Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Auch Kinder haben Geschmack

Monday, February 28th, 2011

Wir brauchen Ihnen ja nicht mehr erzählen, welchen Anklang unsere Kinder-Designermöbel in den Zimmern unserer Blagen Kinder finden. Der Panton Junior, der Eiermann-Kinderschreibtisch, der Max in the Box – all das wurde bereits erfolgreich vom Nachwuchs des (smow)Blog-Teams getestet und für gut befunden. Der

Panton Chair Junior

Panton Junior ist schnell zum Lieblingsmöbel avanciert – da soll doch nochmal einer sagen, Kinder haben keinen Geschmack! Im Gegenteil. Und was die Kleidung angeht, sind unsere Kinder auch recht wählerisch. Zu Recht!

Panton Chair Junior

Was Ikea für Möbel, ist H&M für Kleidung. Sicher findet man dort Basics und kann sich auch ganz gut einrichten bzw. kleiden, aber wer das besondere sucht, landet früher oder später in Designerläden oder kleinen Boutiquen. Das gilt für Möbel wie für (Kinder-) Kleidung. Wer schon mal die eine Saison getragenen H&M Klamotten an ein befreundetes Kind weitergeben wollte, weiß, wovon wir reden: Die Sachen sehen aus, als wären sie fünf Jahre alt und von ebensovielen Kindern bereits getragen. Zum Glück finden sich auch in Online-Boutiquen schöne Alternativen – auch wunderbar nach Farben sortiert, sodass bei Kinderkleidung ganz passend zum Panton Junior kombiniert werden kann ;)



Stockholm Design Week: 20 designers at BIOLOGISKA

Thursday, February 24th, 2011

Auch wenn wir uns wiederholen: Einer der besten Gründe eine Design Week zu besuchen, ist für uns nach wie vor die Tatsache, dass man so an Orte kommt, die man sonst wahrscheinlich nie sehen würde.

Wir hatten so schon ein paar tolle Erlebnisse, aber nur wenige toppen die 20 designers at BIOLOGISKA Ausstellung.

Offiziell ist das Biologiska ein Naturkundemuseum.

Offiziell.

Angelehnt an den Stil einer traditionellen, norwegischen Stabkirche lässt das idyllische, aber unaufdringliche Außengelände den Besucher wirklich nicht einmal erahnen, was ihn im Inneren erwartet.

Doch dann, wenn man auf einer wundersamen Holztreppe nach oben steigt, gelangt man langsam in ein Königreich der Tiere…

… in einem 360 Grad Diorama eröffnet sich dem Besucher eine Welt, die Tiere – sie sind ausgestopft – in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Und darin verstreut sind Einrichtungsgegenstände aus Holz und Messing.

Einfach fantastisch.

Wir sind keine großen Freunde der Taxidermie – wirklich nicht – aber darum geht es im Biologiska auch überhaupt nicht.

Es geht um die Installation.

Für die Stockholm Design Week haben die Designer Fredrik Färg und Emma Marga Blanche diese Installation um die Arbeiten von 20 jungen Designern erweitert.

Die Arbeiten wurden dem bestehenden Raum des Biologiskas dabei nicht einfach aufgesetzt, sondern auf spielerische Weise in das Diorama integriert.

Für manch einen mag das die Objekte zu sehr in einem Kunst-Kontext und weniger in ihrer eigentlichen Eigenschaft als Produkt stehen lassen. Aber wir sind nicht so hochnäsig und grunsätzlich aufgeschlossen gegenüber allem, was die Auseinandersetzung mit Design zu einem leichten und unterhaltsamen Vergnügen macht.

Und das haben Fredrik Färg und Emma Marga Blanche mit 20 designers at BIOLOGISKA definitiv geschafft.

In den nächsten ein bis zwei Wochen werden wir uns noch näher mit dem ein oder anderen Objekt beschäftigen – und für den Moment gibt es einige Fotos.

20 designers at BIOLOGISKA lief leider nur bis zum 12. Februar – aber ein Besuch im Biologiska ist auch so noch eine lohnenswerte Sache.

