung. Die Menschen sollen uns mehr wahrnehmen. Denn Norwegen hat genauso eine Designtradition wie Schweden oder Dänemark, zurzeit blüht die Szene außerdem und es gibt jede Menge interessanter Dinge im norwegischen Design zu entdecken.

(smow)blog: Wie groß ist der norwegische Markt? Gibt es denn Hersteller mit denen junge Designer, wie ihr, arbeiten können?

Fredrik Wærnes: Es gibt ein paar Hersteller in Norwegen, aber der Markt ist eher klein und die Designer müssen oft außerhalb von Norwegen nach einem Partner für ihre Designs suchen.

Thea Nilsen: Das ist auch ein Grund nach Deutschland zu kommen – Deutschland ist ein sehr interessanter Standort, was die Herstellerlandschaft betrifft.

(smow)blog: Was zu der Frage aller Fragen führt: Warum Designers’ Open?

Fredrik Wærnes: Uns gefällt das Konzept des Festivals. Es ist sehr offen, mit Ausrichtung auf ganz verschiedene Designgebiete und so hielten wir unser Projekt für ganz besonders passend.

Thea Nilsen: Auch wegen einiger Empfehlungen haben wir uns für die Ausstellung in Leipzig entschieden. Wir haben von dem Festival gehört und eigentlich erst da mit den Überlegungen zu unserem Projekt begonnen. Ohne Designers’ Open gäbe es uns also vielleicht gar nicht.

Mehr Informationen über Look to Norway und die einzelnen Projekte gibt es unter: http://looknorway.com/



Designers’ Open Leipzig: Zoom Bass Drum System von Rockstroh Drums

Friday, November 4th, 2011

Wir gehen mal davon aus, dass die meisten unserer Leser nicht so viel von Schlagzeugen verstehen. Uns ging es jedenfalls so – bis wir auf den Designers’ Open unser Wissen um ein beachtliches Maß erweitern konnten. Und die Welt der Schlaginstrumente ist ein ganzes Stück faszinierender als man denkt.

Besonders über das Zoom Bass Drum System von Rockstroh Drums aus Leipzig haben wir eine Menge gelernt. Den Klang einer Bass Drum kann man ändern, indem man die Spannung der Häute anpasst. Das erfordert eigentlich eine Menge Arbeit und eine Menge Zeit. Rockstroh Drums haben zusammen mit Studio Harftensteiner – darunter Jan Hartmann und Andreas Neubert, den treibenden Kräften hinter Designers’ Open -  beschlossen dieses Problem anzugehen und das Zoom Bass Drum System entwickelt. Ein wahrhaft revolutionärer Ansatz im Bass Drum Design.

Die Zoom Bass Drum adaptiert das Prinzip einer Posaune, indem sie so designt ist, dass die Vorderseite vor und zurück geschoben werden kann – eine Bewegung, die natürlicherweise den Klang verändert. Und das Ganze funktioniert sehr schnell und ohne großen Aufwand. Zusätzlich erlaubt die Öffnung in der Basstrommel neue Mikrofonpositionen, wodurch der Sound bei Studioaufnahmen variiert werden kann.

Das “Design” hinter dem Konzept steckt in dem Stimmschlüssel. Mit dem Stimmschlüssel bzw. nur einer Schraube wird das System bedient. Jeder Schlagzeuger besitzt so einen Schlüssel und die Entscheidung ihn in das System zu integrieren ist so eine klassische “Oh, wie einfach”-Idee, auf die nur Designer kommen können. Eine spezielle Gleitbeschichtung sorgt außerdem für eine reibungsarme Bewegung und schützt vor Korrosion oder anderen Schäden.

Wie gesagt, Schlagzeuge sind nicht wirklich unser Spezialgebiet (falls also irgendetwas hier falsch wiedergegeben ist – bitte melden!), aber wir waren ehrlich vom innovativen Charakter dieses Systems beeindruckt. Wir waren nur ein bisschen enttäuscht, dass wir es nicht gleich in der Halle 14 ausprobieren konnten.

