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Vitra Design Museum Workshop: Teil 2 - Die Entwicklung

Wednesday, July 7th, 2010
"AUthorised Vitra Original"?  Not yet!! The (smow)chiar in devlopment

"Authorisiertes Vitra Original"? Noch nicht!! Der (smow)chair in der Entwicklung

Nach dem wir uns für das Konzept entschieden hatten, ging es vor allem um Stabilität.

Auch wenn wir wußten, dass die Stabilität ein Problem werden würde, sie ist es immer wenn man mit Pappkarton arbeitet, haben wir unterschätzt wie schwer es ist sie im Design zu verarbeiten ohne zusätzliche Masse und Gewicht anzufügen.

Es hat genau vier Minuten gedauert, bis unsere sorgfältig angefertigten Skizzen im Müll landeten.

3D Realität und 2D Ideen gehen einfach nicht so gut zusammen.

Anfangs basierte unser Stuhl auf Maarten Van Severens MVS Chaise welchen man von einem “normalen” Stuhl in einen Liegestuhl umbauen kann.

Schöne Idee: Aber leider komplett neben unserem Hauptkonzept.
Auch nach großen Anstrengungen unseres (smow)Technik Teams musste unser Plan aufgegeben werden.

An eerly experiment in joining two pieces of cardboard

Eine frühe Studie: Verbindung zweier Pappteile.

Eine Schande. Nächstes Mal wird es besser.

Mit dem neuen Plan blieben die Probleme allerdings nicht aus. Richtlinie 1 realisieren: ein reduziertes Design verwenden.

Fast alle Lösungen für das Stabilitätsproblem haben den Stuhl entweder aufgebläht oder man musste weitere andere Materialien hinzufügen.

Und so wurden aus den ersten 20 Minuten Modellbau ein ganzer Tag im smow(warehouse) mit Schneiden, Falten, Fluchen, Zweifeln, Schneiden, Weinen, Fluchen und Falten.

Die entscheidende Idee kam dann vom (smow) USM Haller Battalion.

Eine geniale Lösung, welche nicht nur unser Ausgangsproblem löste, sondern gleichzeitig eine neue Dimension an Möglichkeiten eröffnete.

OK, wir wollen unseren Tag des Faltens und Fluchens nicht mit Charles und Ray Eames Sperrholzformungs-Experimenten, Michael Thonets Holzbiegungs-Bemühungen oder der Arbeit der Kartell Laboratorien zur Entwicklung neuer Kunststoffe vergleichen.

Aber.

Nach einem Tag mit dem Versuch der Umsetzung einer Papierzeichnung in ein Produkt welches bestimmte Anforderungen erfüllen soll, verstehen wir umso mehr, wieviel Probleme Produktdesigner jeden Tag zu lösen haben und wieviel Talent es braucht erfolgreich zu sein.

Und nach einem Tag mit dem Versuch der Umsetzung einer Papierzeichnung in ein Produkt welches bestimmte Anforderungen erfüllen soll haben wir jetzt den (smow)chair.

Der reizende und praktische (smow)chair.

smow chair coming soon

(smow)chair coming soon

Vitra Design Museum: PappDesign Workshops

Monday, May 3rd, 2010

In Zusammenhang mit der aktuellen Ausstellung „Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion“ veranstaltet das Vitra Design Museum eine Reihe von Sommer-Workshops.

„Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion“ beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit der Reduktion im Design und den zugrundeliegenden technischen, ästhetischen oder philosophischen Motiven.

Vor diesem Hintergrund werden die Teilnehmer des Workshops ermutigt, “reduziert” zu denken und nützliche Produkte zu kreieren - und das aus einem (wenn nicht dem) elementaren Material: Pappe.

Pappmöbel sind nicht neu, aber Pappe als Material ist so vielseitig, dass seine Verwendung immer neu erfunden werden kann.

Frank Gehrys Easy Edges Serie (u.a. der Wiggle Side Chair und der Wiggle Stool) stellt ganz andere Produkte als z.B. Stuart Millers “namenloser” faltbarer Pappstuhl.

Und von Gehrys monumentalem Red Beaver wollen wir gar nicht erst anfangen.

Genau wie bei Metall, Holz oder Plastik liegen die Grenzen bei Pappe nicht im Material als solchem sondern in den Möglichkeiten, damit Probleme zu lösen und korrekt damit zu arbeiten.

