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(smow)offline: “gute aussichten - junge deutsche fotografie” Georg Brückmann

Monday, August 2nd, 2010
Eames Lounge Chair by George Bruckmann. A delightful combination of paiting, photography and mind games.

Eames Lounge Chair von Georg Brückmann. Eine wunderbare Kombination aus Malerei, Fotografie und Gedankenspielchen.

Illegale Kopien von Designklassikern sind ein Thema, das uns nicht nur hier im (smow)Blog sondern generell im globalen (smow)Netzwerk immer wieder beschäftigt.

Oder besser gesagt, wann ist ein Designklassiker ein Designklassiker?

Beim HGB Rundgang in Leipzig im Februar wurden wir mit einer unerwarteteten und ungewöhnlichen Interpretation dieser Frage in Form des “Eames Lounge Chair” von Georg Brückmann konfrontiert.

Wir waren begeistert.

Und nicht nur wir waren beeindruckt von Brückmanns Arbeit. Im Oktober 2009 wurde seine Serie “in situ” für eine der wichtigsten und angesehensten deutschen Fotografie-Ausstellungen: “gute aussichten - junge deutsche fotografie” 2009/2010 ausgewählt.

Nach 10 Monaten und 6 Stationen in 3 Ländern, öffnet die letzte “gute aussichten” Ausstellung der 2009/2010 Tour am Donnerstag, dem 29. Juli im Art Foyer DZ Bank in Frankfurt am Main.

Bis zum 11. September können Besucher die Arbeiten von Georg Brückmann und den sieben anderen Künstlern, die aus 91 Bewerbungen von 33 deutschen Hochschulen ausgewählt wurden, anschauen.

Im Vorfeld der Ausstellungseröffnung haben wir Georg Brückmann in seinem Atelier in Leipzig-Lindenau getroffen. Und sind auch gleich zu Beginn in einen dicken Fettnapf getreten.

Wie alle Formen von “Design” bauen auch die bildenden Künste auf Innovation und neuen Ideen wenn sie überleben wollen.

Wir dachten, Brückmann malt auf Fotos.

Tut er nicht.

Still life with beer by George Brückmann. The objects are real, have been painted and then photographed

Stillleben mit Bier von Georg Brückmann. Die Objekte sind real, wurden angemalt und dann fotografiert.

Ursprünglich bemalte er die Objekte, überzog sie mit der gleichen Farbe und fotografierte sie anschließend. So hat er wunderbare, undurchsichtige, voluminöse Szenen irgendwo zwischen Realität, Malerei und Fotografie geschaffen.

Dann ging er dazu über, Objekte anzumalen, die im Bewusstsein des Betrachters dann in andere Objekte weitergesponnen werden, bevor er sich mit dem Thema Designklassiker bzw. der Beziehung zwischen Designklassikern und Nicht-Designklassikern auseinandersetzte.

Wir wollen den Reiz der Arbeiten nicht zerstören, indem wir den Entstehungsprozess verraten. Aber Georg Brückmann malt Designmöbelklassiker so, dass durch die Komposition des endgültigen Fotos “normale” Objekte in Kultmöbel verwandelt erscheinen.

Die Bilder der Stühle an sich sind nicht sonderlich akkurat, die Proportionen und Formen weichen oft von den Originalen ab. Aber das spielt keine Rolle. Man erkennt sie dennoch, findet sie attraktiv, gibt ihnen einen Wert - einen Wert, der auch die rauen und rudimentären Kulissen scheinbar veredelt.

Brückmanns Arbeit befasst sich mit der “imaginären Erweiterung” von einem Objekt in ein anderes. Das erreichen die Werke durch das Zusammenspiel von Perspektive, Kontext, Kunst und der Wahrnehmung des Betrachters. Sei es ein Pappkarton der zu einem Liegestuhl wird oder eine schlichte Gartenliege die Le Corbusiers LC 4 Chaiselongue wird.

Charles und Ray Eames’ Lounge Chair, der F 51 von Walter Gropius und Mies van der Rohes Barcelona Chair sind nur drei der Designklassiker, die Brückmann reinterpretiert hat… Oder besser gesagt, die er erweitert oder aufgewertet hat von weniger wertvollen Alltagsgegenständen zu Designklassikern die wir alle kennen.

In Brückmanns Worten: “Hier wird der Gegenstand zu dem, was er hätte werden können, was er sein könnte, sein wollte oder gar sollte.”

Unser Interview mit Georg Brückmann über seine Arbeit, gute ausichten und seine Zukunft gibt es auf den (smow)Kulturseiten.

