Posts Tagged ‘Charles Eames’

Happy Birthday Eero Saarinen!

Thursday, August 19th, 2010
Eero Saarinen

Eero Saarinen, 1910 - 1961

Am 20. August jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag des finnischen Architekten und Designers Eero Saarinen.

Eero Saarinen hatte wahrscheinlich keine große Alternative bei der Auswahl seines Berufes. Sein Vater Eliel Saarinen war ein gefeierter Architekt in Finnland, zwei Onkel waren ebenfalls Architekten, und seine Mutter Loja Gesellius Saarinen war Bildhauerin und Textildesignerin.

Eero Saarinen verbrachte die ersten 13 Jahre seines Lebens in seinem Geburtsort Kirkkonummi, außerhalb von Helsinki. 1923 emigrierte die Familie nach positivem Feedback auf Eliel Saarinens eingereichten Beitrag für die Chicago Tribune Tower Competitionin in die USA. Ursprünglich ging es nach Evanston, Illinois, aber 1925 wurde Eliel Saarinen von G.G. Booth mit dem Bau der neuen Cranbrook Academy of Art in Bloomfield Hills, Michigan beauftragt.

The Cranbrook Academy Campus, designed by Eliel Saarinen

Der Campus der Cranbrook Academy, entworfen von Eliel Saarinen

Ein Auftrag der später noch großen Einfluss auf Eero Saarinens Karriere nehmen sollte.

1930 reiste Eero nach Paris, wo er ein Jahr Bildhauerei an der Académie de la Grande Chaumière studierte, bevor er sich an der Yale School of Architecture einschrieb. 1935 machte er dort seinen Abschluss und reiste anschließend ein Jahr lang durch Europa und Nordafrika. Nach seiner Rückkehr nach Amerika arbeitete Eero Saarinen im Büro seines Vaters in Cranbrook. Dort lernte er auch Charles Eames kennen. Die jungen Eames studierten beide am College und waren in Eliel Saarinens Büro angestellt.

Dieses Treffen sollte der Beginn einer lebenslangen beruflichen und persönlichen Beziehung werden; Saarinen nannte seinen ersten Sohn in zweiter Ehe sogar “Eames”.

Charles Eames and Eero Saarinen at Cranbrook Academy (photo © Cranbrook Archives)

Charles Eames und Eero Saarinen in der Cranbrook Academy (photo © Cranbrook Archives)

Die beruflichen Entwicklungen von Charles Eames und Eero Saarinen waren eng miteinander verknüpft und beide begannen tatsächlich mit gemeinsamen Projekten: dem Wettbewerb “Organic Design in Home Furnishings” im Jahre 1940 und dem “Case Study House #9″ für das Arts & Architecture Magazine von 1945 bis 1949.

Als Antwort auf die zunehmende Gelangweiltheit der Amerikaner von den minimalistischen Stahl-/Leder-/Glasobjekten der Bauhaus-Schule, organisierte das Museum of Modern Art in New York 1940 den Wettbewerb “Organic Design in Home Furnishings” um die besten neuen Möbeldesignkonzepte in den USA zu finden. Laut Wettbewerbsregeln sollten die Designs funktionell und bezahlbar sein und auf neuen, modernen Produktionsprozessen beruhen.

Eames und Saarinen reichten acht Entwürfe ein die hauptsächlich auf ihren früheren Experimenten mit geformten synthetischen Möbeln basierten - u.a. den Conversation Chair, heute bekannter unter dem Namen Organic Chair.

Die Jury, der Lichtgestalten wie Marcel Breuer und Alvar Aalto angehörten, vergab den ersten Platz an Charles Eames und Eero Saarinen.

The Organic Chair by Charles Eames and Eero Saarinen through Vitra

Der Organic Chair von Charles Eames und Eero Saarinen (Vitra)

Obwohl der Preis dem Paar viel Anerkenung einbrachte, war die Massenproduktion der Eames-Saarinen Designs in den frühen 1940er Jahren noch unmöglich. Die Technologie war einfach noch nicht weit genug um die Stühle zu produzieren bzw. die Maschinen, die die Stühle produzieren könnten. Der Ansatz, der hier zum Tragen kam, sollte jedoch in der Arbeit beider Designer später eine wichtige Rolle spielen. Charles Eames nutzte ihn für seine Fiberglas/Plastic Chair Serie, während Saarinen ihn in seinen Arbeiten für Knoll International anwendete: z.B. den Womb Chair und den Tulip Chair - seine beiden wohl wichtigsten Designs.