Möchtegern-Frank-Gehrys können ihre Fähigkeiten bei Vitra in Weil am Rhein am 29. Juni oder 14. August austesten.

Das Vitra Design Museum bietet außerdem Workshops in SchmuckDesign und KartonKunst an.

Weitere Details und Anmeldeinformationen gibt es unter http://www.design-museum.de

Red Beaver by Frank Gehry : Cardboard furniture through Vitra

Red Beaver von Frank Gehry: Testen Sie Ihr Pappmöbel-Geschick im Vitra Design Museum

VitraHaus von Herzog & de Meuron

Saturday, February 20th, 2010

Ca. 285 Journalisten waren am 12. Februar 2010 anwesend, als das neue VitraHaus von Herzog & de Meuron in Weil am Rhein der Presse vorgestellt wurde.

285 Journalisten, die dann die Auflage hatten, bis zum 20. Februar 2010 kein Wort darüber zu verlieren, was sie erlebt hatten…

Vitrahaus by Herzog and de Meuron

VitraHaus von Herzog und de Meuron

Um eins vorweg klarzustellen:
Das VitraHaus ist großartig.

Wir haben uns der Konstruktion von Herzog & de Meuron zu Fuß von der Mühlheimerstrasse genähert und der erste Anblick über den Parkplatz war genauso wunderbar wie wir ihn uns vorgestellt hatten.

Genau wie 10jährige auf Klassenfahrt haben wir das VitraHaus die ersten zwei Stunden nur von außen fotografiert. Teils aus Angst, es würde wieder verschwinden, teils um zu verhindern, dass wir zurück im Büro sind und merken, dass wir dieses eine Foto wirklich hätten machen sollen.

Wenn man um das VitraHaus herumläuft, versteht man allerdings auch, woher die Bedenken kommen.

Vitrahaus next to Richard Buckminster Fuller's Dome

VitraHaus neben Richard Buckminster Fullers Kuppel

Das Gebäude steht nicht nur am äußersten Rand des Vitra Campus sondern auch am äußersten Rand von Weil am Rhein. Man wird also genau dort, wo die Stadt in die sanfte Hügellandschaft übergeht, mit diesem riesigen, chaotischen, grüblerischen, dunklen Gebilde konfrontiert.

Herzog und de Meuron behaupten zwar “der Anthrazitton der äußeren Putzhaut vereinheitlicht das Gebilde, „erdet“ es und verbindet es mit der umgebenden Landschaft”. Für uns ist das Architektensprache. Das Gebäude ist gewaltig; und wir können uns gut vorstellen, dass es eine Weile dauern wird bis die Autofahrer und Weiler Hundespaziergänger sich daran gewöhnen.

Das soll aber nicht die architektonische Pracht der Konstruktion schmälern.
Wie wir schon sagten: Großartig.

Als wir keine weiteren Winkel mehr fanden um das VitraHaus von außen zu fotografieren… sind wir reingegangen.

Und fanden es gut. Aber nicht so gut wie von außen.

Drinnen sieht es aus wie ein Vitra showroom.

Ist ja auch einer.

Wie hatten nur nicht erwartet, dass es so sehr wie ein Vitra showroom aussieht.

Je mehr Zeit wir im VitraHaus verbrachten, umso weniger fühlte es sich wie ein Vitra showroom an. Aber es sah immernoch wie einer aus.

VitraHaus. View from fourth floor over

VitraHaus: Blick vom 4. Stock über den Tüllinger Hügel

Wir sind ja nicht die hellsten Kerzen im Leuchter… und haben das VitraHaus auch in der falschen Richtung angeschaut: Von unten nach oben.
Erst später im Zug nach Aschau im Chiemgau und zu Moormann haben wir gemerkt, dass man eigentlich hätte oben anfangen und die Etagen hinunterlaufen sollen.

Wenn wir oben losgegangen wären, wäre unser erster Eindruck ein grandioser Ausblick auf die unmittelbare Nachbarschaft gewesen: auf die Weinhänge und Obstplantagen, über den Tüllinger Hügel bis hin zum Schwarzwald.

Und auf einen Spin Table Leuchter von Tom Dixon - der nicht von Vitra hergestellt wird.

