Archive for the ‘smow’ Category

Alessandro Barison – Panton Remake

Monday, December 5th, 2011

Unser englischer Blog hat im Sommer einen überaus unterhaltsamen “Summertime in Dark Lime” Panton Chair Wettbewerb veranstaltet. (Die Jury hatte auf jeden Fall Spaß.)

Der Gewinner unter den englischsprachigen Lesern war damals der italienische Designer Alessandro Barison alias abitudinicreative. Nachdem sein Cocktail “Spritz Upgrade” zum Sieger gekürt wurde, haben wir mit Barison gesprochen und interessante Dinge herausgefunden: Während seiner Zeit als Student an der Scuola Italiana Design (SID) hat Barison bei einem Wettbwerb teilgenommen, bei dem der Panton Chair umgestaltet und sein Anwendungsbereich erweitert werden sollte.

Was Barison und seine Kollegen präsentiert haben, hat uns wirklich gefallen: ein Panton Chair Trolley, also ein Panton Chair auf Rollen, den man überall hin mitnehmen kann. Man kann sogar den Platz unter dem Sitz als als Stauraum verwenden, et voilà: ein Vitra Panton Chair Trolley Koffer! Gibt es eine stylischere Art zu reisen?

Nie im Leben würde Vitra solch ein Objekt produzieren oder lizensieren oder überhaupt je etwas neues mit Verner Pantons Design machen. Aber uns gefällt die Idee wirklich und wir wollten sie gerne mit euch teilen.

Bariosn hat damals übrigens den zweiten Platz belegt.

Und ja, wir haben das wirklich erst entdeckt nachdem er gewonnen hatte.

Noch mehr Fotos auf Panton Chair Basis gibt’s unter Alessandro’s flickr page

Barison Ferrari trolley Vitra Panton Chair

Der Vitra Panton Chair als Reisetrolley!

barison_ferrari_trolley_Die Originalskizzen…

 

vitra panton chair dark lime

Alessandros Dark Lime Vitra Panton Chair in situ



Daphna Laurens – Cirkel

Saturday, December 3rd, 2011

Wie letzte Woche bereits angekündigt, haben wir es leider nicht zur Eröffnung von Cirkel von Daphna Laurens in der Galerie Gosserez in Paris geschafft. Wir waren bei der Eröffnung von Kibbuz und Bauhaus in Dessau. Allerdings waren Daphna Isaacs und Laurens Manders so nett uns einige Fotos ihrer Arbeiten zu schicken.

Wie treue Leser wissen, hüten wir uns davor, Möbel allein auf Grundlage von Fotos zu beurteilen. Eigentlich. Bei der Cirkel Kollektion können wir aber einfach nicht anders als sie als sehr vielversprechend zu bezeichnen.

Unser Highlight der Kollektion ist die “Leaning Lamp”. Die Leuchte sieht aus wie ein cooles, futuristisches 50er-Jahre-Sci-Fi-Objekt, das scheinbar mit der Wand verschmilzt – das Objekt steht auf nur zwei Beinen, weshalb die Wand als stabilisierendes Element herhalten muss. Obwohl sie nicht so aussieht, ist sie im Grunde eine Wandleuchte und wurde aus rein technischer Sicht auch als solche konzipiert. Ihr Zauber liegt in der Täuschung, die durch das Beingerüst erzeugt wird – ein Kunstgriff, der Form und Funktion voneinander löst und die Leaning Lamp fast zu einem Objekt macht, das eher als Skulptur denn als Leuchte überzeugt… Außerdem erinnert sie ihren Betrachter zuverlässig daran, dass jeden Augenblick Außerirdische eine Invasion starten könnten.

Die tatsächlichen Wandleuchten der Cirkel Kollektion – 01 und 02 – sind laut Daphna Laurens vom Bauhaus, spieziell von Laszlo Moholy Nagy inspiriert. Und wir können uns nicht vorstellen, dass dem irgendjemand widersprechen könnte. Dafür designt bei Tag als Kunstobjekt und bei Nacht als Leuchte zu brillieren, begeistert uns außerdem die integrierte Ablagefläche der Leuchten vollends. Wir lieben diese Leuchte zum einen, weil sie eine Ablagefläche beinhaltet, besonders aber, weil das Kabel der Lampe am anderen Ende dieser Ablage verläuft. So entsteht eine wunderbar schlichte Geometrie, die die kreisend scheinende Bewegung des Kegels auf gelungene Weise ergänzt.