Auch ihre Laufbahn als Architekten begannen Eames und Saarinen mit einem gemeinsamen Projekt. Der Herausgeber der amerikanischen Zeitschrift Arts & Architecture, John Entenza, rief im Januar 1945 in einem Leitartikel dazu auf, mehr Massenproduktionstechnologie im Hausbau anzuwenden. In den darauf folgenden Jahren wurde eine Reihe namhafter Architekten beauftragt, ihre Visonen des industriell massengefertigten Hauses der Zukunft zu entwerfen und zu bauen.

1949 wurde das “Case Study House #9″ von Charles Eames und Eero Saarinen fertiggestellt. Es zeigt die typisch quadratischen Formen der frühen Arbeiten von Eames und Saarinen. Die Ausstattung und Einrichtung illustriert den Glauben der beiden an die Einheit von Architektur und Design und die Beziehung zwischen einem Haus, seinem Inhalt und seinem Nutzer/Bewohner.

Neben dem “Case Study House #9″ befindet sich “Case Study House #8″ - das sogenannte “Eames House”, welches offiziell Charles und Ray Eames zugeschrieben wird. Aber auch hier ist der Einfluss von Eero Saarinen unverkennbar.

Die Teilnahme an einem solch prestigeträchtigen Projekt brachte den beiden - noch relativ jungen - Architekten Saarinen und Eames ein größeres Publikum für ihre Arbeiten und letztendlich auch das Ansehen.

1946 führte eine weitere “Cranbrook Connection” von Eero Saarinen zu seiner Zusammenarbeit mit Knoll International.

Tulip Chair by Eero Saarinen for Knoll International

Der Tulpenstuhl (Tulip Chair) von Eero Saarinen für Knoll International

In Cranbrook hatte Saarinen Florence Schust kennengelernt. 1944 heiratete Florence den jungen deutschen Möbelhersteller Hans G. Knoll und wurde die Innendesignerin bei Knoll International. Sie war es, die Saarinen ansprach, sein Form-Stuhl-Konzept für die Firma zu entwickeln.

Alles in allem entwickelte Saarinen über ein Dutzend Produkte für Knoll International. Viele von ihnen wurden seit ihrer Markteinführung kontinuierlich produziert.

Trotz der Bedeutung seiner Arbeiten war Möbeldesign für Eero Saarinen immer ein Seitenprojekt neben seiner Karriere als Architekt. Als “Hauptbeschäftigung” entwarf er unter anderem das Jefferson National Expansion Memorial in St Louis, den TWA Terminal auf dem JFK Flughafen New York und den Dulles International Airport, Washington. Dennoch sah Saarinen die Arbeit als Designer nie  als wertloser an, im Gegenteil: Ihn faszinierte die Idee, dass jeder Teil einer Arbeit die anderen Teile widerspiegeln und ergänzen könne und dass das Äußere und das Innere als ein Ganzes vereint sein könnten. In diesem Sinne können Saarinens Möbelentwürfe als direkte Ergänzung seiner Architektur gesehen werden - und seine Architektur ebenso als Ergänzung seiner Möbeldesigns.

Am 1. September 1961 starb Eero Saarinen an den Folgen einer Hirntumor-Operation.

Obwohl er in jungen Jahren gestorben ist, hat Eero Saarinen im Laufe seiner 25jährigen Karriere die moderne Architektur und modernes Möbeldesign geprägt. Seine Arbeiten haben dazu beigetragen die Architekturtheorie neu zu definieren und die Zukunft auszumalen. Seine Entwürfe legten die Grundlage für die moderne Designmöbelindustrie.

Designe immer in Anbetracht des nächstgrößeren Kontexts -  ein Stuhl in einem Raum, ein Raum in einem Haus, ein Haus in einer Umgebung, eine Umgebung in einer Stadt.

