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Mehr als ein Möbelhersteller - Cassina

Wednesday, October 14th, 2009

Wenn man sich die Produkte von Cassina bei (smow) anschaut, könnte man direkt neidisch werden. Die angebotenen Sitzmöbel wie der LC4 Chaiselongue sehen im Vergleich zu unseren Bürostühlen sehr verführerisch aus. Wie auch immer.

LC4 Chaiselounge von Le Corbusier für Cassina

Cassina ist nicht einfach nur ein italienischer Möbelhersteller. Cassina ist mutiger Entwickler und Forscher.

Bereits 1927 in Mailand gegründet, wurden unter dem Namen Cassina anfänglich ausschließlich kleine Holzmöbel hergestellt. Doch bald schon weitete sich die Produktion auf Polstermöbel aus.
Auch in Krisenzeiten schaffte es das Unternehmen durch Produktionsausdehnung weiter zu wachsen. Bald wurden Cassina Möbel wegen der hervorragenden Qualität bekannt. Die Produkte umfassten nun schon fast alle Möbeltypen: Stühle, Sessel, Tische, Armlehnenstühle, Sofas und Betten.

Seit jeher setzt Cassina dabei auf hohe Qualität bei Materialien und Verarbeitung. Doch Cassina agiert nicht nur als gewöhnlicher Möbelhersteller.  Mit Erforschung neuer Herstellungstechnologien und Materialien wie kalt geschäumtem Polyurethan oder glasfaserverstärktem Polyester eröffnete das Unternehmen auch für die Gestaltung neue Wege, und die Design-Avantgarde Italiens lieferte die Entwürfe. Die Freude am gestalterischen Wagnis setzt sich über die Postmoderne bis zur Gegenwart fort.

Ein Ein Klassiker von Rietveld. Mit dem Zig-Zag kam ein neuer Typ Stuhl - der "Stuhl aus einem Stück" - ins Gespräch.

Ein Ein Klassiker von Rietveld: Zig-Zag.

Unter dem Markenzeichen Cassina tummeln sich die visionäre Präzision von Le Corbusier, die japanische Formensprache von Charles Rennie Mackintosh, die strenge Geometrie von Rietveld und die individuellen Designs von von Frank Lloyd Wright.

Produkte von Cassina bei (smow) finden Sie hier.

smow Design-Frühling Top 5: Lampen

Wednesday, July 8th, 2009
Kete von David Turnbridge

Kete von David Turnbridge

Die Top 5 Lampen des smow Design Frühlings. In keiner besonderen Reihenfolge:

Kete von David Turnbridge. Eine der ersten Lampen, die wir in Mailand gesehen haben und wahrscheinlich die, die den größten Eindruck auf uns gemacht hat. Nicht nur wegen ihrer Größe - die grundlegende Schönheit von Kete besteht in unseren Augen in der Atmosphäre, die sie mit 7W LED Elementen in einem Raum erzeugen kann. Trotz ihrer ungewöhnlichen Größe dominiert die Lampe den Raum dabei nicht. Ehrlich. Kete. Alles andere als öde.

moooi.

Beachballs by TOBYhouse at designersblock, Milan

Beachballs by TOBYhouse at designersblock, Milan

Beach Ball Lampen von TOBYhouse. Als wir die Beach Ball Lampen das erste Mal gesehen haben, dachten wir, dass sie aus geformtem Aluminium gemacht wären, weil sie so stabil und massiv sind. Erst im Gespräch mit dem Designer Toby Sanders fanden wir heraus, dass es sich um echte Strandbälle handelt. In diesem Moment wurde das Produkt magisch. In diesem Moment haben wir begriffen und gewürdigt, was für ein Produkt wir vor uns hatten. Und in diesem Moment begannen wir, der Sache etwas genauer auf den Grund zu gehen. Mittels eines eigens entwickelten Prozesses werden die Innenseiten der Bälle von TOBYhouse dünn mit Polyeurethen beschichtet, dann wird der Boden aufgeschnitten und die Kanten geglättet. Dank der leuchtend weißen Innenseite bieten die Beach Ball Lampen eine ausgezeichnete Beleuchtung. Beach Ball Lampen. Alles andere als öde.

moooi.

Flatline von Jason Brugges für Established and Sons

Flatline von Jason Brugges für Established and Sons

Flatliner von Jason Bruge für Established and Sons. Wir besitzen keinen iPod und haben deswegen wahrscheinlich ein paar Minuten gebraucht, bevor wir mit dem Steuersystem klargekommen sind. Wenn es auf einem Walkman basiert hätte, wäre das viel schneller gegangen. Wie auch immer - nachdem wir die Sache endlich im Griff hatten, waren wir voller Bewunderung für Jason Bruges geniales Dimmer-System. Und die Qualität der Beleuchtung ist mindestens genauso überzeugend. Wenn sie nicht wissen, wovon wir reden, schauen sie sich einfach unser (smow)Tube Video an. Flatliner. Alles andere als öde.

moooi.