Der “Coffee Table” strahlt in unseren Augen – ebenso wie die Leaning Lamp – eine frische 1950er Jahre Aura aus. Das liegt vielleicht an der schlichten Form der Tischbeine und der Holzmaserung des konischen Behälters, die uns so stark an die Mitte des vergangenen Jahrhunderts erinnern. Aber da ist noch etwas, was diesen Tisch so besonders macht. Wenn wir uns den Tisch ansehen, bleibt unser Blick immer wieder an der sattelartigen Tischplatte hängen. Tischplatten sind für gewöhnlich vollkommen eben und flach. Aber, siehe da, das müssen sie überhaupt nicht. Tischplatten können genauso gut konvex geformt sein. Und in diesem Fall ist die sanfte Krümmung ein entscheidender Faktor für die Reinheit der Form. Und das ist so gut gelungen, dass man nicht auf die Idee käme, irgendetwas wieder gerade biegen zu wollen.

Die Cirkel Kollektion wird durch drei Spiegel vervollständigt – Elefant, Eule und Maulwurf -, die auf den Metallspiegeln basieren, die im Rahmen der Copy Nature Ausstellung in Eindhoven gezeigt wurden.

Wir wollen das Wort “typisch” eigentlich vermeiden, aber nachdem Daphna Laurens in der Vergangenheit bereits bewiesen haben, dass sie es einfach verstanden haben, wie man Holz und Keramik miteinander verbindet – sind wir nun doch geneigt in der ebenfalls gekonnten Umsetzung dieser Kombination bei Cirkel ein fast schon typisches Form- und Materialverständnis zu diagnostizieren. Nach den Fotos zu urteilen ist Cirkel die nächste sehr starke, überzeugende Daphna Laurens Kollektion. Doch wir möchten uns unser endgültiges Urteil wie gesagt vorbehalten bis wir die Stücke tatsächlich vor uns gesehen haben.

Cirkel von Daphna Laurens ist noch bis zum 14. Januar 2012 in der Galerie Gosserez Paris zu sehen.

Mehr Infos und Fotos gibt’s unter: www.daphnalaurens.nl

daphna laurens cirkel coffee table

Daphna Laurens - Cirkel Coffee Table (Foto: Mike Roelofs)

 

daphna laurens cirkel wall light 02

Daphna Laurens - Cirkel Wandleuchte 02 (Foto: Mike Roelofs)

 

daphna laurens cirkel wall light 01

Daphna Laurens - Cirkel Wandleuchte 01 (Foto: Mike Roelofs)

 

daphna laurens cirkel leaning lamp

Daphna Laurens - Cirkel Leaning Lamp (Foto: Mike Roelofs)



Morgen Kinder wird’s was geben… Wieso hat mir das eigentlich niemand geschenkt??!!

Thursday, December 1st, 2011

Wie wir alle wissen, ist das Leben nicht fair. Aber stellen wir uns doch für eine Minute vor, es wäre fair.

Im Laufe der letzten 12 Monate haben wir viele Dinge gefunden, die wir in einer fairen und gerechten Welt unter dem Weihnachtsbaum finden würden…

Endless von Jason Miller für Roll & Hill

Wir haben Endless von Jason Miller bei Roll & Hill’s Mailand Debüt entdeckt – ein modulares Beleuchtungssystem, das nicht nur so erweitert und geformt werden kann, dass es an jeden Ort passt, sondern geradezu danach schreit. Im Shop von Roll & Hill werden nur sehr kurze Versionen zum Verkauf angeboten. Unser Ratschlag: Vergesst das und besorgt euch ein maßgeschneidertes System, das von oben bis unten durch euer ganzes Haus führt!

