Archive for the ‘Thonet’ Category

3 X iF Design Award 2013 für Delphin Design

Tuesday, March 5th, 2013

Wie viele von euch wissen, haben wir es vor einigen Jahren offiziell aufgegeben, über private Designpreise zu berichten, da es unserer Meinung nach bei solchen Veranstaltungen eher um die Generierung von Einnahmen für die Organisatoren geht als darum den Designern und ihren Arbeiten zu helfen… und sie darum unsere Unterstützung nicht verdienen. Sicher sind manche Preise ehrenwerter als andere, aber wir fanden es am fairsten einfach alle zu ignorieren.

Doch wie uns Nagela Merklee lehrte, ist das wichtigste, wenn man einen Standpunkt zu einer bestimmten Sache hat, dass man ihn gelegentlich auch ändern kann. Das gilt besonders, wenn es um ein Designstudio geht, das so sympathisch und charmant wie Delphin Design ist.

trendglas jena sign delphin design

Sign von Delphin Design für Trendglas Jena (Das Teelicht steht im Fuß...)

Auf den iF Awards 2013 erhielten Thomas Wagner und Dirk Loff aka Delphin Design den Produktdesign Preis für ihre S 160 und S 170 Konferenzstühle für Thonet und ihr Teesystem ”Sign” für Trendglas Jena.

Von Thonet auf der Orgatec 2013 lanciert, sind S 160 und S 170 Produktfamilien von Allzweckstühlen, die individuell genauso wie auf Großveranstaltungen genutzt werden können. Obwohl vom Prinzip her recht simple Stühle, liegt die Schönheit der S 160 und S 170 Serien in der leicht geschwungenen, einteiligen Sitzschale – eine Ästhetik, die kombiniert mit der Stapelbarkeit und dem genialen Verzahnungsmechanismus ein Produkt schafft, das so viel mehr ist, als, sagen wir, die sehr einfache Erscheinung vermuten ließe.

Wir wissen absolut nichts über “Sign” von Trendglas Jena, außer dem, was wir auf der Webseite darüber gelesen haben. Können und wollen daher nichts weiter darüber sagen.

Die Preise sind nicht die ersten für Delphin Design bei den iF Awards. Aber drei in einem Jahr ist auch nichts, was alle zwölf Monate passiert.

Unter den Preisträgern von 2013 ist kein Bouroullec, kein Antonio Citterio, kein Naoto Fukasawa und nur einmal Konstantin Grcic.

Und dreimal Delphin Design.

Daher unsere Glückwünsche.

Wie wir zu Beginn sagten, sind private Designpreise nicht wirklich unser Ding. Wie so oft aber, sind wir da eine Minderheit. Denn einige der wirklich internationalen Preise, so wie auch der iF Award, haben sich als branchenweiter Indikator für Qualität und Innovation etabliert. Die Industrie sieht die Gewinner und nimmt sie als Maßstab. Und das ist es, was den Erfolg von Delphin Design schließlich so erfreulich macht. Es bedeutet, dass ihre Arbeit nicht nur formell auf einem internationalen Wettbewerb im Vergleich mit anderen, ähnlichen Stücken erkannt wurde, es bedeutet auch, dass es ein breiteres, spezielles Publikum finden wird. Was das mindeste ist, was es verdient….

Thonet S 160 Delphin Design

Thonet S 160 von Delphin Design

 



IMM Cologne 2013: Thonet S 1520, S 1521 & S 1522

Monday, January 21st, 2013

Wie wir schon oft erwähnt haben und auch nicht müde werden, immer und immer wieder zu wiederholen, ist das Thonet Archiv eine unvergleichliche Fundgrube für Designklassiker. Der Backkatalog ist interessant und anspruchsvoll genug, um ein halbes Dutzend Möbelhersteller für die nächsten Jahrzehnte im Geschäft zu halten.

Genau wie die Fischer in Island jedoch nicht versuchen ihren Profit zu maximieren, indem sie so viele Fische in so kurzer Zeit wie nur möglich fangen, versucht auch Thonet nicht alle paar Monate sein Repertoire zu plündern, sondern behandelt es mit größtem Respekt. Eine Strategie, die aufgrund ihrer Unvorhersehbarkeit nicht so ermüdend ist wie die manch anderer Designermöbelhersteller.

Auf der IMM Cologne hat Thonet die S 1520, die S 1521 und die S 1522 lanciert, eine überarbeitete Serie mit Kleiderhaken und Schuhablage auf Grundlage von original Thonet Designs aus den 1930er Jahren.