Die Ausstellung “gute aussichten - junge deutsche fotografie 2009/2010” ist bis zum 11. September im Art Foyer DZ Bank in Frankfurt am Main zu sehen.

Le Corbusier LC 4 by George Brückmann

Le Corbusier LC 4 von Georg Brückmann

(smow)offline: Charlotte Perriand in der Schweiz

Thursday, July 1st, 2010
Charlotte Perriand with Le Corbusier und Pierre Jeanneret

Charlotte Perriand mit Le Corbusier und Pierre Jeanneret

Wahrscheinlich ist die Pariser Architektin und Designerin am besten für ihre Kooperationen mit Le Corbusier bekannt, mit dem sie zusammen die moderne Bewegung in Europa voran getrieben hat. Nicht zuletzt ist Charlotte Perriand für die Umsetzung der modernen Möbelideen von Le Corbusier verantwortlich und hat somit die Tradition von minimalem gebogenem verchromten Stahl und Ledermöbeln mitbegründet.

Die bekanntesten Werke ihrer Zusammenarbeit sind die von Cassina produzierten LC4 Chaiselongue, LC2 Sessel und der LC7 Drehstuhl welche Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand ehemals für ihr “Maison la Roche” in Paris kreiert haben.

Die Kollaboration zwischen Charlotte Perriand und Le Corbusier war jedoch nur eine Station im Leben und der Karriere. Es folgten Zusammenarbeiten mit Fernand Leger und Jean Prouvé sowie Stationen in Moskau, Japan, Vietnam und Brasilien.

LC4 by Charlotte Perriand Le Corbusier and Pierre Jeanneret through Cassina

LC4 von Charlotte Perriand, Le Corbusier und Pierre Jeanneret hergestellt von Cassina

Ihre Zeit in Brasilien wird in einer Ausstellung im Gewerbemuseum in Winterthur zum Thema gemacht. Eröffnung ist am 4. Juli.

“Charlotte Perriand und ihre Spuren in Brasilien” wurde einer Wohnung gewidmet, welche Sie Anfang der 60er Jahre in Rio de Janeiro designt und gebaut hat. Die Kuratoren der Ausstellung haben die Wohnung im Maßstab 1:2 nachgebaut um so Charlotte Perriands Herangehensweise an Arbeit und Design zu ergründen.

Am 16. Juli eröffnet das Museum für Gestaltung, Zürich die Ausstellung “Charlotte Perriand: Designer, Photographer, Activist”. Die Ausstellung fokussiert sich mehr auf das Möbeldesign, die Fotografie und das soziale Engagement von Charlotte Perriand.

Zusammen bieten die Ausstellungen eine seltene Chance mehr über die wenigen Frauen zu erfahren, die sich in dieser hierarchischen Männerdomäne etabliert haben. Das Frauenwahlrecht wurde erst 1944 in Frankreich eingeführt - zu dieser Zeit hatte Charlotte Perriand, sowie die Pariserin Eileen Gray sich bereits einen Namen gemacht und einen entscheidenden Teil zur Moderne beigetragen.

“Charlotte Perriand und ihre Spuren in Brasilien” ist im Gewerbemuseum Winterthur vom 4. Juli bis zum 22. August zu sehen.

Charlotte Perriand Designer, Photographer, Activist ist im Museum für Gestaltung in Zürich vom 16. Juli bis zum 24. Oktober zu besichtigen.

Und die beiden Museen sind nur 25 KM von einander entfernt - also ein schöner Tagesausflug an einem Feiertag.

2010 Designermöbel Weltmeisterschaft:Holland-Spanien 1:0

Wednesday, June 16th, 2010

Tag zwei der (smow) Designermöbel-Weltmeisterschaft 2010 brachte die erste Begegnung der Frauen: Patricia Urquiola gegen Hella Jongerius.

Wie erwartet begann Patricia Urquiola in ihrer typisch robusten und voluminösen Art – wie man sie durch ihre Arbeiten für B&B Italia, Cassina oder Molteni & C kennt. Gegen die schlaue und formal abenteuerlustigere Jongerius kam Urquiola mit ihrer klassischen “Lounge”-Taktik aber nur schwer voran.

Sie schwenkte um auf den etwas synthetischeren “Kartell-Stil” und konnte so einige Chancen herausarbeiten. Jongerius konterte aber mit dem völlig unerwarteten Polder Sofa für Vitra und entschied das Spiel 1:0 für Holland.

