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Leipziger Buchmesse 2011 Interview: Liliane Studer

Sunday, May 15th, 2011

Zur diesjährigen Buchmesse und dem Lesefestival Leipzig liest veranstaltete (smow) zusammen mit SWIPS – Swiss Independent Publishers eine Lesung von drei Schweizer Autoren unter dem Titel “Neue Stimmen from Switzerland”.

Im Vorfeld der Veranstaltung haben wir mit Liliane Studer vom Dörlemann Verlag, Gründungsmitglied der Organisation und ehemalige Präsidentin, über die Organisation und ihre Arbeit gesprochen.

(smow) Sie sind von Anfang an verbunden mit SWIPS. Was war ursprünglich der Beweggrund für die Gründung von SWIPS?

Liliane Studer: Wir wollten den kleineren unabhängigen Schweizer Verlagen helfen sichtbarer zu werden. Außerdem sollten Strukturen geschaffen werden, in denen man sich untereinander unterstützen kann, zum Beispiel in den Bereichen Vertrieb und Marketing oder wie hier zur Buchmesse in Leipzig mit gemeinsamen Messeständen. Bis jetzt waren wir nur auf Messen in der Schweiz, dies ist für uns das erste Mal im Ausland.

(smow) Im SWIPS sind zur Zeit ca. 25 Verlage organisiert. Gibt es eine Grundrichtung?

Liliane Studer: Die meisten Verlage konzentrieren sich im Moment auf Sachliteratur, aber wir haben auch Verlage mit gemischten Programmen – also Belletristik und Sachliteratur. Und kürzlich sind auch ein paar Kunstverlage hinzugekommen. Das einzig wichtige ist dass der Verlag seinen Sitz in der Schweiz hat.

(smow): Wie geht es dem Schweizer Buchmarkt denn im Moment?

Liliane Studer: Für die Verlage ist es sehr schwierig, wenn sie sich nur auf den Schweizer Markt konzentrieren – es sei denn sie haben einen hohen regionalen Fokus. Aber die jungen Autoren wollen keine Schweizer Autoren sein, deren Bücher nur in der Schweiz verkauft werden. Wir haben eine größere germanophile Community und die Schweizer Verlage müssen in diese Richtung aktiv werden.

(smow) Wie wichtig ist die Leipziger Buchmesse, Ihr erster Ausflug in ausländische Gefilde?

Liliane Studer: Sie ist grundsätzlich wichtig, da sie eine öffentliche Messe ist, auf der das Lesen eine zentrale Rolle spielt. Die Organisatoren messen den kleineren unabhängigen Verlage große Wichtigkeit bei und waren sehr hilfreich als es darum ging, die vielen Lesungen zu organisieren. Aber für einen kleinen Verlag ist es auch immer wichtig, dort zu sein wo die Leser sind, die nach neuen Büchern und Autoren Ausschau halten.

(smow) Abgesehen von Marketing-Kooperationen, inwieweit betreibt SWIPS politische Lobbyarbeit?

Liliane Studer: Wir haben sehr gute Kontakte zum Schweizer Buchhändler- und Verleger Verband SBVV, der die politische Arbeit macht. Wir unterstützen sie so gut wir können.

(smow): Eine letzte Frage: Wir haben gesehen, dass der Messestand gar nicht aus der Schweiz kommt sondern aus Cottbus. Konnten Sie keinen guten Möbelhersteller in der Schweiz finden?

Liliane Studer: Es ist ein Schweizer Designer. Und der Stand ist ein gutes Beispiel dafür, wie SWIPS arbeitet. Martin Walliman ist ein kleiner Verleger, der einen Schweizer Architekturprofessor kennt, der in Cottbus unterrichtet. Martin hat ihn gefragt, ob es ein interessantes Projekt für seine Studenten sein könnte, den SWIPS-Stand zu entwerfen. Er hat zugesagt, einen Wettbewerb unter seinen Studenten organisiert und das ist der Gewinner. Es gibt also eine Verbindung zur Schweiz.

The SWIPS – Swiss Independent Publishers stand at Leipzig Book Fair.