Eero Saarinen, 1910 - 1961

(smow) offline: Gewinnen Sie einen Vitra Organic Chair

Tuesday, June 22nd, 2010

Organic Chair von Charles Eames und Eero Saarinen für Vitra

Es ist vielleicht nicht das bekannteste Werk, weder von Charles Eames‘ noch von Eero Saarinen, nichtsdestotrotz ist der “Conversation Chair” von 1940 ohne Zweifel ein wichtiges Stück des Möbeldesigns aus dem 20ten Jahrhundert.

Der Stuhl wurde für den “Organic Design in Home Furnishing” Wettbewerb des New York Museum of Modern Art designt. Er war eine Studie und einer der ersten Versuche mit formbarem Kunststoff von Eames und Saarinen.

Zu dieser Zeit war die Technologie aber einfach noch nicht ausgereift und die Ideen von Charles Eames und Eero Saarinen konnten erst zehn Jahre später umgesetzt werden: Charles Eames mit den Glasfaser/Kunststoff-Sesseln für Herman Miller und Eero Saarinen mit demTulpen Stuhl für Knoll.

Tulip chair by Eero Saarinen for Knoll

Tulpen Stuhl von Eero Saarinen für Knoll

Der Vollständigkeit halber sollten wir auch noch George Nelson’s Swag Leg Chair erwähnen. Das Design und die Technologie basiert stark auf der des Conversation Chair.

Zurzeit wird der Stuhl von Vitra als “Organic Chair” verkauft. Der Stuhl von Eames und Saarinen bleibt ein selbstbewusster Klassiker, der in alle privaten und geschäftlichen Räume passt.

Und Sie können einen gewinnen.

Das Designer Möbel Verkäufer Netzwerk “Creative Inneneinrichter” - zu welchem (smow) gehört - stellt einen “Organic Chair” als Hauptpreis ihres “Mein Weg ins VitraHaus” Wettbewerbs zur Verfügung.

Der zweite Preis ist ein Vegetal von Ronan and Erwan Bouroullec und der dritte Preis ist ein Panton Chair.

Die Regeln sind denkbar einfach: Dokumentieren Sie ihre Reise zum VitraHaus; der einfallsreichste, originellste und kreativste Beitrag gewinnt.

Also egal ob Sie mit einem Fallschirm auf dem VitraHaus landen wollen, oder die Alpen im Hannibalstyle auf Elefanten überqueren wollen, registrieren Sie sich einfach auf der Creative Inneneinrichter Website und laden Sie ihre Fotos/Videos/Zertifikate hoch.

Details finden Sie unter “Mein Weg ins VitraHaus

Although Jasper Morrison built a bus stop next to teh VitraHaus - travelling by bus probabyl wont win you the Organic Chair

Auch wenn Jasper Morrison eine Bushaltestelle neben dem VitraHaus gebaut hat, eine Busreise wird wohl nicht für den ersten Platz reichen.

Enthüllung des Eames soft Pad - Hoffen auf Erfolgsfortsetzung des Aluminium Chairs

Tuesday, February 2nd, 2010

Zeeland, Michigan, 1969

The EA 107 from the Charles and Ray Eames aluminium chair range through Vitra

The EA 107 aus der Charles und Ray Eames Aluminium Chair Kollektion bei Vitra

Vor zehn Jahren revolutionierten Charles und Ray Eames die Welt des Stuhl-Designs mit ihrer “Aluminium Chair” Kollektion. Und nun hoffen sie, es wieder tun zu können.

In einer der heiß ersehntesten Veröffentlichungen des Jahres, stellten Charles und Ray Eames vergangene Woche ihre neue Produkt-Kollektion vor: Soft Pad.

“Soft Pad ist die fortschrittlichste Technologie in einem magischen und revolutionärem Produkt”, erklärte ein stolzer Charles Eames als er die neue Kollektion vor geladenen Journalisten im Yerba Buena Center in Zeeland, Michigan, enthüllte.