Wir waren überhaupt sehr beeindruckt von den vielen ausgestellten Stücken, die nicht von Vitra produziert werden, und bewundern Vitra für diesen mutigen Schritt. Aber wer sich ein wenig mit den “Karrieren” von Rolf Fehlbaum und Vitra beschäftigt - wenn nicht sogar persönlich verfolgt - hat, weiß auch, dass für sie die Qualität der Arbeit immer immer wichtiger ist als ein möglicher finanzieller Gewinn. Neben der Tom Dixon Leuchte haben wir u.a. “non-Vitra” Arbeiten von Konstantin Grcic und Ronan und Erwan Bouroullec entdeckt.

Vitrahaus: A serie sof different styles in one building

VitraHaus: Eine Reihe verschiedener Stile in einem Gebäude

Jeder “Raum” des VitraHauses ist einem anderen Inneinrichtungsstil gewidmet. Die Anordnung der Räume wird hoffentlich mit den Jahreszeiten wechseln, um das Licht und die Kulisse jeder Location optimal zu nutzen.

Denn wenn man sich durch das VitraHaus bewegt - in der richtigen Richtung nach unten - eröffnen sich einem ständig wechselnde Ausblicke auf die Umgebung. Eigentlich der gleiche Ausblick, aber aus verschiedenen Perspektiven. Wir sind nicht unbedingt einer Meinung mit Rolf Fehlbaum, wenn er sagt, dass er dank des VitraHauses wunderbare neue Perspektiven auf die Umgebung und Weil am Rhein gewonnen hat.

Aber nur, weil wir Weil am Rhein noch nicht so oft wie der Chairman von Vitra gesehen haben.

Wenn man durch das VitraHaus geht, verschmelzen die Grenzen zwischen innen und außen tatsächlich ineinander und die Umgebung wird Teil des Gebäudes.

Es ist ein alter architektonischer Trick. Aber ein guter. Und einer, der das VitraHaus wirklich zu einem wunderbaren Erlebnis macht.

Vitrahaus. Vitrine, the only part of the VitraHaus that is a "museum"

Vitrahaus. Vitrine, der einzige Teil des VitraHaus, der ein "Museum" ist

Wenn man weiter durch das VitraHaus geht - in der richtigen Richtung nach unten - wird man explizit ermutigt, alle ausgestellten Produkte zu testen. Das VitraHaus bietet zwar eine Reise durch das Nachkriegs-Möbeldesign, ist aber kein stickiges Möbelmuseum. Besucher können in den Stühlen sitzen, sich auf Tische abstützen und mit Eames Elephanten raufen. Man kann naürlich auch die Handwerkskunst qualitativ beurteilen oder die Artikel haptisch erfassen.

Das hat uns gut gefallen.

Was uns nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass die Pressekonferenz im von Hella Jongerius designten Vitra Farbprojekt stattfand.

Vitrahaus: Prototype for Hella Jongerius Vitra Colour Laboratory

VitraHaus: Prototyp für Hella Jongerius' Vitra Farbprojekt

Wenn man vom Umfang der Berichterstattung urteilt, die Frau Jongerius erfahren hat, haben Vitras Medienmaulwürfe ganze Arbeit geleistet um das Vitra Farbprojekt in der internationalen Presse unterzubringen. Aber mit über 250 Journalisten und Fotografen im VitraHaus konnte keiner das Vitra Farbprojekt sehen oder erfahren. Und in der Pressemappe gab es auch keine Informationen dazu.

Rolf Fehlbaum erwähnte zwar das Vitra Farbprojekt und seine damit verbundene Hoffnung, dass es zu einem mutigeren Umgang mit Farbe animiert (vielleicht nicht ganz so mutig wie Verner Panton bei der Einrichtung einer früheren Wohnung von  Herrn Fehlbaum) aber zu diesem Zeitpunkt war das Farbprojekt beiseite gestellt und wir saßen alle auf Elephant Stools ohne zu wissen, was uns erwartet.

Das war wirklich eine Schande.

Aber sonst gab es keinen wirklichen Grund zur Beschwerde.

Vitrahaus: A secret world of space, light and designer furniture

VitraHaus: Eine geheime Welt von Raum, Licht und Designermöbeln

Für den Architekten Jacques Herzog ist die Erfahrung des “Nutzers” wichtiger ist als die Beschreibung des Architekten, wie das Gebäude funktioniert und was es darstellen soll.

Genau unsere Meinung.

Das VitraHaus ist nicht für jeden.

Viele werden es einfach langweilig und sinnlos finden.
Wir nicht.

Es ist auch nicht allein die Reise nach Weil am Rhein wert, nur um das VitraHaus zu sehen.