BIOLOGISKA Stockholm

BIOLOGISKA Stockholm

Inside BIOLOGISKA

Im BIOLOGISKA - die beste Location der Stockholm Design Week

MWC by Florian Hauswirth at 20 designers at Biologiska

MWC von Florian Hauswirth bei der 20 designers at Biologiska

One for the birds: Lift by Mark Braun, 20 Designers at Biologiska

Einer für die Vögel: Lift von Mark Braun, 20 designers at Biologiska

Succession by 20 Designers at Biologiska co-curator Fredrik Farg

20 designers at Biologiska Co-Kurator Fredrik Farg



(smow)introducing: Erik Wester

Saturday, February 19th, 2011

Name: Erik Wester

Geboren:

Oslo, Norwegen

Studium:

Furniture and Product Design, Kingston University London

Produkte:

Standing Task Light

Tartan Modular

Erik Wester

Erik Wester

(smow)blog: Warum sind Sie Produktdesigner geworden?
Erik Wester: Es macht mir Spaß! Schon als Kind wollte ich zeichnen und bauen und habe nach einer Möglichkeit gesucht, meine Talente zu nutzen. So kam ich zum Produkt- und Möbeldesign.

(smow)blog: Warum haben Sie (Produkt- und Möbeldesign) an der Kingston University studiert?
Erik Wester: London hat eine lange Designtradition. Design wird dort Ernst genommen, es gibt einen großen Markt und die Stadt hat einige sehr gute Designer hervorgebracht.

(smow)blog: Gab es die Möglichkeit in Norwegen zu studieren?
Erik Wester: Ja, ich hätte in Norwegen studieren können, aber es ist auch schön ins Ausland zu gehen, gerade im Hinblick auf die Kontakte, die man knüpfen kann. Ich glaube es ist generell ein Vorteil in einem internationalen Umfeld zu studieren, wenn man selbst ins Design gehen möchte.

(smow)blog: Wer inspiriert Sie als Designer?
Erik Wester: Es gibt so viele gute Designer, die regelmäßig gute Sachen produzieren, aber das heißt nicht, dass ich all ihre Arbeiten mag. Einer meiner Lieblingsdesigner ist Bertjan Pot, denn er hat so viele gute Ideen, an die er auch glaubt. Das sieht man seinen Entwürfen an. Außerdem ist er unabhängig und dabei erfolgreich mit seinen eigenen Ideen, was mir sehr gut gefällt.

Erik Wester - Standing Task Light. Appearances can be deceptive....

Erik Wester - Standing Task Light. Der Schein kann trügen....

(smow)blog: Warum sind Sie nach dem Abschluss nach Amsterdam gegangen?
Erik Wester: Ich habe ein Praktikum bei Joris Laarman gemacht. Dort habe ich fünf Monate gearbeitet. In Holland herrscht generell eine sehr gute Atmosphäre für Design und holländisches Design interessiert mich auch sehr. Ich wollte sehen, wie es sich in den letzten Jahren entwickelt hat.
Und dort ist auch alles so nah. Die verschiedenen Komponenten der Standing Task Light habe ich zum Beispiel alle von Menschen, die ich mit dem Rad in 15 Minuten erreiche. Das Kugelgelenk gab es zwei Minuten von mir, den Lampenschirm zehn Minuten in die andere Richtung…

(smow)blog: Wie Jasper Morrison! Als er angefangen hat, ist er auch mit seinem Moped in London los um die Materialien zu besorgen…
Erik Wester: … Und er hat auch an der Kingston studiert!

(smow)blog: … Wohl wahr. Da muss was im Wasser sein. Apropos Standing Task Light: War das ein Uni-Projekt?
Erik Wester: Es hat als Uni-Projekt angefangen, aber damals habe ich lediglich ein Arbeitsmodell angefertigt. Weil ich an die Idee geglaubt habe, habe ich es nach der Uni weiterentwickelt.

