Archive for the ‘smow in Mailand’ Category

(smow) in Mailand 2010: iPhone App des Tages

Thursday, April 15th, 2010

Da die Designwelt unglaublich eitel, eingebildet und aufgeblasen ist, geht es in Mailand oft mehr ums Angeben als um neue Produkte.

Und wenn man in diesem Jahr kein iPhone mit den neuesten Apps der Mailänder Möbelmesse hat, kann man sowieso gleich zu Hause bleiben.

Wir besitzen nichts von Apple und können uns auch nicht vorstellen, dies zukünftig zu ändern. Wir sind allerdings nicht immun gegen die Launen der Designwelt und werden Euch entsprechend in den nächsten Tagen die wichtigsten iPhone Apps für Mailand 2010 vorstellen.

In Mailand kann es schonmal passieren, dass man den Überblick verliert, welches Moleskine Notizbuch das eigene ist, während man mit anderen Designfans über einen gesponsorten Espresso relaxt. Auf einmal ist Maarten Baas’ neueste Arbeit eher “inspirierend” als “revolutionär”, Philippe Starcks neuester Stuhl wird “revolutionär” anstelle von “beeindruckend” oder der neue Karim Rashid ist “beeindruckend” und nicht “großartig”. Solch ein unbeabsichtigter “Moleskine Tausch” kann weitreichende Folgen für den Ruf und die Glaubwürdigkeit der Opfer haben.

Zum Glück gibt es jetzt die “MoleskineTracker” App. Man gibt einfach seine charakteristischen Adjektive, Adverben und Superlative ein und der “MoleskineTracker” scannt alle Moleskines im Umkreis von 20 Metern und findet dasjenige, welches die eigene, einzigartige, messerscharfe Kritik der neuesten Designs enthält.

“Moleskine Tracker” ist erhältlich in iPhone Stores für 25,00 Euro.

MoleskineTracker: A (smow)recommended iPhone App for Milan 2010

MoleskineTracker: (smow)Empfehlung: iPhone App für Mailand 2010



(smow) in Mailand 2010: Nils Holger Moormann

Monday, April 12th, 2010

Wir müssen nicht nach Mailand fliegen um Moormann zu besuchen.

Wir können einfach nach Aschau fahren.

Aber es macht uns Spaß, Moormann in Mailand zu besuchen, denn sie geben sich immer ein bisschen mehr Mühe.

Nachdem Moormann auf seinem Saloni-Stand 2009 mit Liesmichl, Strammer Max, Steckling et al aufwartete, sieht es 2010 etwas zurückhaltender aus.

Nichtsdestotrotz verspricht Else bereits jetzt, eins der Highlights von Mailand 2010 für uns zu werden.

Else ist keine Moormann-Angestellte (so liebenswürdig sie auch alle sind), sondern ein neues Regalkonzept von Werner Gasser.

Wir Ihr wisst, ist das All Time Favourite (smow)blog Möbelstück Gangsta Lean von Matt Braun.

Ein wirklich großartiges Produkt.

Und Else von Werner Gasser ist in vielerlei Hinsicht eine Erweiterung des Gangsta Lean Konzeptes zu einem individuell konfigurierbaren Regalsystem.

Gangsta Lean für diejenigen, die es eher “Lean” als “Gangsta” haben.

Für alle, die nicht wissen, was wir meinen, hier eine kleine Video-Einführung:



(smow) in Mailand 2010: Kartell “Welcome Black 2010″

Monday, April 12th, 2010

Das unangefochtene Highlight des Kartell Standes auf der Saloni Milano 2009 war das Katz-und-Maus Spiel mit den Truppen, die eigens von Kartell angeheuert wurden um zu verhindern, dass die Besucher Fotos knipsten.

Obwohl der Kartell Stand nur halb so viel Platz einnahm wie Lombardy, erwiesen sich die hoch spezialisierten Truppen als sehr effizient. Und so waren wir beispielsweise gezwungen in einem verlassenen Fuchsbau zu übernachten, nur um einen Schnappschuss von den Dr. Nos erhaschen zu können.

Den Presseberichten vor der diesjährigen Saloni zufolge wird es dieses Mal sogar noch lustiger.

Sie wollen das Licht ausschalten und die Truppen der dunklen Mächte engagieren, um die Fotografen zu stoppen!

Welcome Black 2010 Philippe Starck and Kartell in Milan

"Welcome Black 2010" Philippe Starck und Kartell in Mailand

“Welcome Black 2010″ ist das Motto von Kartell´s Saloni Show und die Einladung verspricht eine dunkle Kulisse, voll mit Zauberei und dämonischer Tugend. Oder zumindest verspricht sie das nach unserer Interpretation.