Entwickelt wurde das Projekt firmenintern vom Thonet Design Team. S 1520, S 1521 und S 1522 bestehen aus Stahlrohr mit einem sehr strapazierfähigem Netzgewebe und strahlen etwas aus, was man wohl als “klassische Thonet Ästhetik” beschreiben könnte, wahrscheinlich aber nicht sollte…

Die S 1520 besteht aus einer (Hut-)Ablage und 10 Haken, die recht unauffällig hinter dem unteren Rohr versteckt sind. Die S 1522 ist im Wesentlichen das Gleiche, jedoch mit nur 8 Haken und einer Tafelerweiterung. Für die S 1520 wie auch die S 1522 ist ein optionaler Spiegel erhältlich, der an den Haken befestigt werden kann. Die S 1521 besteht aus zwei Ablagen, die entweder, unten angebracht, als Schuhregal oder weiter oben einfach als zwei Ablageböden für Verschiedenes verwendet werden können.

Mit ungefähr einem Meter Länge und 25 cm Tiefe sollten die Stücke in die meisten Flure passen, und zumindest die S 1520 sollte leicht in jedes Büro oder jeden Warteraum integriert werden können.

Wir könnten noch weiter darüber philosophieren, lassen aber lieber ein paar Bilder sprechen…

IMM Cologne 2013 Thonet S 1520 S 1521 S 1522

IMM Cologne 2013: Thonet S 1520 (oben) und S 1521(unten)

IMM Cologne 2013 Thonet S 1520 S 1521 S 1522

IMM Cologne 2013: Thonet S 1520 (oben) und S 1521(unten)

IMM Cologne 2013 Thonet S 1520 S 1521 S 1522

IMM Cologne 2013. Die Haken am Thonet S 1520 & S 1522 sind hinter dem unteren Rohr versteckt.

IMM Cologne 2013 Thonet S 1520 S 1521 S 1522

IMM Cologne 2013: Thonet S 1522

IMM Cologne 2013 Thonet S 1522

IMM Cologne 2013: Thonet S 1522



Gewerbemuseum Winterthur: Wood Loop – Auf Biegen und Brechen

Friday, November 16th, 2012

Auch auf die Gefahr hin Möbelhistoriker zu verärgern, wollen wir an dieser Stelle mal festhalten, dass Holz wohl das Material ist, was schon am längsten zur Möbelproduktion dient. Es ist komplex und schwer zu bearbeiten. So ist das Biegen und Formen eines Stückes Holz ein Prozess, der seit jeher Architekten und Designer gleichermaßen fasziniert und zur Weißglut bringt.

Von Michael Thonets bahnbrechender Forschung im 19. Jahrhundert über die Fortschritte von Alvar Aalto, Marcel Breuer oder Charles Eames im 20. Jahrhundert bis hin zu Christian Kuhns und Serge Lunins Entwicklung des Dukta* Verfahrens im 21. Jahrhundert, war der Wunsch Holz so leicht wie Metall oder Plastik zu formen, eine treibende Kraft in der Entwicklung des heute bekannten Designs und der Architektur.

Am Samstag, den 17. November, wird im Gewerbemuseum Winterthur die neue Ausstellung “Wood Loop – Auf Biegen und Brechen” eröffnet und wird einen Blick auf Holz im Möbeldesign im Laufe der Zeit, vor allem aber den Gebrauch von Bugholz in all seinen Facetten werfen. Der Ausstellungstitel verweist natürlich auf die bekannte Maxime von Michael Thonet “Biegen oder Brechen”.

Neben den in der Ausstellung gezeigten klassischen und zeitgenössischen Beispielen für Bugholzmöbel, verspricht “Wood Loop – Auf Biegen und Brechen” eine umfassende Erklärung des Dukta Verfahrens und seiner Entstehungsgeschichte, während für “Atelier Dukta” sieben Architekten und Designstudios jeweils ein Projekt für die Ausstellung entwickelt haben.

Wir haben die Ausstellung noch nicht gesehen und können daher natürlich keinen Kommentar dazu abgeben, wie gut sie ihre gesteckten Ziele erreicht oder wie tiefgreifend das Thema tatsächlich angegangen wird. Aber schon allein die Idee der Ausstellung finden wir absolut faszinierend und das Thema hat sicher das Zeug für eine erlebnisreiche Ausstellung.

Und allen, die es zur Eröffnung am Samstag schaffen, ist eine besondere Überraschung garantiert; unsere alten Kumpel vom Thonet Bugholzteam werden nämlich da sein, um live Michael Thonets revolutionäres Verfahren zu demonstrieren. Und keine Angst davor zu fragen, ob ihr auch mal probieren dürft. Normalerweise sagen sie Ja…

Wood Loop – Auf Biegen und Brechen ist im Gewerbemuseum Winterthur Kirchplatz 14, 8400 Winterthur, Schweiz vom 17. November 2012 bis 21. April 2013 zu sehen.

Neben der Ausstellung hat das Museum auch das unerlässliche Rahmenprogramm organisiert. Weitere Informationen gibt es unter http://gewerbemuseum.ch.

*Das Dukta Verfahren wurde von Christian Kuhn und Serge Lunin in einem gemeinsamen Projekt mit akademischen und industriellen Partnern entwickelt. Es beinhaltet das minimale Einschneiden von Holz, um die Flexibilität zu erhöhen.