Hella Jongerius Fans

Hella Jongerius Fans

IMM Köln: Die neuen Klassiker

Monday, January 25th, 2010
Schöner Wohnen present their Neue Klassiker at IMM Cologne

Schöner Wohnen zeigt seine Neuen Klassiker auf der IMM Köln

Aus Anlass ihres 50. Geburtstages hat die Zeitschrift “Schöner Wohnen” als besondere Beilage “Das Buch der Klassiker“ herausgegeben, indem die 400 besten Möbel und Wohnaccessoires des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert werden.

Diese Klassiker wurden auch auf dem Schöner-Wohnen-Stand hier in Köln gezeigt.

Neben bekannten Produkten wie dem Vegetal von Ronan and Erwan Bouroullec für Vitra oder der Castore Lampe von Huub Ubbens und Michele De Lucchi für Artemide, zeigt die Ausstellung auch Stücke denen sonst nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die sie eigentlich verdienen.

Split by Meike Russler together with the Thonet A 660

Split von Meike Rüssler zusammen mit dem Thonet A 660

Der Split von Meike Rüssler für Ligne Roset z.B. ist ein wunderbarer Schreibtischentwurf.

Wenn man einen schön aufgeräumten Schreibtisch mag.

Also nichts für uns.

Aber für alle anderen perfekt.

Es sind nicht nur die eingearbeiteten Briefkörbe oder versteckten Ablagefächer oder die wunderbare 360-Grad-Leuchte, die den Split ausmachen. Auch die Tatsache, dass der Tisch im Handumdrehen von einem doppelstöckigen Schreibtisch zu einem geschützten Arbeitsplatz umgewandelt werden kann. Und dann ist da noch dieses wunderbare Retro-Furnier, das unsere Herzen immer ein bisschen höher schlagen lässt.

In Köln hat das Schöner-Wohnen-Team den Split mit James Irvines A 660 Loop Chair von Thonet verheiratet. Mit der klassischen Thonet-Biegeholz-Technologie bietet Irvines Stuhl eine wunderbare, moderne Interpretation des traditionellen Thonet-Stils. Und einen sehr bequemen Sitz.

Der A 660 ist kein Stuhl, auf dem man acht Stunden vor einem Schreibtisch verbringen möchte. Aber für regelmäßige kürzere Abschnitte oder zum Beispiel als Besucherstuhl in einem Büro ist er perfekt.

Vegetal from Vitra by Ronan and Erwan Bouroullec

Vegetal für Vitra von Ronan und Erwan Bouroullec

Wir haben ja grundsätzlich zu viel Zeit und haben durchgezählt: Soweit wir sehen konnten, sind Cassina und Vitra unter den Top-Herstellern und Antonio Citterio und Ronan und Erwan Bouroullec unter den am besten vertretenen Designern.
Also macht (smow) doch etwas richtig…..

“Das Buch der Klassiker“ ist mit der Februar-Ausgabe von “Schöner Wohnen” erhältlich - und alle gezeigten Artikel gibt es natürlich auf smow.de

Neu bei (smow): Cassina

Friday, January 15th, 2010
Cassina

Cassina

Italienisches Design ist, wenn wir unsere Augen für ein oder zwei Minuten schließen und brutal ehrlich sind, wie englischer Fußball oder französische Küche - seine ständige Assoziation mit besonderer Qualität und Genie beruht zum großen Teil auf einer Anzahl von nicht-Italienern (Engländern/Franzosen), die kontinuierlich zur Tradition beigetragen und sie damit modern, frisch und aufregend gehalten haben.

Dänisches Design ist dänisch weil es nur Dänen erlaubt ist - italienisches Design ist universell, weil jeder es darf: vorausgesetzt die Italiener laden dazu ein.

Und daher kommt es nun, dass wir es alle genießen im April nach Milan zu reisen und dort für eine Nacht in einem schäbigen Zimmerchen mehr zu bezahlen, als wir im Jahr für unsere eigenen Wohnungen ausgeben; denn es ist Milan und Milan ist Design.

1927 wurde ein entscheidender Schritt zur Etablierung “italienischen Designs” getan, als die Brüder Cesare und Umberto Cassina ihre neue Möbel Pruduktions Firma eröffneten, die sich in Meda, Lombardei (auf halbem Wege zwischen Milan und dem Como See - für all jene von Ihnen, die auf der Suche nach einem traumhaften “auf-halbem-Wege-Haus” sind) befindet.