Mehr Informationen zum Zoom Bass Drum System gibt es unter http://rockstrohdrums.de/

Designers' Open Leipzig Zoom Bass Drum System by Rockstroh Drums

Designers' Open Leipzig: Rockstroh Drums

Designers' Open Leipzig Zoom Bass Drum System by Rockstroh Drums

Zoom Bass Drum System von Rockstroh Drums

Designers' Open Leipzig Zoom Bass Drum System by Rockstroh Drums

Bass Drum System von Rockstroh Drums bei Designers' Open Leipzig

Designers' Open Leipzig Zoom Bass Drum System by Rockstroh Drums

Die technischen Details, einschließlich des wichtigen Stimmschlüssels



Designers’ Open Leipzig 2011

Saturday, October 29th, 2011

Wir fühlen uns momentan schon fast wie in Mailand angesichts der unglaublich vielen parallelen Ausstellungen, Messen und Veranstaltungen.

Nach der Dutch Design Week und der Qubique hat nun auch die Designers’ Open Leipzig 2011 ihre Tore geöffnet.

Und das schönste an den Designers’ Open ist, dass wir zwischendurch ins Büro zum Bloggen gehen können.

Der Umzug in die Baumwollspinnerei ist zumindest aus Besuchersicht ein voller Erfolg. Das Ambiente der Halle 14 setzt die Messe großartig in Szene. Wir sind gespannt ob die DO nach den Jahren als Nomadenfestival mit wechselnden Locations jetzt in Plagwitz sesshaft wird.

Wie schon im letzten Jahr finden die Designers’ Open 2011 als drei Events in einem statt: DO/Market und DO/Industry in der Baumwollspinnerei und DO/Spots in der Stadt verteilt.

DO/Market umfasst die größte Fläche mit Produkt- und Modesignern oder Kunsthandwerkern, die ihre Arbeiten entweder direkt verkaufen wollen oder auf der Suche nach Herstellern und Händlern sind.

DO/Industry ist der B2B-Bereich. Dieser in seinen Ausstellungsobjekten und -projekten konzeptionellere und theoretischere  Teil widmet sich 2011 dem Thema “smart materials – new design”.

Die DO/Spots sind Nebenveranstaltungen, die hauptsächlich in den Ateliers von Leipziger Designern stattfinden.

Die Designers’ Open Leipzig 2011 laufen bis Sonntag, den 30. Oktober. Details zum Programm und zu den Ausstellern gibt es unter http://designersopen.de

Berichte und Interviews von den Designers’ Open 2011 gibt es hier in den nächsten Tagen.

Designers Open

Designers' Open 2011 in der Baumwollspinnerei Leipzig - ein Lichtblick in Plagwitz

Designers Open

Designers' Open 2011 DO/Market

Designers Open

Designers' Open 2011 DO/Market

Designers Open

Designers' Open 2011 DO/Industry



Designers’ Open 2011 in der Baumwollspinnerei

Friday, May 27th, 2011

Unsere Koffer sind schon gepackt für das DMY Berlin. Aber auch unser lokales Designfestival ist dieser Tage im Gespräch. Die Designers’ Open hat für 2011 eine neue Bleibe in der Baumwollspinnerei in unserem Lower East Village Plagwitz gefunden.

Die Designers’ Open – ein nomadisch umherziehendes Designfestival – fand schon in vielen wundervollen Orten in Leipzig statt, aber mit dem Umzug in die Baumwollspinnerei ist auf jeden Fall eine umwerfende Kulisse garantiert. Und auch der Ruf des Festivals wird durch die Assoziation mit umliegenden Mietern des weitläufigen Komplexes (Neo Rauch muss hier natürlich genannt werden) noch steigen.

Für uns bedeutet das vor allem, dass wir wieder ein bisschen näher an die Möglichkeit gerückt sind, zum ersten Mal unseren Lieblingswitz anzubringen…

Bewerbungen für die Designers’ Open 2011 können ab jetzt eingereicht werden.

Weitere Informationen gibt es unter: http://designersopen.de/



Designers’ Open: R2B2 von Christoph Thetard

Friday, February 25th, 2011
R2B2 by Christoph Thetard

R2B2 von Christoph Thetard

Auf der “Summaery” Ausstellung an der Bauhaus Uni Weimar hat ein Objekt besonders aus der Masse hervorgestochen.