Der SWIPS – Swiss Independent Publishers Stand auf der Leipziger Buchmesse. Designermöbel aus der Schweiz (...via Cottbus)



Die Reisen des jungen Verner (Panton Chair junior)

Saturday, April 16th, 2011

Zu den bekanntesten und wahrscheinlich karrieretechnisch relevantesten Phasen in Verner Pantons Leben gehören seine Reisen durch Europa.
Nach dem Studium an der Royal Academy of Fine Arts in Kopenhagen gab Verner Panton seine Stellung bei Arne Jaobsen auf, baute seinen VW Bus in ein mobiles Studio um und tourte durch Europa… und lernte dabei viele Designer und Hersteller kennen.

Natürlich war es nicht diese Erfahrung allein, die seine späteren Arbeiten beeinflusst hat, aber die Reisen haben das bewirkt was solche Erfahrungen immer bewirken: sie haben ihn offener gemacht für neue Ideen, neue Ansätze und neue Möglichkeiten.

Und so den Europäer Verner Panton geformt.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Verner Pantons Arbeiten auch so toll reisen.
Es liegt schließlich in den Genen.

Auf der Leipziger Buchmesse konnten wir exlusiv einen Blick in den Reisebericht von einem von Verner Pantons jüngeren Stühlen werfen, der demnächst erscheint.

In “Über den Jordan” beschreibt Verner (Panton Chair junior) seine Abenteuer auf einem Road Trip von Stuttgart bis Jordaniens Hauptstadt Amman mit einer Gruppe Fremder.

Der illustrierte Roman ist eigentlich ein Kinderbuch, der freche direkte Stil macht viele der Geschichten aber auch für Erwachsene zu einem Lesevergnügen.

Obwohl das Buchprojekt noch in der Entwicklung steckt, konnten bereits die ersten Cosplayer mit fantasievollen Panton Chair Kostümen auf der Leipziger Messe gesichtet werden. Das kann nur Gutes heißen.

“Über den Jordan” von Verner (Panton Chair junior) wird erst im Herbst veröffentlicht, aber wir haben bereits ein paar Vorabdrucke.

Der erste ist hier zu sehen. Weitere vier gibt es exklusiv auf der smow Facebook Seite.

Bald erhältlich: Die Reisen des jungen Verner (Panton Chair junior)


Leipziger Buchmesse 2011

Monday, March 14th, 2011

Lang lang ist’s her dass wir unseren Lebensunterhalt mit Trauben verdienten.  Wir haben sie angebaut und andere daraus Wein gemacht.

Damals verliefen die Jahre in einem beruhigenden Rythmus und Jahreszeiten hatten noch eine gewisse Bedeutung.

Dann kamen die wilden Jahre in der Welt der Designermöbel – Tage und Monate gingen sinnlos ineinander über.

Gott sei Dank folgt das Jahr, nun da wir älter und weiser sind, wieder einem friedlichen idyllischen Muster:

Januar IMM Cologne

Februar Stockholm Design Week

März Leipziger Buchmesse

etc.

etc.

etc.

Jetzt also die Buchmesse. Wir werden uns natürlich die neuesten Veröffentlichungen aller Bücher ansehen, die mit Design zu tun haben. Außerdem wollen wir schauen, wer auf der Messe welche Möbel benutzt, und dabei ein ganz besonderes Auge auf die Fälschungen haben – ja *****! wir meinen Euch und Eure zweifelhaften … Und natürlich freuen wir uns auf die Lesungen im (smow)room Leipzig.

Für die Buchmesse 2011 haben die Kollegen aus dem (smow)room wieder einen bunten Strauß Literatur organisiert. Und einen guten Rotwein für die Verdauung der Werke.

Die perfekte Vorbereitung für die anstehende Reise in das Höllenfeuer namens Mailand!

(smow)liest zur Leipziger Buchmesse 2011:

Donnerstag, 17. März @ 19.30 Uhr: Neue Stimmen from Switzerland – Heike Fiedler, Jens Steiner und Yusuf Yesilöz

Freitag, 18. März @ 19.30 Uhr: Thomas Mahler: In der Schlange – Mein Jahr auf Harz IV

Samstag, 19. März @ 19.30 Uhr: Markus A. Will: Bad Banker

Leipzig Buchmesse 2011: Flying the flag for international publishing. Probably

Leipziger Buchmesse 2011: Fahnen hissen für die Verlagswelt. Oder so.