(smow)blog: Was steckt dahinter?
Erik Wester: Bei vielen meiner Projekte fange ich damit an, zu überlegen wie ein Produkt funktionieren kann und wie man eine Beziehung zu einem Produkt herstellt. Das war hier genauso: Wie benutzt man eine Stehleuchte und was muss eine Stehleuchte können.

(smow)blog: Sie wollen jetzt zurück nach Norwegen gehen. Gibt es einen großen Designmarkt in Norwegen?
Erik Wester: Nein. Deshalb ist es wichtig, dass ich außerhalb Norwegens aktiv bleibe. Dort ist nicht nur der Markt kleiner, sondern das Interesse an Design auch ein anderes.

(smow)blog: Wollen Sie weiterhin unabhängig als Designer arbeiten?
Erik Wester: Ja. Ich glaube nicht, dass ich für einen Chef arbeiten könnte. Wenn es nicht funktioniert, werde ich was anderes ausprobieren müssen (lacht).
Nein, ich werde weiter arbeiten und weitermachen. Ich habe viele Ideen und will weiter Dinge produzieren.

Weitere Informationen zu Erik Wester finden Sie unterhttp://erikwester.com/

Standing Task Light  - Thanks to an innovative jount lamp and shade can be freely positioned for optimal illumination.

Standing Task Light - Dank eines innovativen Gelenks können der Ständer und der Schirm frei für eine optimale Beleuchtung positioniert werden.

As much detail as we can show of the joint developed by Erik Wester

Detailansicht (so gut es geht) des von Erik Wester entwickelten Gelenks für seine Standing Task Light

Tartan modular by Erik Wester

Tartan modular von Erik Wester

A modular shelving and storage system

Modulares Regalsystem



Designers Fair 2011: SuperSputnik von Sisman

Monday, January 31st, 2011

So wie Hannibal es liebt, wenn ein Plan funktioniert, lieben wir die Momente tiefster Befriedigung, wenn ein Produkt tatsächlich so gut ist, wie wir es uns vorgestellt haben.

SuperSputnik vom Stuttgarter Designer Ahmet Sismanoglu a.k.a Sisman haben wir zum ersten Mal 2010 auf der DMY Berlin gesehen. Aber wegen unseres immer vollen Terminkalenders konnten wir es damals nur von Weitem bewundern.

Auf der Designers Fair in Köln haben wir unseren Zeitplan kurz ignoriert um ein paar Worte mit Ahmet wechseln zu können und so etwas über SuperSputnik zu erfahren.

SuperSputnik by Sisman

SuperSputnik von Sisman

So haben wir entdeckt, dass SuperSputnik nicht nur ein ästhetischer Leckerbissen ist (das wussten wir ja schon), sondern auch die Technologie dahinter genau so gut ist.

SuperSputnik von Sisman basiert auf einem elastokinematischen Konzept, welches – wenn wir es richtig verstanden haben – die einem Material innewohnende Elastitizität nutzt um Flexibilität zu erzeugen ohne physikalische Hilfsmittel wie Gelenke. Dadurch entsteht einerseits eine stabilere Struktur, andererseits eine kontrolliertere Flexibilität.

Elastokinematik wird gern in der Automobilindustrie verwendet, zum Beispiel für die aerodynamischen Systeme bei Formel-Eins-Autos, bei denen eine stabile, berechenbare Flexibilität notwendig ist.

Ahmet Sismanoglu hat diese Technologie übersetzt um einen Hocker zu entwerfen, der ganz sanft mit den Bewegungen des Körpers mitschwingt. Der Sitzkomfort wird deutlich erhöht, sodass auf dem Hocker länger als auf gewöhnlichen Hockern gesessen werden kann.

Wir haben es ja schon oft gesagt – und werden es auch immer wieder sagen: Unserer Meinung nach sollten Möbeldesigner keine Produkte entwerfen, die einfach nur gut aussehen oder einfach nur eine vorgegebene Funktion erfüllen. Natürlich sollen die Möbel gut aussehen und auch ihre Funktion erfüllen aber der Designer sollte eben auch bereits bestehende Produkte und Produktionsprozesse verbessern und weiterentwickeln und so die Effizienz steigern bzw. die Qualität verbessern.