Damals wurden wir traurigerweise gebeten, nicht zu viel darüber zu erzählen – aus Gründen, die jeder Designer versteht.

Nun aber können wir das.

R2B2 von Christoph Thetard ist auf dem besten Weg unser “Design des Jahres 2010″ zu werden. Wir haben Christoph Thetard auf den Designers’ Open 2010 in Leipzig getroffen und sind der Meinung, dass die Designbranche viel mehr Designer dieser Art vertragen könnte.

Aber später mehr über Christoph.

Momentan ist R2B2 noch ein Konzept – kein Produkt. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass sich das bald ändert.

In seinem Diplomprojekt an der Bauhausuni Weimar hat sich Christoph mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und der Problemstellung, dass “grüne” Energie immer noch Elektrowaren antreiben kann: Diese sind zum einen sehr Ressourcen-intensiv in der Herstellung und verursachen zum anderen Probleme in der Entsorgung – Elektromüll, der nicht weniger wird und für den bisher auch kaum Lösungen in Sicht sind.

Christophs Anliegen besteht darin Elektrizität aus den Dingen zu entfernen, in denen sie nicht zwangsweise notwenig ist – eine wundervoll einfache, naheliegende und dennoch mutige Idee.

Das Herz von R2B2 bildet ein Schwungrad, dass von einem Pedal angetrieben wird. Wenn das Pedals getreten wird, gewinnt das Schwungrad an Umdrehungszahl und damit an mechanischer Energie womit eine Reihe von kleinen Haushaltsgeräten angetrieben werden können; zur Zeit eine Kaffeemühle, ein Handmixer und eine Küchenmaschine.

R2B2 as a coffee grinder....

R2B2 als Kaffeemühle

Durch die 400 Umdrehungen des Schwungrades kann R2B2 genug Energie – bis 350 Watt – für 1 bis 1,5 Minuten bereitstellen.

Mehr als genug um ein bisschen Kaffee zu mahlen, Sellerie zu zerkleinern oder Eier hart zu kochen.

Von einem Schwungrad angetriebene Geräte sind nicht neu, ihre Anwendung wurde nur durch blinde Elektrifizierung alltäglicher Geräte verdrängt.

Die in R2B2 eingesetzte Technologie macht die erneute Nutzung des Schwungrades im alltäglichen Gebrauch nicht nur möglich und attraktiv, sondern auch begehrenswert.

Momentan befindet sich R2B2 noch in der Entwicklung, doch wir hoffen in nicht allzu ferner Zukunft über eine kommerzielle Version berichten zu dürfen.

Die kommerzielle Version wird sicherlich nicht den rustikalen Charm des Prototypen haben, aber in Anbetracht der Tatsache, dass diese Technologie uns dabei hilft unsere Abhängigkeit vom elektrischen Strom zu reduzieren und uns erlaubt in eine nachhaltige Zukunft zu starten, können wir das akzeptieren.

Wie gesagt, den Moment in dem wir R2B2 das erste mal in Weimar gesehen haben, werden wir nicht vergessen. Denn plötzlich hat bei uns etwas “klick” gemacht und wir haben angefangen eine ganze Menge Dinge in Frage zu stellen, die wir bis zu diesem Punkt für selbstverständlich gehalten hatten.

Sicherlich ein grundsätzlicher Charakterzug von echt gutem, innovativem Industriedesign.

Details zum Design gibt es unter http://christoph-thetard.de/.

R2B2 - pedal power rather than electrical ....

R2B2 von Christoph Thetard - selbst erzeugte Energie statt elektrische

The various utensils can be stored within the body

Zahlreiche Utensilien, die innerhalb des Geräts verstaut werden können



Designers’ Open 2010: Perludi

Friday, December 3rd, 2010

CASPAR by Perludi @ Designers Open 2010

Bei der Designers’ Open 2009 entdeckte (smow) zum ersten Mal die österreichischen Hersteller Perludi, die damals Ihren ersten Auftritt in Leipzig hatten.

Seitdem ist auch deren wunderbares Produkt MAXintheBOX Teil der (smow) Kinderkollektion.