Endless by Jason Miller for Roll & Hill

Endless von Jason Miller für Roll & Hill

Zoom Bass Drum System von Rockstroh Drums

Zugegebenermaßen kann niemand im (smow)blog-Team Schlagzeug spielen. Doch wir sind alle Experten darin, so lange erbarmungslos auf Dinge einzuschlagen bis die Müdigkeit der Erschöpfung weicht. Was wohl in etwa das gleiche sein müsste…

Das Zoom Bass Drum System von Rockstroh Drums aus Leipzig gefällt uns nicht nur deshalb so, weil es eine innovative Herangehensweise an das Bass Drum Design ist, sondern auch aufgrund seiner sehr schönen Optik. Die Proportionen und Details des Schlagzeugs sind so wunderbar aufeinander abgestimmt, dass ein sowohl visuell als auch akustisch ansprechendes Objekt entsteht.

Designers' Open Leipzig Zoom Bass Drum System by Rockstroh Drums

Zoom Bass Drum System von Rockstroh Drums

Fragile Future Chandelier 3.1 von Lonneke Gordijn & Ralph Nauta

Unser erster Trip zu Design Miami/Basel und schon verliebten wir uns alle in eine 65.000 € Leuchte aus Löwenzahnsamen. Das ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass uns der (smow)Boss alleine nach Basel hat fahren lassen!

Fragile Future Chandelier 3.1 by Lonneke Gordijn & Ralph Nauta

Fragile Future Chandelier 3.1 von Lonneke Gordijn & Ralph Nauta



Morgen Kinder wird’s was geben… Ein angemessenes Geschenk für stolze Segler

Tuesday, November 29th, 2011

Wann ist ein Lounge Chair kein Lounge Chair? Wenn er eine Lobrede aufs Segeln ist.

Von Linda Steen und Lena Axelsson entworfen und vom norwegischen Hersteller Hødnebø produziert, verbindet der Spinnaker wunderbar die klassische Formensprache eines Lounge Chairs mit einem sozusagen upgecycelten Segeltuch.

Der Spinnaker Sessel wird von einem pulverbeschichteten Federstahlrahmen getragen, das Segeltuch ist auf drei Karbonstreben gespannt und die Kissenfüllung besteht aus Schaumstoff und Cospoflex, was insgesamt ein äußerst komfortables Sitzerlebnis schafft.

Auch wenn der Sessel nicht nur für alte Seebären gemacht ist, können grundlegende nautische Kenntnisse nicht schaden, wenn es daran geht, beim Rückenbezug zwischen Main Sail und Mylar Segeltuch zu wählen.

Zugegebenermaßen ist der Spinnaker nicht das prototypische Weihnachtsgeschenk; Aber wäre es nicht schön nach einem anstrengenden Tag in der rauhen See des Lebens bei einem Gläschen Gin in der Behaglichkeit des Spinnakers von erholsamen Segelturns zu träumen? Und wäre es nicht noch schöner dieses Gefühl zu verschenken?

hodnebo spinnaker chair
Der Spinnaker Sessel von Linda Steen und Lena Axelsson für Hødnebø

 

 



Caught in the Act II

Monday, November 28th, 2011

Unser lieber Kollege mit der Kamera scheint im Alter etwas langsamer zu werden.

Gerade erst hatte er sich von dem Schock erholt, bei Nils Holger Moormanns Renntag “Die Hölle von Aschau” von Christoffer Martens fotografiert worden zu sein, da wurde er Opfer des nächsten Schnappschnusses. Die Grenzen der Designfotografie sind hier eindeutig überschritten… und die körperlichen Fähigkeiten unseres ertappten Fotografens scheinen das auch.

Während unser Fotograf die Ausstellung “Great Taste for Waste” im Atelier von Kasper Klokgebouw dokumentierte, erwischte ihn der Eindhovener Fotograf Kasper van‘t Hoff mit seinem iPhone.
Das Foto ist übrigens ein Musterbeispiel für die Strapazen, die mit der Erstellung des (smow)Blogs verbunden sind… und dafür, wieso unsere Reinigungskosten so hoch sind.

Danke für dieses Foto!

