Archive for the ‘Design in Sachsen’ Category

Sachsens Design Preis: 2 zweite Plätze, kein Gewinner, ein Verlierer: Design in Sachsen

Thursday, November 26th, 2009

In der Kategorie “Produkt Design” beim Sächsischen Design Preis 2009, der am Mittwoch Abend in Dresden bekannt gegeben wurde, gab es ein kurioses Ergebnis: kein Gewinner, aber 2 zweite Plätze.

Das ist nicht nur lächerlich, sondern auch ein wahrer Schlag ins Gesicht für die Produkt-Design Szene in Sachsen.

Für alle, die es nicht wissen: wir leben in Sachsen, haben unser Handwerk hier gelernt, Schläge eingesteckt, uns wieder aufgerappelt und weiter gemacht.

Die Region hat unsere Körper und Seelen gezeichnet. Und wir wissen, wo die Schwachstellen bezüglich “Design in Sachsen” sind.

Aber es liegt nicht an den Designern – und die Jury tut den Designern mit dieser erschreckenden Entscheidung keinen Gefallen.

Ein Wettkampf braucht einen Gewinner, ansonsten ist es reine PR-Sache.

Sachsen ist eine Region mit einer reichen Design Tradition. Von den Holzschnitzereien im Erzgebirge, über die Keramikmacher in Meissen bis hin zu den Buchdruckern von Leipzig: Sachsen versteht und würdigt gutes Design. Und gutes Design umfasst, ja lebt vom Probieren, Scheitern, nochmaligem Probieren, nochmaligem Scheitern, und wieder Probieren, und wieder Scheitern, Selbstzweifel, Selbstzweifel, wieder Probieren, Scheitern, Probieren, … Erfolg haben.

Es ist, als wäre man ein Kriegsfotograf – entweder ist man für eine lange Zeit dabei oder man wechselt ganz schnell zu einem Job in einem Versicherungsunternehmen.

Die diesjährigen Nominierungen haben uns nicht wirklich überrascht. Aber das ist nicht der Punkt

Einige Jahre sind stärker als andere. Das liegt in der Natur von Design. Aber der Punkt ist, dass der Beste unter den Nominierten gewählt werden muss. Es ist eine harte Entscheidung, doch sie muss getroffen werden …

Wir sind verlegen.

Nur leider ist es keiner in Dresden.



Giorgio von Peter Horn bei Richard Lampert

Wednesday, August 5th, 2009
Giorgio von Peter Horn für Lampert

Giorgio von Peter Horn für Lampert

Giorgio von Peter Horn ist der Stuhl, den es fast nie gegeben hätte. Nachdem Horn beauftragt worden war, einen stapelbaren, multifunktionalen Stuhl zu entwerfen, lag das fertige Design zwei Jahre lang in der Schublade des Stuttgarter Designermöbel-Herstellers Richard Lampert. Obwohl er von der Qualität des Stuhls überzeugt war, erschien Lampert dieses spezielle Marktsegment als zu überlaufen. Wieviele verschiedene Stuhl-Designs braucht die Welt denn?

Und damit wäre die Geschichte vorbei gewesen, wenn nicht eines Tages ein Architektur-Partner von Lampert um Hilfe gebeten hätte. Für ein Projekt wurden stapelbare Stühl gebraucht, aber alles was es gab, war entweder billig und sah auch so aus oder großartig und viel zu teuer für das Projekt. Lampert produzierte daraufhin einige Testversionen von Giorgio, und es stellte sicher heraus, dass der Stuhl genau die gewünschten Anforderungen erfüllte: Ein exzellenter, stapelbarer, multifunktionaler Stuhl zu einem erschwinglichen Preis.
Somit konnte Peter Horns Giorgio 4 Jahre nach dem ursprünglichen Auftrag und fast 2 Jahre nach dem Abschluss des Projekts endlich seine Vorzüge unter Beweis stellen und wurde in den Katalog von Lampert aufgenommen.

Und damit auch in den smow Katalog. Was uns sehr freut.

Passt hervorragend zu einem Eiermann-Tisch...

Passt hervorragend zu einem Eiermann-Tisch...

Giorgio ist mit seiner großen Sitzfläche und stabilen Rückenlehne nämlich nicht nur ein wunderbarer Stuhl für Zuhause und fürs Büro, sondern Peter Horn ist auch verantwortlich für den Seesaw Bürostuhl, den Turtle Kinderstuhl und den Fixx Rollcontainer. Damit kann das komplette Büro oder Kinderzimmer mit seinen Stühlen und Aufbewahrungseinheiten ausgestattet werden. Noch wichtiger ist aber die Tatsache, dass Horn aus Dresden kommt, wo er gemeinsam mit seinem Partner Michael Majewski sein Designstudio Horn Majewski Design betreibt.

Damit sind die beiden quasi Nachbarn von smow und gehören außerdem zu den erfolgreichsten Designer aus der Region.

Peter Horn und Michael Majewski: Qualitätsdesign aus Sachsen

Peter Horn und Michael Majewski: Qualitätsdesign aus Sachsen

Horn und Majewski gewannen den aller 2 Jahre verliehenen Sächsischen Staatspreis für Design 2001, 2003 und 2007 – wir sind uns nicht sicher, was 2005 los war. Arithmetisch betrachtet, sollte 2009 wieder ihr Jahr sein. Die Anmeldefrist endet am 14. August – für alle, die noch mitmachen möchten. Wir werden sie auf dem Laufenden halten, was nach dem Bewerbungsschluss passiert.

Bis dahin hat Giorgio zwar noch keine Preise gewonnen, aber dafür bewiesen, dass da immer noch Platz ist für noch ein weiteres Stuhl-Design.