Augenscheinlich war die Designers’ Open 2009 auch sehr erfolgreich für Perludi, denn sie kamen zur Designers’ Open 2010 erneut zurück nach Leipzig.

Auf dem (smow)-Blog Schreibtisch benutzen auch wir einen Mini MAXintheBOX als Visitenkartenhalder. In Originalgröße kann der MAXintheBOX durch Ihr Kind vielseitig eingesetzt werden, wofür auch immer er gebraucht wird.

Entwickelt wurde er vor rund 10 Jahren, als der Perludi Designer Thomas Maitz auf der Suche nach Möbeln für seine eigenen Kinder war. Dabei wurde er mit dem Mangel an kinderfreundlichen Möbeln auf dem Markt konfrontiert. MAXintheBOX besteht im Wesentlichen aus 2 Elementen, die ineinander zu schieben sind und so einen unaufdringlichen Würfel bilden.

Getrennt kann jedes Element des MAXintheBOX als Stuhl, Tisch oder Verstauungselement genutzt werden.

Zusätzlich zum MAXintheBOX stellte Perludi bei der Designers’ Open 2010 seinen neuen Kinderschreibtisch “CASPAR” vor.

Durch die Möglichkeit, ihn zwischen 45 und 72 Zentimetern in der Höhe verstellen zu können, kann man CASPAR als einen Schreibtisch bezeichnen, der mit Ihrem Kind mitwächst – oder auch als einen Schreibtisch, der je nach Situation schnell verstellt werden kann. Jenachdem wofür er gerade benötigt wird.

CASPAR by Perludi - Detail

CASPAR by Perludi - Detail

Die Höhenverstellung erfolgt durch Gummiringe, die nach oben oder unten am Fuß des Tisches verschoben werden können. Die Ringe sitzen in vorgestanzten Rillen, die einen stabilen und sicheren Halt bieten.

Neben der Höhe kann außerdem jedes Tischbein individuell verstellt werden, sodass es möglich ist, dem Tisch eine Neigung zu geben – sofern gewünscht.

Und weil es keine Schrauben oder andere Befestigungsgegenstände gibt, können die Tischbeine einfach entfernt und innerhalb der Tischplatte verstaut werden. Das erleichtert den Transport und die Lagerung.

In den letzten Jahren haben wir bereits eine Vielzahl an Schreibtischen gesehen, die “mit Ihrem Kind mitwachsen”, jedoch ist CASPAR von Perludi ohne Frage der unkomplizierteste und benutzerfreundlichste, den wir je gesehen haben.

Und eine wunderbare Erweiterung des Perludi Sortiments.

Perludi MAxintheBOX videoMAXintheBOX by Perludi. Klicken umd das Video anzuschauen



Designers Open 2010: Collecteur von Christian Lessing.

Tuesday, November 16th, 2010

Für uns waren die Designers Open 2010 eine wunderbare Mischung aus neuen Entdeckungen und erneuerten Treffen mit alten Bekannten.

So zum Beispiel Christian Lessing.

Erstmals sahen wir den Collecteur im Januar bei der Designers Fair in Köln und sind immer noch beeindruckt von der einfachen Genialität des Designs.

Im Wesentlichen ist der Collecteur ein Hocker bzw. Beistelltisch, der seine Stabilität durch Zeitschriften erhält.

Er ist perfekt für all jene unter uns, die eine große Ansammlung an Zeitschriften, die man nicht entbehren kann, haben, aber nicht wissen, wo man diese verstauen soll.

Oder als besseren Ort zur Aufbewahrung als den bisherigen.

Die Technologie hinter dem Collecteur ist nicht mehr als ein einfacher Knick im Stahlblech. Doch die Idee dahinter ist viel ausschlaggebender.

Und wie wir finden einfach herrlich.

Es war schön, den Collecteur bei der Designers Open in Leipzig sehen zu dürfen.

Und jetzt sind wir sehr gespannt auf den Januar in Köln!

Collecteur by Christian Lessing @ Designers Open in Leipzig

Collecteur by Christian Lessing @ Designers Open in Leipzig

Zeitschriftenablage und Stuhl bzw. Tisch in einem

Zeitschriftenablage und Stuhl bzw. Tisch in einem