Archive for the ‘Danespotting 2010’ Category

Danish Design Prize 2010/11

Tuesday, October 19th, 2010
Danish Design Prize Winner: VELUX lystunnel by Ross Lovegrove

Gewinner des Danish Design Prize: VELUX lystunnel von Ross Lovegrove

Pünktlich zum Ende unserer Tirade über die aktuelle Situation des dänischen Designs – das Danish Design Centre in Kopenhagen hat gerade den Danish Design Prize 2010/11 veranstaltet.

CEO des Danish Design Center Christian Scherfig fragte zum Beginn der Veranstaltung “… was ist im 21. Jahrhundert gutes Design?”

Die Antwort des DDCs sind die 11 Gewinner in 4 Kategorien.

Wenn auch die meisten schon im 20. oder 19. Jahrhundert gutes Design gewesen wären, alle der ausgestellten Design zeigten Innovation, Kreativität und Verstand für was Design ist. Viel besser als das, was wir auf der CODE gesehen haben.

Aber noch viel wichter ist: der Danish Design Prize verstärkt eine unmissverständliche Wahrheit.

Eine Wahrheit, die die meisten Aussteller der CODE 10 zu lernen haben.

Traditionelles Möbeldesign ist ein Zweig des Produktdesign, welches widerum ein Zweig des Industriedesigns ist.

Möbeldesign ist nicht mehr was es mal war. Mit der Unterteilung in die Kategorien “Industrial Design” und “Lifestyle” zeigt der Danish Design Prize, dass er das verstanden hat.

Denn mit “Lifestyle” meinen sie Möbel.

Möbeldesign hat per se nicht mehr viel anzubieten. Tische, Stühle und Betten können nicht neu erfunden werden. Sie können nur verbessert werden.

Damals war das Möbeldesign ein aktiver Zweig des Produkt- und Industriedesigns weil ständig neue Materialien entwickelt wurden und man die neuen Materialien verarbeiten musste um diese im Möbeldesign verwenden zu können. Die heutigen “neuen” Materialien sind hauptsächlich Variationen aus bereits existierenden Materialien. Die größte Herausforderung liegt jetzt darin, die Möbel mit diesen neuen Materialien zu verbssern. Sei es wirtschaftlich, ergonomisch oder ökologisch.

Die Tage des Möbeldesigns als reine Designdisziplin sind gezählt.

NAP von Kasper Salto für Fritz Hansen ist ein wundervolles Beispiel. Das Konzept des geformten synthetischem Stuhl began mit Eero Saarinen und Charles Eames in den 40ern.

Das war die Produkt/Industriedesignphase.

NAP entwickelt das Konzept noch weiter und nimmt den Fakt, dass Sitzen eine aktive Tätigkeit in verschiedenen Positionen ist mit auf.

Kasper Salto hat mit dem Design des NAP einen wundervollen und ergonomischen geschaffen, der zeigt, das er die modernen Möbeldesignprozesse verstanden hat.

Danish Design Prize Clouds by Ronan and Erwan Bouroullec for Kvadrat

Danish Design Prize Clouds von Ronan und Erwan Bouroullec für Kvadrat

Clouds von Ronan und Erwan Bouroullec für Kvadrat, ein weiterer Preisgewinner in der Kategorie “lifestyle”, geht eher mit Grafikdesign als mit Produktdesign. Mit Algue für Vitra haben die Bouroellecs eine neue Form des Raumtrenners kreiert. Mit “clouds” spielen sie mit unserer Wahrnehmung von Textilien und ihrer Verwendung.

Clouds ist ein interessantes Stück Konzeptdesign, aber es ist weder Produkt noch Industriedesign.

Das ist die Realität die viele dänische Möbelhersteller noch erfassen müssen.

Der Danish Design Prize 2010/11 hat zudem gezeigt, dass “wirkliches” Industriedesign aus Dänemark so lebendig ist wie das Grafik-, Interactive- oder Multimediadesign.