Gewerbemuseum Winterthur Wood Loop Auf Biegen und Brechen Michael Thonet

Biegen oder Brechen. Michael Thonet der Vater aller Holzbieger.

Gewerbemuseum Winterthur Wood Loop Auf Biegen und Brechen Thonet

Das von Michael Thonet entwickelte Verfahren wird heute noch praktiziert. (Hier im Thonet Werk in Frankenberg (Eder))

 

Marcel Breuer design and architecture Bauhaus dessau Isokon moulded plywood chair

Gebogene Sperrholzmöbel von Marcel Breuer für Isokon, London (1936)



Die große Ente 2012: Das Thonet Fahrrad

Monday, October 22nd, 2012

In den letzten Wochen war es schwer den Bildern eines Bugholzfahrrads auszuweichen, das angeblich von einem in London lebenden Künstler für den deutschen Möbelhersteller Thonet hergestellt worden ist.

Wir haben uns entschieden, die Story nicht zu bringen. Irgendwas daran hat uns von Anfang an gestört… Die Tatsache, dass nur computergenerierte, gerenderte Bilder verfügbar waren, zum Bespiel. Oder die Tatsache, dass wir über Thonet wissen, dass das keinen Sinn machen würde. Es fühlte sich nicht wie Thonet an. Es war nicht richtig.

Und nun die Bestätigung aus Frankenberg: Das Ganze ist nur eine Ente.

Man siehe einschlägige Presseerzeugnisse für die ganze Geschichte.

Dass Thonet ein Fahrrad aus Bugholz hergestellt hat, wäre natürlich denkbar gewesen.

Marcel Breuer war z.B., wie aus unserem Interview mit Mathias Remmele hervorging, angeblich vom Lenker eines Fahrrades inspiriert, als er seine Stahlrohrmöbel entwarf. Ein Bugholzfahrrad wäre also ein netter Weg gewesen einem der wichtigsten Aspekte der Thonet-Geschichte Tribut zu zollen.

Dann war der Thonet Chrom Schlitten S333 ein adrenalingeladenes Biest und es ist naheliegend, dass in Frankenberg eine Motivation besteht, etwas zu bauen, das eine ähnlich einzigartige und im Gedächtnis bleibende Fahrt bietet.

Außerdem ist das Thonet Museum in Frankenberg ein Zuhause für verschiedene, um die Jahrhundertwende herum entstandene, fahrende und durchaus ansehnliche Objekte. Darunter, wenn wir uns recht erinnern, ein Rollstuhl. Oder möglicherweise auch ein Kinderwagen. Es hat auf jeden Fall Rollen.

Aber nein. Thonet hat kein Fahrrad hergestellt. Und sie planen auch keines.

Allerdings haben sie uns etwas sehr Besonderes für die bevorstehende Orgatec 2012 versprochen.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Haltet euch im Allgemeinen einfach an uns, wenn ihr nach Fakten über die zeitgenössische Möbelindustrie und nicht nach schönen Bildern sucht…

thonet-s333-holger-lange

Der S 333 Thonet Schlitten von Holger Lange. Nichts für Zartbesaitete...



Vienna Design Week 2012: Misfits Revisited – Create your own Thonet

Monday, October 15th, 2012

Waren es nicht Pulp, die prophezeiten, dass die Welt bald durch “mis-shapes, mistakes and misfits”, einer großen, stillen Mehrheit, die sich von ihrer angeblichen Unzulänglichkeit und Abweichung von der gesellschaftlichen Norm eingeschüchtert fühlen, beherrscht und kontrolliert würde? Wenn sie nur so viele werden könnten, dass sie etwas zu bieten hätten und wenn die von der Gesellschaft auferlegten Vorstellungen von Perfektion unser modernes goldenes Kalb würden, ihre Zukunft wäre so vielversprechend…

Unter dem Titel ”Misfits Revisited” hat sich das Wiener Designstudio breadedEscalope mit dem aus Wien stammenden Hersteller Thonet zusammengetan, um zu erforschen, inwiefern uns unförmige, fehlerhafte und sonderbare Möbelstücke helfen können, Materialien, Formen, Prozesse und Traditionen besser zu verstehen, zu entwickeln und zu verwenden.

“Misfits Revisited” startete auf der Vienna Design Week 2012 mit einer Reihe von “Pimp my Thonet Waste”-Workshops.

Die Idee war recht simpel, Thonet brachte eine Ladung Produktionsabfälle aus Frankenberg nach Wien und die Design-Week-Besucher schufen daraus neue Möbelstücke – und das mit ein paar wirklich tollen Ergebnissen.

Aber in dem Workshop ging es natürlich um mehr als nur fehlerhafte Thonet-Teile zusammenzukleben. Es ging ums Experimentieren mit Formen und Funktionen; um die Entscheidung, wie man eine bestimmte Funktion verwirklicht; wie man einer Herausforderung gegenübersteht und eine Lösung findet; wie man eine Ikone entmystifiziert; wie man Spaß am kreativen Prozess hat.