Wir brauchen nicht MEHR Stühle – wir brauchen BESSERE Stühle.

Mit seinem dynamischen System präsentiert SuperSputnik von Sisman ein alternatives Hockerdesign mit einem wunderbaren Eames-esquen Drahtgestell und Holzoptik.

Natürlich war es diese Optik, die unsere Aufmerksamkeit auf der DMY Berlin erregte, aber die wahre Bewunderung für SuperSputnik kommt erst jetzt, wo wir über seine Konstruktion Bescheid wissen.

Designers Fair 2011: SuperSputnik by Sisman

Designers Fair 2011: SuperSputnik von Sisman



Designers’ Open 2010: Becherlicht von Martin Neuhaus

Wednesday, December 8th, 2010

Wir entdeckten das Becherlicht von Martin Neuhaus bei der Designers Fair in Köln.

Und wir sind noch immer in Ehrfurcht.

Unser Interview mit Martin Neuhaus von der Designers’s Open werden wir bald veröffentlichen – soweit erstmal ein paar Bilder.

Becherlicht von Martin Neuhaus - eine Wirkung, die man nicht ignorieren kann

Becherlicht von Martin Neuhaus - eine Wirkung, die man nicht ignorieren kann

Becherlicht von Martin Neuhaus @ Designers Open 2010

Becherlicht von Martin Neuhaus @ Designers Open 2010

in verschiedenen Farben erhältlich

in verschiedenen Farben erhältlich

Becherlicht von Martin Neuhaus. So einfach, so gut.

Becherlicht von Martin Neuhaus. So einfach, so gut.

Becherlicht von Martin Neuhaus - Details

Becherlicht von Martin Neuhaus - Details



(smow) Designmarathon 2010: Dutch Design Week, Orgatec, Designers Open, Grassimesse

Wednesday, October 20th, 2010

Es gibt die Design Blogs, die einfach die Pressemitteilungen umschreiben, Photos skalieren und Abakadabra – ein Blogbeitrag.

Unsere Standards sind ein wenig höher.

Darum besuchen wir auch die ganzen Designmessen, Designwochen, Designwettbewerbe und die Designaustellungen.

Denn nur wenn man wirklich mit den Designern und den Herstellern spricht kann man sich ein Bild machen, ob der PR Hype gerechtfertigt ist.

Der Nachteil daran, dass Designwochen die neuen Filmfestivals sind, ist, dass unser Terminkalender ein Albtraum ist.

Die nächste Woche jedoch bringt sogar uns an die Grenzen.

Der (smow) Designmarathon beginnt am Samstag mit der Dutch Design Week in Eindhoven, danach gehts zur Orgatec in Köln und dann zur Grassimesse und der Designers Open in Leipzig.

Eine Woche, 2 Länder, 3 Städte, 4 Veranstaltungen.

Um dem (smow) Designmarathon zu folgen, oder einfach nur zu schauen ob wir überleben, werden wir in Fast-Echtzeit ein Reisetagebuch unter smow.tumblr.com/ veröffentlichen.

Und natürlich findet am die Highlights aus Eindhoven, Köln und Leipzig hier @ (smow)blog.

It is in truth not for glory, nor riches, nor honours that we are travelling but for quality design – for that alone, which no honest man gives up but with life itself.

(with apologies to the Arbroath 51, and indeed all who campaign for equality, freedom and justice)



Einrichtungstipp München: Halle 2

Wednesday, October 13th, 2010

Um unsere Designmöbeleinrichtung zu Hause etwas aufzulockern, schlägt das (smow)Blog-Team gern auf dem Leipziger Antik- und Trödelmarkt in den alten Messehallen zu.

Auch andere Städte haben ihre „Hallen“. In München z.B. ist die Halle 2 der nicht mehr ganz so geheime Geheimtipp: In der Sachsenstraße 25 in München-Giesing (Nähe Schyrenbad) kommen nicht nur die finanziell nicht ganz so üppig ausgestatteten Münchner auf ihre Kosten, auch wer auf der Suche nach skurrilen Designobjekten ist, wird hier schnell fündig.