Aber als Erweiterung des Vitra Campus und als weiterer Grund, Zeit in und um Weil am Rhein zu verbringen, ist das VitraHaus fantastisch.

Und wir persönlich können es kaum erwarten, dass das neue Produktionsgebäude von SANAA fertiggestellt wird.

Vitrahaus and Vitra Design Museum

Vitrahaus und Vitra Design Museum

Vor ca. 50 Jahren kaufte Rolf Fehlbaums Mutter und Vitra-Mitgründerin Erika Fehlbaum das Land, auf dem der Vitra Campus jetzt steht. Sie hat so letztendlich die Bedingungen und den Platz geschaffen, die es Vitra ermöglicht haben, zu expandieren und ihre Hommage an modernes Design zu schaffen.

Es ist daher nur passend, dass das neue VitraHaus Erika Fehlbaum gewidmet ist.

Das VitraHaus öffnet am 22. Februar 2010 und ist Montag-Freitag 10-18 Uhr geöffnet.

(smow)Wintertour 2010: Weil am Rhein

Friday, February 19th, 2010
Weil am Rhein Rathaus

Weil am Rhein Rathaus

Als wir noch jung, fit und gesund waren, existierten Städte.

Sie existierten einfach nur.

Heutzutage muss eine Stadt, um zu existieren, die “Stadt des/der” XY sein. So steht, wenn man die Autobahn in Deutschland entlang fährt, alle zehn Meter ein braunes Schild am Straßenrand, das den nächsten Ballungsraum als “Chemnitz - Die Stadt der Moderne”, “Stadt Hameln - Die Rattenfängerstadt im Weserbergland” oder “Pier am Chiemsee - Die Stadt der kriminell faulen Taxifahrer” anpreist.

Da Weil am Rhein in diesem Zeitalter des Behauptens kein Außenseiter sein will, hat sich die Stadt dazu entschieden “Weil am Rhein - Die Stadt der Stühle” zu sein.

Und was wäre auch passender für eine Stadt, die auf ihrer Homepage ein Bild des Vitra Design Museums zur Illustration der Kategorie “Wirtschaft und Tourismus” benutzt und die pro Jahr 100,000 Touristen auf dem Vitra Campus in der Charles-Eames-Straße verzeichnet.

Außerdem ist der aktuelle Titel um einiges eingängiger als “Weil am Rhein - Die Stadt des großen Güterbahnhofs”.

Es gibt nur zwei Dinge, die uns stören.

Unbedeutende, kleine Dinge, aber Sie kennen uns…

Apple Honey by Shiro Kuramata in Weil am Rhein

Apple Honey von Shiro Kuramata in Weil am Rhein

Vor dem modernistisch inspirierten “Rheincenter” steht die große Statue eines Stuhls.

Ein Stuhl, der weder jetzt noch irgendwann einmal von Vitra produziert wurde oder wird. Eher vom holländischen Hersteller USM Pastoe. (Den man offensichtlich nicht mit dem Schweizer Hersteller USM Haller verwechseln sollte)

Apple Honey von Shiro Kuramata ist ein wundervoller Stuhl.

Shiro Kuramata partizipierte an den ersten Vitra Editionen, neben Designern wie Frank Gehry und Ron Arad.

Vitra stellte sogar Shiro Kuramatas ebenso wundervollen “How High The Moon” Stuhl her.

Aber nicht Apple Honey.

Noch verwirrender ist das Bild, das auf die Seite eines der vier Hochhäuser gemalt ist, die über dem Vitra Campus und dem VitraHaus aufragen. Direkt neben dem “Die Stadt der Stühle” prangt ein Bild von einem Stuhl.

Ein seltsamer, dreibeiniger Stuhl.

Weil am Rhein City of chairs ... but which chairs

Weil am Rhein- die Stadt der Stühle ... aber welcher Stühle?

Unsere erste Vermutung war, dass es sich um den DCM von Charles und Ray Eames handelt. Das schien gut zu passen, wenn man die engen Beziehungen zwischen den Eames, Vitra und Weil am Rhein bedenkt.

Allerdings ist der DCM ein vierbeiniger Stuhl.

Und so sehr wir uns auch bemühen, fällt uns kein einziger dreibeiniger Stuhl ein, der von Vitra produziert wird.