Und wenn wir richtig zwischen den Zeilen gelesen haben, wird der Workshop bald irgendwo anders wiederholt werden…

Die Workshops in Wien waren jedenfalls nur der Anfang von einer als langen und facettenreichen Zusammenarbeit zwischen breadedEscalope und Thonet geplanten Idee. Wir halten euch über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

 



Marcel Breuer – Design und Architektur. Interview mit Kurator Mathias Remmele

Saturday, August 25th, 2012

Das Bauhaus Dessau zeigt noch bis zum 31. Oktober 2012 die Ausstellung Marcel Breuer – Design und Architektur des Vitra Design Museums Weil am Rhein. Kuratiert wurde die Ausstellung, die einen breitgefächerten Blick auf Breuers Möbel- und Architekturerbe wirft, vom Journalisten/Kuratoren/Dozenten Mathias Remmele.

Bei der Ausstellungseröffnung haben wir uns mit Mathias Remmele auf einen kurzen Plausch über Marcel Breuer, seine Arbeit und seinen Einfluss getroffen.

(smow)blog: In der Ausstellung wird klar, dass Marcel Breuer zunächst mit Holz gearbeitet hat und erst später auf gebogenen Stahl umgestiegen ist. Woher dieser Wandel? Ist denn bekannt, was seine Motivation dafür war?

Mathias Remmele: Man kann es zwar nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, aber von Breuer selbst stammt die Geschichte, dass er eines Tages Rad fuhr, auf seinen Lenker hinunterschaute und eine Art Heureka-Moment erlebte. Ich persönlich bin allerdings nicht davon überzeugt, dass das die ganze Geschichte ist. Es gibt auch die Vermutung, dass der Ursprung in der Junker Flugzeugfabrik zu finden ist, die auch hier in Dessau war, Verbindungen zum Bauhaus hatte und gebogenen Stahl und Eisen nutzte um beispielsweise Flugzeugsitze zu bauen. Aber wie gesagt, man weiß das nicht mit 100%iger Sicherheit.

(smow)blog: Aber eines ist sicher: Als er einmal angefangen hatte, war er nicht mehr aufzuhalten…

Mathias Remmele: In der Tat verbachte er die nächsten sechs Jahre intensiv mit dem Biegen von Stahl und entwarf mehr oder weniger alle Arten von Möbeln, die man aus diesen Material überhaupt machen kann; darunter zahlreiche Stühle, Hocker, Tische, Pulte und sogar ein Bett.

(smow)blog: War es denn so, dass Breuer mit seinen Ideen für neue Stücke auf Thonet zugegangen ist, oder hat der Hersteller ihn mit dem Entwurf bestimmter Objekte beauftragt? Woher kam der Antrieb neue Stücke zu schaffen?

Mathias Remmele: Auch das ist wieder nicht genau dokumentiert, wie so vieles über Breuer. Aber ich vermute, dass Breuer zu Anfang mit seinen Ideen auf Thonet zukam und Thonet ab einem gewissen Zeitpunkt damit anfing zu schauen, was für Objekte für die Firma interessant sein könnten.

(smow)blog: Walter Gropius ist ja eine konstante Größe in Marcel Breuers Biografie. Wie war denn ihre Beziehung zueinander? War es eher eine Vater-Sohn- oder eher eine Lehrer-Schüler-Beziehung?

Mathias Remmele: Ich würde sagen, es war eher wie eine Vater-Sohn-Beziehung; jedenfalls pflegten sie eine lebenslange Freundschaft. Walter Gropius erkannte Breuers Talent schon sehr früh in Weimar, ermutigte ihn und unterstützte seine Arbeit bevor er ihn zum Jungmeister und Leiter der Möbelwerkstatt in Dessau beförderte. Doch auch nach der Zeit am Bauhaus hielten sie engen Kontakt und Walter Gropius versuchte immer, ihn durch seine Kontakte und seinen Einfluss zu unterstützen.

(smow)blog: Walter Gropius war ja nicht der einzige wichtige Einfluss auf Breuers Arbeit, sondern auch de Stijl. Wo und wie kam Marcel Breuer denn zum ersten Mal mit der Arbeit und den Akteuren von de Stijl in Kontakt?

Mathias Remmele: Mitglieder der de Stijl-Bewegung stellten Anfang der 1920er Jahre den Kontakt zum Bauhaus her. Sie hielten dann in Weimar einen Vortrag, bei dem die Bauhäusler, darunter auch Breuer, und die Mitglieder von de Stijl sich und ihre Arbeiten kennenlernten. Das hatte großen Einfluss auf Marcel Breuer, wie man an einigen seiner früheren Holzarbeiten sehen kann.