Halle 2 ist im eigentlichen Sinne ein Gebrauchtwarenhaus des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass hier jeden Samstag Punkt elf Uhr Auktionen veranstaltet werden, bei denen vom schnöden Briefbeschwerer bis hin zu noblen Einrichtungsaccessoires – so genanntem Wohlstandsmüll – alles unter den Hammer kommt, was das Sammlerherz begehrt.

Gebrauchtwarenhaus der Stadt München

Gebrauchtwarenhaus der Stadt München

Bei den Waren handelt es sich meist um gut erhaltenen und zuweilen ungewöhnlichen Hausrat von den Münchner Wertstoffhöfen. Das (smow)Blog-Team war schon erstaunt über die teils wertvollen Stücke, welche da zum Höchstgebot versteigert werden. Besonders Möbel, Bücher und Spielsachen finden schnell einen neuen Besitzer.

An einem typischen Auktions-Samstag gehen so unterschiedliche Accessoires wie eine Siebziger-Jahre-Lampe aus orange gefärbtem Glas oder ein 80 Jahre alter Kinoprojektor der Firma Ernemann aus Dresden über den Auktionstisch. Wer will, findet hier auch komplette Wohnungseinrichtungen ganz im Retro-Trend: einen Fünfziger-Jahre-Schreibtisch, einen Acryl-Beistelltisch aus den Sechzigern und vielleicht zur Auflockerung noch eine Saz, eine türkische Gitarre?

Das größte Gebrauchtwarenkaufhaus der Stadt München ist ein Tipp für alle, die bei ihrer Wohnungseinrichtung nicht (allein) auf die neuesten Designermöbel Wert legen, sondern auch das gewisse Etwas z.B. in Form einer Schiffstruhe von 1532, einer Kuckucksuhr oder eines alten Klavieres suchen. Für finanziell schwächer Gestellte oder Studenten, die auf Wohnungssuche in München sind, ist es aber auch eine gute Möglichkeit, sich schon einmal ihre Grundausstattung an Hausrat günstig zu ersteigern.

Weitere Informationen zu Halle 2 gibt es hier: www.awm-muenchen.de



Vienna Design Week – Swedish.Light.Design.2010

Tuesday, October 12th, 2010
Swedish.Light.Design.2010 Lamino by Yngve Ekström from swedese

Swedish.Light.Design.2010 Lamino von Yngve Ekström von swedese

Fragt man die Leute nach einem dänischen Möbeldesigner so wird die Mehrheit sicherlich Verner Panton oder Arne Jacobsen sagen.
Fragt man Sie nach einem schwedischen Möbeldesigner, so beinhaltet der Name mit Sicherheit 4 Buchstaben, 3 von ihnen sind Vokale.

Flat Pack Möbel sind eigentlich nichts schlechtes. Aber es ist schon traurig, wenn ein Land, welches so viel Talent zu bieten hat von einer Marke repräsentiert wird.

Schweden ist der Partner der diesjährigen Vienna Design Week und somit ist der Laden mit dem blau und gelben Logo überall zu sehen.

Aber nicht nur sie.

Neben der Beteiligung der Stockholmer Architektur und Design Agentur Claesson Koivisto Rune an “Barock Splendour and Stainless Steel” war eines der Hauptprojekte, das Swedish.Light.Design.2010 in der schwedischen Botschaft.

In der Eröffnungsrede bezeichnete der schwedische Botschafter in Österreich schwedisches Möbeldesign als einfach, natürlich und funktional.

Fire & Swedish design: Simple, natural and functional

Feuer & Swedisches Design: Einfach, Natürlich und Funktional

Swedish.Light.Design.2010 zeigt, dass es aber auch innovativ sein kann.

Karl Andersson & Söner, zum Besispiel zeigten den ponoq und den strip Jackenhalter. Zwei unterschiedliche Herangehensweisen an ein ähnliches Konzept: Haken, die verschwinden, wenn man diese nicht mehr benötigt.

