Archive for the ‘(smow)liest’ Category

Leipziger Buchmesse 2011

Monday, March 14th, 2011

Lang lang ist’s her dass wir unseren Lebensunterhalt mit Trauben verdienten.  Wir haben sie angebaut und andere daraus Wein gemacht.

Damals verliefen die Jahre in einem beruhigenden Rythmus und Jahreszeiten hatten noch eine gewisse Bedeutung.

Dann kamen die wilden Jahre in der Welt der Designermöbel – Tage und Monate gingen sinnlos ineinander über.

Gott sei Dank folgt das Jahr, nun da wir älter und weiser sind, wieder einem friedlichen idyllischen Muster:

Januar IMM Cologne

Februar Stockholm Design Week

März Leipziger Buchmesse

etc.

etc.

etc.

Jetzt also die Buchmesse. Wir werden uns natürlich die neuesten Veröffentlichungen aller Bücher ansehen, die mit Design zu tun haben. Außerdem wollen wir schauen, wer auf der Messe welche Möbel benutzt, und dabei ein ganz besonderes Auge auf die Fälschungen haben – ja *****! wir meinen Euch und Eure zweifelhaften … Und natürlich freuen wir uns auf die Lesungen im (smow)room Leipzig.

Für die Buchmesse 2011 haben die Kollegen aus dem (smow)room wieder einen bunten Strauß Literatur organisiert. Und einen guten Rotwein für die Verdauung der Werke.

Die perfekte Vorbereitung für die anstehende Reise in das Höllenfeuer namens Mailand!

(smow)liest zur Leipziger Buchmesse 2011:

Donnerstag, 17. März @ 19.30 Uhr: Neue Stimmen from Switzerland – Heike Fiedler, Jens Steiner und Yusuf Yesilöz

Freitag, 18. März @ 19.30 Uhr: Thomas Mahler: In der Schlange – Mein Jahr auf Harz IV

Samstag, 19. März @ 19.30 Uhr: Markus A. Will: Bad Banker

Leipzig Buchmesse 2011: Flying the flag for international publishing. Probably

Leipziger Buchmesse 2011: Fahnen hissen für die Verlagswelt. Oder so.



(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!



(smow)liest 2010: Meine Frau will einen Garten von Gerhard Matzig

Wednesday, March 24th, 2010
(smow)liest, der Liesmichl hält: Meine Frau will einen Garten von Gerhard Matzig

(smow)liest, der Liesmichl hält: Meine Frau will einen Garten von Gerhard Matzig

Ein Garten ist zum Entspannen an einem Sommernachmittag.

Zum Gemüse Anpflanzen.

Zum Rauchen einer verstohlenen Zigarette, wenn man eigentlich die Buchhaltung erledigen sollte.

Ein Garten ist außerdem eine Metapher fürs Erwachsenwerden, fürs Reifen. Fürs Altern.

Beim letzten (smow)liest Event der Leipziger Buchmesse 2010 präsentiert Journalist und Autor Gerhard Matzig seine ganz eigene Geschichte über eine Reise von einer sorgenfreien, urbanen Jugend ins verantwortungsbewusste mittlere Alter in der Vorstadt. Und in einen Garten.

Vor einem wahrscheinlich bis zur Illegalität überfüllten (smow)room begann Gerhard Matzig damit, die Probleme des Familienlebens in einer Wohnung im Stadtzentrum zu skizzieren und zu erklären. In der folgenden Stunde führte er das (smow)publikum durch die Etappen – physische, mentale und emotionale – der Reise, die man antreten muss, um ein Gartenbesitzer zu werden.

Einfach ist das nicht.

Aber amüsant.

Vielleicht ist der unterhaltsamste Aspekt von “Meine Frau will einen Garten”, zumindest für uns, Gerhard Matzig’s Ausbruch über Designer Möbel und zeitgenössische Architektur.

In seinem “echten Leben” ist Gerhard Matzig, neben anderen Berufen, Korrespondent für Architektur bei der Süddeutschen Zeitung. So kommen der Sarkasmus und die Kritik von einem Spezialisten und treffen daher besonders ins Schwarze.

Mit seinem gelassenen und persönlichen Ansatz erweckt Gerhard Matzig jede Episode perfekt zum Leben und liefert so ein passendes und hoch amüsantes Ende für (smow)liest 2010.