Kasper van‘t Hoff Great Taste for Waste Eindhoven

Beim Fotografieren von "Great Taste for Waste" auf der Dutch Design Week 2011. (Er wird sich sicher wünschen, die Mütze nicht abgesetzt zu haben...)



Morgen Kinder wird’s was geben… Mittagsschlaf in einer Fatboy Hängematte!

Saturday, November 26th, 2011

Fatboy kam 2002 mit nur einem einzigen Produkt auf den Markt, wuchs dann nicht nur zu einer der prägnantesten Marken im Designermöbelbusiness heran, sondern entwickelte sich dank der ständig wachsenden Produktpalette auch bald hin zu dem Experten für Relaxen und Entspannen schlechthin.

Und was könnte ein schöneres Weihnachtsgeschenk sein als eine Oase der Ruhe und Entspannung?
Die Sache ist klar: Wir wollen mehr Fatboys unter den Weihnachtsbäumen sehen!

Um die Entscheidung etwas leichter zu machen, haben wir eine kleine Fatboykunde vorbereitet:

Fatboy – The Original

Wie der Name schon vermuten lässt, liegen die Ursprünge der Fatboy-Famile beim “The Original”. Von Jukka Setälä aus wasser- und schmutzabweisendem Hi-Tech Nylon designt, ist der Fatboy The Original eine wunderbare und komfortable, zudem moderne Interpretation des klassischen Bean Bags.

fatboy the original

Fatboy The Original

Fatboy – Buggle-up

Für alle, die das Fatboy-Gefühl drinnen UND draußen genießen möchten, ist Buggle-up von Alex Bergman die Lösung: Er ist wie “The Original” aus wasser- und schmutzabweisendem und somit außenbereichgeeignetem Polyester gefertigt. Außerdem ist er resistent gegen UV-Strahlen. Mit Hilfe von zwei Gurten kann Buggle-up in sitzender Position fixiert und – sehr praktisch – transportiert werden.

fatboy buggle-up

Fatboy Buggle-up

Fatboy – Knäpsäck

Für alle, denen Bequemlichkeit wichtiger ist als Ordnung, könnte Knäpsäck von Fatboy – die Decke, die zugleich Tragesack ist – das Lieblingsgeschenk in diesem Jahr werden. Picknicken nach dem Fatboy-Prinzip funktioniert nämlich so: Man lege einfach seine Siebensachen in die Mitte der Decke, ziehe an der Kordel und trage den sackartigen Knäpsäck zum gewünschten Ziel. Und wenns nach Hause geht, das gleiche Spiel…

fatboy knapsack open

fatboy knapsack closing

fatboy knapsack closed

Fatboy – Headdemock

Nach der Modernisierung des Bean Bags richtete Fatboy seine Aufmerksamkeit auf ein anderes für professionelle Faulpelze unverzichtbares Möbelstück: Die von Alex Bergmann entworfene Hängematte Headdemock von Fatboy ist nicht nur ein schönes, sondern auch praktisches Designobjekt – sie bietet genug Platz für mehrere Personen bis zu insgesamt 200 kg, ist der perfekte Ort für einen Mittagsschlaf, für einen Drink und um schon mal vom Sommer zu träumen…

fatboy headdemock

Fatboy Headdemock

 



The Simple Life: Enzo Mari – Fortsetzung

Thursday, November 24th, 2011

Wir haben in einem Artikel von Alice Rawsthorn1 in der New York Times  gelesen, dass Enzo Mari einst gesagt hat, dass er Dinge machen möchte, die Fabrikarbeiter gerne herstellen würden.

Bei seinem Vortrag in der UdK Berlin ging Mari auf ein ähnliches Thema ein. Während er vor sich hin monologisierte, beschrieb er, wie hart arbeitende, schlecht bezahlte Fabrikarbeiter Güter produzieren, die eigentlich niemand braucht und von denen ein großer Teil letztlich sowieso im Müll landen wird. “Wenn ich solche Dinge sehe”, sagte er, “frage ich mich: Wen soll das glücklich machen? Die Leute, die in den Fabriken arbeiten?” Mari war skeptisch.

Und wir mussten an … Napalm Death denken.