Bei ponoq ist der Trick, dass die Haken flach in ihrer Verankerung liegen und bei Bedarf ausgeklappt werden können; bei strip kommen die Haken erst zum Vorschein, wenn man die Metallstange biegt. Das gibt der Konstruktion einen interessanten dynamischen Charakter.

Swedish.Light.Design.2010 hat zudem gezeigt, dass Schweden eine ebenso starke Möbelgeschichte hat wie Dänemark.

Karl Andersson & Söner @ Vienna Design Week

Karl Andersson & Söner @ Vienna Design Week

1999 wurde der Lamino von Yngve Ekström als bestes schwedisches Design des zwanzigsten Jahrhunderts ausgezeichnet. Ursprünglich wurde der Stuhl 1956 veröffentlicht. Lamino ist wundervoll leichter aus gebogenem Holz gefertigter Easy Chair welcher zum Kanon des großartigen skandinavischem Design Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gehört. Nicht nur dass es ein Klassiker ist, es wird immer noch hergestellt. In der vom Yngve Ekström und seinem Bruder Jerker gegründeten Firma swedese. Und wie jeder weiß, ist Tradition das beste Zeichen für Qualität.

Und mit den vielfältigen Kollaborationen mit z.B. Barber Osgerby, Marina Bautier oder Claesson Koivisto Rune fügt sich swedese in die herrschende Idee der Vienna Design Week ein. Zeitgemäß und wettbewerbsfähig bleiben ohne dabei die Tradition und die Wurzeln zu vergessen.

Yngve Ekström soll einmal gesagt haben “To have designed one good chair is not such a bad life’s work”. Auch wenn wir damit vollkommen übereinstimmen, nachdem wir den (smow)chair entwickelt haben, so ist es doch eine weitaus größere Anerkennung vor der Zeit des Internets zu Berühmtheit gelangt zu sein.

Ein weiteres Highlight auf der Swedish.Light.Design.2010 war, dass wir Nola’s “urban furniture” Stücke erleben konnten. Es hat uns wieder gezeigt, dass wir mehr Mut brauchen, wenn es um Möbeldesign geht und weniger Trendexperten, die uns sagen was gut aussieht.

Alles in allem war die Swedish.Light.Design.2010 ein schöner Einstieg in die schwedischen Designer und Hersteller und eine gute Vorbereitung auf die im Februar stattfindende Stockholmer Möbel Messe.

Swedish.Light.Design.2010 Wimbeldon from Nola

Swedish.Light.Design.2010 Wimbeldon von Nola

In the foreground Crusier by Marina Bautier in the background Olive Wood Chair by Claesson Koivisto Rune both from swedese

Im Vordergrund Crusier von Marina Bautier Hintergrund Olive Wood Chair von Claesson Koivisto Rune beide von swedese



Vienna Design Week 2010 – Liechtenstein Museum “Barock Splendour and Stainless Steel”

Thursday, October 7th, 2010
Vienna Design Week Eröffnung -neu und alt in perfekter Harmonie

Vienna Design Week Eröffnung -zeitgenössisches und antikes in perfekter Harmonie

Das Wiener Palais Lichtenstein ist für uns ein Haus mit nahezu religiöser Bedeutung.

Es ist der Ort an dem Michael Thonet seinen großen Durchbruch hatte und somit der Punkt, an dem die Thonet Story startete ein Erfolg zu werden.

Manche haben Mekka, manche haben Bethlehem – und wir haben die Gartenresidenz aus dem 17. Jahrhundert im nördlichen Wien.

Für die Eröffnung der Vienna Design Week ist das Lichtenstein Museum dagegen pompös und prächtig.

Während wir uns eine Eröffnungsveranstaltung mit weniger Reden vorstellen – OK, Sponsoren sind wichtig, aber wie alle Designer wissen: Proportionen sind es auch …. war das eigentliche Highlight am Abend der Eröffnungszeremonie die Ausstellung “Barock Splendour and Stainless Steel”: drei speziell beauftragte Installationen mit dem Thema “Geschirr mit Geschichte und Zukunft.”