Mit dem soft Pad halten Charles und Ray Eames an dem gewohnten Gestell der Aluminium Chairs fest, fügten aber eine Reihe an neuen Funktionen hinzu: individuell gepolsterte, 2 und 3/4 inch große Auflagen. Die Auflagen, so Eames, bilden einen Kontrast zu dem glatten Aluminium um einen weicheren, opulent wirkenden Stuhl zu schaffen, der trotzdem die Transparenz und Klarheit des Original Aluminium Stuhls beibehält.

Darüber hinaus hofft Eames auch, den Erfolg der über 140.000 “Apps” ausbauen zu können, die es für den Aluminium Chair gibt und die im sogenannten Aluminium Chair appsStore erhältlich sind, wie z.B. die beliebte Fuß-Stütze und Facebook Apps.

The EA 207 from Charles and Ray Eames new soft Pad range through Vitra

The EA 207 aus der neuen Charles und Ray Eames soft Pad Kollektion bei Vitra

Kritiker bemängeln das Fehlen von USB-Anschlüssen und den Fakt, dass das neue soft Pad kein Flash unterstützt. Charles und Ray Eames zeigen sich dennoch optimistisch und glauben, dass das neue soft Pad eine große Resonanz unter den Konsumenten finden wird, vielleicht sogar ein ein neuer Design Klassiker, der in Europa von Vitra produziert wird und im Internet erhältlich ist.

(smow)offline: Design(ing) Hotels

Wednesday, December 9th, 2009

Alles fing mit “Boutique” Hotels an, die, wenn man ehrlich ist, einfach nur kleine Hotels sind. Oder Gästehäuser, wie wir sie in früheren Jahren nannten.

Dann tauchte langsam, sehr langsam, der Begriff “Design Hotel” auf. Und heute wird er nahezug überall benutzt. Egal, ob es sich um ein Hotel handelt, in dem jedes Zimmer seine eigene “Identität” hat oder ein Hotel, das mit Designer-Möbeln ausgestattet ist - “Design Hotels” repräsentieren einen erheblichen Teil des Unterbringungs-Repertoires und der Tourismus-Marketingkonzepte aller größeren Städte.

Wie so vieles im Leben ist dieses Konzept sehr weit von etwas Neuem entfernt.

Room 606 at the SAS Royal in Copenhagen. Designed by Arne Jacobsen

Zimmer 606 des SAS Royal in Kopenhagen. Gestaltet von Arne Jacobsen

Eines der ersten Design Hotels war das SAS Royal in Kopenhagen. Seinen Status als Design Hotel verdankt es weniger dem Marketing, sondern mehr der Persönlichkeit des Architekten - Arne Jacobsen. Der Altmeister des dänischen Designs war überaus glücklich, als er die gesamte Kontrolle über ein Projekt bekam, was auch die Gestaltung des Interiors und der Möbel für sein Gebäude beinhaltete. So wie beim SAS Royal. Jacobsens berühmte “Egg and Swan” Stühle - heute allgegenwärtig in vielen Design-Hotels - wurden speziell für die Lobby des SAS Royal angefertigt. Sogar die Türgriffe in dem Hotel sind wahre Design-Klassiker.

In der Zeit der Fertigstellung, also in den 60er Jahren, war das Hotel das größte Gebäude Skandinaviens und setzte neue architektonische und ästhetische Standards. Und fast 50 Jahre später bewahrt sich das Hotel seinen Charme, seine Wichtigkeit und Vollkommenheit in der perfekten Mischung aus Gebäude und Funktion.

Nur wenige moderne “Design Hotels” kommen dem Vorbild von Jacobsens Meisterstück sehr nahe, weil einfach die Idee aus der falschen Richtung oder der falschen Intention entstand. Oder vielleicht auch einfach nur, weil sie dafür gemacht sind, Geld zu verdienen.

Ein modernes Hotel, das vergleichbar mit Jacobsens Vision ist, heißt Berge - eine Zuflucht für erschöpfte Seelen in Süddeutschland, das sehr im Charakter seines Designers Nils Holger Moormann gestaltet wurde.

Berge in

Berge in Aschau im Chiemgau, Deutschland

Eigentlich ist es nur ein Haus mit Selbstversorger-Wohnungen am Fuße der Alpen. Aber es verkörpert die Moormann-Philosophie mit seinem simplen Luxus und der Freude bei kleinen Dingen und Situationen.

