Archive for the ‘Lampert’ Category

IMM Cologne 2012: Richard Lampert Living Outdoor

Thursday, February 9th, 2012

Nach der “Kids Only” Kollektion im letzten Jahr, ist Richard Lampert in Köln 2012 mit einer Outdoormöbel-Kollektion zurück. Und genau wie “Kids Only” nicht nur für Kids interessant war, eignet sich “Living Outdoor” auch für “Living Indoor”. Das ist eine gute Sache, wenn man nördlich von Alicante lebt und nie sicher sein kann, wie der Sommer wird.

Mit vier neuen Produkten von drei aus dem Lampertschen Produktsortiment bekannten jungen Designtalenten, kann die Kollektion als Ergänzung der bekannten Lampert Garten- und Balkonmöbelserie, bestehend zum Beispiel aus dem Tisch- und Bank-Set Ludwig, dem Beistelltisch Flip oder der outdoor Version von Herbert Hirches bekanntem Lounge Chair, verstanden werden.

Nach seinem Pit Stop Sitzsack für die “Kids Only” Kollektion im letzten Jahr, hat  Bertjan Pot, Absolvent der Eindhoven Design Academy, Tie-Break, einen Stuhl aus Tennisnetz entwickelt. Das ist ein zugegebenermaßen unkonventionelles Material, aber es ist bewusst gewählt, denn es erlaubt dank seiner Widerstandsfähigkeit den Stuhl bei jedem Wetter im Freien stehen zu lassen ohne große Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen.

Nun kennt ihr uns und wisst, dass wir nicht gleich allen Möbel verfallen sind, nur weil sie aus Alltagsgegnständen hergestellt sind. Bei Tie-break dient das Tennisnetz jedoch als grundlegendes und ausschlaggebendes Kriterium für die Funktion des Möbels und re-interpretiert nicht einfach nur, wie man ein Tennisnetz verwenden könnte. Das ist ein wichtiger Unterschied – und ein wundervolles Beispiel dafür, wie ein Designer denken sollte, wenn er das Material für ein Projekt auswählt. Es ist nicht immer nur “Form folgt Funktion”…

Der aus Köln stammende Eric Degenhardt hat als Langzeitmitglied im Richard Lampert Team nun den Klapptisch Hook entwickelt. Das ist ein bezaubernder Balkontisch, der sich zu einer Art flachen Bratpfanne zusammenklappen lässt und an einer einfachen Schraube aufgehangen werden kann.

Ein anderer Langzeit-Lampert-Mitarbeiter, Alexander Seifried, hat gleich zwei Produkte für die ”Living Outdoor” Kollektion entworfen: ein Outdoormöbel zwischen Sonnenliege und Kanapé namens Dish’s Island und – unser Highlight der Kollektion – der Klappstuhl MASH. Als wir MASH zum ersten Mal sahen, dachten wir sofort an den Linienrichter im Tennis aus längst vergessenen Zeiten. Damals als Tennisschläger noch mit Schweinedarm bespannt waren…

Aber die wahre Geschichte hinter dem Stuhl kam in unserem Gespräch mit Richard Lampert höchstpersönlich ans Licht…

(smow)blog: Gartenmöbel. Wir nehmen an, das bedeutet, die Dinge laufen für Sie so gut, dass Sie sich zukünftig etwas zurücklehnen wollen und den ganzen Sommer entspannt im Garten verbringen wollen?

Richard Lampert: Ganz genau! Und ich erwarte wie jedes Jahr bald Sonnenschein – den Frühling.

(smow)blog: Optimistisch. Aber das gönnen wir Ihnen. Für die “Living Outdoor” Kollektion haben Sie einige bekannte Gesichter ins Boot geholt…

Richard Lampert: Ja. Wir haben Alexander Seifried, der zwei Stücke entwickelt hat – eine Sonnenliege und einen Klappstuhl, der so etwas wie eine Neuauflage eines Armee-Klappstuhls ist, den wir unter einem Haufen Gerümpel gefunden und überarbeitet haben. Wir haben ihn MASH nach dem Film und der TV Serie genannt.

(smow) blog: Sie haben Ihn also beim Kellerputz gefunden und gedacht….?