Abgesehen von der Jedi-Bekämpfung und dem Erschrecken junger Kinder, wird Kartell neue Produkte vorstellen. Darunter: Tokujin Yoshioka, Philippe Starck und Eugeni Quitllet, Piero Lissoni sowie Ferruccio Laviani.

Wir werden die Nachtsichtbrille mitnehmen und ihr könnt unsere Eindrücke von Kartells neuen Produkten natürlich in der (smow) in Mailand Berichterstattung vom 14. April lesen.

Invisible Chair by Ttokujin Yoshioka for Kartell

Invisible Chair von Ttokujin Yoshioka für Kartell

Ghost Buster by Philippe Starck and Eugeni Quitllet for Kartell

Ghost Buster von Philippe Starck und Eugeni Quitllet für Kartell



(smow) in Mailand: kkaarrlls 2010

Monday, April 12th, 2010

Einer der wahren Höhepunkte auf der Saloni Milano 2009 war für uns der kkaarrlls Stand von den Studenten der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Nicht zuletzt deshalb, weil kkaarrlls im Vergleich zu anderen Studenten in Mailand 2009 wahres Potential zeigte. Und Talent.

Es war wunderbar zu sehen, dass das Projekt sich für Mailand 2010 weiterentwickelte.

Wie immer, müssen wir die Werke erst in real begutachten, eh wir uns entscheiden können.

Aber zumindest von den Fotos mögen wir den Look von “Screw Rider” von Anna Brugger und “Pl(a)ywood” von Silvia Knüppel. Und es tut so gut zu sehen, dass die wahrhaft exzellente “Kantbank” von Andreas Grindler wieder dabei sein wird.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten!

Screw Rider by Anna Brugger kkaarrlls Milan 2010

Screw Rider von Anna Brugger kkaarrlls Mailand 2010

Playwood yb Silvia Knüppel kkaarrlls Milan 2010

Pl(a)ywood von Silvia Knüppel kkaarrlls Mailand 2010

Kantbank by Andreas Grindler  kkaarrlls Milan 2010

Kantbank von Andreas Grindler kkaarrlls Mailand 2010



(smow) in Mailand 2010: Ronan und Erwan Bouroullec

Friday, April 9th, 2010

Wir mussten unsere Nieren und sogar die Nachbarskatze verkaufen, um uns endlich ein Hotel in Mailand leisten zu können.

“Ist es das wirklich wert”, fragen die Rentner, Studenten und Anwälte, die sich jeden März vor der (smow)Blog Wohnung versammeln um unsere Besitztümer zu kaufen und so helfen, das luxuriöse Leben, das von der ganz besonderen Klasse von Blutsaugern namens “Mailänder Hoteliers” genossen wird, zu finanzieren.

“Nein”, antworten wir dann.

“Aber was sollen wir jetzt tun?”

Tja, was sollen wir nur tun.

Man muss nur einen Blick auf die Pressefotos aus dem Studio Bouroullec werfen, die in unserem Mailordner landeten.

Lighthouse by Ronan and Erwan Bouroullec

Lighthouse von Ronan und Erwan Bouroullec

Ronan und Erwan Bouroullec gehören stets zu den aktivsten Designern Mailands. In manchen Jahren haben sie es sogar geschafft, Phillipe Starck wir einen müden, alten Mann aussehen zu lassen.

Für Mailand 2010 präsentieren Ronan und Erwan Bouroullec neue Produkte für Established and Sons, Venini, Bitossi und Magis.

Eines der Produkte von Established and Sons war das Quilt Sofa – ein Produkt, das uns ehrlich gesagt sehr enttäuscht hat. Es sah großartig aus, saß sich aber furchtbar schlecht und ist daher ein vorprogrammierter Misserfolg.

Die Arbeiten 2010 sehen da vielversprechender aus.

Lighthouse von Ronan und Erwan Bouroullec für Established and Sons wurde zusammen mit der Muranoglas-Manufaktur Venini hergestellt. Als Tisch- Lampe im übergroßen Kerzendesign besticht Lighthouse durch seinen umwerfenden, 70er-Jahre Retro Lampenschirm aus Muranoglas.

Lampalumina by Ronan and Erwan Bouroullec

Lampalumina von Ronan und Erwan Bouroullec

Die Brüder Bouroullec haben außerdem eine Lampe für den italienischen Keramikhersteller Bitossi entworfen. Lampalumina, ein nahezu religiös-minimalistisches Werk aus weißer Keramik, sieht ein wenig aus wie eine Gans und hält auf jeden Fall, was das Label verspricht.

Central by Ronan and Erwan Bouroullec

Central von Ronan und Erwan Bouroullec

Für Magis haben die Bouroullec Brüder zwei Tische kreiert. Der Aluguss-Tisch “Central” ist ein klassischer Bistro-Tisch, auch wenn er nur drei Beine hat. Der scherzhaft benannte Tisch “Baguettes” ist ein exklusiver Esstisch aus Aluminium.