Unsere nächste Vermutung war, dass es sich um einen “Ant Chair” von Arne Jacobsen handelt… auch ein exzellenter Repräsentant des Stuhl Designs des 20ten Jahrhunderts. Aber bei einem Ant Chair sind der Sitz und die Lehne aus einem einzigen Stück Holz geformt. Und das einzelne Bein ist vorne.

Dann dachten wir wirklich, wir hätten es: SE 69 von Egon Eiermann. Aber nein, der SE 69 hat ebenfalls ein einzelnes Bein vorne.

Egon Eiermanns SE 42 hat ein einzelnes Bein hinten, ist aber aus Holz.

Je länger wir mitten auf der Römerstraße standen, den Verkehr aufhielten und die guten Bürger von Weil am Rhein verwirrten, desto mehr mussten wir darum ringen, uns einen dreibeinigen Stuhl mit einem hinteren Stahlrohr-Lehnen-Stuhlbein überhaupt vorzustellen.

Prinzipiell, wegen der Instabilität eines solchen Gebildes.

Erst als wir zurück in Leipzig waren, konnten wir den Stuhl dank des MoMA New York Archivs finden.

Charles Eames Three legged side chair from 1944 (photo via http://www.moma.org/)

Charles Eames Three legged side chair, 1944 (Foto via http://www.moma.org/)

Dreibeiniger Side Chair von Charles Eames für Evans Products Co, 1944.

Ein Stuhl, der eventuell von Herman Miller übernommen wurde, als sie 1946 die Eames-Rechte von Evans kauften. Somit ist der Stuhl eventuell ein Teil jener Charles und Ray Eames Produkte, deren Produktionsrechte Vitra in Europa besitzt.

Womit wir im Endeffekt lang und breit erklärt haben, dass Weil am Rhein den “Stadt der Stühle”-Status offensichtlich mit zwei Stühlen zelebriert, die nichts mit dem Status der Stadt als einem der wichtigsten Zentren für zeitgenössische europäische Designermöbel-Produktion zu tun haben.

Besucher des neuen VitraHauses können dieses Paradoxon vom Fenster des vierten Stocks aus betrachten.

Oder einfach den wundervollen Blick auf das Vitra Design Museum und die Orchideenwiese genießen.

(smow)wintertour 2010, Teil 1: VitraHaus, Weil am Rhein

Saturday, February 6th, 2010

Wie gestern angekündigt können wir bei der diesjährigen Stockholm Furniture Fair leider nicht dabei sein, weil wir in die Schweiz fahren. Danach geht’s schnell wieder zurück über die Grenze zur offiziellen Preview des VitraHaus - der neuesten Attraktion des Vitra Design Museumkomplexes in Weil am Rhein.

VitraHaus

VitraHaus

Das VitraHaus wurde von den Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfen - die sich vor allem mit dem Bau des chinesischen Nationalstadions in Bejing und dem Ausbau der Londoner Tate einen Namen gemacht haben - und ist als Ausstellungshalle für die Vitra Home Collection konzipiert.

VitraHaus in evening light ... at night the effect is even more enhanced

VitraHaus, Weil am Rhein. Der Clou ist eigentlich erst abends sichtbar

Von außen sieht es aus, als wenn mehrere Häuser kreuz und quer übereinandergestapelt wurden. Doch der Clou im Design wird erst bei Dämmerung sichtbar: Durch die Kombination von schwarzen Außenwänden und Glasendfassaden entsteht der Eindruck, dass einzelne Häuser frei in der Luft schweben.

Danach zu urteilen, was wir bisher vom neuen VitraHaus gesehen haben und was uns Freunde, die schon da waren, berichten, kommen wir zu dem Urteil, dass es uns ziemlich gut gefällt.

The (smow)blog cameras being delivered in Weil am Rhein in preparation for the VitraHaus preview

Anlieferung von Designer-Keksen im VitraHaus in Weil am Rhein

Was wir aber tatsächlich denken, könnt ihr am Freitagabend hier lesen. Wer nicht solange warten möchte, kann unseren Tweets live aus dem VitraHaus über dem (smow)twitter folgen.

Und am Samstag geht die (smow)wintertour 2010 weiter … aber dazu später mehr!

Christmas TIME…

Friday, December 11th, 2009

Mistelzweige und Wein werden in Überfluss vorhanden sein - also warum nicht einmal ein wenig Zeit schenken?

Ach, wir lieben diese Wortspiele!