Richard Lampert: …fantastisches Stück, wunderbarer Stuhl, wir müssen etwas daraus machen!

Daneben haben wir von Bertjam Pot einen Stuhl, der aus Tennisnetz in Verbindung mit dem Material von Autogurten hergestellt ist. Und wir arbeiten immer noch mit einem, jungen Schweizer Architekten an einem neuen Tisch mit passenden Stühlen. Wir haben es nicht geschafft, das Projekt bis Köln fertigzustellen, werden es aber in Mailand vorstellen.

(smow)blog: Und wie streng waren die Anweisungen in diesem Jahr? Haben Sie zum Beispiel zu Bertjam gesagt, dass Sie den und den Stuhl wollen?

Richard Lampert: Nein, dieses Mal war alles sehr frei. Wir sagten, wir wollen “Gartenmöbel” und naturgegebenermaßen eröffnet das nicht so viele Möglichkeiten wie etwa “Kindermöbel”. Man kann einen Tisch, eine Bank, einen Sonnenschirm, einen Stuhl, eine Liege machen…. aber viel mehr ist da nicht.

(smow)blog: Das zweite Jahr in Folge stellt Lampert nun die neue Kollektion in Köln und nicht wie die meisten Hersteller in Mailand vor. Warum?

Richard Lampert: Hier haben wir 100 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung, in Mailand nur 50. In Mailand haben wir also nicht den Platz, um so eine Präsentation wie hier auf die Beine zu stellen. Und dann ist es einfach so, dass Deutschland unser wichtigster Markt ist, hier machen wir den größten Umsatz. Für mich ist es also nur logisch unsere Kollektionspräsentation auch hier, in Köln, zu veranstalten.



(smow)Designtour 2012: Es ist Zeit, die Reisesocken hervorzuholen…

Thursday, January 5th, 2012

Der schottische Liedermacher Malcom Middleton nahm mit seinem Album “Waxing Gibbous” von 2009 den Song “Red Travellin’ Socks” auf. Das ist eine muntere, für uns jedoch etwas zu plakative, Hass-Liebe-getränkte Ode an seine roten Reisesocken.

Diese Hass-Liebe sieht folgendermaßen aus: Wenn Middleton seine Socken trägt, fühlt er sich an die Freiheit der Straße erinnert, die ihn seine urinstinktiven Bedürfnisse erfüllen lässt – bis zu dem Zeitpunkt, wo der romantische Mythos des endlosen Highways auf dem heißen Asphalt zerrinnt und er sich wieder nach Hause sehnt. Die roten Socken symbolisieren seinen Frust und seine Hoffnungslosigkeit, die aus diesem Kreislauf zwischen Fern- und Heimweh resultieren.

“Bringt mich nach Hause, rote Wandersocken”, fordert er zuletzt, “Ich habe kein Geld mehr und diese Lieder satt….”.

Und dann, nach einer Weile, kommt es unweigerlich dazu, dass ihn seine roten Reisesocken, wie sie so vorwurfsvoll im gepflegten Kleiderschrankambiente liegen, daran erinnern, was er vermisst…

Malcolms rote Reisesocken entsprechen unserer Vitra Panton Chair Miniatur.

Aus keinem wirklich ersichtlichen Grund begleitet uns der kleine Kunststoff-Freischwinger seit ein paar Jahr auf unserem Weg durch das designaffine Europa. Natürlich fehlte er auch auf unserer umstrittenen  Tour zum Thema Verner Pantons Kopenhagen nicht. Und selbstverständlich wird er auch Teil unseres bevorstehenden Arne Jacobsen Porträts sein.

Aber warum ist die Panton Chair Miniatur nun so etwas wie unsere roten Socken?

So sehr wir das Fotografieren auch genießen, irgendwann kommt einfach ein Punkt auf unseren Reisen, wo der kleine Panton Chair wie eine bleierne Metapher in unserem Rucksack liegt und uns unseren routinierten Alltag vermissen lässt. Und ehe wir uns versehen, steht er schon wieder im Regal…

Unser treuer Reisegefährte vor Arne Jacobsens ehemaligem Haus in Kopenhagen

Während wir auf dem Rückweg von Neue Räume Zürich 2011 zugegebenermaßen noch überlegt haben, unseren kleinen Panton Chair aus dem Zug zu werfen, unterziehen wir ihn nun doch wieder voller Vorfreude auf den Designfrühling 2012 einer Hochglanzpolitur.