Vor langer Zeit haben wir in unserer guten alten (smow)blog-Studentenbude Death Metal gehört und dabei versucht zu lernen … Wir dachten tatsächlich, 130 bpm und zermürbende Bässe würden uns dabei helfen… Tat es natürlich nicht! Aber wir haben eine Menge über Napalm Death Songs gelernt, wie das grandiose “From Enslavement to Obliteration” und so über Arbeiter, die in einer Fernsehfabrik schuften, damit sie genug Geld verdienen, um sich selbst einen Fernseher kaufen zu können.

Wie auch immer.

Die Tatsache, dass wir in der UdK Berlin, umgeben von vielen der wichtigsten Berliner Designpersönlichkeiten, plötzlich an Napalm Death denken mussten, hat uns vor allem eins gezeigt: Das spricht doch Bände über die Fähigkeiten von Enzo Mari. Er kann über Grenzen hinweg kommunizieren und eine Verbindung zwischen allem aufbauen.

Wir konnten Enzo Mari leider nicht fragen, ob er Napalm Death mag… Aber wir nehmen mal an, dass das der Fall ist…

1. “Enzo Mari: A rebel with an obsession for form” von Alice Rawsthorn. New York Times, 02.10.2008

Enzo Mari at the UdK Berlin

Enzo Mari interpretiert Napalm Death in der UdK Berlin ;)



Morgen Kinder wird’s was geben…

Wednesday, November 23rd, 2011

Unverzichtbar an Weihnachten sind auf jeden Fall Pfefferkuchen, Glühwein und Weihnachtslieder in Endlosschleife. Aber auch unsere (smow)Blog-Reihe mit den besten Geschenkideen für Weihnachten gehört irgendwie dazu.

Mit unfehlbarem Taktgefühl und Gespür für den Zeitgeist haben wir in den letzten beiden Jahren die Herzen von Generationen von (smow)Blog-Lesern für uns gewinnen können. Und wir haben hart daran gearbeitet, an diesen Erfolg anknüpfen zu können.

Na ja,… um ehrlich zu sein, hatten wir schon in Betracht gezogen, unsere Geschenkekategorie in diesem Jahr wegzulassen, aber die (smow) Designermöbelkollektion ist innerhalb der letzten 12 Monate so rasant gewachsen, dass wir den Anlass doch ganz gerne nutzen wollten, um unsere Lieblingsneuheiten vorzustellen.

In den nächsten Tagen werden wir an dieser Stelle also einige der neuen Produkte präsentieren und sie – wie könnte es zu dieser Jahreszeit anders sein? – vor allem auf ihre Tauglichkeit als Weihnachtsgeschenke prüfen.

Wer bei unseren diesjährigen Empfehlungen nicht fündig werden sollte, darf sich gerne hier in unseren alten Posts zum Thema nach Ideen umsehen.

christmas is coming the goose is getting- at
Und was werden Sie in diesem Jahr auspacken?

 



(smow) intern: Designermöbel Office Paket

Saturday, November 19th, 2011

Wenn man einmal so viele Geburtstage hinter sich weiß wie wir, kommt ein Punkt im Leben, an dem man nicht mehr bereit ist, Kompromisse in Bezug auf die Qualität neuer Anschaffungen einzugehen. Sei es die Wahl eines Autos, einer Fluglinie oder schlicht eines  neuen Haarschnitts. Erst recht aber gilt diese Faustregel für die Wahl eines neuen Bürostuhls.

Selbstverständlich gab es auch für uns eine Zeit – so wie wahrscheinlich für die meisten – als wir uns mit billigen, unbequemen Bürostühlen zufrieden gaben. Das war so viel einfacher. Natürlich war die Qualität… – lassen wir das. Wir mussten eben Kompromisse eingehen. Und Kompromisse sind wir nicht nur was den Stuhl anbelangt eingegangen. Auch unser Schreibtisch, unsere Schreibtischlampe und der Stauraum waren optisch und qualitativ nicht viel mehr als ein Kompromiss.