Mehr davon gibt es im nächsten Jahr!

Meine Frau will einen Garten von Gerhard Matzig ist beim Goldmann Verlag erschienen.

Gerhard Matzig signiert Ausgaben von Meine Frau will einen Garten beim (smow)liest

Gerhard Matzig signiert Ausgaben von Meine Frau will einen Garten bei (smow)liest



(smow)liest 2010: Neue Stimmen from Switzerland

Monday, March 22nd, 2010
(smow)liest, Liesmichl holds: Roman Graf, Ursula Fricker and Arno Camenisch

(smow)liest, Liesmichl hält: Roman Graf, Ursula Fricker und Arno Camenisch

Wir verbinden drei Dinge mit der Schweiz:

USM Haller

Steuerhinterziehung.

Phil Collins.

Mit dem Abend unter dem Motto “Neue Stimmen from Switzerland”, organisiert von SWIPS – Swiss Independent Publishers und unterstützt von Pro Helvetia, fand bei (smow) in Leipzig das zweite (smow)liest Event während der Leipziger Buchmesse 2010 statt.

Und hat bewiesen, dass das Alpenland noch mehr zu bieten hat – weit mehr.

Roman Graf eröffnete die Veranstaltung mit seinem Debut Roman “Herr Blanc”. Als junger Mann hatte Herr Blanc die einzige Frau verlassen, die ihn wirklich hätte glücklich machen können. Und so verbrachte er den Rest des Lebens damit, die Trennung zu bereuen, ohne es aber tatsächlich zu realisieren. Erst am Ende seines Lebens, als (metaphorisch gesehen) die Hoffnung längst gestorben war, musste er der Wahrheit ins Gesicht blicken.

Themen wie verlorene Liebe, Fehler und die ewige Suche nach vollkommenem Glück wurden dann durch “Das letzte Bild” von Ursula Fricker fortgesetzt. In ihrem zweiten Roman erzählt Ursula Fricker die Geschichte des Fotografen Flloyd und dem wenig erfolgreichen Wiedersehen mit seiner 15-jährigen Tochter. Platziert in der Wildnis des ländlichen Brandenburgs ist “Das letzte Bild” eine düstere, nachdenkliche Betrachtung der menschlichen Natur und des Schicksals.

Der letzte Autor Arno Camenisch brachte einen neuen Klang in den Abend. Und tatsächlich auch eine andere Sprache: Romanisch. Obwohl der Roman offiziell als Arno Carmenisch´s erster deutscher Roman präsentiert wird, springt “Sez Ner” zwischen deutsch und romanisch hin und her. Und das mit großartigem Effekt. Oberflächlich betrachtet ein humoristischer Roman, ist “Sez Ner” viel mehr ein Roman, der Humor verwendet um zwischenmenschliche und alltägliche Probleme auszudrücken.

Swiss furniture, Swiss author - Arno Camenisch and USM Haller

Schweizer Möbel, Schweizer Autor - Arno Camenisch und USM Haller

Der Abend wurde passenderweise vom in Berlin lebenden und in der Shweiz geborenen Journalisten Michael Angele veranstaltet, der auf der einen Seite die drei Autoren und deren Werke vorstellte und auf der anderen Seite die verschiedenen Diskussionen moderierte.

Ist Herr Blanc typisch Schweizerisch? Und was ist Schweizerisch? Kann ein Schweizer Autor auf deutsch schreiben oder sollte er lieber in seinem regionalen Dialekt schreiben?

Alles in allem war “Neue Stimmen from Switzerland” ein hochgradig unterhaltsamer und gleichzeitig nachdenklich stimmender Abend, der sehr gut beim (smow) Publikum ankam.

Und glücklicherweise hat niemand im Laufe des Abends an Phil Collins gedacht.

Herr Blanc von Roman Graf ist im Limmat Verlag Zürich erschienen.

Das letzte Bild von Ursula Fricker ist im Rotpunktverlag erschienen.

Sez Ner von Arno Camenisch ist im Urs Engeler Editor erschienen.

Michael Angele, Ursula Fricker, Roman Graf and Arno Camenisch

Michael Angele, Ursula Fricker, Roman Graf und Arno Camenisch



(smow)liest 2010: Grillsaison von Philipp Kohlhöfer

Saturday, March 20th, 2010
(smow)liest Grillsaison by Pphilipp Kohlhöfer.