Ein wahrer Meister in Sachen Uhrendesign war der frühere Herman Miller Design-Direktor namens George Nelson. Seine klassischen Designer-Uhren aus den 50er Jahren sind auch heute noch ein Geschenk, dass man voller Selbstvertrauen überreichen kann.

Eine Erweiterung der bestehenden Serie ist die Ceramic Clock. Bereits in den frühen 50ern entworfen, hat sie es nie in die Produktion geschafft. Basierend auf Zeichnungen und technischen Details, die in den Archiven von George Nelson gefunden wurden, hat Vitra die Uhren aufbereitet und sie so erstmals erhältlich gemacht.

George Nelson Ceramic Clock Model 1

George Nelson Ceramic Clock Model 1

Zusätzlich beinhaltet die Nelson-Reihe von Vitra zahlreiche Design-Klassiker. Unsere Favoriten dabei: Ball Clock, Diamond Clock, Pill Clock und Sunflower Clock.

George Nelson Ball Clock from Vitra

George Nelson Ball Clock von Vitra

George Nelson Pill Clock from Vitra

George Nelson Pill Clock von Vitra

George Nelson Diamond Clock from Vitra

George Nelson Diamond Clock von Vitra

George Nelson Sunflower Clock from Vitra

George Nelson Sunflower Clock von Vitra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Weihnachtszeit naht, die Gans wird fett - Liesmichl und viele andere Geschenkideen

Friday, November 20th, 2009

So traditionell wie geröstete Maronen und Sherry, machen besonders Geschenke Weihnachten für uns aus.

Dieses Jahr starten wir mit einer freundlichen Warnung.

Die Vorbereitungszeit unserer Lieferanten steigt an. Und obwohl wir ein gut gefülltes, üppiges Lager haben - sollten Sie etwas ganz Besonderes für einen lieben Menschen kaufen wollen und wir müssten es erst beim Lieferanten bestellen, wirds langsam eng.

Das “Ampelsystem” im (smow)Shop zeigt die aktuelle Verfügbarkeit. Sollten Sie dennoch Fragen haben, treten Sie mit unserem (smow) Kundencenter in Kontakt um eine Bestellung aufzugeben. Dort kann Ihnen ein Team aus geschulten Beratern detailierte Informationen zu Verfügbarkeit und Lieferzeiten nennen. Sofern sie den Glühwein noch nicht entdeckt haben!

Nachfolgend präsentieren wir eine Auswahl an Weihnachtsgeschenken. Beherzigen Sie bitte unsere Worte und bestellen Sie rechtzeitig.

Liesmichl von Nils Holger Moormann für Moormann

Liesmichl by Nils Holger Moormann for Moormann

Liesmichl von Nils Holger Moormann für Moormann

Nils Holger Moormann’s Liesmichl ist nicht nur ein idealer Beistelltisch für alle Bücherfreunde. Er ist auch das ideale Geschenk für alle Bücherfreunde. Mit Ablagefläche für Bücher, einem genialen Buchhalter, der Lesezeichen überflüssig macht und einer kleinen Ablage für Bonbons und Sherry bietet Liesmichl alles, was Sie sich für einen entspannten und sorgenfreien Leseabend wünschen.
 
 
 

Classic Trays from Vitra

Classic Trays from Vitra

Classic Trays from Vitra

Das kleine besondere Etwas für alle Fans des Designs aus den 60er Jahren. Das Vitra Design Museum hat eine Reihe wunderbarer Tabletts produziert, angelehnt an die klassischen Designs von Alexander Girard, George Nelson und Charles & Ray Eames. Von mutigen geometrischen Formen über Abstraktes bis hin zu moderner Volkskunst - in dieser Kollektion ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Rabbit Lamp by Front for moooi

Rabbit Lamp für moooi

Rabbit Lamp von Front für moooi

Für all diejenigen, die keinen Platz für die absurd fantastische Horse Lamp haben oder die unter Pferdeangst leiden, ist Front´s Rabbit Lamp

For all those who don’t have room for the absurdly fantastic Horse Lamp - or who suffer from Equinophobia - Front’s Rabbit Lamp bringt mehr als den Charme von Leporarien in Ihr Wohnzimmer oder Büro. Sie ist eine warme und stimmungsvolle Lampe, die perfekt für Ihren Schreibtisch, Beistelltisch oder Nachttisch.