Denn es wird einiges zu sehen geben:

Am 13. Januar werden wir in Köln bei der Ausstellungseröffnung von “From Aalto to Zumthor – Architect Furniture” im MAKK sein. Dabei schauen wir uns natürlich gleich die IMM Cologne 2012 inklusive Rahmenprogramm an.
Zu den potentiellen Highlights der Messe gehören die neue Outdoor-Kollektion von Richard Lampert, die Ausstellung “Made in Sishane” und wie sich die Universitäten auf den Satellitenveranstaltungen in der Stadt machen.

Anfang Februar sind wir dann bei der Eröffnung der neuen Ronan und Erwan Bouroullec Ausstellung “Album” im Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Das haben wir in Bordeaux verpasst und freuen uns sehr darauf das endlich nachzuholen; … und natürlich darauf herauszufinden, wie ihre Yacht ankommt!

Ab 6. Februar sind wir in Stockholm beim alljährlichen Design Festival und der Möbelmesse dabei. Was auch ohne das Nennen von Details ganz klar schon als Highlight durchgeht.

Angesichts der Tatsache, dass unser (smow)Boss wohl auch erwarten wird, dass am Ende unserer Reisen so etwas wie “Arbeit” steht, werden wir uns die Ausstellung “The Evolution of Object” von Katrin Greiling ansehen, werden die “New tile designs” von Claesson Koivisto Rune für Marrakech Design verfolgen und generell die aktuelle Lage der Designermöbelindustrie in Skandinavien begutachten.

Berichte, Fotos und Rückblicke werden wie gewohnt hier und auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht.

stockholm february 2011

Stockholm. Februar, 2011

 



(smow)intern: Designmöbelkatalog 2011

Wednesday, July 6th, 2011

Technikverweigerer! Das wird (smow) ja normalerweise nicht nachgesagt. Soweit uns bekannt ist, hat noch kein (smow)Mitarbeiter einen iPad zertrümmert oder einen W-LAN Zugang gekappt um gegen die schleichende und zwanghafte Ausbreitung von Technologien in alle Lebensbereiche zu protestieren. Aber: In den ersten Wochen des Sommers waren alle im (smow)Hauptquartier mit der Vorbereitung und Herstellung des allerersten (smow)Katalogs beschäftigt. Ein realer gedruckter Katalog! Auf Papier! Mit Tinte!

Technikverweigerer? Au contraire, nos amis! Die Herstellung eines solchen analogen Katalogs ist technisch eine größere Herausforderung als dieses idiotensichere HTML zu programmieren. Und trotzdem ist es uns am Ende gelungen ein tolles Heft fertigzustellen. Gut gemacht, Katalogteam!

Neben einer Auswahl von (smow)Produkten enthält der Designmöbelkatalog 2011 auch biografische Informationen zu wichtigen Designern und natürlich wunderbare extra für den Katalog in Auftrag gegebene Fotos von Produkten von USM Haller, Vitra, Moormann, Richard Lampert et al.

So ein gedruckter Katalog ist im Prinzip nichts anderes als damals die Mechanisierung in den Textilfabriken, die den unterdrückten Massen erstmals den goldenen Geschmack von Freizeit kosten ließ. Mit dem Katalog bekommen wir ein Stück Technikfreiheit zurück. Computer ausschalten, Katalog in Ruhe durchblättern, Computer wieder anmachen, bestellen.

Ein Exemplar des Kataloges kann man über das Kontaktformular auf smow.de oder unter service@smow.de anfordern.

Auf facebook.com/smowcom haben wir außerdem die Fotogalerie zum Katlaogentstehungsprozess veröffentlicht.

smow Designer Furniture Catalogue 2011

(smow) Designmöbelkatalog 2011



Möbelmesse Mailand 2011: Richard Lampert

Wednesday, April 27th, 2011
Stack by Patrick Frey under

Experten begutachten Stak von Patrick Frey

Neben der Kids Only Kollektion hat Richard Lampert in Mailand zwei neue Produkte vorgestellt: Stijl von Alexander Seifried und Stak von Patrick Frey.