Das geht aber auch anders. Gegen den sichtbaren Verschleiß, unstimmige Arrangements und Bandscheibenvorfall-begünstigende-Arbeitsplätze haben wir alles Wichtige und Gute für den Arbeitsplatz in einem Komplettpaket zusammengestellt und bieten es zum exklusiven Vorteilspreis an.

Das (smow) Designermöbel Office Paket – oder das “Kompromisse waren gestern”-Set, wie wir es liebevoll innerhalb unseres Blogteams nennen – umfasst einen Haller Tisch, USM Haller Rollcontainer, Vitra Bürostuhl und eine Artemide Tolomeo Tavolo Schreibtischlampe.

Die einzelnen Elemente können ganz nach den individuellen Anforderungen kombiniert werden. Unabhängig davon, welche Teile gewählt werden, kommt der Paketpreis ca. 8% günstiger als die Summe der Einzelstücke.

Wir haben viele der möglichen Kombinationen unseres Office Pakets am Lager und somit sofort lieferbar – es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass Sie schon in ein Paar Tagen an einem ziemlich perfekten, weil aus qualitativ sehr hochwertigen und ästhetisch sowie funktional auf den Punkt gebrachten Designermöbeln bestehenden, Arbeitsplatz sitzen – und sich dieser Tatsache vor allem auch in den nächsten Jahr noch gewiss sein können.

Unser Fazit zum Designermöbel-Büroset: Es ist einfacher, zufriedenstellender und insgesamt so viel besser als einen Kleinbus zu mieten, an den Stadtrand zu fahren und sich dort – alle paar Jahre wieder – für gerade einmal mittelmäßige Möbel durch die Massen zu schlagen.

Alle Details zu unserem Office Paket gibt es unter www.smow.com/office-package.html

smow designer office furniture package
Eine der vielen Kombinationsmöglichkeiten aus USM, Vitra und Artemide (Industrietreppe im Hintergund nicht im Lieferumfang enthalten!)


Mailand 2011: Stand-Aufbau mit Nils Holger Moormann

Monday, August 29th, 2011

Einmal im Monat fahren wir auf eine Messe. Wir wollen nicht immer – müssen aber. Wir schauen uns Möbel an, denken uns ein paar billige Witze aus, schießen ein paar seltsame Fotos und fahren wieder nach Hause.

Aber was heißt es eigentlich, einen Messestand zu organisieren? Wie wichtig ist die Messepräsenz? Sind unser schlechter Humor und die armseligen Fotos respektlos? Diese und andere Fragen wollten wir beantworten und Moormann beim Aufbau ihres diesjährigen Standes auf der Möbelmesse Mailand helfen. Wobei “helfen” vielleicht zu viel gesagt ist.

The secret plan....

Der geheime Plan...

Die Moormänner hatten vier Tage für den Aufbau geplant. Wir stießen an Tag drei hinzu. Das Außengerüst war, wie man es von Moormann erwartet, eine unkomplizierte Holzkonstruktion, die Wände aus schwarzem Vorhangsstoff und alles war zum Glück bereits an seinem Platz als wir am Sonntag morgen ankamen. Unser Beitrag bestand darin, beim Aufbau des 3,5 x 5 Meter FNP-Regals, das die Rückwand des Standes bildete, zu assistieren.

Das größte Problem für Moormann war aber sowieso nicht der Aufbau des Standes sondern die späte Bestätigung aus Mailand, wie groß der Messestand tatsächlich sein würde. “Wie jedes Jahr waren wir uns im Vorfeld absolut sicher, dass wir einen größeren Stand bekommen würden”, erklärt Nils Holger Moormann. “Und dann kam die Information, dass es doch wieder nur der kleine Stand ist. Das war schon ein Schock.” Zuvor hatte Moormann bereits drei Monate Planung in das Standdesign investiert. Die Bestätigung der Standgröße kam erst zehn Tage vor Veranstaltungsbeginn.

Also zimmerte Nils Holger Moormann höchstpersönlich schnell ein neues Konzept zusammen. “Ich war inspiriert davon, dass alle nur noch Neuigkeiten zeigen. Das ist zwar spannend, aber auch idiotisch, denn Möbel brauchen Zeit. Sie müssen ausdefiniert werden und man muss ganz viel darüber nachdenken. Dieses schnell schnell neu neu machen birgt die Gefahr so zu enden wie die Modebranche mit zwei oder drei oder vier Kollektionen pro Jahr. Das kann es doch nicht sein.”