LC 1 by Le Corbusier Jeanneret and Perriand through Cassina

LC 1 von Le Corbusier, Jeanneret und Perriand durch Cassina

Nachdem sie sich mit der qualitativ hochwertigen Ausstattung von Schiffen, Hotels und Casinos schnell einen Namen gemacht hatten, startete Cassina 1967  ihre “CASSINA I MAESTRI” Reihe, mit dem Ankauf der Lizenzen für vier Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand Produkten: LC1, LC2, LC3 und LC4. In Cassinas eigenen Worten war das Ziel - und ist es immernoch “die Verbreitung der universell akkreditierten Kulturwerte durch das Angebot heute von “rekonstruierten” Einrichtungsgegeständen.” Unter Verwendung von orginalen Entwürfen und Notizen als Basis für ihre Modelle erstand Cassina nicht nur die Rechte an weiteren Le Corbusier Werken, sondern auch an wichtigen Arbeiten von so verschiedenen Designern wie Gerrit T.Rietveld, Charles Renne Mackintosh und Frank Lloyd Wright.

In den 1970gern, mit der Sicherheit, die durch die CASSINA I MAESTRI Reihe erreicht wurde, im Rücken, handelte Cassina “italienisch”, indem man neue Materialien und neue Technologien annahm und sich mit den Werken von Designern wie Mario Bellini oder Vico Magistretti als ein wichtiger und zukunftsorientierter Player in der internationalen Designer Möbel Szene etablierte. Ein Trend, der durch Kooperationen mit Designern wie Konstantin Grcic, Patrick Jouin oder Philippe Starck fortgesetzt wurde.

Zig-Zag chair by Rietveld through Cassina

Zig-Zag Stuhl von Gerrit T.Rietveld durch Cassina

Und so wie der Mix aus eigenen und fremden Spielern Manchester United oder Liverpool dabei geholfen hat, globalen Erfolg zu erringen, hat die Kobination aus italienischem und internationalem Design-Talent Cassina dabei geholfen, heute eines der führenden Designer Möbelhäuser zu sein.

Und seit Ende 2009 ist die Cassina CASSINA I MAESTRI Reihe auch bei smow.com erhältlich, eine Reihe die zum Beispiel Design Klassiker wie den Zig-Zag Stuhl von Rietveld oder den Argyle Stuhl von Mackintosh beinhaltet.

Falls Sie etwas moderneres bevorzugen, kann smow.com auch mit der kompletten Cassina Palette dienen.

Details finden sich auf der smow.com Cassina Seite.

(und ja, für all die aufmerksamen Leser da draußen, google hat uns nicht mit einer Liste der top 3 Sterne Restaurants in Paris, die von Ausländern geführt werden, versorgen können :( )

Mehr als ein Möbelhersteller - Cassina

Wednesday, October 14th, 2009

Wenn man sich die Produkte von Cassina bei (smow) anschaut, könnte man direkt neidisch werden. Die angebotenen Sitzmöbel wie der LC4 Chaiselongue sehen im Vergleich zu unseren Bürostühlen sehr verführerisch aus. Wie auch immer.

LC4 Chaiselounge von Le Corbusier für Cassina

Cassina ist nicht einfach nur ein italienischer Möbelhersteller. Cassina ist mutiger Entwickler und Forscher.

Bereits 1927 in Mailand gegründet, wurden unter dem Namen Cassina anfänglich ausschließlich kleine Holzmöbel hergestellt. Doch bald schon weitete sich die Produktion auf Polstermöbel aus.
Auch in Krisenzeiten schaffte es das Unternehmen durch Produktionsausdehnung weiter zu wachsen. Bald wurden Cassina Möbel wegen der hervorragenden Qualität bekannt. Die Produkte umfassten nun schon fast alle Möbeltypen: Stühle, Sessel, Tische, Armlehnenstühle, Sofas und Betten.

Seit jeher setzt Cassina dabei auf hohe Qualität bei Materialien und Verarbeitung. Doch Cassina agiert nicht nur als gewöhnlicher Möbelhersteller.  Mit Erforschung neuer Herstellungstechnologien und Materialien wie kalt geschäumtem Polyurethan oder glasfaserverstärktem Polyester eröffnete das Unternehmen auch für die Gestaltung neue Wege, und die Design-Avantgarde Italiens lieferte die Entwürfe. Die Freude am gestalterischen Wagnis setzt sich über die Postmoderne bis zur Gegenwart fort.

Ein Ein Klassiker von Rietveld. Mit dem Zig-Zag kam ein neuer Typ Stuhl - der "Stuhl aus einem Stück" - ins Gespräch.

Ein Ein Klassiker von Rietveld: Zig-Zag.

Unter dem Markenzeichen Cassina tummeln sich die visionäre Präzision von Le Corbusier, die japanische Formensprache von Charles Rennie Mackintosh, die strenge Geometrie von Rietveld und die individuellen Designs von von Frank Lloyd Wright.

Produkte von Cassina bei (smow) finden Sie hier.




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