So wie die Entwicklung einer Kinderkollektion ein lang gehegter Wunsch von Richard Lampert war, wollte er auch die Rehabilitierung der viel verschmähten Küchen-Eck-Bank, die früher in jeder Berghütte zu finden war, vorantreiben.

Wir kennen Leute, die meinen, eine Rehabilitierung der genialen Küchenecke sei unnötig. Aber warum sollte man sich Küchenstühle in den Weg stellen, wenn sie doch schön Teil des Tischarrangements sein könnten? Warum?

Stijl ist bewusst zurückhaltend gestaltet und technisch gesehen gar kein Eckbankensemble. Es ist eher eine Tisch-Bank-Kombination, die entweder als “normale/r” Bank/Tisch in Standardmaßen geliefert werden kann oder aber in den Wunschmaßen des Kunden.

Die Konstruktion aus massiver Fichte gehört rein optisch einfach in eine Küche. Und darum geht es ja auch.

Ebenso bewusst unkompliziert ist Stak von Patrick Frey.

Das modulare Aufbewahrungssystem aus Stahl und Holz ist unendlich erweiterbar. Stak gibt es in einer Tiefe, zwei Höhen und zwei Breiten. Die individuellen Einheiten greifen einfach ineinander sodass zum Aufbau kein Werkzeug benötigt wird.

Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Unserer Meinung nach sind die Produkte eine logische Ergänzung der Richard Lampert Kollektion, der es bisher – abgesehen von den Egon Eiermann Regalen – immer an Aufbewahrungs- und Regalsystemen fehlte.

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Stijl von Alexander Seifried für Richard Lampert, hier zusammen mit dem Prater Chair von Marco Dessi

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Stak von Patrick Frey für Richard Lampert



IMM Cologne 2011: Richard Lampert – Kids Only

Friday, January 28th, 2011
Eric Degenhardt presents his new Tur-Tur. In the foreground the new kids In-Out lounger

Eric Degenhardt präsentiert den Tur-Tur. Im Vordergrund der neue In-Out Sessel für Kinder

Richard Lampert ist natürlich kein Newcomer in der Welt der Designer-Kindermöbel. Produkte wie der Eiermann Kindertisch – eine verkleinerte, kinderfreundliche Version des Egon Eiermann Tischgestells – oder der Kinderdrehstuhl Turtle von Peter Horn entwickelten sich über die Zeit zu echten Familienlieblingen.

Da es aber scheinbar kaum qualitativ hochwertige Designermöbel für Kinder auf dem Markt gibt, entschied sich Richard Lampert mit Hilfe von jungen internationalen Designtalenten eine eigene Kinderkollektion ins Leben zu rufen. Die Ergebnisse dieser fruchtbaren Zusammenarbeit stellte er nun in Form der Möbelserie “Kids Only” auf der IMM Cologne 2011 vor.

Dort gezeigt wurde “Tur-Tur” von Eric Degenhardt, das als Indoor-Baumhaus in gewisser Weise an die von den Brüdern Bouroullec 2000 entwickelte Installation Lit Clos erinnert. Ausschließlich für Kinder entwickelt, erweist sich “Tur-Tur” als kein schlechtes Spielzeug.

Nachdem sich 2010 ein fast endloser Strom aus “Hochstühlen” auf Designmessen und Studentenausstellungen über uns ergoss, begeistert uns Tur-Tur nun, im Gegensatz zu allen anderen gesehenen Möbeln für Erwachsene, die ihr inneres Kind wiederentdecken möchten, durch seine Ausrichtung auf real existierende Kinder.

Hoch über allen (erwachsenen) Dingen können sich Kinder ihre eigene Welt schaffen, und sich dabei einzigartig fühlen. Dieses “Das kann nur ich und niemand anderes”-Gefühl ist doch für Kinder unbestreitbar das befreiendste Gefühl überhaupt.