(smow)liest, Liesmichl hält: Grillsaison von Philipp Kohlhöfer.

Deutscher zu sein ist nicht einfach.

Ist es wirklich nicht.

Zum Glück kann es aber sehr unterhaltsam sein, wie Philipp Kohlhöfer dem vollen Haus bei der Eröffnungsveranstaltung von (smow)liest 2010 im (smow)room in Leipzig bewies.

Von David Hasselhoff über Nelly Furtado bis hin zum Vollkornbrot – Philipp Kohlhöfer führte das Publikum durch einen amüsanten und teilweise hoch poetischen Abend voller Anekdoten, Beobachtungen und Erinnerungen.

Der Großteil der erzählten Geschichten würde der Mehrheit des Publikums niemals passieren. Es sind Geschichten, die Journalisten widerfahren, diese Nebenschauplätze am Rande der eigentlichen Arbeit. “Normale” Menschen kommen da nicht hin, können da nicht hin, und würden wahrscheinlich auch gar nicht hinwollen, wenn sie die Möglichkeit hätten.

Journalisten merken oft erst später, dass sie überhaupt da waren.

Und obwohl die Zuhörer sich nicht immer in die Situationen, in denen sich Philipp Kohlhöfer wiedergefunden hat, hineinversetzen konnten, konnten sie doch seine Handlungen nachvollziehen und nachempfinden und wussten irgendwie, dass er die richtigen Entscheidungen getroffen hat.

Oder sie nahmen einfach – hauptsächlich aufgrund von Kohlhöfers entspannter, freundlicher und kompetenter Votragsweise – an, dass er die richtigen Entscheidungen getroffen hat.

Wenn wir wirklich glauben sollen, dass dies Philipp Kohlhöfers erste öffentliche Lesung war, müssen wir uns fragen, warum.

Grillsaison von Philipp Kohlhöfer ist garantiert kein Buch für jedermann. Aber wenn Sie nach einer Unterhaltung für den Weg zur Arbeit oder einer Begleitung für längere Flüge suchen, könnte Kohlhöfers leichter fließender Stil und die Absurdität der Geschichten die Reise etwas erträglicher gestalten.

Grillsaison von Philipp Kohlhöfer ist erschienen bei Goldmann.

Philipp Kohlhöfer reads from Grillsaison. In the background the evening in Leipzig continues as ever....

Hoch über den Straßen der Leipziger Innenstadt: Philipp Kohlhöfer liest aus seinem Debütroman Grillsaison.



(smow)offline: Leipzig liest

Saturday, March 6th, 2010
The smow library

Die (smow) Bibliothek

Der Schnee verschwindet langsam von Leipzigs Straßen. Das kann nur zwei Dinge bedeuten:

1. Gefährlich große Schlaglöcher

2. Leipziger Buchmesse

Wie schon 2009 ist (smow) wieder bei Europas größtem Lesefest “Leipzig liest” dabei.

(smow)liest startet am 18. März mit Grillsaison von Philipp Kohlhöfer. Grillsaison hat weniger mit dem Cobb Pro zu tun,  es ist vielmehr eine humorvolle, teils sehr ironische Reise auf der Suche nach dem wahren Deutschland – David Hasselhoff inklusive.

Am 19. März bringt (smow)liest unter dem Titel “Neue Stimmen from Switzerland” drei junge Schweizer Autoren und damit einen interessanten Mix verschiedener literarischer Stile auf die (smow) Bühne.

(smow)liest 2010 endet am 20. März mit Meine Frau will einen Garten von Gerhard Matzig. Der erträumte Garten ist wahrscheinlich nicht für den neu gekauften Vegetal oder das Bubble Club Sofa gedacht, sondern vielmehr ein Synonym für die ewige Wahl zwischen dem Stadtleben einer sorgenfreien Jugend und dem Vorstadtleben eines verantwortungsbewussten Mittdreißigers.

Neben (smow)liest bringen die Leipziger Buchmesse und “Leipzig liest” zahlreiche neue – und nicht so neue – Veröffentlichungen zum Thema Designermöbel und zeitgenössisches Design. Wir bringen euch die Berichte und Kritiken zu allem was in diesem Jahr besonders gut oder schlecht ist unter (smow)liest.

The slightly more impressive Design Library in Milan

Die etwas eindrucksvollere Design Bibliothek in Mailand