Im Gegensatz zu den meisten Hotels, prahlt Moormann lauthals damit, dass Berge kein WiFi hat, das die Betten schmal und der Handy-Empfang mies ist. Technische Nachteile in der modernen Massentourismus-Welt bekommen in der Welt von Nils Holger Moormann den Grund für einen Check-In.

The room Hohe Kammer in Berge with its mix of Moormann and Vitra DSR

Das Zimmer "Hohe Kammer" in Berge: ein Mix aus Moormann und Vitra DSR

Während in Kopenhagen alle Zimmer identisch und mit den Werken von Arne Jacobsen ausgestattet sind, hat jeder Raum in Aschau im Chiemgau seinen eigenen Stil und seine eigene Identität. Darüber hinaus reflektieren die Möbel eine vielseitige Vision, indem Produkte von Moormann mit anderen Design-Klassikern wie z.B. Vitra DSR von Charles und Ray Eames kombiniert werden. Eine mutige Entscheidung von einer Firma, die damit Geld macht, Designer-Möbel zu verkaufen. Und sicherlich eine Entscheidung, die Arne Jacobsen nicht gebilligt hätte.

Und weil das Projekt auf einem Prinzip und nicht nur auf reiner Profitgier basiert, wird auch hier die Balance zwischen Gebäude und Funktion genauso perfekt beibehalten wie beim SAS Royal.

Das Design-Hotel wird von Dauer sein und wird weiter reizen und auch zukünftig die Millionen von Billigflieger-Nutzern begeistern, die die Hotelräume jedes Wochenende füllen. Während die Arbeit von Arne Jacobsen ein Synonym für das Konzept von Design-Hotels geworden ist, wird Berge wohl immer ein Einzelgänger bleiben. Etwas, das ohne Zweifel Nils Holger Moormann genauso erfreuen wird wie es Arne Jacobsen erfreut hat.

Bescheren Sie sich ein Fest mit Eames …

Tuesday, November 24th, 2009

In der Welt der Designermöbel gibt es nur ein paar Designer, für die “Heim” und “Familie” eine solch zentrale Rolle spielen wie bei Charles und Ray Eames.

Angefangen bei ihrem “Eames Haus” als kombinierter Wohn- und Arbeitsraum für eine junge Familie, über ihre zahlreichen Arbeiten mit und für Kinder, präsentierten Charles und Ray Eames sich schon immer eher als “familiäre” statt als “industrielle” Designer.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass so viele ihrer Arbeiten so leicht als Weihnachtsgeschenkidee empfohlen werden können.

Eames DSR from Vitra

Eames DSR von Vitra

Eames DSR

Der DSR ist Teil der Fiberglas-Kollektion aus den 1950er Jahren von Charles und Ray Eames. Auch heute wird er noch von Vitra aus Polypropylen produziert, und zwar in dem selben Design, das damals schon in den Nachkriegsjahren Amerika betörte. Ob als Set um einen Tisch herum oder als Einzelstück im Bad/Schlafzimmer/Arbeitsplatz - Der Vitra DSR von Charles und Ray Eames ist immer ein willkommener Einrichtungsgegenstand für Heim und Büro.

Hang it All by Charles and Ray Eames through Vitra

Hang it All von Charles und Ray Eames durch Vitra

Hang it All

Damit erfreuen Sie garantiert Jung und Alt gleichermaßen. Mit seinen bunten Kugeln und unregelmäßigen Formen ist der Hang it All von Charles und Ray Eames ein wahrer Design-Klassiker der 1950er Jahre und diente seither vielen Designern als Inspiration.

Eams Elephant by Charles and Ray Eames for Vitra

Eames Elephant von Charles und Ray Eames für Vitra

Eames Elephant

Er ist vielleicht der eindeutige Beweis für die kindlich orientierte Arbeit von Charles und Ray Eames - der Eames Elephant. Ursprünglich aus Sperrholz gestaltet, wurde er zu Lebzeiten der Eames niemals zum Massenprodukt. Die Neuauflage vom Vitra Design Museum macht den Elephant erstmals zu einem Objekt, das für jeden erhältlich ist. Stabil, sicher und lustig - damit ist der Eames Elephant das perfekte Geschenk für alle Kinder.