(smow)blog: Kann man Marcel Breuer wirklich als Bauhäusler betrachten oder ist er eher jemand, der zwar mit der Schule in Verbindung gebracht wird, aber die ideologische, philosophische Seite der ganzen Sache nie so ganz absorbiert hat?

Mathias Remmele: Ich denke, man kann ihn ohne Frage als Bauhäusler ansehen. Die Schule hat ihn stark beeinflusst und ist eng mit einigen sehr positiven Phasen seines Lebens verbunden. Und nach dem Bauhaus blieb er nicht nur mit Gropius in Kontakt, sondern auch noch mit anderen Leuten wie Paul Klee, den er sowohl als Maler als auch als Mensch sehr bewunderte. Für mich ist Marcel Breuer einfach der wichtigste und interessanteste Bauhausschüler!

marcel breuer lattenstuhl 1924

Der stark von de Stijl beeinflusste Lattenstuhl von Marcel Breuer (1924) bei "Marcel Breuer – Design und Architektur", Bauhaus Dessau

marcel breuer steel tube chairs

Eine Auswahl der Stahlrohrstühle von Marcel Breuer bei "Marcel Breuer – Design und Architektur", Bauhaus Dessau



Bauhaus Dessau: Marcel Breuer – Design und Architektur

Wednesday, June 6th, 2012

So wie Gerrit Rietvelds Karriere in der öffentlichen Wahrnehmung fälschlicherweise oft auf den Rood-blauwe stoel reduziert wird, so macht man es sich auch zu einfach, wenn man meint, Marcel Breuer habe seine Zeit mit nichts als dem Entwerfen von gebogenen Stahlrohrstühlen und -tischen verbracht.

Zugegebenermaßen schlägt einem der allwissende Google-Algorithmus neben der Marcel Breuer Schule auch gerade einmal  “Marcel Breuer Stuhl” und “Marcel Breuer Biografie” vor. Dass die öffentliche Wahrnehmung von Marcel Breuer so einseitig scheint, ist aber besonders insofern überraschend, als die Breuer Biografie noch eine der bekannteren Bauhaus-Biografien ist. Er ist wohl einer der wenigen Bauhäusler, über den bei einer Fernsehquizshow eine Frage gestellt werden würde.

Die Ausstellung “Marcel Breuer – Design und Architektur”, die zurzeit am Bauhaus Dessau gezeigt wird, führt den Besucher in die weniger bekannten Bereiche der Breuer’schen Arbeit ein und präsentiert auch das ein oder andere kaum bekannte Objekt aus Breuers Oeuvre. Vor allem macht die Ausstellung aber deutlich, dass so wichtig die Stahlrohrarbeiten auch für das europäische Design im 20. Jahrhundert gewesen sein mögen, sie für Breuer selbst nur eine frühe und kurze Phase seines kreativen Schaffens ausmachen.

 

Marcel Breuer design and architecture Bauhaus dessau wassily club chair B3
Der B3  Clubstuhl (Wassily Sessel) von Marcel Breuer @ Bauhaus Dessau

Der Ausstellungstitel verspricht nichts, was er nicht halten kann und so werden in der Ausstellung zum einen Breuers Wirken im Design und zum anderen sein architektonisches Schaffen betrachtet.

Der Designteil ist in der Ausstellung chronologisch angeordnet und beginnt daher mit Breuers frühen Holzobjekten, einschließlich des eindeutig vom de Stijl beeinflussten – und dementsprechend farbigen – Lattenstuhl sowie einer gewaltigen, fast steampunkartigen Frisierkommode mit Stuhl, die er 1923 für das Haus am Horn in Weimar entworfen hat.

Mitte der 1920er Jahre begann Marcel Breuer dann seine bahnbrechenden Experimente mit Stahlrohr. Natürlich ist dieses Genre umfassend in der Ausstellung vertreten – sei es in Form des “Wassily” B3 Clubstuhls in all seinen Variationen, Breuers zahlreichen und verschiedenen Kooperationen mit Thonet oder seine Freischwinger-Stuhldesigns.

Was besonders interessant in der Ausstellung zu beobachten ist, ist die Spannweite, die in manchen von Breuers Entwürfen steckt. Sein B 35 Stuhl für Thonet zum Beispiel wird als verschweißte und verschraubte Version gezeigt; die eine offensichtlich für das Versenden in flachen Paketen und als modulare Möbelserie gedacht, die andere ästhetisch ansprechender.

Das Stahlrohr stellt zwar ohne Zweifel die bekannteste und wichtigste Epoche für Breuer dar, wir finden den Sperrholzbereich allerdings viel interessanter. Auf der einen Seite weil Sperrholz ein Material ist zu dessen Gebrauch Breuer mehr oder weniger gezwungen wurde – das Unternehmen Isokon war wenig an Stahlrohrmöbeln interessiert und wollte stattdessen das kommerziell relevantere Holz – und auf der anderen Seite weil es ein Material ist, mit dem er einige wirklich schöne Möbel geschaffen hat, die mit ihrer organischen Formensprache jedoch in deutlichem Kontrast zu dem stehen, was man normalerweise mit Marcel Breuer assoziiert. Zugegebenermaßen hat man begrenzte Möglichkeiten mit gebogenem Sperrholz, aber was Breuer damit geschaffen hat, ist ein wirklich wunderbarer Anblick.