Außerdem kann man allerlei Sachen an und über die Stufen hängen, es gibt Stauraum im Rücken und man kann sogar darunter zelten.

Auch Degenhardts großartiger “In-Out” Sessel aus dem Jahr 2008 wurde auf Kindergröße geschrumpft. Natürlich haben wir den Sessel nicht ausprobiert, aber er sieht genauso gut aus wie die Erwachsenen-Version.

Das holländische Wunderkind Bertjan Pot hat derweil mit dem reifenförmigen Beanbag “Pit Stop” eine seiner (unserer Meinung nach) besten Arbeiten der letzten Jahre abgeliefert. Er ist vielleicht nicht sehr innovativ, aber dafür umso funktionlaer und praktischer.

Rocker by Doshi Levien - winner of a Best of Best, Interior innovation Award 2011 Best of

Rocker von Doshi Levien - Gewinner Best of Best, Interior Innovation Award 2011

Ein echter Hingucker der Kollektion ist aber Rocker vom Londoner Designstudio Doshi Levien.

Die Form erinnert entfernt an Walter Papsts Schaukelplastik, aber das Design von Rocker ist viel einfacher und interaktiver. Wir sind uns sicher, dass ein durchschnittliches Kind den Rocker nicht nur als Schaukelpferd benutzen wird, sondern eher als Instrument zum Entdecken und Austesten.

Erwachsene werden ihre Freude haben an der Mischung aus Holz und Kunststoff, die den Rocker aussehen lässt wie ein vergessener dänischer Designklassiker aus den 1970ern… und sicher in jedem Raum eine gute Figur abgibt. Soll heißen, die vorrübergehende Anwesenheit von Kindermöbeln im Haus muss nicht mit dem eigenen Stylingkonzept interferieren.

Alles in allem ist die Kids Only Kollektion von Richard Lampert eine ausgewogene und intelligente Zusammenstellung.

Und – was noch viel wichtiger ist – die Kollektion hat den Maßstab für Designerkindermöbel wieder etwas höher gesetzt.

Through the keyhole: Richard Lampert introduces his new Kids Only Collection

Blick durchs Schlüsselloch: Richard Lampert stellt seine neue Kids Only Kollektion vor

Richard Lampert and the Kids Only Collection designers

Richard Lampert und die Designer der Kids Only Kollektion

For us the highlight of the new Richard Lampert Kids Only collectionRocker by Doshi Levien, a

Unser Highlight der neuen Kids Only Kollektion von Richard Lampert: Rocker von Doshi Levien

Pit Stop by Bertjan Pot

Pit Stop von Bertjan Pot



Eiermann Schreibtisch: Warum hat ihn sich Benjamin verdient?

Friday, January 14th, 2011

Bereits im Oktober 2010 veranstaltete der Designer Blog pixelganster.de einen Wettbewerb mit einem Richard Lampert Egon Eiermann Schreibtisch als Hauptgewinn – natürlich gesponsort von (smow).

Die Teilnehmer wurden gebeten darzustellen, warum sie den Schreibtisch verdient hätten.

In seinem Gewinner-Video fragte Benjamin seine Freunde, warum er den Schreibtisch verdient hätte – wären deine Freunde so großzügig?

Unsere wahrscheinlich nicht.

Aber wir haben ja bereits einen Eiermann Schreibtisch!

Benjamin’s Gewinner-Video (deutsch mit englischen Untertiteln)



(smow)Blog Rückblick 2010: Januar, Februar, März

Friday, January 14th, 2011

Obwohl viele Kritiker meinen, dass ein Jahresrückblick lediglich ein einfacher und augenscheinlicher Weg ist Content zu generieren ist dieser für uns ein wichtiger Schritt in der Planung unserer Aktivitäten im kommenden Jahr – d.h. wo wir hingehen, mit wem wir sprechen werden, worauf wir sitzen werden und was viel wichtiger ist was wir dieses Jahr aufgeben oder anders machen werden.

Das einzig wirkliche Problem für uns dabei ist, dass wir erst mit der Aufarbeitung realisieren wieviel Material wir aufgrund der Fülle unbeachtet lassen müssen. Dadurch bekommen wir jedoch einen Eindruck davon, wieviel mehr Material wir im kommenden Jahr erwerben können.