Lounge Stuhl und Ottoman

Für diejenigen, die nach etwas ganz Besonderem suchen - für die ist die Suche mit dem Eames Lounge Chair zu Ende. Als wahrer Inbegriff der Design-Arbeit von Charles und Ray Eames und als einer der bekanntesten Nachkriegs-Designstücke Amerikas, ist der Eames Lounge Chair dazu geschaffen, den Sitzenden zu verschlucken und zu verhätscheln.  Und zusammen mit einem Ottoman ist das Erlebnis noch beeindruckender.

Eames Lounge Chair from vitra

Eames Lounge Chair von Vitra

World Usability Day 2009

Thursday, November 12th, 2009

Heute ist World Usability Day, zu deutsch: Tag der Benutzerfreundlichkeit.

Wir geben zu, ein wenig skeptisch den Motivationen gegenüber zu stehen, die Leute dazu bewegen, solche Ereignisse wie “Welt Avocado Tag”, “Bulgarisch Aramäische Anerkennungswoche” oder tatsächlich den “World Usability Day”, zu etablieren. Aber wir können nicht umhin, den Grundgedanken hinter dieser Veranstaltung einfach zuzustimmen.
(Ohne die Charta an sich zu befürworten):

Menschliches Versagen ist eine Fehlbezeichnung. Technologie ist heutzutage so schwer zu bedienen. Ein Handy sollte genauso einfach zu bedienen sein wie ein Türgriff. Um die Welt menschlicher zu machen, die Technologie als Infrastruktur für Bildung, Gesundheitsfürsorge, Regierung, Kommunikation, Unterhaltung, Arbeit und andere Sachen nutzt, müssen wir Technologien entwickeln, die in erster Linie den Leuten dienen.

In Bezug auf Möbel Design könnten wir nicht deutlicher zustimmen. In der Tat haben wir uns schon oft an dieser Stelle für klar definiertes und durchdachtes Design ausgesprochen.

Die Arbeiten von Charles und Ray Eames, Jasper Morrison, Philippe Starck oder Ronan und Erwan Bouroullec beweisen eindrucksvoll, was mit einem Minimum an Trara und unnahbarer Raffinesse erreicht werden kann.

Unser Beitrag zum World Usability Day 2009 sind folgende 10 Design Prinzipien vom Altmeister des deutschen Industrie Designs Dieter Rams:

* gutes Design ist innovativ
* gutes Design macht Produkte nützlich
* gutes Design ist schön
* gutes Design erklärt das Produkt
* gutes Design ist unaufdringlich
* gutes Design ist ehrlich
* gutes Design ist zeitlos
* gutes Design ist bis ins Detail durchdacht
* gutes Design ist ökologisch
* gutes Design ist so wenig Design wie möglich

So einfach ist das.

Happy World Usability Day!

(smow) gratuliert: 20 Jahre Vitra Design Museum

Monday, October 26th, 2009

Am 03.11.1989 eröffnete das Vitra Design Museum.

Am 09.11.1989 fiel die Berliner Mauer.

Zufall? Nahezu sicher.

Aber während das Vitra Design Museum nicht die Verantwortung für das Ende der DDR trägt, kann es doch auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken und stolz behaupten, einen großen Beitrag zur Popularisierung von Designer Möbeln und Möbel Designern geleistet zu haben.

Zunächst als Ort errichtet, wo Vitra Vorsitzender Rolf Fehlbaum seine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Designer-Möbel-Artefakte zeigte, wuchs die Rolle des Museums bald.

Eine anfängliche Ausstellung der Werke von Ron Arad legte den Grundstein für weitere Ausstellungen, die sich entweder einem Designer wie z.B. Isamu Noguchi, Frank Lloyd Wright und Joe Colombo widmeten oder allgemeinere Themen wie Kindermöbel oder äronautische Designs zeigten. Die wachsende Popularität der Ausstellungen im Vitra Design Museum spiegelt sich auch in den Besucherzahlen wider. Während 1989 noch 23.000 Besucher gezählt wurden, waren es 2008 etwa 86.000.