Dieser Teil seines Schaffens ist aber auch so bemerkenswert, weil er zeigt, dass Breuer ein Verständnis von der kommerziellen Möbelindustrie hatte, von dem sich einige seiner Zeitgenossen eine Scheibe hätten abschneiden können. Sein Stapelstuhl aus dem Jahr 1936 ist ein wunderbares Beispiel dafür.

 

Marcel Breuer design and architecture Bauhaus dessau Isokon moulded plywood chair
Beispiele für Marcel Breuers gebogene Sperrholzarbeiten für Isokon. Im Vordergrund der Stapelstuhl

Im Gegensatz zum chronologischen Designteil gliedert sich der Architekturteil thematisch und zwar in die Bereiche “Räume”, “Häuser” und was die Kuratoren als “Volumen” bezeichnen, also gigantische, fast brutalistische Konstruktionen, die ihre Existenzberechtigung allein dadurch zu behaupten scheinen, dass sie so präsent sind.

Jeder der Bereiche wird durch Modelle, Fotos und Zeichnungen repräsentativer Gebäude erklärt, wobei die interessanteste Darstellung für uns die des BAMBOS Projektes ist.

Wie eintausend japanische Touristen täglich bestätigen können, gehören die Meisterhäuser – eine Reihe Villen, extra gebaut für die Bauhausmeister – zu den wichtigsten Aspekten vom Bauhaus Dessau. Der Bau der Meisterhäuser trug allerdings damals sehr zur Verärgerung der “jungen Meister”, wie Breuer, Josef Albers oder Herbert Bayer, bei. Sie empfanden es als “unsozial”, dass die Meister strahlend neue Villen erhielten, und sie selber (die schließlich den Löwenanteil des Unterrichts übernahmen) nichts vergleichbares bekamen.

In einem Akt, der im krassen Kontrast zu den gutgelaunten, feierwütigen Bauhäuslern steht, wie sie derzeit in der Barbican Art Gallery dargestellt werden, rebellierten die jungen Meister gegen diese vermeintliche Ungerechtigkeit und schlugen eine eigene Serie experimenteller, vorgefertigter Häuser vor, die umgangssprachlich BAMBOS nach ihren Urhebern Breuer, Albers, Meyer, Bayer, Meyer-Ottens und Schmidt genannt werden.

Anfänglich wurde das Vorhaben abgelehnt, aber als Breuer damit drohte Dessau zu verlassen, stimmte Walter Gropius dem Projekt schließlich zu. Allerdings wurde das Projekt letztlich niemals realisiert und große Teile der originalen Dokumentation sind seit langem verschwunden. Folglich beschränkt sich die Präsentation von BAMBOS auf einen kurzen Text und ein Modell des BAMBOS Hauses Typ 1.

Der Einbezug von BAMBOS ist insofern wichtig, als er bestätigt, dass das Bauhaus nicht mit Lichtgeschwindigkeit einem gemeinsamen Ziel entgegen raste und dabei niemals von der Spur der gemeinsamen Ideologie abkam, sondern dass auch das Bauhaus in erster Linie ein Sammelbecken für Individuen mit eigenen Meinungen, die verteidigt werden wollten, war. Auch wenn das den ein oder anderen auch mal aus der Bahn warf.

Auf ähnliche Weise würde die Ausstellung von ein wenig mehr Informationen über die Verärgerung profitieren, die hervorgerufen wurde, als Breuer seine Stahlrohrmöbel über sein eigenes Label “Standard-Möbel” verkaufte, ohne das Bauhaus darüber zu informieren. Oder über einen der vielen anderen Momente, als sich Breuer und das Bauhaus überwarfen. Trotz des Erfolges für alle Parteien war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Unabhängig von dieser, in unseren Augen, Auslassung präsentiert “Marcel Breuer – Design und Architektur” einen wunderbaren, sehr zugänglichen Überblick über einen Mann, sein Vermächtnis und seinen Platz in der Design- und Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Geht man durch die Ausstellung, bekommt man ein gutes Gefühl für die Entwicklungen in Breuers Karriere.

Aber noch wichtiger ist, ähnlich wie bei “Gerrit Rietveld – Die Revolution des Raums“, dass man versteht, dass die öffentliche Person nur die Schale für einen komplexen und kreativen Charakter ist. Wenn man so will, eine Einladung mehr zu entdecken.

Marcel Breuer – Design und Architektur ist die perfekte Gelegenheit genau das zu tun und kann noch bis zum 31. Oktober 2012 im Bauhaus Dessau besucht werden.