In beiden Fällen sind wir der Meinung, dass der Effekt in “real” viel besser ist als auf den Fotos. Die weichen, fast unsichtbaren Linien des Tisches versprechen einen wunderbar unaufdringlichen und trotzdem prägenden Auftritt.

Und deshalb verkaufen wir all unseren Besitz.

Und die Nachbarskatze.

Saloni Milano 2010 findet vom 14. bis 19. Mai statt.

Die tägliche Berichterstattung gibt es bei (smow) in Mailand, auf (smow)twitter, (smow)book und vimeo.

Baguttes by Ronan and Erwan Bouroullec

Baguttes von Ronan und Erwan Bouroullec



(smow)offline: Moleskine “Hand of the Designer”

Tuesday, March 16th, 2010

Eine der wahren Freuden dieses Frühlings besteht darin, dass zwei unserer Lieblingswelten beinahe, aber nur beinahe, kollidieren – Bücher (Leipziger Buchmesse) und Design Möbel (Saloni Milano).

Am 10. April wird es eine Kollision in Mailand geben – bei der Ausstellungseröffnung für die neue Moleskine Edition “Hand of the Designer”.

Insgesamt beinhaltet dieses Moleskine 462 handgezeichnete Skizzen von 150 Designern, darunter Ronan und Erwan Bouroullec, Hella Jongerius, Antonio Citterio oder Alberto Meda. Ziel von “Hand of the Designer” ist es, einen intimen Einblick in den kreativen Arbeitsprozess von Designern zu geben und sogar, trotz der unvergänglichen Kraft des Freihandzeichnens, in die AutoCAD® Technik.

Und falls Sie sich nach all der Inspiration selbst betätigen möchten, stehen noch 120 leere Seiten zur Verfügung um eigene Skizzen zu hinterlassen.

Zeitgleich mit dem Erscheinen des “Hand of the Designer” auf der Messe in Mailand 2010,  wird es eine Ausstellung in der Villa Necchi Campiglio und Triennale Bovisa in Mailand geben. Diese Ausstellung öffnet am 10. April. Sie wird alle 462 Original Zeichnungen zeigen, die anschließend durch Sotheby´s Mailand am 13. Mai 2010 versteigert werden. Der Erlös aus dem Verkauf geht an “Fondo Ambiente Italiano” (Italienischer National-Fonds).

“Hand of the Designer” von Moleskine kostet 59 Euro und ist ab Juni 2010 erhältlich.

Weitere Informationen gibt es unter moleskine.com

Moleskine Hand of the Designer

Moleskine Hand of the Designer

Ronan and Erwan Bouroullec

Ronan und Erwan Bouroullec

Hella Jongerius

Hella Jongerius



smow in Mailand: Richard Lampert

Wednesday, May 6th, 2009

Trotzdem wir zurück sind in unser wundervollen grünen Oase mit Blick über noch einige erhaltene romatische Ruinen im Westen Leipzigs haben wir natürlich noch viele Erinnerungen an Mailand, die wir hier zusammen mit Neuigkeiten und Updates nach und nach noch in den Blog bringen.

Ein anderer deutscher Hersteller der nach dem Motto lebt, weniger ist mehr und vielleicht auch komfortabler ist Richard Lampert. Die Egon Eiermann Tischgestelle sind ein gutes Beispiel, was aus einigen Chromstangen Wundervolles gemacht werden kann, wenn sie natürlich korrekt geschnitten und zusammengesetzt sind. In Mailand hat Lampert einige der einfachen Ideen nochmal in Szene gesetzt und klar gezeigt, wie einfach sich modernes Design mit Designklassikern zusammenbringen lässt. Herbert Hirche studierte am Bauhaus unter Mies van der Rohe und arbeitete später für Egon Eiermann – sein klassicher 50er Jahre Lounge Chair reflektiert, was er zuvor gelernt hatte. Der Lounge Chair ist 1953 allerdings nicht über das Prototypenstadium hinausgegangen.

In out by Eric Degenhardt and sidetable Flip by Alexander Seifried both for Richard ampert

In-out von Eric Degenhardt (und der Beistelltisch Flip von Alexander Seifried) beide bei Richard Lampert

2006 hat der deutsche Designer Eric Degenhardt kleine Änderungen am ursprünglichen Hirche-Entwurf vorgenommen.  Er platzierte auf Sitz- und Rückenfläche spezielle Nähte, die dem Sessel eine zusätzliche
Extravaganz geben. Degenhardt hat einige Ideen offensichtlich wieder aufgegriffen bei der Gestaltung des wunderbaren In-Out Sessels. Eine simple Stahlrohrkonstruktion lässt den In-Out zunächst wie einen einfachen Anglerstuhl erscheinen, allerdings ist es ein solch komfortabler und zum Entspannen einladender Sessel geworden, dass wir uns ohne große Anstrengung einen gemütlichen Sommerabend im Garten oder auch Winternachmittag vorm Fernseher vorstellen können. Und, wie der Name schon sagt, man kommt einfach rein oder wieder raus – das smow(blog) Team hat es intensiv getetest.