Vitra Design Museum (with advertising for the current exhibition)

Vitra Design Museum (mit Werbung für die aktuelle Ausstellung: ANTIBODIES Die Werke von Fernando & Humberto Campana 1989 - 2009)

Und nicht nur die Besucher in Weil am Rhein haben profitiert. Zahlreiche Ausstellungen haben über 350.000 Besucher weltweit verzaubert.

Über zwei Jahrzehnte hat sich auch der Bau des Vitra Design Museums gewandelt: vom Original Frank Gehry Gebäude zu einem wahrhaftigen Campus mit Produktionshallen und Konferenzräumen. Während die Möbel von den größten Designern stammen, steuerten Jasper Morrison, Jean Prouvé und Tadao Ando ihre Wünsche in Sachen Architektur bei.

The Eames Elephant enclosure at the Vitra Design Museum

Das Gehege der Eames Elephants beim Vitra Design Museum

Eine wichtige Finanzierungsquelle des Vitra Design Museums ist seine zahlreichen Re-Editions und Miniaturprodukte. Zusätzlich zu den 1:6 Miniaturen von klassischen Designer Stühlen beinhaltet die Kollektion Werke von Alexander Girard’s Wooden Dolls über Eames Elephants bis hin zu “neuen” Produkten wie die “classic Trays” oder George Nelsons Keramikuhren.

Am 8. November lädt Vitra alle zu einem Tag der offenen Tür in Weil am Rhein ein um gemeinsam den 20. Geburtstag des Design Museums zu feiern. Neben geführten Rundgängen durch die Ausstellung, die Kollektion und das Gebäude haben Sie die Möglichkeit Ihren ganz persönlichen Eames Elephant zu gestalten.

Also wir können diesen Ausflug nur empfehlen!

Vitra, Thonet und die Kunst der Designer-Möbel

Thursday, October 8th, 2009
EA 107 by Charles and Ray Eames for Vitra

EA 107 von Charles und Ray Eames für Vitra

In den vergangenen Wochen fanden drei unabhängige Ereignisse statt, die zu einer bedeutsamen Geschichte verschmolzen.

Während des Besuches einer Studentenwohnung in Dresden fiel dem (smow)Boss ein offensichtlich lang genutzter, doch immernoch funktionaler Stuhl auf, der an den EA 107 von Charles und Ray Eames für Vitra erinnerte. Obwohl man annehmen konnte, dass es eine Kopie war (Studentenwohnung, Dresden, etc.), wusste sein professioneller Verstand es besser und untersuchte den Stuhl eingehend. Und siehe da! Es war ein original EA 107 von Charles und Ray Eames für Vitra.

Dieser glückliche Besitzer hat den Stuhl von seinem Großvater geerbt, ohne den wahren Wert trotz des stets geschätzten Sitzkomforts jemals zu wissen.

Mart Stam copies awaiting collection...

Mart Stam Kopien

Ein völlig anderer Schauplatz begrüßte uns am nächsten Morgen als wir durch ein bekanntes Leipziger Büroviertel liefen. Wir entdeckten zwei offensichtliche Kopien des S 33 von Mart Stam für Thonet in Müllcontainern.

So traurig…

Wir werden Ihnen den Anblick des rissigen und herabhängenden Kunstleders ersparen. Aber der erschütternde Punkt ist, dass eine Firma dachte, sie könnten ein paar Euro sparen indem sie billige Stühle online einkauften. Und nun haben sie gar keine Stühle mehr.

Und das Geld ist eh längst weg.

In der gleichen Woche gab das Oberlandesgericht Düsseldorf sein Urteil im Fall Thonet gegen einen italienischen Produzenten von Mart Stam Kopien bekannt. Der Produzent stellte den S 43 Cantilever Stuhl her. Wir berichteten.

S 43 by Mart Stam through Thonet - officially a work of art

S 43 von Mart Stam von Thonet - offiziell ein Kunstwerk

Das Gericht entschied, dass der S 43 als künstlerisches Werk immer noch geschützt sei und deswegen nur vom Lizenzinhaber, nämlich Thonet, produziert werden dürfe.