Marcel Breuer design and architecture Bauhaus dessau BAMBOS House Type 1
Ein Modell für das “BAMBOS Haus Typ 1″
Marcel Breuer design and architecture Bauhaus dessau
Bauhaus Dessau: Marcel Breuer – Design und Architektur
Marcel Breuer design and architecture Bauhaus dessau aula
Die Aula im Bauhaus Dessau, ausgestattet mit Stühlen designt von Marcel Breuer


Depot Basel Nr. 5: Sitzgelegenheiten

Monday, April 2nd, 2012

So wie niemand eine Reunion der Stone Roses für möglich gehalten hat, glauben wahrscheinlich auch die wenigsten daran, dass wir es je auf eine Show von Depot Basel schaffen. Bis jetzt haben die Shows auch immer unvermeidlich zu Zeiten stattgefunden, wo wir schon anderweitig beschäftigt waren. Und auch dieses Jahr war es zur Eröffnung von Depot Basel Nr. 5 am 23. März nicht anders. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir es noch schaffen werden, denn die Show läuft noch bis zum 5. Mai, also länger als gewöhnlich, aber es wird ja auch mehr gezeigt als sonst.

Die Hauptausstellung befasst sich mit Sitzgelegenheiten, insbesondere mit Enzo Maris D.I.Y. Stuhl, der durch sein 1974 erschienenes Buch Autoprogettazione bekannt geworden ist. Für Depot Basel Nr. 5 haben die Schweizer Designer Christian Horisberger und Sibylle Stoeckli nun zeitgenössische Interpretationen des Autoprogettazione-Klassikers kreiert. Dabei wurden aber trotzdem die Vorgaben Enzo Maris von 1974 befolgt. Die Besucher können die Ergebnisse ihrer Experimente nicht nur anschauen, sondern auch Kopien der Pläne der Designer mitnehmen und die Arbeiten zuhause selbst nachbauen.

Letzten Sommer haben wir Enzo Mari in Berlin getroffen und die Gelegenheit gleich dazu genutzt, ihn zu fragen, ob er in Anbetracht von Projekten wie Autoprogettazione ein Befürworter des Open Designs ist. Lustigerweise ist er das nicht. Vielleicht kann ihn das Depot Basel Projekt ja noch überzeugen. Wir hoffen jedenfalls, dass er mal vorbei kommt.

Enzo Mari Autoprogettazione Chair

Enzo Maris Autoprogettazione Stuhl von 1974

Abgesehen von Sitzgelegenheiten zeigt Depot Basel Nr. 5 auch die Ergebnisse der letzten drei Jahre des Take a Seat-Projekts vom Züricher Designstudio Aekae. Mit der Umgestaltung des Cafés Z am Park beauftragt, initiierte Aekae auch eine Art Design-Wettbewerb-Verkaufs-Galerie-Ding: Ungefähr alle sechs Monate werden fünf Designern vier Kopien beispielsweise des originalen Schweizer Bistrostuhls 1-380 von Horgenglarus, zugeschickt, damit sie ihn auf ihre ganz eigene Weise neu interpretieren und umgestalten können. Die überarbeiteten Stühle werden dann drei Monate lang im Café verwendet bevor sie versteigert werden.

Eine wunderbare Idee, die nicht nur ein völlig neues Subgenre der Galerie schafft, sondern auch eine interessante und innovative Art darstellt, zwischen dem Café und seinen Gästen einen Diskurs herzustellen.

take a seta studio zmik Sandra Kennel

Studio ZMIKs Beitrag zu Take a Seat. Eine "ausgewachsene" Barversion des Horgenglarus 1-380 (Foto: Sandra Kennel)

Für uns ist das Faszinierende an Depot Basel Nr. 5, dass es dem Besucher die Möglichkeit gibt, den Stuhl zu hinterfragen. Bei der Eröffnung von “Stühle ohne Beine” Bauhaus Archive Berlin sprach Annemarie Jaeggi leidenschaftlich über die soziale und kulturelle Bedeutung des Stuhls und darüber, dass kein Konsumartikel unsere heutige Gesellschaft besser reflektiert als der Stuhl. Ist das noch immer der Fall? Oder war das nur früher so?

Stühle bieten für Designer auf jeden Fall die perfekte Plattform zum Experimentieren, da – zumindest in unserer westlichen Welt – ja jeder Stühle benutzt. Stühle sind als solche also ein kulturelles Medium, das wir alle verstehen können, und die wahrscheinlich der einzige Konsumartikel sind, der in jedem von uns irgendeine Reaktion hervorruft. Nicht jeder von uns versteht das neueste Smartphone, das neueste Auto oder die neueste Digitalkamera, aber wir alle verstehen den Stuhl. Doch kaufen wir Stühle deshalb, weil das Material oder die Formensprache bestimmte Aspekte unseres Lebens anspricht? Oder konsumieren wir nur wegen der Werbung?