Heck!

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Lesender Tisch von Uli Budde @ Designers Fair 2010 Köln

Das Jahr begann wie immer mit der IMM und Designers Fair in Köln. Abgesehen von der Möglichkeit einige Anti-Karneval-Scherze zu machen brachte uns der Ausflug einige tolle neue Produkte und Designer näher, so z.B.: Uli Budde, Christian Lessing, Martin Neuhaus, Alexander Gufler, maigrau, Tim Baute etc, etc, etc…

Ein weiteres Higlight war die Einführung von Herbert Hirche´s Interbau 57 Sessel durch Richard Lampert.

Negativ war der Mangel an Innovationen und wenn wir ehrlich sind die Qualität der Ausstellungen auf der IMM. Dafür, dass die IMM Deutschlands größte und wichtigste Möbelmesse ist, war sie einfach nicht gut genug.

Lassen wir uns überraschen was die IMM 2011 bringt.

Im Februar waren wir dann mit der Eröffnung des VitraHaus auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und einem Besuch beim MoormannHaus in Aschau im chiemgar auf einem wesentlich sichereren Grund unterwegs.

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Moormann Haus, Aschau im Chiemgau

Abgesehen von der Art und Weise wie das VirtraHaus majästatisch vor einem erscheint war für uns die Entscheidung Gegenstände, die nicht aus dem Hause Vitra stammen, in die Ausstellung zu integrieren die wahre Freude. Ganz im Geiste der Collage von Charles and Ray Eames zum Prinzip der Innnenarchitektur.

Wenn wir einen Wunsch für 2011 hätten, dann der, dass man das eine oder andere Werk eines jungen Designers in die Ausstellungsfläche im VitraHaus aufnimmt, anstatt ausschließlich auf etablierte Designer zu bauen.

Das VitraHaus ist groß genug, um jungen Talenten eine Chance zu geben.

Während das MoormannHaus nur in Bruchteilen so spektakulär war wie Architektur von Vitra, war das eigentliche Highlight unseres Trips nach Aschau die Moormann Berge.

Die Moormann Berge ist eine wundervolle Einführung in die Moormann Philosophie, ganz abgesehen davon, dass es auch ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Trip in die bayrischen Alpen ist.

Im März feierte die (smow)airport systems mit einer Reihe von auf USM Haller basierten Flughafen Lösungen auf der Passenger Terminal Expo 2010 in Brüssel Premiere. In Zusammenarbeit mit USM Haller hat die (smow) airport systems eine Reihe von Lösungen sowohl für operative als auch Lounge und Retail Bereiche auf Flughäfen entwickelt – Lösungen die auch bei den Besuchern der PTE sehr gut ankamen.

Auch wenn sich Firmenname und Struktur seit der PTE 2010 wieder verändert haben werden wir auch bei der PTE 2011 in Kopenhagen wieder dabei sein, zum einen um die Entwicklung des Projekts als Ganzes zu verfolgen und zum anderen um über Entwicklungen im Flughafen- und öffentlichen Bereich der Möbelwelt zu berichten.

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Volles Haus im (smow)Raum für eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Zurück in Leipzig fand im März 2010 die Leipziger Buchmesse statt und parallel dazu eine erfolgreiche Lesungsreihe im Rahmen des Events (smow)liest im (smow)Raum am Burgplatz.

Angefangen mit dem Buch “Grillsaison” von Philipp Kohlhöfer, gefolgt von “Neue Stimmen from Switzerland” bis hin zu “Meine Frau will einen Garten” von Gerhard Matzig brachten alle drei Vorlesungen ein sehr unterschiedliches, wenn auch gleichermaßen unterhaltsames Erlebnis mit sich.

Mehr davon Anfang 2011!



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft, Finale: Schweiz – Deutschland 2:1

Tuesday, July 27th, 2010

Egon Eiermann gegen Fritz Haller.

Im Vorfeld des Finalspiels der (smow) Designermöbelweltmeisterschaft 2010 wurden sowohl Deutschland als auch die Schweiz scharf für Ihre Mannschaftsaufstellungen kritisiert. Beide – so schien es – wollten mit ihren eher technischen Formationen auf Nummer Sicher gehen.