Neben der richterlichen Bestätigung, dass Mart Stams Arbeiten Kunst seien, sollte die Entscheidung der Richter auch weiterhin Konsumenten vor qualitativ schlechten Kopien schützen.

Für diejenigen, dessen entsorgte Stühle wir fanden, ist es zwar ein bisschen zu spät. Aber für jene, die beabsichtigen in Designer Möbel zu investieren, ist der Fall klar.

Mit einem original lizensierten Produkt - ja, man bezahlt ein wenig mehr Geld, aber mit dem zusätzlichen Geld kommt der Seelenfrieden. Und anstatt das gute Stück später in den Müllcontainer wandert, wird es wohl eher den Weg zur nächsten Generation finden. Oder vielleicht auch zur übernächsten.

Ray und Charles Eames - eine Künstlerin und ein Architekt erschaffen den Lounge Chair

Tuesday, January 6th, 2009
Stuhl aus der "Plywood group" (verformtes Schichtholz)

Stuhl aus der "Plywood Group" (verformtes Schichtholz)

Ray und Charles Eames können wohl ohne Bedenken als “Multitalente” bezeichnet werden. Die beiden amerikanischen Designer schufen funktionale und weltbekannte Möbelstücke, avantgardistische Filme, kindgerechtes Spielzeug und die bekannten Häuser in Los Angeles, das Eames House und das Entenza House.
Charles Eames (1907 - 1978) studierte ursprünglich Architektur an der Washington University in St. Louis. Ein Stipendium und späterer Lehrauftrag an der Cranbrook Academy of Art führte ihn nach Michigan, wo er seine zukünftige Ehefrau Ray Kaiser (1916 - 1988) kennenlernte. Mit Eero Saarinen, einem berühmten finnischen Architekten, der zunächst sein Lehrer war und sich dann zu einem wertvollen Kollegen entwickelte, experimentierte er mit Schichtholz. Daraus entstanden Möbel, die den MoMA-Wettbewerb “Organic Design in Home Furnishings” gewannen. Sie zeichnen sich durch ihre Form, die sich am menschlichen Körper orientiert, aus und sind deshalb äußert bequem.
1941 heirateten Ray Kaiser und Charles Eames und gründeten ein gemeinsames Designerstudio. Während des 2. Weltkrieges nutzten die beiden die Technik des Verformens von Schichtholz um für die US-amerikanische Regierung und für Flugzeughersteller verschiedene Flugzeugteile, Krankentragen und Beinschienen herzustellen. Außerdem wendeten sie sich dem Material Fiberglas und dem Verfahren des Aluminiumguss’ zu. Aus der Kombination dieser Techniken und Materialien entstand 1956 der weltberühmte und bis heute gefragte “Lounge Chair“.

Lounge Chair in weiß

Lounge Chair in weiß

Der Möbelhersteller und Vorreiter im Bereich moderner Möbel, Herman Miller, bot dem Eames-Ehepaar eine Zusammenarbeit an. In der Folgezeit entwickelten sie nicht nur den Lounge Chair, sondern produzierten auch andere Eames-Möbel in größeren Stückzahlen. Bei allen Experimenten, Entwürfen und Produkten standen Qualität, Ästethik und ein ökonomischer Materialeinsatz sowie die Möglichkeit einer effizienten Produktion im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit Herman Miller weitete sich auf dessen europäischen Partner, Vitra, aus. Bis heute produziert Vitra die Designmöbel von Ray und Charles Eames. Neben dieser prestigeträchtigen Partnerschaft war das kreative Ehepaar außerdem für IBM tätig, drehte Filme und gestaltete Ausstellungen (z.B. 1964/65 den IBM-Pavillon auf der Weltausstellung in New York).

Ray und Charles Eames (Bildquelle: www.designmuseum.org)

Ray und Charles Eames (Bildquelle: www.designmuseum.org)

Bei Smow sind unter anderem folgende Möbelstücke (Design: Ray und Charles Eames; Produktion: Vitra) erhältlich:
- Plywood Group
- Fiberglas Group
- Aluminium Group
- Drahtmöbel
- Kinderprodukte




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