Fiss Family von My Own Super Studio

Fiss Family von My Own Super Studio

Fiss Family von myownsuperstudio. Die DMY in Berlin war voller Lampen. Wir sind uns nicht ganz sicher, glauben aber, dass es was damit zu tun haben könnte, dass Design-Studenten Lampen als Abschlussprojekt hatten. Eine Art Verschwörung von Design-Professoren, um die Erde heller als die Sonne strahlen zu lassen. Fiss Family vom portugiesischen Hersteller myownsuperstudio wäre dabei nicht so hilfreich gewesen, war aber trotzdem eine der schönsten Lampen, die wir in diesem Frühling gesehen haben. Uns hat sie damit überzeugt, dass das Licht nach unten strahlt. Deswegen erzeugt sie natürlich nicht die hellste Beleuchtung, aber das Licht ist das weichste, was wir gesehen haben und somit perfekt fürs Wohnzimmer oder für die dezente, atmosphärische Hintergrundbeleuchtung in einem Büro. Fiss Family. Alles andere als öde.

moooi.

Spin von Tom Dixon

Spin von Tom Dixon

Spin von Tom Dixon. Keine Lampe im üblichen, modernen elektrischen Sinne. Aber Konventionen interessieren uns nicht übermäßig. Richtig eingesetzte Kerzen schaffen oft eine bessere, positivere Beleuchtung als ihre modernen Verwandten. Es kommt auf den “richtig eingesetzten” Teil an. Mit Spin bietet Tom Dixon eine wunderbar elegante Gelegenheit, einen Raum nicht nur zu beleuchten, sondern die Beleuchtung auch nach Belieben zu verändern und anzupassen. Spin. Alles andere als öde.

Und am Ende noch eine spezielle Erwähnung von moooi für ihre Horse Lamp.

Ray und Charles Eames - eine Künstlerin und ein Architekt erschaffen den Lounge Chair

Tuesday, January 6th, 2009
Stuhl aus der "Plywood group" (verformtes Schichtholz)

Stuhl aus der "Plywood Group" (verformtes Schichtholz)

Ray und Charles Eames können wohl ohne Bedenken als “Multitalente” bezeichnet werden. Die beiden amerikanischen Designer schufen funktionale und weltbekannte Möbelstücke, avantgardistische Filme, kindgerechtes Spielzeug und die bekannten Häuser in Los Angeles, das Eames House und das Entenza House.
Charles Eames (1907 - 1978) studierte ursprünglich Architektur an der Washington University in St. Louis. Ein Stipendium und späterer Lehrauftrag an der Cranbrook Academy of Art führte ihn nach Michigan, wo er seine zukünftige Ehefrau Ray Kaiser (1916 - 1988) kennenlernte. Mit Eero Saarinen, einem berühmten finnischen Architekten, der zunächst sein Lehrer war und sich dann zu einem wertvollen Kollegen entwickelte, experimentierte er mit Schichtholz. Daraus entstanden Möbel, die den MoMA-Wettbewerb “Organic Design in Home Furnishings” gewannen. Sie zeichnen sich durch ihre Form, die sich am menschlichen Körper orientiert, aus und sind deshalb äußert bequem.
1941 heirateten Ray Kaiser und Charles Eames und gründeten ein gemeinsames Designerstudio. Während des 2. Weltkrieges nutzten die beiden die Technik des Verformens von Schichtholz um für die US-amerikanische Regierung und für Flugzeughersteller verschiedene Flugzeugteile, Krankentragen und Beinschienen herzustellen. Außerdem wendeten sie sich dem Material Fiberglas und dem Verfahren des Aluminiumguss’ zu. Aus der Kombination dieser Techniken und Materialien entstand 1956 der weltberühmte und bis heute gefragte “Lounge Chair“.

Lounge Chair in weiß

Lounge Chair in weiß

Der Möbelhersteller und Vorreiter im Bereich moderner Möbel, Herman Miller, bot dem Eames-Ehepaar eine Zusammenarbeit an. In der Folgezeit entwickelten sie nicht nur den Lounge Chair, sondern produzierten auch andere Eames-Möbel in größeren Stückzahlen. Bei allen Experimenten, Entwürfen und Produkten standen Qualität, Ästethik und ein ökonomischer Materialeinsatz sowie die Möglichkeit einer effizienten Produktion im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit Herman Miller weitete sich auf dessen europäischen Partner, Vitra, aus. Bis heute produziert Vitra die Designmöbel von Ray und Charles Eames. Neben dieser prestigeträchtigen Partnerschaft war das kreative Ehepaar außerdem für IBM tätig, drehte Filme und gestaltete Ausstellungen (z.B. 1964/65 den IBM-Pavillon auf der Weltausstellung in New York).

Ray und Charles Eames (Bildquelle: www.designmuseum.org)

Ray und Charles Eames (Bildquelle: www.designmuseum.org)

Bei Smow sind unter anderem folgende Möbelstücke (Design: Ray und Charles Eames; Produktion: Vitra) erhältlich:
- Plywood Group
- Fiberglas Group
- Aluminium Group
- Drahtmöbel
- Kinderprodukte




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