Jedes Jahr fragt irgendjemand in einem prä-Mailand-Bericht, ob man wirklich so viele neue Stühle braucht. Vielleicht ist es ja an der Zeit, mehr Verbraucher zu fragen, was sie eigentlich von ihren Stühlen erwarten. Was natürlich genau das ist, was Enzo Mari schon in den frühen 1970er Jahren vorhatte: Er benutzte den Stuhl als Symbol für seine persönliche Unzufriedenheit mit dem Zustand der Möbelbranche und forderte uns alle über den Stuhl dazu heraus, mehr Initiative zu ergreifen und Verantwortung für unser Konsumverhalten zu übernehmen. Allerdings hat er diesen guten Ansatz irgendwie zerstört als er die Lizenz an Artek verkauft hat. Aber auch ein Enzo Mari muss ja essen und Rechnungen bezahlen…

Wie gesagt haben wir es leider noch nicht zu Depot Basel Nr. 5 geschafft, aber wir werden uns das auf jeden Fall noch ansehen und jede Menge Bilder und Eindrücke mitbringen. Doch auch wenn wir es selbst noch nicht gesehen haben, glauben wir, dass sich ein Abstecher zu Depot Basel Nr. 5 für diejenigen, die in den nächsten paar Wochen in Basel sind, auf jeden Fall lohnt.

Depot Basel Nr. 5 läuf noch bis zum 6. Mai 2012 in der Schwarzwaldallee 305 in Basel.



MAKK Fortsetzung: Thonet, Ron Arad, Satyendra Pakhalé

Wednesday, January 18th, 2012

Neben der Ausstellung “Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel” präsentiert das Museum für Angewandte Kunst Köln seine neuesten Errungenschaften: 10 frühe Stühle von Michael Thonet und ein seltenes Stück von Jacob und Josef Kohn, außerdem 2 monumentale, modern-abstrakte Metallmöbel: “2 R Not” von Ron Arad und den “Bell Metal Horse Chair” von Satyendra Pakhalé.

Die Thonet Stühle werden zurzeit in einer besonderen Vitrine ausgestellt, die die Entwicklung des Werkes von Michael Thonet wunderbar porträtiert.

Und wie um den Begründer der industriellen Möbelproduktion zu verspotten, haben die Kuratoren 2 R Not und den Bell Metal Horse Chair wie zwei mechanische, futuristische Türsteher direkt vor der Thonet Ausstellung aufgestellt.

Michael Thonet und Ron Arad. Die Gegenüberstellung des Jahres.

Museum für Angewandte Kunst Köln Thonet Ron Arad

Michael Thonet. Ein Mann mit einer Vision, die er nie aufgab...

 

Museum für Angewandte Kunst Köln Thonet Ron Arad

Michael Thonet und sein "Boppard Stuhl"

Museum für Angewandte Kunst Köln Thonet Ron Arad

Michael Thonet vs. Ron Arad



(smow)intern: Designmöbelkatalog 2011

Wednesday, July 6th, 2011

Technikverweigerer! Das wird (smow) ja normalerweise nicht nachgesagt. Soweit uns bekannt ist, hat noch kein (smow)Mitarbeiter einen iPad zertrümmert oder einen W-LAN Zugang gekappt um gegen die schleichende und zwanghafte Ausbreitung von Technologien in alle Lebensbereiche zu protestieren. Aber: In den ersten Wochen des Sommers waren alle im (smow)Hauptquartier mit der Vorbereitung und Herstellung des allerersten (smow)Katalogs beschäftigt. Ein realer gedruckter Katalog! Auf Papier! Mit Tinte!

Technikverweigerer? Au contraire, nos amis! Die Herstellung eines solchen analogen Katalogs ist technisch eine größere Herausforderung als dieses idiotensichere HTML zu programmieren. Und trotzdem ist es uns am Ende gelungen ein tolles Heft fertigzustellen. Gut gemacht, Katalogteam!

Neben einer Auswahl von (smow)Produkten enthält der Designmöbelkatalog 2011 auch biografische Informationen zu wichtigen Designern und natürlich wunderbare extra für den Katalog in Auftrag gegebene Fotos von Produkten von USM Haller, Vitra, Moormann, Richard Lampert et al.

So ein gedruckter Katalog ist im Prinzip nichts anderes als damals die Mechanisierung in den Textilfabriken, die den unterdrückten Massen erstmals den goldenen Geschmack von Freizeit kosten ließ. Mit dem Katalog bekommen wir ein Stück Technikfreiheit zurück. Computer ausschalten, Katalog in Ruhe durchblättern, Computer wieder anmachen, bestellen.

Ein Exemplar des Kataloges kann man über das Kontaktformular auf smow.de oder unter service@smow.de anfordern.

Auf facebook.com/smowcom haben wir außerdem die Fotogalerie zum Katlaogentstehungsprozess veröffentlicht.

smow Designer Furniture Catalogue 2011

(smow) Designmöbelkatalog 2011