Cobb Grill

Cobb Grill

Cobb Grill

Der Sommer mag vorbei sein - aber er kommt auch wieder. Und mit dem Cobb Grill brauchen Sie weder Sonne, Wespen noch große Gärten zum Grillen - das patentierte Design des Cobb Grill trägt dazu bei, dass er sicher und rauchfrei auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden kann. Gegrillte Gans - Mmmmmh lecker.

E 14 Rattan Stool by Egon Eiermann from Lampert

E 14 Rattanhocker von Egon Eiermann für Lampert

Rattanhocker E 14 von Egon Eiermann für Lampert

Für ein koloniales, Südseeinsel-Feeling kommen Sie nicht an Rattan Möbel vorbei. Und nichts ist dafür besser geeignet als Egon Eiermann´s Designs. Mit 42 cm Höhe und seiner konkaven Sitzfläche ist der E 14 perfekt als gelegentlicher Hocker oder als dauerhafter Beistelltisch geeignet.

Keramikuhren von George Nelson

Thursday, September 24th, 2009

Franz Schuberts Sinfonie No. 8 in B-Moll.

Der Prozess von Franz Kafka.

Madonna und Kind mit dem heiligen Johannes und Engeln von Michelangelo.

Obwohl die nachträgliche Fertigstellung von unvollendeten Werken gewisse ethische und stilistische Fragen aufwirft, ist es im Prinzip schön zu sehen, wenn sich jemand dieser Aufgabe annimmt, dem das Werk genauso wichtig ist wie dem ursprünglichen Künstler.

Deswegen ziehen wir den Hut vor dem Vitra Design Museum für seine Entscheidung, endlich George Nelsons Keramikuhren auf den Markt zu bringen.

George Nelson, Designer.

George Nelson, Designer.

1945 stieg George Nelson bei der renommierten Herman Miller Company als Kreativ-Direktor ein und fing 1947 an, Uhren für Howard Miller zu designen.

Ja ja, die beiden sind verwandt!

Howard war Hermans Sohn und beide hatten die Kunst des Uhrmachens und ihre Liebe für dieses Handwerk in Millers Heimat, dem Schwarzwald gelernt. Der Heimat der Kuckucksuhren…

1923 wurden Herman von seinem Schwiegersohn D.J. De Pree überredet, in die Michigan Star Furniture Company zu investieren, was zur Gründung der Herman Miller Furniture Company führte. 1926 überredete Howard seinen Vater, eine eigene Uhren-Firma zu gründen und somit war die Howard Miller Clock Company geboren. Noch heute residieren die beiden Unternehmens-Hauptquartiere in unmittelbarer Nachbarschaft, dennoch handelt es sich um völlig unabhängige Firmen.

George Nelson Ceramic Clock Modell 1

George Nelson Ceramic Clock Modell 1

Nelsons erste Uhr für Howard Miller war 1948 die Ball Clock, deren Design ungelogen heute noch genauso frisch und aufregend aussieht wie vor über 60 Jahren.

Im Laufe der nächsten zwei Jahrzehnte entwarf Nelson eine unvergleichliche Palette von Wanduhren, Tischuhren und Kinderuhren, die sogenannte Zoo Timer Serie für Howard Miller.

In den frühen 1950er Jahren entwarf Nelson auch eine Reihe von Tischuhren aus Keramik für Howard Miller. Obwohl diese bis zu einem produktionsreifen Stadium entwickelt wurden, traten sie in Produktion.

Zusammen mit dem Erwerb der Rechte, George Nelsons “Herman Miller” Arbeiten herzustellen, erhielt Vitra auch die Rechte an George Nelsons Uhren und solchen Klassikern wie der Eye Clock, der Sunflower Clock oder der Pill Clock. Diese werden heute unter dem Re-Editions Label des Vitra Design Museums hergestellt.

Außerdem besitzt Vitra auch die Rechte an George Nelsons Archiv inklusive der originalen Skizzen, Modellpläne, Notizen und Briefen.

George Nelson Ceramic Clock Modell 2

George Nelson Ceramic Clock Modell 2

Unter Nutzung dieses Archivs hat das Vitra Design Museum die Keramikuhren nun zum ersten Mal erhältlich gemacht.

Sie sind viel weicher als viele seiner Metalluhren, und wir sind besonders beeindruckt davon, wie ähnlich das Modell 2 Lisa Simpson sieht. Die Keramikuhren von George Nelson sind aus glasiertem Porzellan hergestellt und haben ein Quartz-Uhrwerk mit einer aufladbaren Batterie.