Typisch Moormann sah die Antwort in Mailand so aus: Auf dem Stand wurden zwölf neue Produkte präsentiert, von denen die meisten allerdings verhüllt waren und erst 2028 fertiggestellt werden. Angeblich. “Ich schaffe unheimlich gern einen Ort mit Humor, an dem man staunen kann und überlegt ‘Meint der das Ernst?’… Das finde ich fast genauso wichtig wie gute Produkte.”

Konrad Lohöfener und Christian Neumeier, die zwei Moormänner, die Nils Holgers Konzept umsetzen durften, arbeiten im wahren Leben als Designer in der Produktentwicklung bei Moormann. Sie beschäftigen sich sozusagen damit, gute Designs in “massenproduzierbare” Möbel umzuwandeln – ein unsichtbarer und wenig glamouröser (aber kritischer) Aspekt der Designmöbelbranche.

In Mailand kreisten Konrads and Christians Gedanken weniger um die nächste Generation von Moormann-Produkten als darum, Moormanns Verkaufsschlager FNP gerade ins rechte Licht zu rücken. An ihrem Blick für Details konnte man sehr schön sehen, was den Homo sapiens ssp. Designer vom Rest der Tierwelt unterscheidet. Ein paar Mal hätten wir gesagt, ok passt. Hat es aber nicht. Und Konrad und Christian haben weiter ausgeglichen bis es wirklich gepasst hat.

Als die Hitze in Messehalle 20 immer unerträglicher wurde – wir dürfen nicht vergessen, dass die Außentemperatur an diesem Tag Anfang April 31 Grad betrug – bestanden die letzten Aufgaben des Tages darin, die Rosie Lamps am FNP zu befestigen und das Firmenlogo an der Vorderseite des Standes anzubringen… Keine leichte Aufgabe in fünf Metern Höhe und nachdem wir bereits viele Stunden Leitern hoch und runter gestiegen waren, Gerüste verschoben und ein 17 m² großes Regal zusammengebaut hatten.

FNP by Axel Kufus from Nils Holger Moormann

Ist es den Aufwand wert?

Nils Holger Moormanns Antwort ist ein lautes Ja. “Für uns ist Mailand wichtig, weil wir hier den Export haben und die Kunden, die wir sonst wahrscheinlich das ganze Jahr über nicht sehen würden, hier treffen.”

Hat Moormann nie in Betracht gezogen, den begrenzten Raum und die Unflexibilität der Messe zurück zu lassen für einen eigenen Platz in der Stadt, bei dem sie mehr Planungssicherheit haben?

Das Nein ist genauso laut. “Jedes Detail des Standkonzeptes ist genau überlegt – auch wenn es sehr einfach aussieht. Alles muss bei uns stimmen. Von daher wäre es tragisch, wenn zu wenig Besucher kommen würden. Hier auf der Messe hat man die Garantie dass viele Besucher und vor allem auch die internationale Presse kommen.”

Nachdem wir nun unseren eigenen Schweiß in das Projekt investiert haben, können wir dem nur zustimmen: Wir wären auch ziemlich enttäuscht wenn der Stand nicht von so vielen Menschen wie möglich gesehen und bewundert werden würde. Und das obwohl wir in keinerlei Hinsicht finanziell am (Miss-)Erfolg des Standes beteiligt sind.

So haben wir uns nach achteinhalb Stunden getaner Arbeit als ehrenamtliche Moormänner vom Stand verabschiedet und auf den Weg in die Stadt gemacht. Ein kaltes Bier hatten wir uns verdient. Oder vier. Im Zug haben wir den Tag noch einmal Revue passieren lassen. Obwohl wir nicht garantieren können, dass unsere Fotos in Zukunft besser oder unsere Witze lustig werden, versprechen wir, dem Aufwand und der Zeit, die in einem solchen Stand stecken, in Zukunft mehr Respekt zu zollen.