Biertisch- und bank Ludwig

Biertisch und Bank Ludwig von Alexander Seifried für Richard Lampert

Außerdem haben wir für den Gartenbereich noch eine interessante Lösung gesehen, den Biertisch nebst zugehöriger Bank names Ludwig entworfen von Alexander Seifried. Ein gestalterischer Neuansatz und eine qualitätsvolle Umsetzung. Für den Garten und die Terrasse genauso wie für die Küche oder Büro. Oder für ein Restaurant. Uns hat es jedenfalls so gut gefallen, dass wir es bald auch bei uns ins Sortiment aufnehmen werden.



smow in Mailand: Namenloser Kartonfaltstuhl

Tuesday, April 28th, 2009

In unserem Eintrag über den Designersblock Showcase hatten wir schon auf den faltbaren Kartonstuhl von Stuart Miller hingewiesen. Allerdings war uns schon klar, dass unser Beitrag unter dem abendlichen Einfluß von Freibier und Dudelsäcken vielleicht nicht ganz in Details gehen sollte und wir besser eins, zwei Tage warten bevor wir näher über Stuart Millers Faltstuhl sagen. Könnte ja sein, dass wir in der Zwischenzeit noch was Interessanteres gefunden hätten.

Stuart ist Student an der Glasgow Caledonian University und der Stuhl Teil seines Abschlussprojekts und bisher noch ohne Namen. Die über die Jahre gewachsene Industriedesignfakultät der Glasgow Caledonian University hat auf der Mailänder Messe einige richtig gute Entwürfe präsentiert, wovon wir uns für den Stuhl von Stuart zur näheren Betrachtung entschieden haben.

Er ist komfortabel. Er ist stabil. Er sieht gut aus.

Besonders beeindruckend ist aber die Einfachheit mit der er gefaltet wird und seine Leichtigkeit:

Stuart hat zwei Stühle mit einer der Billigflugairlines mitgebracht – und wir wissen wie strikt diese sind, wir hatten selbst schon mal Probleme, ein Sandwich aufgrund seines Gewichts im Handgepäck unterzubringen…

Sie sind leicht.

Und flach faltbar.

Und insofern perfekt, um sie im Küchenschrank zu verstecken, falls doch mal unerwartete Gäste auftauchen; oder falls es mal spontan mit dem Auto zum Picknick oder ins Wochenende losgeht und man keine Lust auf billige Plastikstühle hat.

Theoretisch kann man sie sogar auf dem Gepäckträger seines Fahrrads unterbringen… Also die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Und wie man im Video sieht, es brauch nur ein paar Sekunden zum Aufbau.

Wie schon zuvor gesagt: “Er kam, sah und löste das Problem. Und das mit Stil und Komfort. Sehr schön.”

Auf dem “Markt für Extraplatzmöbel” war bisher der Klappstuhl der nicht in Frage gestellte König oder Prinz oder Held, wie auch immer … bis jetzt …

Ein Faltstuhl aus recyceltem Karton ist eine echte Alternative. Und das nicht nur wegen des geringen Platzbedarfs und Gewichts. Sondern ästhetisch macht der Stuhl auch was her.

Also, wenn das jemand liest,  ob Moormann, Lampert oder SCP

(P.S. Sorry, wir haben bei der Filmaufnahme nicht groß nachgedacht, daher die etwas verdrehte Sichtweise)



smow in Mailand: A stolen moment

Tuesday, April 28th, 2009

Haben Sie auch einen passenden Witz für uns … uns gefallen diese:

“Er hat gehört, dass es offensichtlich ein paar Klassiker gibt, die nie aus der Mode gehen – und wollte ein paar Tipps.”

“Lasst uns zu Kartell, die sind auch 100% Plastik”

Wir können zwar keinen Preis für die beste Einsendng versprechen, aber senden Sie Ihren Vorschlag an blog@smow.de und mal sehen.



smow in Mailand: A stolen moment

Tuesday, April 28th, 2009
smow in Milan - and in good company

smow in Mailand - und in guter Gesellschaft

Sieht so aus als wenn sich Barack Obama auch des Secret Service bedient, um der Amerikanischen Wirtschaft zu helfen.
Wir wussten zwar, dass es kein besonders guter Joke war, aber verstanden haben sie es offensichtlich auch nicht, als wir nach der Lieferzeit für Waterboards gefragt haben.