Wir finden es auch äußerst passend, dass diese Uhren - geschaffen von einem der einflussreichsten Akteure des Uhrendesigns im 20. Jahrhundert für einen leidenschaftlichen Uhrmacher aus Süddeutschland - endlich das Licht der Welt erblicken - dank eines leidenschaftlichen Möbelherstellers aus Süddeutschland.

Die Uhren von George Nelson sind auf viele Arten zu Hause angekommen - und das glücklicherweise ganz ohne Kuckuck.

Alle George Nelson Uhren können bei smow gekauft werden.

George Nelson Ceramic Clock Modell 3

George Nelson Ceramic Clock Modell 3

Joe Colombo in Leipzig - Sonderausstellung im Grassimuseum in Kooperation mit smow

Wednesday, March 25th, 2009
Joe Colombo in der Firma Kartell,1966 Bildquelle: Ignazia Favata ⁄Studio Joe Colombo, Mailand Foto: Oliviero Toscani

Joe Colombo in der Firma Kartell,1966 Bildquelle: Ignazia Favata ⁄Studio Joe Colombo, Mailand Foto: Oliviero Toscani

Cesare “Joe” Colombo (1930-1971) war ein Visionär unter den Möbeldesignern seiner Zeit. In seiner relativ kurzen Karriere als Designer (Joe Colombo wurde nur 41 Jahre alt und begann erst ca. 10 Jahre vor seinem Tod ernsthaft an Möbelentwürfen zu arbeiten) entwickelte er Möbel, die den Ansprüchen der “modernen Zeit” gerecht werden sollten. Dafür beschäftigte er sich mit den damals brandneuen Kunststoffverarbeitungstechniken und suchte nach Hilfe bei den “audiovisuellen Medien”. Seine Einrichtungsgegenstände und -konzepte eignen sich für mobile und “flexible” Menschen - sie lassen sich schnell Hin- und Umstellen, passen auch zu beengten Platzverhältnissen und sind trotzdem funktional bis luxuriös. Das Leipziger GRASSI Museum für Angewandte Kunst eröffnet in Andenken an den weltberühmten Designer am 4. April 2009 in Kooperation mit dem Vitra Design Museum, La Triennale di Milano, und dem Studio Joe Colombo Mailand die Sonderausstellung “JOE COLOMBO - DESIGN UND DIE ERFINDUNG DER ZUKUNFT”. Bis zum 28.06.09 sind Originale und Prototypen aller wichtiger von ihm entworfenen Möbel sowie originale Handskizzen, Pläne, Architekturmodelle, Filme und Fotos von und über ihn zu bestaunen. Zur Ausstellungseröffnung am 2.April 2009 (19 Uhr) wird auch der - von uns sehr geschätzte - Kurator des Vitra Design Museums, Matteo Kries, eine Eröffnungsrede halten. in Zusammenarbeit mit dem Vitra Design Museum werden wir von smow im Zuge der Joe Colombo-Ausstellung zwei Veranstaltungen organisieren: unter anderem werden wir die italienische Designerin und letzte noch lebende Mitarbeiterin von Colombo, Ignazia Favata, einfliegen. Nach einer Führung werden wir für eine angenehme Plauderatmosphäre mit Fingerfood und Drinks sorgen.

Ausstellung im GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Johannisplatz 5 – 11, 04103 Leipzig
Telefon 0341 222 91 00, www.grassimuseum.de
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10 – 18 Uhr
Montag geschlossen

Stuhl "4867" von Kartell (Design: Joe Colombo)
Stuhl”4867″ von Joe Colombo (Hersteller: Kartell)

In unserem Online-Shop bieten wir derzeit den Design-Klassiker “4867” (Hersteller: Kartell) von Joe Colombo an. Der erste Stuhl der Welt, der industriell im Spritzgussverfahren aus einem Stück gegossen wurde, ist stapelbar und beeindruckt durch einige gekonnte Kunstgriffe des Designers aus: durch Ausschnitte an den Seiten der Sitzfläche lassen sich die Stühle leicht stapeln; die Beine sind halbrund mit der Querschnittsfläche nach außen, so dass sie eng nebeneinander gestellt werden können; an der Lehne befindet sich eine Öffnung, in die bequem hineingegriffen werden kann und die das Abfliesen von Wasser erlaubt (also auch für den Außenbereich zu gebrauchen).




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