Gedacht als kleiner Vorgeschmack auf die kommende Ausstellung des festlichen Silberbestecks von Herzog Albert von Sachsen Teschen haben die Designer Olgoj Chorchoj (Prague), Makkink & Bey (Rotterdam) und Claesson Koivisto Rune (Stockholm) jeweils einen Raum im Liechtenstein Museum bekommen um hier frei zu herrschen.

Vienna Design Week: Claesson Koivisto Rune

Vienna Design Week: Ein Teil des Ergebinisses der Zusammenarbeit zwischen Claesson Koivisto Rune's und J & L Lobmyer und dem Wiener Silber Hersteller

Eine interessante Erscheinung für uns war, dass zwei der Aussteller unabhängig voneinander versuchten das Thema der Vienna Design Week aufzugreifen; mit traditionellen österreichischen Herstellern die Verbindung zur ihren Wurzeln und die Verknüpfung zur Aktualität zu schaffen.

Die Ergebnisse hätten nicht unterschiedlicher sein können.

Die Zusammenarbeit zwischen Claesson Koivisto Rune und dem Kristall Hersteller J & L Lobmyer und der Wiener Silber Manufaktur ergab ein Reihe von eleganten und doch sehr robusten Vesikeln; Studio Makkink & Bey’s Kooperation mit den Silberschmieden Jarosinsky & Vaugoin und dem ehemaligen Konditor Demel resultierten in einer eher abstrakten inkoherenten Welt aus Silber und Zucker.

Olgoj Chorchoj nahm das Thema beim Wort und schuf so eine der interaktivsten Installationen der Vienna Design Week. Eine dieser wundervollen Kreationen die die Leute zum reagieren und spielen einlädt.

Wie erfolgreich die drei Design Studios das Thema verabeitet haben liegt sicherlich im Auge des Betrachters und so hatten alle drei ihre Stärken und Schwächen.

Während für uns diese Ausstellungen zugegebner Maßen mehr sind als nur Ablenkung von der Härte des Arbeitsalltags; “Barock Splendour and Stainless Steel” ist eine der besten Ablenkungen die wir dieses Jahr genießen durften.

“Barock Splendour and Stainless Steel” kann noch bis zum 9. November im Liechtenstein Museum in Wien besichtigt werden.

Vienna Design Week - Opening Party im Lichtenstein Museum

Vienna Design Week - Opening Party im Liechtenstein Museum

Vienna Design Week : Not everyone understood Silver Sugar Spoon by Studio Makkink Bey

Vienna Design Week : Nicht jeder hat den Silver Sugar Spoon von Studio Makkink & Bey verstanden

Vienna Design Week: Back to the Childhood by Olgoj Chorchoj

Vienna Design Week: Zurück in die Kindheit von Olgoj Chorchoj

Vienna Design Week Opening:

Vienna Design Week Opening - Das Zeug aus dem Erinnerungen sind



(smow)Kuchen: Designer-Backen

Thursday, October 7th, 2010

Wie die Beatles schon (fast) sagten:

When I was younger, so much younger than today,

I never needed any cake in anyway

Diese Zeiten sind in der Tat lange vorbei. Heutzutage gibt es nichts, was das (smow)Blog Team mehr zu schätzen weiß als ein schönes Stück Kuchen.

Und glücklicherweise gibt es genau das während unserer Tour durch die Designmöbel-Museen dieser Welt: ein schönes Stück Kuchen.

Deshalb gibt es jetzt eine Fotogallerie mit den kleinen gebackenen Juwelen, die wir auf unseren Reisen finden.

Zunächst ein Erdbeerkuchen vom Vitra Vitrahaus in Weil am Rhein und ein “Apfelkuchen mit Decke” aus dem Thonet-Familienofen in Frankenberg.

Unser nächster Halt wird das TECTA Kragstuhlmuseum in Lauenförde sein.

TECTA, sei gewarnt…

Die (smow)Kuchen Gallerie