Aber das Spiel hätte spannender und interessanter nicht werden können. Sicher hätten ein Nils Holger Moormann für Deutschland oder Susi und Ueli Berger für die Schweiz etwas mehr Fantasie und Farbe ins Spiel gebracht, aber die beiden Altmeister glänzten wie kein anderes Team mit technischer Brillanz und sicherer Ausführung.

Egon Eiermann kam vorsichtig mit seinem klassischen Tischgestell ins Spiel, nutzte dann aber Hallers Zurückhaltung gleich noch um ein ausgetüfteltes Regal im gegnerischen Strafraum zu platzieren. Fritz Haller spürte die Büromöbel-Richtung, in die das Spiel nun glitt und griff tief in die Trickkiste für ein “komplex integriertes Tisch-Organisations-System”.

Sein KITOS Tisch war so weit entfernt von seinem normalen USM Haller System, dass Eiermann kurz ins Straucheln kam. Der Brandenburger fing sich aber schnell wieder und erzielte mit einem sehr schön herausgespielten SE 18 für Wilde + Spieth die 1:0 Führung.

Haller konterte mit einer wunderbaren Kombination aus Rollcontainer und Haller Tisch und ein perfekt platzierter Flachbildschirm-Schwenkarm brachte den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit schien Fritz Hallers stabiles USM Haller System das Spiel zu kontrollieren, aber Egon Eiermann mobilisierte noch einmal alle Kräfte.

Zwei gute Aktionen mit dem SE 68 und dem E 14 Rattan Hocker scheiterten jedoch wieder am vielseitigen USM Haller System.

Die Zuschauer hatten sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, als Fritz Haller in letzter Minute ein perfekt ausgeführtes Metallausziehtablar zum Siegtreffer verwandelte.

Die Schweiz gewinnt zum ersten Mal den (smow) Designermöbel-WM-Pokal.

(smow)2010 Übersicht

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Die Schweizer Fans feiern Fritz Hallers Sieg über Egon Eiermann.



2010 Designermöbel Weltmeisterschaft, Halbfinale: USA – Deutschland 1:2

Monday, July 19th, 2010

Für viele Designkritiker war das zweite Halbfinale der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft das interessanteste Match des Turniers: Charles und Ray Eames gegen Egon Eiermann.
Nicht nur traten zwei Designteams von internationalem Rang gegeneinander an, nicht nur hatten beide eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Industrie- und Möbeldesigns in ihren Heimatländern gespielt… Nein, das Interesse der Kritiker fokussierte sich vielmehr darauf, ob – und wenn ja, wie sehr – Egon Eiermanns Ansatz den von Charles und Ray Eames (wider)spiegeln würde.

Und gleich die erste Szene sorgte für kontroverse Diskussionen. Nachdem Charles und Ray Eames mit ihrem Standard DCW Plywood Chair eröffneten, kam die Antwort von Egon auch prompt in Form eines SE 42.

Schiedsrichter Arthur Mehlstäubler wies Forderungen nach einem Strafstoß zurück –die formalen Mittel für solch ein Sperrholzdesign seien nun mal limitiert. Das Spiel lief also regulär weiter, auch wenn das Publikum in Durban die Entscheidung lauthals in Frage stellte.

Charles und Ray Eames zeigten sich unbeeindruckt und bahnten sich mit ein paar schnellen DSRs und DSWs den Weg zur verdienten 1:0 Führung mit einem ihrer typischen “Eames Elephants”. Der Eames Elephant schien Egon Eiermann allerdings nur weiter zu beflügeln und seine Anstrengungen zu verstärken. Er experimentierte mit verschiedenen Designs und landete schließlich mit dem Rattan Sessel den Ausgleichstreffer.

Nur kurze Zeit später ging er mit seinem grandiosen Eiermann Tischgestell in Führung.

Trotz einiger guter Szenen im gegnerischen Strafraum – u.a. mit einem Aluminium Chair – gelang es Charles und Ray Eames nicht das Spiel noch einmal zu drehen.

Egon Eiermann gewinnt mit 2:1.

(smow)2010 Übersicht