Die Ausstellung der Gewinner kann man im Danish Design Centre, HC Andersens Boulevard 27, Copenhagen bis zum 25. April besichtigen.

Danish Design Prize NAP by Kasper Salto for Fritz Hansen

Danish Design Prize NAP von Kasper Salto für Fritz Hansen



Dänspotting: Bubi von Henning Koppel von Pandul

Thursday, October 14th, 2010
Bubi by Henning Koppel through Pandul

Bubi von Henning Koppel vonh Pandul

Zwar wurde er als Bildhauer ausgebildet, ist aber wahrscheinlich am ehesten durch seine Arbeiten als Silberschmied für Schmuck oder Tischwaren bekannt.

Henning Koppel hat ebenso Lampen designt. Bubi aus dem Jahre 1972 wurde jetzt von Pandul wieder neu aufgelegt.

Das Original wurde aus Messing erstellt. Die Neuauflage kommt verchromt, als ästhetisches Zeichen an Koppels Talent mit Silber.

Besonderen Gefallen haben wir an der Funktionalität gefunden. Man kann die Lampe als Tischlampe, Regallampe, Wandlampe oder sonstige Lampe benutzen.

Wir kennen bereits ein paar Produkte, die das gleiche vermögen, aber keines schafft es so wie Bubi, nicht geblendet zu werden, wenn man mal aus der falschen Richtung schaut.

Zuzsätzlich hat Pandul noch ein paar technische Neuerungen eingefügt, Überhitzung früherer Modelle sollte jetzt kein Problem mehr darstellen.

Die Farbe der Kabel wird der Jahreszeit angepasst. Sollten Sie besondere Farbwünsche haben, sollte das auch kein Problem darstellen.

Bubi by Henning Koppel: A pendant, table, shelf lamp, wall lamp or floor lamp.

Bubi von Henning Koppel: Eine Pendant-, Tisch-, Regallampe, Wand- oder Bodenlampe.



Dänspotting: Standing Task Light von Erik Wester

Wednesday, September 22nd, 2010

Standing Task Light von Erik Wester

Wir möchten nichts an Erik Westers Arbeit kritisieren; aber es sagt schon einiges, wenn eines der besten neuen Produkte, die wir auf der CORE 10 gefunden haben von einem Norweger stammt, der in London studiert hat und jetzt in Amsterdam lebt.

Das Standing Task Light von Erik Wester.

Grundlegend keine neue Idee.

Ein Hauptproblem der Beleuchtung, vor allem mit Standardlampen, ist es, einen nutzbaren gerichteten Lichtschein zu erhalten.

Großmutters Standardlampe schien nach unten. Das Licht war vielleicht angenehm, aber nicht unbedingt nützlich.

Wir haben in den letzten Jahren bereits einige interessante Herangehensweisen gesehen um Lampen “nutzerfreundlicher” zu gestalten. Die Standing Task Lamp von Eirk Wester ist mit Sicherheit eine der besseren Ideen.

Zusammen mit einem Ingenieur hat Erik ein Kugelgelenk entwickelt. Dieses macht es möglich die Lampe um 20 Grad zu kippen und zusätzlich den Schirm zu variieren.

Ist die Lampe einmal in Position gebracht, behält sie diese und der Nutzer kann sie nach seinen Vorstellungen positionieren.

Am Ende des Tages ist es das was du willst.

Und all das in einem Design dass nicht versucht fancy oder “holistisch” zu sein.

Die Lampe sieht wie eine Standardlampe aus und sie funktioniert auch wie eine.

Einfach nur viel besser als jede andere Standardlampe, denn Erik hat ein entscheidendes Extra hinzugefügt.

Das Standing Task Light von Erik Wester befindet sich noch in der Entwicklung, aber wir hoffen dass er einen Hersteller findet der ihn bei der Herstellung und der Vermarktung unterstützt.

Standing Task Light von Erik Wester: Ein schönes Beispiel für innovatives und praktisches Design

Standing Task Light von Erik Wester: Ein schönes Beispiel für innovatives und praktisches Design